Astrologie als Thema beim ZDF Magazin Royale

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Aber genau das könnte theoretisch auch ein Hinweis darauf sein, dass die Wissenschaft dringend ihr Paradigma erweitern sollte, weil sie gewisse Dinge nicht erfassen kann.
Das würde sie gewiss tun, wenn es wenigsten schwache Anhaltspunkte dafür geben würde, dass an Astrologie etwas dran ist. Tatsächlich hat aber noch kein Astrologe etwas zustande gebracht, was er der Astrologie zu verdanken hat. Es gab etliche Versuche, Studien und Tests - aber alles mit negativem Resultat.
 
Das würde sie gewiss tun, wenn es wenigsten schwache Anhaltspunkte dafür geben würde, dass an Astrologie etwas dran ist. Tatsächlich hat aber noch kein Astrologe etwas zustande gebracht, was er der Astrologie zu verdanken hat. Es gab etliche Versuche, Studien und Tests - aber alles mit negativem Resultat.
Na, das sehe ich etwas weniger schwarzweiss.

Erstens ist zu bedenken, dass die Astrologie (wie auch die oft kritisierte Religion) sich seit Jahrtausenden gehalten hat. Sie ist tatsächlich älter als die moderne Wissenschaft. Persönlich gehe ich davon aus, dass wenn an ihr grad gar nichts dran wäre, dass die Menschen sie irgendwann einfach vergessen hätten. Aber genauso wie die Religion hat sie sich eben gehalten - selbst in Zeiten der Wissenschaft ist das so geblieben. Es sollte die Wissenschaft - insbesondere die Sozialwissenschaften und Psychologie - alleine also schon deswegen interessieren, gerade weil das so ist. Unabhängig davon ob sie "funktioniert" in einem positivistischen oder physikalistischen Sinne, wie ich bereits gezeigt habe, "funktioniert" sie offenbar schon sehr lange als soziale Praxis. Und alles, was schon sehr lange soziale Praxis ist, sollte interessant genug sein, um es mindestens aus Sicht der Sozialwissenschaften (z.B. Anthropologie) zu untersuchen.

Zu den von dir genannten Studien und Tests gibt es widersprüchliche Aussagen. Die einen behaupten, es gäbe nur solche, die zeigen, dass Astrologie nicht funktioniert. So einiges davon ist ziemlich zweifelhaft. Andere behaupten, es gäbe durchaus auch andere Studien, die eben auch zeigen, dass Astrologie funktioniert.
An dieser Stelle muss ich zugeben, dass mich beide bisher nur mässig interessiert haben, insofern habe ich in dieser Hinsicht keinen Überblick, was da genau von wem unter welchen Annahmen publiziet wurde.

Aber wichtiger finde ich, dass du damit erneut auf eine ganz spezifischen Funktionsweise von Astrologie beharrst. Ich habe schon weiter oben gesagt, dass ich dein Weltbild in diesem Punkt nicht teile. Für mich haben astrologische Symbole verschiedene Deutungsausprägungen, nicht bloss eines, und diese Deutungsausprägungen sind nicht dasselbe wie Ereignisausprägungen. Darauf bist du aber nicht weiter eingegangen, aber das ist meines Erachtens von zentraler Wichtigkeit, wenn wir überhaupt diskutieren wollen, ob und allenfalls wie Astrologie überhaupt "funktioniert".
 
Ich halte Astrologie primär für eine hermeneutische Angelegenheit:
Ja natürlich. Aber wenn du dich gesellschaftlich "positionieren" willst!, darum ging es dir ja, dann kommst du damit eben nicht weit.
Weil die Gesellschaft den Wissenschafts-Fetisch anbetet. Messgeräte, Laboranalysen, sowas alles.
Weil dann immer die Frage kommen wird "Ach ja, und die Sterne MACHEN das alles?? Und bitte wie genau?? Gibt es da Strahlen??"* amüsierte hahaha-Grimassen*

Hermetik ist für die Leute Philosophie, das wird vielleicht! als solche akzeptiert werden, im weitesten Sinne.
Aber unter Garantie kommen irgendwann immer die obigen Fragen, weil das ja auch den Hintergrund der Astrologie bildet, egal, wie sozialwissenschaftlich oder philosophisch du sie verkleidest bzw. dich nur auf ihre Anwendung konzentrierst.

