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Wie entsteht Glaube?

Dieses Thema im Forum "Religion & Spiritualität" wurde erstellt von Elli, 10. April 2006.

  1. Elli

    Elli Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    11. Januar 2006
    Beiträge:
    6.014
    Ort:
    im Wald
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    Und um OT-Ausuferungen zu vermeiden, will ich eine Begriffsdefinition für diesen Thread geben, an den sich bitte die Diskussionsteilnehmer zwecks besserer Verständigung halten mögen.

    Für diesen Thread definiere ich "Glaube" so:
    "Etwas, was subjektiv als Wahrheit angenommen und gelebt wird, obwohl objektive Beweise fehlen.
    Ob es dabei nun um Wissenschaft, Religion oder sonstwas geht, ist unwichtig."

    Für mich persönlich habe ich folgenden Grundsatz entdeckt:
    In nicht-physischer Hinsicht glaube ich nur, was ich verstehen oder erleben kann.
    In physischer Hinsicht kann das Verstehen durch objektive Beweise ersetzt werden. So glaube ich zB, dass ein gesundes Auto fahren kann, auch wenn ich null Plan von dessen Mechanik habe, seine Wirkungsart also in keinster Weise verstehe.

    Ich möchte hier aber nicht über Autos diskutieren, sondern über die Entstehung eines Glaubens in subjektiver Form, der eben objektiv nicht bewiesen werden kann. Das bekannteste Beispiel hierfür sind die diversen Religionen.

    Wie entsteht ein solcher Glaube? Übernimmt man einfach, was Eltern oder kultureller Kontext einem von Kindesbeinen an beibringen?

    Rekrutiert sich die Masse der Gläubigen (egal welcher Sorte) eher aus einem pawlowschen Reflex oder einer ähnlich unbewussten Prägung heraus? Gewohnheit? Nachmachen? Soziale Integration und Gleichschaltung? Herdeninstinkt? Gruppenbedürfnis?

    Es geht mir bei dieser Frage nicht um eine einzelne Religion und deren Aspekte, sondern vielmehr um etwas viel Grundsätzlicheres, nämlich die Entstehung eines Glaubens. Dies betrifft nicht nur Religion, sondern ebenso Wissenschaft und Alltag.

    Um noch ein wissenschaftliches Beispiel: Wenn mehrere unbewiesene wissenschaftliche Theorien, die sich teilweise einander widersprechen nebeneinander - also gleichzeitig - existieren, ist es dann nicht auch eine Sache des persönliche Glaubens, welche davon man favorisiert?

    Ist denn die Wahl oder Entwicklung eines Glaubens, einfach eine Angelegenheit persönlicher Filter in Form von Vorlieben und Abneigungen?

    Also wie oder durch was entsteht Glaube? Worauf begründet sich das Bedürfnis nach Glaube? Und wie entsteht ein solches Glaubens-Bedürfnis?

    Greetings
    Elli :)


    ps: Ich habe den Thread in "Allgemeine Diskussionen" eröffnet, da es ja nicht explizit um Religionen geht und mir hier leider ein Philosophen-Ordner fehlt :)
     
  2. eugenique

    eugenique Neues Mitglied

    Registriert seit:
    28. März 2006
    Beiträge:
    2.149
    Ort:
    Uferstrasse 30 A
    Das Vertrauen der Quelle
    oder die Angst vor der Informationsquelle -

    werden von mir als die Zeit des Glaubens genannt,

    bis ich eben die Information
    in meinem Äusseren oder Inneren
    nicht überprüft habe :)

    Dann ist das nämlich "Wissen" :)

    Doch sagt ein Freund von mir hin und wieder:
    eugenique, Du solltest nicht alles glauben,
    was Du siehst... :D
     
  3. Niemand

    Niemand Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    21. November 2004
    Beiträge:
    7.604
    Ort:
    Niemandsland / Neutrale Zone
    Wie entsteht Glaube?

