QUOTE=blue;2803137]Auch die Einstellung "Gier" ist eine Erfahrung und wird im Rahmen des göttlichen nicht bewertet.[/QUOTE]
Woher weißt du das? Immerhin gibt es so etwas wie die 7 Todsünden. Jetzt egal, was man individuell hält, aber dass diese Aspekte letzlich Leidvermehrer sind, kann man durchaus auch aus neutraler Position ziemlich sicher sagen.
was ist ein "Übermensch"?
In dem Kontext jemand, der seinen Heilsweg (zu Gott) in der Überwindung des Menschseins sieht.
Vielleicht liebt Gott das Chaos?
Ist eine diffizile Frage. Wenn Gott das Chaos liebt, dann liebt er auch die Zerstörung, dann wäre Gott letzlich Satan.
Dann wäre der Sinn des Lebens die Freude am Leid, am Zerstören? Kann's irgendwie dann doch nicht so ganz sein, oder?
Wobei man Chaos ja auch positiver sehen kann. Ich sprach ja nicht von Chaos, sondern vom Wahnsinn rundum.
Weil ich das so erlebt habe.
mitunter? - Oder könnte das nur unsere Wahrnehmung sein, weil wir zwischen gut und böse unterscheiden - Gott aber nicht?
Solange man das nur auf einer Ebene betrachtet, kommt man nicht wirklich weiter.
https://www.esoterikforum.at/forum/showthread.php?p=2803151#post2803151
Beitrag #7 erläutert meine Ansicht in etwa ein wenig komplexer
Gott ist Gnade - so oder so
Erklärung - weil wir sonst nicht existieren würden.
Gnade muss nicht zwingenderweise Schulderlass, Wegfall von aus Handlungen resultierenden Konsequenzen bedeuten.
Beispiel: Du bringst jemanden um. So kann es durchaus ein Akt göttlicher Gnade sein, dass du im nächsten Leben, oder sogar im selben von wem anderen umgebracht wirst. Die Gnade liegt dann darin, dass du Gelegenheit erhältst, beide Seiten zu erfahren, um etwas mehr als vorher zu verstehen.
Gott entscheidet nicht - Gott ist
Kann natürlich sein. Wer entscheidet dann? Du selbst?
Jetzt heißt, jeden Augenblick des Lebens absolut präsent zu sein - nicht mit den Gedanken in der Vergangenheit oder Zukunft herumeiern.....
Ich kenne niemanden, der das auch nur kurze Zeit in aller Absoultheit kann.
Wozu auch? Kein Lebewesen setzt sich freiwillig einem solchen Stress und Krampf aus. Etwas gegen sich selbst permanent tun zu müssen. Denn die "Aufgabe", das zu tun, tun zu müssen, ist zugleich die unüberwindbare Hürde selbst. Wie bei der Aufforderung: "Sei spontan!"
Geht so nicht. Du kannst nicht im Jetzt sein, wenn du es willst, planst, dir vornimmst, kluge(?) Bücher darüber liest.
Aber die Sache mit dem jetzt ist ein Beispiel für dieses Übermensch-Wollen-Sein, das oben kam. Dahinter immer das Konzept, der Mensch ist schlecht. Also muss er durch besondere "Leistungen" besser werden.
Dass am Menschen eine Menge anscheinend nicht ganz stimmt, ok. Sehe ich auch so. Ob nun solche Konzepte daran was verbessern, halte ich eher für fraglich.
Meines Erachtens gibt es keine sogenannten "Irrwege" - es gibt nur verschiedene Einstellungen und Beurteilungen, was gut und was schlecht (oder böse) ist.
alle "Wege" führen zu Gott .
Wir sollten das nicht beurteilen, denn wenn wir das oder uns beurteilen, beurteilen wir auch Gott.
Die Schlussfolgerung, durch einen Wegfall einer Beurteilung löst sich Böses auf, ist vermutlich, zumindest in der Realität, wenig tragfähig.
Ist es letzlich nicht die versteckte Angst, doch am Ende beurteilt, verurteilt zu werden, der man dadurch zu entgehen versucht, dass man die Beurteilung, damit auch so etwas wie eigenes Gewissen, eigene Verantwortung, Verantwortung für andere verdrängt, beiseite schiebt, sicherheitshalber aufhebt?
Ist ja bequem erstmal. Kann mir ja nix mehr passieren.
Ich halte davon eher wenig. Erst recht nicht in einer schon beinahe 100% ratinggesteuerten Gesellschaft.
Was letzlich die schizophrene Spaltung von Esoterik (als irrealer Ausweg, Heilsversprechen) und Realität (als Bedrohung, Überforderung) ziemlich klar zeigt.