Cannabis - wenn es zur Schmerzlinderung bei schwerkranken Menschen hilft finde ich ok,
ob jeder zugedröhnt ist, welcher sich mal Cannabis reinzieht weiß ich nicht.......
Kann mir aber vorstellen, dass man schon Schwierigkeiten hat den Alltag - Job, Familie und Haushalt -
zu bewältigen, wenn man öfter bekifft ist und das halte ich für relevant!
Da steckt man wohl ein Gläschen Wein oder eine Flasche Bier leichter weg -
und ist noch immer fahrtüchtig und funktioniert im Job.
Auch sollte man die psychische Wirkung des Cannabis nicht unterschätzen -
hab mal gehört, dass mindestens 10% aller Psychosen vom Rauschgiftkonsum kommen.
Cannabiskonsum ist durchaus mit einigen psychiatrischen Störungen assoziiert.
Klinische Studien stellen dennoch, wie jene anderen auch, keine Kausalitäten dar, sondern Korrelationen.
Der Gebrauch von Cannabisprodukten korreliert nach dem aktuellen Wissensstand positiv mit dem Auftreten von einigen psychiatrischen Krankheitsbildern; und zwar besonders mit jenen aus dem schizophrenen Formenkreis.
Dies bedeutet nicht, dass Kiffen zwangsläufig zu einer der besagten Erkrankungen führt, sondern primär, dass (paranoide/hebephrene/simplex etc.) Schizophrene und Cannabiskonsum im Vergleich zu Nicht-Betroffenen Gruppe gehäuft parallel auftritt.
Zu den genaueren Herleitungen gibt es nur Annahmen, sodass genetisch prädisponierte Menschen (schizophrene Blutsverwandte) wie auch jene mit einer eher höheren Vulnerabilität empfohlen wird auf den Konsum zu verzichten. Es kann aber genauso gut sein, dass Leute, die zu einer paranoiden Schizophrenie neigen, eher Charaktermerkmale besitzen, die den Konsum von Cannabis begünstigen oder eher in solchen Kreisen verkehren.
Hier geht's eher um die Frage nach der Henne und dem Ei.
Die Mehrheit der Psychiater stuft den Konsum von (psychotropen) Cannabisprodukten wie auch einiger anderer psychoaktiven Substanzen, besonders von jenen, die stark dopaminerg wirken (Amphetamine, Kokain), dem Ethos der Medizin folgend, als krankheitsfördernd ein, bis ein gegenteiliger Effekt bewiesen werden kann und die Studien somit falsifiziert würden.
Vorsicht ist besser als Nachsicht.
ja schon, besonders da vor 1-2 Jahren von gefährlichem Stoff die Rede war..
https://www.20min.ch/story/in-zuerich-ist-gefaehrliches-marihuana-im-umlauf-441347030705
trotzdem finde ich einen Entzug besser als entweder legal oder illegal.
Definitiv.
Leider sind Entzüge selten erfolgreich, wenn nicht nach der Wurzel gegriffen wird - ergo bei Schwerstabhängigen, die eher psychisch abhängig sind.