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Wissen im Schamanismus ein Hindernis?

Dieses Thema im Forum "Schamanismus" wurde erstellt von silberelfe, 17. Juli 2012.

  1. silberelfe

    silberelfe Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    27. September 2007
    Beiträge:
    2.571
    Ort:
    Freilassing/Salzburg
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    Hallo an alle,

    in diesem Forum lese ich des Öfteren: "Frag deine Verbündeten" oder "das gehört nicht in dieses UF".

    Das ist für mich nachvollziehbar - klar frag ich meine Verbündeten. Es erscheint mir aber manchmal so, als gäbe es eine Tendenz, Wissen im weiteren Sinne - also Erkenntnisse, Sichtweisen und Erfahrungen anderer und auch aus anderen Orientierungsrichtungen - als unwesentlich oder sogar als Hindernis in der schamanischen Arbeit zu betrachten.

    Ich sehe das anders. Ich denke, meine Verbündeten können mir nur vermitteln, was ich im Rahmen meiner Wahrnehmungsfähigkeit zulassen kann. Wenn ich also offen bin und einen weiten Katalog von "das gibt es alles" in mir habe (diesen Katalog nenne ich hier "Wissen"), erhöhe ich meine Chance, von meinen Verbündeten und auf Reisen die passenden Informationen zu erhalten.

    Wichtig ist dann, dass ich das "Wissen" nicht für die Antwort halte -
    diesen Katalog vergesse ich bei der Arbeit und lasse mich offen und so unvorbelastet wie möglich auf die Situation oder den Klienten ein, ohne zu glauben, das müßte dann ja eigentlich so oder so sein.

    Ist es nicht gerade im Schamanismus wichtig, sich der Ganzheit zu öffnen und im Idealfall nichts auszugrenzen?

    Ich sehe Wissen als Hilfe, mich der Gesamtheit der Wirklichkeiten zu öffnen, so weit es zu diesem Zeitpunkt meines Lebens für mich geht. Und: je mehr ich als möglich akzeptiere, umso weniger erschaffe ich mir Dogmen (die ich persönlich als Hindernis empfinde).

    Wie seht ihr das? Ich freue mich auf eure Sichtweisen.
     
  2. germknödel

    germknödel Mitglied

    Registriert seit:
    10. Februar 2011
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    Deutschland
    Hallo Silberelfe!

    Beri mir gibt es zumindest den Gedanken, mich nicht zu sehr in die Universen anderer zu begeben, bevor ich nicht mein eigenes Bild vom Ganzen habe.

    Also sehr wohl eine Abgrenzung. Oder eine Präselektion, was mir entspricht.

    Die Frage ist immer, welches "Wissen" schafft in mir Bilder, die ich nicht will, Samen, die ich nicht will, Mauern, die ich nicht will usw. .

    Zum Beispiel brauche ich keine Beschreibung der Anderswelt im Detail. Was gibt es und wo, wie komme ich hin. Das kann alles Strukturen schaffen.
    Passen die zu mir? Vielleicht habe ich einen ganz anderen Zugang, stimmen die Bilder nicht, kann ich anders einfacher wahrnehmen.

    Sich der Gesamheit öffnen... hast du schön gesagt. Die Gesamtheit, ein ganzes Universum, ist in dir drin.

    Liebe Grüße,
    germknödel
     
  3. germknödel

    germknödel Mitglied

    Registriert seit:
    10. Februar 2011
    Beiträge:
    69
    Ort:
    Deutschland
    Was ich oben schrieb, bezieht sich auf den Werdungsprozess.
    Wenn man dann soweit ist..., beschreibst du den möglichen Weg sehr gut.
    Keine Grenzen. Alles integrieren.

    Wobei die Frage ist, wie man dann noch als Persönlichkeit leben kann.
    Wie sich selbst noch wahrnehmen, wenn man alles versteht und so viel Gegensetzliches integriert hat?

    Der Schwamm, der alles aufsaugt. Keine Abgrenzung? Keine Wertung?

    Liebe Grüße,
    germknödel
     
  4. Delphinium

    Delphinium Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    21. Mai 2007
    Beiträge:
    4.673
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    Bayern
    Je weniger ich weiß, wenn ich für jemanden schamanisiere, desto besser. Ähnlich verhält es sich mit zu viel Hintergrundwissen, vor allem wenn es aus verschiedenen Kosmologien und Traditionen stammt. Ohne ists allerdings auch nicht das Wahre ;)

    ciao, :blume: Delphinium
     
  5. Sobek

    Sobek Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
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    1.760
    Ort:
    Pu239
    "Wissen" wird hier gerne mit "Dogma" verwechselt. Beispiel ist die Bedeutung eines Krafttieres, die nur durch die eigene Arbeit damit herausgefunden werden kann - und eben nicht nur über dogmatische Aussagen von wem anders.

