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Weihnachtspost

Dieses Thema im Forum "Allgemeine Diskussionen" wurde erstellt von Iceflower, 26. November 2004.

  1. Iceflower

    Iceflower Neues Mitglied

    Registriert seit:
    1. November 2004
    Beiträge:
    6
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    Hallo, ihr Lieben,

    jedes Jahr zu Weihnachten verschicke ich Post an all meine lieben Freunde, Bekannten und Verwandten.

    Gerne schreibe ich auch immer ein kleines Gedicht oder eine passende Geschichte dazu und bekomme dafür immer positive Rückmeldungen. Viele warten direkt schon gespannt auf diese Post. Ich möchte sie auch in diesem Jahr nicht enttäuschen.

    Und da beginnt nun das Dilemma. Hilfe!!! Mir sind die guten, gefühlvollen Geschichten und Gedichte ausgegangen. Ich (und nicht nur ich )würd mich nun riesig freuen, wenn ich auf eure Hilfe und Unterstützung bauen und auf neue Anregungen zurückgreifen könnte. Wer von euch kann mir aus der Patsche helfen?

    Ganz liebe und herzliche Grüße

    Iceflower
     
  2. toll; :banane: gedichte schreiben macht spass!!

    soll da etwas wie weihnachtsmann oder so vorkommen;
    oder nur gefühle stimmungen und athmosphäre beschreiben?
     
  3. Iceflower

    Iceflower Neues Mitglied

    Registriert seit:
    1. November 2004
    Beiträge:
    6
    Na, lieber Umar21,

    das ist ja toll, dass ich dir auch noch eine Freude machen kann mit meiner Bitte. :)

    Also am liebsten möchte ich was mit Stimmung, Atmosphäre und Gefühlen, wenn ich es mir denn schon wünschen darf . :)

    Boah, das ist ja schon fast wie Weihnachten für mich :weihnacht

    Nun bin ich schon ganz gespannt!!!

    Liebe adventliche Grüße

    Iceflower
     
  4. Lisalis

    Lisalis Mitglied

    Registriert seit:
    24. August 2003
    Beiträge:
    66
    Ort:
    Kärnten
    Hallo Iceflower!

    Deine Idee, für deine Weihnachtspost auch Gedichte zu verwenden, finde ich super. Da ich auch stimmungsvolle Gedichte mag, möchte ich dir zwei davon hier übermitteln. Ich hoffe, du kennst sie noch nicht!

    Liebe Grüße von Lisalis

    Weihnacht

    Kindermund hat leis
    ein Lied begonnen
    in der Winternacht,
    klingt hinauf in Himmelsfernen,
    weckt alle Sternenmacht.

    Und all die Schritte
    -Milionen-
    die im Dunkel gehn,
    schweigen plötzlich, bleiben
    voller Hoffnung stehn.

    Lauschen lächelnd
    einem Kind,
    das von Weihnacht singt,
    und in Tiefen ihres Dunkels
    eine Nacht lang Frieden bringt.
    Ingeborg Santor


    Erwartung

    Vielleicht, dass dir die Kerzen
    heute anders scheinen
    -weiter fort-
    und dass der Schnee nicht mehr
    so tief dich staunen macht
    wie damals, als in deinen kleinen
    Händen noch die Macht war,
    Wunder festzuhalten.

    Vielleicht, dass du nun bang
    zur Türe lauscht
    in diesen Tagen,
    die wie früher voller Stimmen sind,
    und dass im Aufschaun du
    verwirrt nach etwas suchst-
    und wartest
    auf ein fortgeschicktes Kind.
    Ingeborg Santor
     
  5. Rapunzel

    Rapunzel Mitglied

    Registriert seit:
    10. November 2004
    Beiträge:
    40
    Ort:
    Hamm Westfalen
    Hallo Iceflower,

    bin zufällig auf dieses Thema gestossen und finde die Idee super, ich werde das in meinen Weihnachtskarten auch mal versuchen. Ich schaue auf jeden Fall in die Weihnachtsbücher die ich habe und werde dann auch noch Gedichte beisteuern. :schnl:

    Erstmal danke für den Tipp..

    und Lisalis schönnnnn :weihnacht
     
  6. Iceflower

    Iceflower Neues Mitglied

    Registriert seit:
    1. November 2004
    Beiträge:
    6
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    Hallo ihr Lieben :)

    vielen Dank, dir Lisalis, für die schönen Gedichte. Besonders das zweite hats mir angetan. :danke:

    Und Rapunzel:

    Ja, diese Idee kommt wirklich gut an bei allen, kann ich nur empfehlen. Nun bin ich schon auf deine Gedichte gespannt. :weihnacht

