Der Mensch der das Gute erkennt und in sich erweckt, fürchet sich nicht von dem Bösen, denn dann ist es zwar noch existent, aber es kann Ihm nichts anhaben. Denn er ist dann Nahe bei Gott, ...
Bringen wir das einmal ein wenig aus der Polarität raus.
Anscheinend gibt es zwei Arten des Bösen. Die eine, über die hier das meiste gesagt wurde, ist das Gegenteil von gut. Sozusagen. Kennt jeder.
Nun scheint es, meinem Empfinden nach aber noch eine andere Art zu geben. Und die ist nicht das Gegenteil von gut, sondern, in der Absicht, in der Richtung zwar gut, jedoch haarscharf am Ziel vorbei.
Gute Absicht, gute Vorsätze, gute Einstellung, alles richtig machen, und doch kommt am Ende was ganz anderes heraus, jedenfalls nichts wirklich Besseres als zuvor.
Die besten Absichten erzeugen die schlimmsten Resultate. Kennt jeder zumindest von den eigenen Eltern.
Was wäre nun, wenn es auf den "höheren" Ebene genau so wäre?
Dann wäre das hier beschriebene Böse ganz nahe bei Gott. In gewisser Weise Gott haarscharf verfehlt. In bester Absicht, nur eben leider doch nicht.
Nicht das Gegenteil, nicht die größtmögliche Entfernung, sondern eben "fast Gott", aber eben doch nicht Gott, sondern was anderes.
Wie entkäme man dem? Vermutlich gar nicht. Denn dann würde der Weg mit wesentlich höherer Wahrscheinlichkeit eben nicht wirklich zu Gott führen, sondern bestenfalls knapp daran vorbei. In dieses Böse.
Dann würde, auch mangels aller Übersicht und mangels aller nötigen Informationen kein Mensch Gott jemals erreichen können. Egal wie, egal wodurch.
Einzige Möglichkeit: Gott hilft, greift ein, lenkt selbst. Aber, alleine von hier, durch die eigene Kraft, Techniken, was immer, no chance.
Nicht ohne Gottes Hilfe, Gottes Gnade. Und in dem Fall würde letzlich wirklich nur eines helfen: Beten. Das liegt, läge dann wirklich nicht in unserer eigenen Macht. Überhaupt nicht.
Muss nicht so drastisch sein. Könnte es aber. Zumindest wäre damit der Überhang an Bösem hier eben aufgrund dieser gescheiterten guten Absichten erklärbarer.
Vermute ich.