Immer wird irgendwann die Gretchenfrage kommen: "Aha, und die Sterne machen das alles, weil ich um 16 Uhr geboren bin und nicht um 22 Uhr!" *hahaha!*
Und dann ist die Diskussion zuende.
Also vergiß es.
 
Andere behaupten, es gäbe durchaus auch andere Studien, die eben auch zeigen, dass Astrologie funktioniert.
Wie schade, dass auf diese nie konkret verwiesen wird.
Erstens ist zu bedenken, dass die Astrologie (wie auch die oft kritisierte Religion) sich seit Jahrtausenden gehalten hat.
Es gibt furchtbare Dinge, die sich über sehr lange Zeit gehalten hat. Aber dadurch würde hier ja niemand, hoffentlich, zu bedenken geben, dass Antisemitismus sich schon sehr lange gehalten hat.
 
Ja natürlich. Aber wenn du dich gesellschaftlich "positionieren" willst!, darum ging es dir ja, dann kommst du damit eben nicht weit.
Weil die Gesellschaft den Wissenschafts-Fetisch anbetet. Messgeräte, Laboranalysen, sowas alles.
Ja, das ist ein Problem. Irgendwie hält sich in der Öffentlichkeit hartnäckig ein reduktionistisches Bild der Wissenschaft als einzig empirisch getrieben, stets positivistisch, und immer "objektiv-neutral". Das Bild der Wissenschaft vieler Astrologie-Kritiker ist geradewegs eine Karikatur, welcher einer näheren Untersuchung der tatsächlichen wissenschaftlichen Praxis nicht ansatzweise genügt.

Bloss: Damit ist leider noch immer nicht erklärt, ob und wie Astrologie funktioniert. Es ist bloss gesagt, dass die Kritiker der Astrologie recht beschränkte Massstäbe anwenden, um die Astrologie zu diskreditieren. Das eine hebt leider das andere nicht auf.

Weil dann immer die Frage kommen wird "Ach ja, und die Sterne MACHEN das alles?? Und bitte wie genau?? Gibt es da Strahlen??"* amüsierte hahaha-Grimassen*

Hermetik ist für die Leute Philosophie, das wird vielleicht! als solche akzeptiert werden, im weitesten Sinne.
Achtung: Hermetik und Hermeneutik ist nicht (!) dasselbe. Hermetik ist eine mittelalterliche esoterische Philosophie (deren Ansichten ich persönlich übrigens nicht wirklich teile, aber sie interessiert mich auch nicht). Hermeneutik Auslegung der Bedeutung von Symbolen, Texten, und so weiter. Hermeneutik ist eine gängige Praxis insbesondere in den Sozialwissenschaften, ganz besonders in der qualitativen Forschung. Wenn jemand sagt: "Tja, da haben wir den Salat." Dann können die Hermeneutiker ganz lange über die Bedeutung von "Tja" sprechen und zu irgendwelchen Schlüssen kommen. Die meisten Nicht-Wissenschaftler sind mit sowas nicht vertraut.
 
Ja, das ist ein Problem. Irgendwie hält sich in der Öffentlichkeit hartnäckig ein reduktionistisches Bild der Wissenschaft als einzig empirisch getrieben, stets positivistisch, und immer "objektiv-neutral". Das Bild der Wissenschaft vieler Astrologie-Kritiker ist geradewegs eine Karikatur, welcher einer näheren Untersuchung der tatsächlichen wissenschaftlichen Praxis nicht ansatzweise genügt.

Bloss: Damit ist leider noch immer nicht erklärt, ob und wie Astrologie funktioniert. Es ist bloss gesagt, dass die Kritiker der Astrologie recht beschränkte Massstäbe anwenden, um die Astrologie zu diskreditieren. Das eine hebt leider das andere nicht auf.