    So wie alles entsteht. Er kommt aus der Nondualität und spaltet sich aufgrund der Anwesenheit von Zeit und Raum zu 50/50 in Glaube und Unglaube :)
     
  4. Kinnaree

    Kinnaree Guest

    Mein Eindruck ist, daß Glaube aus dem Bedürfnis entspringt, sich an irgendetwas Feststehendem, Unveränderlichem anzuklammern. Man erkennt intuitiv, daß sich alles, was ist, ununterbrochen verändert... das entspricht zunächst nicht dem Bedürfnis nach Sicherheit. Infolgedessen konstruiert man sich Fixpunkte, an denen man sich orientiert... ohne zu bemerken, daß auch sie sich bewegen und verändern. Je mehr sich die einstigen Fixpunkte in der Realität verändern, desto mehr Regeln muß man konstruieren, um sie trotzdem als Fixpunkte erscheinen zu lassen. Daraus resultiert der sattsam bekannte Wust an Geboten, die allen Glaubensrichtungen gemeinsam sind... ausnahmslos allen.
     
  5. Fauchi

    Fauchi Mitglied

    Registriert seit:
    26. März 2005
    Beiträge:
    106
    Ort:
    an der Zugspitze
    Hallo Zusammen,
    Glaube entsteht dann, wenn man sich Gedanken über das macht, was nach dem Tod kommt.

    Die meißten Religionen beschäftigen sich damit, was nach dem Tod kommt!

    Nach Meinung von Forschern, fing bei den Primaten der Glaube an, als sie anfingen sog. Rituale bei Sterbefällen in ihrer Gemeinschaft zu entwickeln.

    Liebe Grüße Fauchi
     
  6. Elli

    Elli Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    11. Januar 2006
    Beiträge:
    6.014
    Ort:
    im Wald
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    Als Ausgleich für die ständigen Veränderungen. Ein sehr interessanter Ansatz. Danke Kinnaree :)
     
  7. Afrodelic

    Afrodelic Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    30. August 2004
    Beiträge:
    2.132
    Es gibt zwei Arten von Glauben:

    1. Glaube als essentielle Vorstufe von Wissen, im Sinne von "für möglich halten"

    2. Glaube, der aus emotionalem Wunschdenken entspringt, der von den "Gläubigen" schon als der Gipfel betrachtet wird

    Um die Ausgangsfrage zu beantworten, bei der es ja wohl um die zweite Art von Glaube geht, müsste man die Frage erweitern: wodurch entsteht emotionales Wunschdenken?

    Meiner Ansicht nach ist das ein Resultat aus innerfamiliären und umweltbezogenen Klangfelddisharmonien, die sich auf Seele und Nervensystem so intensiv auswirken, das ab einem gewissen Schädigungsgrad im Gehirn die Region, wo der gesunde Forschergeist (der eben Glauben als Vorstufe zu Wissen einsetzt) lokalisiert ist, aussetzt.

    Diesbezüglich erschreckend ist die Beobachtung, wie viele "Blindchristen" es immer noch gibt. Es ist also ein sehr weit verbreitetes Krankheitssymptom.

    Zudem muss man noch sehen, was für eine ökonomische Verschwendung daraus resultiert. Allein die Finanzierung von sog. Gottesdiensten ist aus nüchterner Perspektive betrachtet eine völlig unnötige Finanzierungsart.

    Damit das ökonomische und damit gleichzeitig das ökologische Gleichgewicht auf diesem Planeten wieder hergestellt werden kann, wäre es ratsam, dieses Krankheitssymptom näher unter die Lupe zu nehmen, auch im Sinne einer medizinischen Forschung. Denn der anatomische Aspekt scheint mir da weitaus stärker zu wirken, als vermutet, bzw. bei einigen scheint mir das so tief verankert zu sein, dass man den Erkrankten mit reiner Argumentation nicht helfen kann.

