Das Böse

woher weißt Du, daß Gott uns Leid verbietet?

Sagte ich nicht. Das ist deine Schlussfolgerung in deinem Kontext. Ich schrieb nur darüber, dass diese Aspekte Leid vermehren. Ganz neutral.

kannst Du nur das eine oder das andere sehen?
Gehört nicht beides zum Leben?
Und wenn Gott nicht - auch das ist, was wir als Satan meinen zu erkennen - was wäre er denn dann für ein unvollkommmener Gott?
Der Gott, den ich kenne , ist ein umfassender Gott - der uns so sehr liebt, daß er nicht über uns urteilt, sondern uns läßt......
Gott ist alles, was ist - und er liebt uns so sehr, daß er uns die Entscheidung überläßt, was wir erleben/erfahren wollen.

ganz genauso ist es.......;):D

Wenn es für dich so ist, dann ist es für dich so.

Das sehe ich auch so.
Doch - wenn das für Dich klar ist, verstehe ich nicht, daß Du Dich so schwer damit tust, alles in und als Gott /göttlich zu sehen?

Das hier zu erklären, würde den Rahmen sprengen. Sagen wir, ich sah das lange ähnlich wie du. Nur, irgendwann war das in Verbindung mit bestimmten Informationen und Erfahrungen so nicht mehr haltbar. Für mich.

Theoretisch wäre sogar möglich, dass es zwei unabhängige Schöpferkräfte gibt, eine göttliche und eine anti-göttliche, theoretisch wäre auch möglich, dass die anti-göttliche die ältere ist, theoretisch wäre möglich, dass parallel dazu, oder sogar noch davor noch andere Kräfte existieren, die aber alle noch bis hierher wirken könnten.

Letztendlich ist die Schnittstelle für die Sonderbarkeiten, die ich nicht zusammenkriege, der Mensch selbst. Ebenso wie das eigenartige Phänomen, dass seit über 50 Jahren spirituelle, esoterische, religiöse Menschen ja durchaus in nicht geringem Ausmaß sich, andere, die Welt "heilen", "verbessern", "retten"...
Seltsamerweise wird aber offensichtlich in der Wirklichkeit alles schlimmer.
Da stimmt doch was nicht. Und wenn also diese "Verbesserungen" eigentlich Verschlimmerungen sind, dann muss auch an den zugrundeliegenden Konzepten was nicht stimmen.

Wo habe ich geschrieben, daß sich böses auflöst?
Wer entscheidet, was böse und was gut ist?
Gehen da nicht die Meinungen weltweit total auseinander?

Solange es um Meinungen geht, ja.
Aber mitunter ist gut und böse wenig meinungsabhängig.
Wenn dir jemand die Knarre an die Stirn hält, und abdrückt, wird dir eine "positive" Meinung, oder keine Wertung dazu wenig helfen. Und die Kugel kaum aufhalten.

Nein - bequem ist das ganz und gar nicht -
auch im Gegenteil, denn
man ist gezwungen die alten Einstellungen loszulassen,
sich auf neue Gebiete hinauszuwagen,
raus aus der Box
hinaus in das Unbekannte......ect....

Wir reden dabei von verschiedenen Dingen. Nicht werten, als subjektiver Bezug, um aus dem eigenen, anerzogenen Korsett rauszukommen, ist eine Sache. Kann man aber auch mit Neugier gleichsetzen, oder Interesse am "Anderen", "Fremden". Der ermöglich überhaupt erst so etwas wie einen eigenen Perspektivenwechsel. Die Erfahrung, dass es nicht, wie angenommen, nur die eigene Wahrheit gibt.

Aber dennoch wird, muss diese "Wertung" irgendwann wieder ins Spiel kommen. Und sei es nur über, durch die eigenen Vorlieben. Also wird wieder gefiltert, gewertet. Weil alleine die Informtionsmenge(n) unüberschaubar werden, nicht verarbeitbar sind.

Leg z.B. auf iTunes eine Musiksammlung ohne Kategorien, ohne Struktur, Hierarchie an. Und sobald du ein paar tausend mp3 drauf hast, findest du gar nichts mehr. Wertung ist letzlich auch Struktur, Hierachie, Ordnung, Orientierung. Im positiven Kontext.

Um etwas beurteilen zu können, ist eine neutrale Sicht durchaus vorteilhaft. Aber, irgendwann macht man sich darüber ein Bild. Wertet, stellt sich in Bezug dazu. Sagt ja, das ist was für mich, oder nein, ist es nicht. Oder, überprüft die Resultate aus ihre Stimmigkeit in einem bestimmten Kontext.

Anders geht's nicht. Wer eine Wahl trifft, zwischen A oder B, wertet.
Auch die zwischen Altem, Bekannten und Neuem, Unbekannten.