    Dogmatische Aussagen sind aus meiner Sicht kein Wissen, sondern zur Struktur verfestigte Ansichten und ggf. auch Glaubenssätze.

    Ich würde 90 Prozent des hier (explizit hier im Esodödelforum) angegebenen Wissens als Dogmatik betrachten - von allerlei Weltbildern. Der Rest ist Wissen, das nutzt, weil es dogmenfrei ist und auf Erfahrung basiert.
     
  6. silberelfe

    silberelfe Sehr aktives Mitglied

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    27. September 2007
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    Hallo germknödel,
    kann ich gut nachvollziehen was du schreibst.

    Ich klau hier einen Satz von Hellinger, der meine Ausrichtung gut in Worte bringt: Ich halte das, was ich sage für richtig, aber ich glaube nicht daran.

    Sprich: Klar hab ich meine Weltbilder, Dogmen, Glaubenssätze, ich bin ja nur ein Mensch. Aber mir ist völlig klar, dass jedes Weltbild falsch sein muss, weil dahinter das nächste wartet. Dogmen suche ich in mir und merze sie aus, die schaden nur. Glaubenssätze formuliere ich so um, dass sie Freiheit und Weite vermitteln.

    Meine Persönlichkeit darf also was zum Festhalten haben, und es gibt auch einen Haufen Dinge, von denen ich wähle, sie für mich auszuschließen.
    Aber ich werfe jeden Tag ein Stück Enge über Bord.

    Ich sehe es aber nicht so, dass ich alles aufsauge und auf Abgrenzung verzichte oder Wertung (wobei das ein Ziel von mir ist). Es ist mehr ein im Vorbeigehen wahrnehmen und ablegen unter: aha, das scheint es auch zu geben. Nach welchen Werten ich selber lebe such ich mir ja trotzdem aus.

    Liebe Grüße, Irene
     
  7. silberelfe

    silberelfe Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    27. September 2007
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    Freilassing/Salzburg
    Warum gehen dann Schamanen traditionell an die 20 Jahre in die Lehre?

    Wie gesagt, mit "Wissen" meine ich nicht reine Theorie, sondern Erfahrungen, eigene wie die anderer, Anstöße usw.
     
  8. silberelfe

    silberelfe Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    27. September 2007
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    2.571
    Ort:
    Freilassing/Salzburg
    Ich würd noch weiter gehen: Dogmen schützen einen vor Wissen. Wo Dogmen sind kann kein Wissen sein.
     
  9. magdalena

    magdalena Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
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    Beiträge:
    14.135
    hmmm - die frage ging bislang an mir vorbei.

    liegt vielleicht daran, dass eigenständigem denken eine solche frage nicht auffällt -
    und es auch keine verbündeten fragt.

    eigenständiges denken fragt natürlich -
    sich selbst -
    andere -

    und - transformiert...
     
  10. silberelfe

    silberelfe Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    27. September 2007
    Beiträge:
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    Freilassing/Salzburg
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    LOL - jetzt sag ich doch tatsächlich selber mal: das ist das Unterforum Schamanismus....

    (wieder was gelernt)

    Schamanische Arbeit ist nun mal unter Anderem dadurch definiert, dass man mit Verbündeten zusammenarbeitet und nicht aus dem Ego raus agiert, das auf irgendein Wissen :)D) zurückgreifen müßte, um überhaupt was tun zu können, sondern seine Verbündeten hat, um andere Ebenen miteinzubeziehen und den förderlichen Weg zu finden.
    Und wenn man ein Krafttier, einen neuen Verbündeten oder wen oder was auch immer trifft, dann ist es klar, dass man die Einzigartigkeit dieses Wesens respektiert und es SELBER fragt, was es vermitteln möchte usw.

    Das hat nix mit fehlender Eigenständigkeit zu tun. Ganz im Gegenteil - wer ernsthaft schamanisch arbeitet, braucht große Kraft und Eigenständigkeit, sonst steht man das gar nicht.
    Das Wort "Denken" hab ich bewusst weggelassen.

    ;) Liebe Grüße, Irene
     
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