Achtung: Hermetik und Hermeneutik ist nicht (!) dasselbe. Hermetik ist eine mittelalterliche esoterische Philosophie (deren Ansichten ich persönlich übrigens nicht wirklich teile, aber sie interessiert mich auch nicht). Hermeneutik Auslegung der Bedeutung von Symbolen, Texten, und so weiter. Hermeneutik ist eine gängige Praxis insbesondere in den Sozialwissenschaften, ganz besonders in der qualitativen Forschung. Wenn jemand sagt: "Tja, da haben wir den Salat." Dann können die Hermeneutiker ganz lange über die Bedeutung von "Tja" sprechen und zu irgendwelchen Schlüssen kommen. Die meisten Nicht-Wissenschaftler sind mit sowas nicht vertraut.
Jaja...Das ist alles völlig egal, esoterische Philosophie oder eine Stufe "höher" (so siehst du es scheinbar?, ich nicht), aufgepimpt auf das Niveau Sozialwissenschaften oder was auch immer.
Du wirst die Gretchenfrage kriegen, und deswegen kannst du es sein lassen.
Es sei denn, du willst nur von Sozialwissenschaftlern oder Psychologen akzeptiert werden, die die Gretchenfrage nicht stellen,
sondern den Nutzen von Symbolsystemen für Menschen als psychologisches Bezugssystem im Fokus haben.
Da wirst du vereinzelt, aber das ist bereits jetzt so!, auf offene Ohren stoßen.
That´s it, mehr ist nicht drin, meiner Ansicht nach wird sich daran auch absehhar nichts ändern.
 
Einmal kann ich sowas schlucken, aber kein zweites Mal. Ich bin da sehr empfindlich, wenn Personen mit derlei Mitteln argumentieren. Das kommt bei meinem Pluto in h4 gar nicht gut an.
Wie oft du was schluckst oder nicht, ist mir ebenso gleichgültig meine Transiten. (Apropos: Mein Geburtshoroskop wäre eine echte Enttäuschung. Außer allgemeinen Plattheiten die auf fast jeden zutreffen stimmt fast nichts. Wobei die Allgemeinplätzchen auch den größten Teil einnehmen.)
 
Jaja...Das ist alles völlig egal, esoterische Philosophie oder eine Stufe "höher" (so siehst du es scheinbar?, ich nicht), aufgepimpt auf das Niveau Sozialwissenschaften oder was auch immer.
Du wirst die Gretchenfrage kriegen, und deswegen kannst du es sein lassen.
Es sei denn, du willst nur von Sozialwissenschaftlern oder Psychologen akzeptiert werden, die die Gretchenfrage nicht stellen,
sondern den Nutzen von Symbolsystemen für Menschen als psychologisches Bezugssystem im Fokus haben.
Da wirst du vereinzelt, aber das ist bereits jetzt so!, auf offene Ohren stoßen.
That´s it, mehr ist nicht drin, meiner Ansicht nach wird sich daran auch absehhar nichts ändern.
Mir geht's echt nicht so sehr um die Frage, ob ich von Nicht-Astrologen Anerkennung kriege. Sondern mich interessiert letztlich hauptsächlich die Frage: Wie funktioniert Astrologie eigentlich? Ich bin gerne dabei, das Wissenschaftsparadigma zu erweitern, wenn es gute Gründe dafür gibt. Aber da müssen wir Astrologen uns eben ein wenig anstrengen für.
 
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Wie oft du was schluckst oder nicht, ist mir ebenso gleichgültig meine Transiten. (Apropos: Mein Geburtshoroskop wäre eine echte Enttäuschung. Außer allgemeinen Plattheiten die auf fast jeden zutreffen stimmt fast nichts. Wobei die Allgemeinplätzchen auch den größten Teil einnehmen.)
Siehst du, und jetzt kommt schon wieder kein Argument von dir.

Wie soll ich sagen:

Tja.
 
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