    Daher müsste die Gehirnforschung den Fokus auf die Identifizierung eines eventuellen Blindchristen-Mems oder gar eines Blindchristen-Gens ausrichten. Doch wird man darauf wohl lange warten müssen, da die meisten Protagonisten der staatlich subventionierten Gehirnforschung wohl leider an dem genau polaren Symptom erkrankt sind, nämlich Blindwissenschaftlichkeit, also an einseitig materieller Betrachtungsweise.

    Bei der Betrachtung der drastischen Realität neigen dann gesunde Menschen zwangsläufig zur Erwartung eines Armageddons. Doch so lange dies abwendbar ist, sollten holistisch denkende Menschen alles dafür tun, Verbesserungen zu initiieren.

    :D
     
  8. Waju

    Waju Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    3. April 2005
    Beiträge:
    81.897
    Ort:
    ...wo ich zuhause bin........

    Dieses ist doch zu sehr gespalten.:)

    LG Tigermaus
     
  9. Kinnaree

    Kinnaree Guest

    Hi Afrodelic, der Ausdruck "Blindchristengen" ist eine nette Wortschöpfung. Ich würd ihn aber nicht auf Christentum beschränken... allerdings würde ich nicht soweit gehen, die Ursache bereits in den Genen zu suchen...ich meine, es handelt sich um etwas Anerzogenes. So wie du es andeutest - irgendwann wird die Lust am Forschen erstickt, und man beginnt, müde geworden, irgendwas blind zu glauben.
     
  10. JohannW

    JohannW Mitglied

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    6. März 2006
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    194
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    „Wie entsteht Glaube?“

    Beim suchen nach Antworten entstehen bei mir 2 neue Fragen:
    A) Was nützt Glaube?
    B) Was ist Glaube?


    Antwort 0815
    Glaube bietet Erklärung und Zugang für etwas, was dem Verstand und/ oder den Sinnen nicht zugänglich ist.

    Dahinter muss ein Erklärungsbedürfnis stehen - ich gehe davon aus, dass dabei intellektuelle Fragestellungen weniger Gewicht als existenzielle haben.

    Also gibt geeigneter Glaube Erklärung und Zugang bei Fragen, die mit existenziellen Angelegenheiten zu tun haben – die Triebfeder für das entstehen von Glauben ist bei diesem Ansatz die Angst.

    Also entsteht Glaube durch Angst.

    Antwort 0816
    Da stell ich erst mal fest, dass es äußerst schwierig ist, hier nach etwas zu greifen.

    Eine (die für mich derzeit wichtigste!) Erkenntnis der modernen Physik taucht dann in meinem Bewusstsein auf. Demnach hat Glaube grundsätzlichen Einfluss auf das Ergebnis.

    Ich leite daraus ab, dass es Glaube ist, der es uns ermöglicht, in einem System eine Position inne zu haben, oder die Perspektive zu wechseln – sozusagen einen neuen, oder anderen Fixpunkt zu erreichen.

    Die Beweglichkeit gibts natürlich nur, falls wir nicht nur einen Glauben haben, oder an einen Glauben gebunden sind.

    Wir sind gewissermaßen fähig mit Glauben zu spielen oder unsere Glaubenssysteme zu wechseln, wie ein Hemd.

    Diese Antwort 0816 bringt mich genaugenommen „off topic“, da sich damit, für mich die Frage nach dem Thema nicht mehr stellt.

    Glaube ist dann nichts was entsteht, sondern ein grundsätzlicher Bestandteil und ein steuerndes Element unseres Bewusst-Seins, mit der Aufgabe Wahrnehmung zu ordenen.

    Die Thematik des Threads könnte dann für mich eher heißen: Wie entsteht Glaube, der die freie Beweglichkeit innerhalb des Spiels einschränkt – dann bin ich wieder bei Antwort 0815...

    Liebe Grüße, Johann
     
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