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Die Atomlobby hindert jedoch WissenschaftlerInnen, auf diesem Gebiet zu forschen und zu publizieren, sofern ihre Ergebnisse nicht "günstig" ausfallen. J.-F. Viel (10), Professor für Epidemiologie, beschreibt, wie man jedoch auf Wunsch "günstige" Forschungsresultate produzieren kann (11): Es gibt Methoden, die es erlauben, willkürlich negative Ergebnisse zu erzielen, indem man methodologische Fehler in die Forschungsprotokolle einbaut. Indem man sich beispielsweise wenn man die Krebshäufigkeit studieren möchte nur auf die Mortalität (Anzahl Todesfälle) abstützt und nicht die Morbidität (Anzahl Erkrankungen) in einem Beobachtungszeitraum von beispielsweise zehn Jahren untersucht (siehe "Statistische Mogeleien"). Betrachtet man nur die Mortalität, erhält man Daten, die keinen statistisch-signifikanten Unterschied zwischen Strahlenexponierten und Nichtexponierten nachweisen lassen mit der Morbidität könnte es jedoch ganz anders aussehen.
Mit "methodologisch frisierten" Studien können die Atombefürworter dann behaupten, es sei nichts Beunruhigendes, zum Beispiel keine erhöhte Leukämierate, gefunden worden. Und die AKW-Promotoren benutzen sie, um weitere Atomkraftwerke zu propagieren.
Studien bedürfen stets grosser finanzieller Unterstützung. Deshalb meiden die WissenschaftlerInnen das heikle Gebiet "Strahlenrisiko", um sich keinen beruflichen Schwierigkeiten auszusetzen. Die Internationale Atomenergieorganisation (IAEO) hat dafür gesorgt, dass dies so läuft und dass es auch in Zukunft so laufen wird. Sie weiss sich von den nationalen Instanzen und Nuklearlobbies unterstützt. In Frankreich übte beispielsweise der frühere Direktor der französischen Electricité de France, M. Boiteux, der die ganze AKW-Entwicklung leitete, einen starken Einfluss auf die nationalen Gremien (C.N.R.S.) aus, die die Forschungsstipendien verteilen.
Angenommen, Deutschland oder welches Land auch immer, würde jetzt die Leute vor Ort schicken, die das größte Know-How haben, theoretisch wie auch praktisch... Das wäre für die meisten ein Todesurteil. Wer würde dort hingehen?
Angenommen, Deutschland oder welches Land auch immer, würde jetzt die Leute vor Ort schicken, die das größte Know-How haben, theoretisch wie auch praktisch... Das wäre für die meisten ein Todesurteil. Wer würde dort hingehen?
Dann ist das für Deutsche oder überhaupt eben keine Variante. Aber gut zu wissen im Ausschlußverfahren.
Eine fachlich wie menschlich qualifizierte, internationale Kommission einzuberufen, um möglichst viele Ansichten einzuholen und die Japaner dabei nicht zu entmündigen wäre sicher eine (z.B.) UN-Massnahme, die mir absolut notwendig scheint. In Zeitdruck entscheidet es sich mit vielen besser und weiser.
Einigen wenigen, hartnäckigen, unabhängigen ForscherInnen ist es zu verdanken, dass inzwischen trotzdem statistisch gesicherte Daten über die Zunahme von Krebs und Leukämie im Umkreis von Atomanlagen vorliegen.
Auch über die medizinischen Folgen von Tschernobyl existieren – dank der beharrlichen Arbeit vor allem weissrussischer WissenschaftlerInnen – inzwischen mehrere Untersuchungen, deren Ergebnisse erschrecken. Die Krebsrate wie die genetischen Mutationen (vgl. nachfolgenden Text "Tschernobyl wütet im Erbgut") sind bereits statistisch signifikant angestiegen. Die IAEO und die WHO akzeptieren jedoch nur die Häufung von Schilddrüsenkrebs als Folge von Tschernobyl.......
Ich glaube, "man" muss dafür nicht zwingend religiös sein. Es gibt ja gar keine Alternative... Diese Situation verschiebt die Perspektive von "Ich" und "ein ganzes Land" so extrem. Da reicht für gar nicht mal so wenige wahrscheinlich eine nüchterne Überlegung. Denn eine Mutter oder ein Vater muss ja auch nicht religiös oder Held/in sein, um sich im Zweifel für ihre/seine Kinder zu opfern.
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