    Alles Liebe und eine schöne Adventszeit

    Iceflower
     
  7. Rapunzel

    Rapunzel Mitglied

    Registriert seit:
    10. November 2004
    Beiträge:
    40
    Ort:
    Hamm Westfalen
    Hallo Iceflower,


    wie versprochen kommt schon mal was von mir, habe noch mehr und werde jeden Tag etwas schreiben. Ich hoffe es ist wenigstens etwas neues dabei bzw. gefällt Dir auch. Schönen Tag wünsche ich

    In Weihnachtszeiten

    In Weihnachtszeiten reis ich gern
    und bin dem Kinderjubel fern
    und geh in den Wald und Schnee allein.
    Und manchmal, doch nicht jedes Jahr,
    trifft meine gute Stunde ein,
    daß ich von allem, was da war,
    auf einen Augenblick gesunde
    und irgendwo im Wald für eine Stunde
    der Kindheit Duft erfühle tief im Sinn
    und wieder Knabe bin ...
    Hermann Hesse (1877 - 1962)


    Die Heiligen Drei Könige

    Die heil´gen drei kÖnige aus Morgenland,
    sie frugen in jedem Städtchen:
    Wo geht der Weg nach Bethlehem,
    ihr lieben Buben und Mädchen?
    Die Jungen und Alten, sie wußten es nicht,
    die Könige zogen weiter,
    sie folgten einem goldenen Stern,
    der leutete lieblich und heiter.
    Der stern bleibt stehn über Josephs Haus,
    da sind sie hineingegangen;
    das Öchslein brüllte, das Kindlein schrie,
    die drei heil´gen Könige sangen.

    Heinrich Heine (1797 - 1856)

    Schenken

    Schenke herzlich und frei.
    Schenke dabei was in dir wohnt
    an Meinung, Geschmack und Humor,
    so daß die eigene Freude zuvor
    dich reichlich belohnt.

    Schenke groß oder klein,
    aber immer gediegen.
    Wenn die Bedachten die Gaben wiegen
    sei dein Gewissen rein.

    Schenke mit Geist und ohne List.
    Sei eingedenk,
    daß Dein Gechenk
    du selber bist.

    Joachim Ringelnatz (1883 - 1934)
     
  8. kleinehexe

    kleinehexe Guest

    :danke:

    Ich finde Eure Gedichte einfach wunderschön!

    Auch ich hab für Euch ein paar meiner Lieblingsgedichte:

    Wundersame Weihnacht

    Schon sinkt die Nacht hernieder
    so still und wundersam
    als klängen stumme Lieder
    wie man's noch nie vernahm.

    Und wie die Sterne funkeln
    so hell und wundersam
    so tröstend aus dem Dunkeln
    wie man's noch nie vernahm.

    Wie's aus dem Stillen flüstert
    so leis' und wundersam
    von überall es wispert
    wie man's noch nie vernahm.

    Und überall ein Raunen
    so wundersam und zart
    und überall ein Staunen
    als sich das Christkind offenbart.

    Das Fest der Hoffnung und des Lichtes

    Das Fest der Hoffnung und des Lichtes
    Es rückt nun näher Tag für Tag
    Geborgenheit und Glück verspricht es
    Vertrauen, was auch kommen mag

    Legt ab die Hast, besinnt euch wieder
    Was dieses Fest im Ursprung war
    Es strahlte einst ein Stern hernieder
    Er leuchtet seitdem immerdar

    Er will uns wärmen, Hoffnung geben
    Und säen frohe Zuversicht
    In jedes Erdenmenschen Leben
    Vergessen wir die Botschaft nicht

    Vor lauter Jagd nach den Geschenken
    In Unrast und Geschäftigkeit
    Vor lauter kurzem Alltagsdenken
    Vor lauter Lärm und Heftigkeit

    Vor lauter Glanz und lauter Flimmer
    Und herrlichem Geschenkpapier
    Vor heimeligen Kerzenschimmer
    Vor lauter Fernsehspaß beim Bier

    Gedenket jener hier auf Erden
    Die auf der Schattenseite sind
    Der Alten, Schwachen, Ausgezehrten
    Der Mutter mit dem kranken Kind

    Auch jener, die mit Hass geschlagen
    In Rache die Erfüllung sehn
    Und die in Wahnsinnstaten wagen
    Sich an der Menschheit zu vergehn

    Lasst dieses Fest vor allen Dingen
    Ein Fest euch der Besinnung sein
    Und Frieden in die Herzen bringen
    Und mit ihm Kraft, um zu verzeihen

    Christnacht

    Wieder mit Flügeln, aus Sternen gewoben,
    senkst du herab dich, o heilige Nacht;
    was durch Jahrhunderte alles zerstoben,
    du noch bewahrst deine leuchtende Pracht.

