+++ 50 Arbeiter noch immer im AKW Fukushima +++
[16.32 Uhr] Am Dienstagmorgen (Ortszeit) waren noch mehr als 800 Arbeiter und Techniker in Fukushima I. Sie arbeiteten fieberhaft daran, die sechs Reaktoren zu kühlen und damit eine gefährliche Kernschmelze zu vermeiden. Doch als eine Explosion die Hülle von Reaktor 2 beschädigte, stiegen die Strahlungswerte dramatisch und der Betreiber Tepco war gezwungen, alle bis auf 50 Arbeiter aus dem Kernkraftwerk abzuziehen. Die 50 Arbeiter versuchen nun weiterhin Meerwasser in die überhitzenden Reaktoren zu pumpen, um die Brennstäbe abzukühlen.
+++ Atomaufsichtsbehörde gibt neue Details bekannt+++
[16.21 Uhr] Die japansiche Atomaufsichtsbehörde hat neue Details über die aktuelle Lage bekannt gegeben: Demnach waren die Blöcke 4, 5 und 6 während des Erdbebens nicht in Betrieb. Die Brennstäbe von Block 4 befinden sich komplett in einem Wasserbecken neben dem Reaktorkern, in dem auch verbrauchte Kernbrennstäbe zwischenlagern. Dort ist es offenbar zu einem Feuer gekommen. Das Wasser soll kochend heiß sein. Die Techniker wissen nicht, wie viel Wasser die Brennstäbe noch umgibt. Bisher wurde nicht damit begonnen, zusätzliches Wasser zuzuleiten. Sollten die Brennstäbe nicht mehr von Wasser umgeben sein, könnten diese sich soweit erhitzen, dass sie zu brennen anfangen. Im Gegensatz zum Reaktorkern sind die Becken nicht darauf ausgelegt, geschmolzene Brennstäbe sicher zu verwahren.
+++ Hubschrauber sollen Reaktoren kühlen +++
[16.03 Uhr] Die Betreiber des beschädigten AKW Fukushima wollen die Reaktoren möglicherweise von Hubschraubern aus mit Wasser kühlen. Das Unternehmen Tokyo Electric Power erklärte, man erwäge, die japanischen und amerikanischen Streitkräfte um Hilfe bitten. Vom Hubschrauber aus sei die Gefahr einer radioaktiven Verstrahlung geringer. Außerdem sei die Kühlung aus der Luft möglicherweise effektiver. Zuvor hatte die japanische Atomaufsicht mitgeteilt, das Wasser in einem der Abklingbecken für verbrauchte Brennstäbe in Reaktor 4 koche möglicherweise. Ursache sei das Versagen eines Kühlsystems für das Abklingbecken.
http://www.spiegel.de/panorama/0,1518,750954,00.html