Und so sagst du letzlich auch, das alte ist schlecht, kenn ich schon, und das neue ist, muss daher bessers ein. Und bist schon wieder drin, in deiner Wertung.

das macht Angst und ist absolut unbequem.
Bequem ist, dem Satan oder anderen die Schuld zu geben.

Aus Sicht der Selbstverantwortung gebe ich dir Recht. Nun gibt es aber neuere neurologische Ansätze, die ziemlich schlüssig darlegen, dass es anscheinend mit den "freien Willen", der "freien Wahl" gar nicht so weit her ist wie bisher angenommen. Dass es z.B. Fälle, Situationen, Momente gibt, bei denen in gewisser Weise "was anderes" die Kontrolle über den Menschen selbst übernimmt, und bestimmte Aktionen, Reaktionen setzt.

Derjenige dann zwar als Organismus eine Handlung setzt, ausübt, die er aber eigentlich gar nicht selbst tun wollte. Was also "treibt" den Menschen da?
Es gibt ja das Sprichwort "Mich hat der Teufel geritten." So simpel dürfte es vielleicht doch nicht sein, aber ganz von Tisch auch nicht.

Wenn die Resultate positiv sind, wundert man sich vielleicht danach selbst, staunt über sich selber, bei negativen Resultaten, z.B. bei Verbrechen, Mord wird's natürlich eng. Denn dann ist der Mensch mit den Folgen, Konsequenzen doch ziemlich hautnah konfrontiert.

Bleibt die Frage, wer, was ist man selbst, wer ist dieses "ich"?
Ein eigenständiges Wesen, oder letzlich nur eine Spielfigur, dann, von Gott, von Satan, von beiden zugleich?

Ganz drastisch vereinfacht.
 
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Hi Faydit,

interessant, was Du da schreibst - werde Dir später antworten, da ich grad keine Zeit habe.

Wir sind gar nicht so furchtbar weit weg voneinander........:)
 
Der Satz ist ja wirklich schön und stimmig. Problematisch wird's nur bei der Interpretation: Was ist Gottes Wille? Woher soll ich, jetzt, hier das denn genau wissen?
Wonach richtet man sich dabei?

Zitat von Aquarius777
"Vater, nicht mein Wille, sondern dein Wille geschehe."

Dieser Ausspruch bedeutet nichts andres , als :

Meine Lage ist nun so unabänderlich geworden , Ich habe getan , was in meiner Macht stand ... nun kann ICH nichts mehr tun ...
so übergebe ich alles weitere der Gnade...

meint die Fee:)
 
Meine Lage ist nun so unabänderlich geworden , Ich habe getan , was in meiner Macht stand ... nun kann ICH nichts mehr tun ...
so übergebe ich alles weitere der Gnade...

meint die Fee:)

Das meint die Fee ... und so ist es auch. Aus meiner Sicht ist der Übergang schwierig, solange man das Gefühl hat, das Ego könnte noch irgendetwas richten, an der Lage ändern ... Wenn das Ego erkennt, dass die Lage (scheinbar) aussichtslos geworden ist, dann lernt es auch die Demut, die nötig ist, um den wahren Kern zum Vorschein kommen zu lassen ...
 
Das meint die Fee ... und so ist es auch. Aus meiner Sicht ist der Übergang schwierig, solange man das Gefühl hat, das Ego könnte noch irgendetwas richten, an der Lage ändern ... Wenn das Ego erkennt, dass die Lage (scheinbar) aussichtslos geworden ist, dann lernt es auch die Demut, die nötig ist, um den wahren Kern zum Vorschein kommen zu lassen ...

ja...:):):)
 
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Faydit: Letztendlich ist die Schnittstelle für die Sonderbarkeiten, die ich nicht zusammenkriege, der Mensch selbst. Ebenso wie das eigenartige Phänomen, dass seit über 50 Jahren spirituelle, esoterische, religiöse Menschen ja durchaus in nicht geringem Ausmaß sich, andere, die Welt "heilen", "verbessern", "retten"...
Seltsamerweise wird aber offensichtlich in der Wirklichkeit alles schlimmer.
Da stimmt doch was nicht. Und wenn also diese "Verbesserungen" eigentlich Verschlimmerungen sind, dann muss auch an den zugrundeliegenden Konzepten was nicht stimmen.


muss nicht. könnte doch auch sein, dass es sonst noch viel schlimmer wäre.
du hast weder den Überblick über den Jetztzustand noch den über alle möglichen Alternativen. Aber eine eindeutige Meinung dazu. Halt so wie immer.

Interessant nur, dass du diese nicht hinterfragst, obwohl du bereit bist, sonst so viel zu hinterfragen.
 
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