    Ging auch der Welt schon der Heiland verloren,
    der sich dem Dunkel der Zeiten entrang,
    wird er doch immer aus Neue geboren,
    nahst du, Geweihte, dem irdischen Drang.

    Selig durchschauernd kindliche Herzen,
    bist du des Glaubens süßester Rest;
    fröhlich begangen bei flammenden Kerzen,
    bist du das schönste, menschlichste Fest.

    Alles Liebe
    Kleine Hexe :weihnacht
     
  9. Brandsma

    Brandsma Guest

    Hallo,
    ich weiß nicht, ob diese Legende vielleicht zu lang ist und 100% zu Weihnachten paßt, aber mich hat sie sehr beeindruckt. Immerhin ist Weihnachten das Fest der Liebe.

    Es war um Mitternacht. Der Knabe lag in seinem Bett. Er war schwer krank, sein Gesicht war heiß vom Fieber und seine Hände bewegten sich unruhig auf der weißen Decke. Er stieß wirre, wilde Worte aus, und in seinen Augen war ein trübes Licht, wie das einer Kerze, die am Erlöschen ist.
    Am Bette saß die Mutter. Mit wachen Augen und linden Händen hütete sie ihn und wehrte der Krankheit mit all ihren Kräften. So hatte sie schon Tage und Nächte seiner gewartet und war nicht müde geworden.
    Heute war die schlimmste Nacht. Das Herz der Mutter bebte in Angst und Schmerzen. Mitternacht. Da hörte die Mutter eine fremde Stimme: "Warum wehrst du mir den Knaben? Hat er dir nicht schon Kummer und Gram genug bereitet? Solltest du nicht froh sein, wenn ich dir diese Bürde abnehme?"
    Sie blickte auf und sah eine hagere, bleiche Gestalt, in graue Schleier gehüllt, die ihre harten Hände dem Knaben aufs Herz legte. "O nein!", rief die Mutter und schob die harten Hände beseite. "Nein, nein. Laß mir das Kind! Ich habe es an meinem Herzen getragen, und ich liebe es, und wenn es böse ist, so bedarf es meiner Liebe noch mehr." - "Willst du ihn dennoch behalten, so mußt du gar schwere Opfer bringen." - "Ich bin zu jedem Opfer bereit", sagte die Mutter, "ich werde mein Kind retten"!
    Darauf die Gestalt: "So lege ich alle die Schmerzen und Leiden, die er jetzt erduldet und jemals zu dulden haben wird, auf dich; du mußt sie alle erleiden in dieser einen Nacht." - "In dieser einen Nacht", seufzte die Mutter.
    Aber ihr Herz blieb tapfer. "Ich will alles erleiden", sagte ihr Herz, "wenn du mir den Knaben läßt!" - "Doch wird es dir zu schwer, brauchst du nur zu rufen, dann nehme ich dir die Last wieder ab; aber dein Sohn wird sterben." - "Nichts wird mir zu schwer sein. Ich vertraue der Macht der Liebe." - "Aber ich kann ihm nur nehmen, was mein ist", sagte die Krankheit, "es hat noch ein anderer schon seine Hand über ihm."
    Und die Krankheit ging hinaus, und der andere trat über die Schwelle. Es wurde seltsam kühl im Zimmer, und als die Mutter aufschaute, stand König Tod am Bett.
    "Der Krankheit habe ich ihn abgerungen, nun will ich auch mit dir ringen um ihn", sagte die Mutter mit zitternden Lippen.
    "Auch ich werde dir gnädig sein; doch mußt du noch ein schweres Leid auf dich nehmen." - "Was es auch sei, ich will es tragen!" - "Du mußt durch all das Böse und Schwere gehen, das dieser Sohn aus seinem bösen Wesen erleben würde, wenn er am Leben bliebe, und du mußt dies alles erdulden in dieser einen Nacht." - "In dieser einen Nacht!", seufzte der Leib der Mutter. - "Wird es dir zu schwer, so rufe mich, ich werde dir die Last abnehmen; aber dein Sohn wird sterben!" - "Ich werde alles erleiden um seinetwillen!", sagte das mutige Herz. Da verließ der Tod das Gemach. Die Mutter fiel in tiefem Weh zur Erde und alle Pein und alle Schmerzen der Krankheit kamen über sie. Der Leib seufzte, das Blut stöhnte; aber das Herz blieb fest und stark und erlaubte der müden Stimme nicht, nach Erlösung zu rufen. Und als alle Krankheit über das Herz gegangen war, begann das andere und noch bitterere Leid.
    Die Mutter sah all die bösen Schritte auf dem Weg des Laster, die der Sohn in Zukunft gehen würde. Sie sah ihn gegen alle Gebote sündigen, sah ihn in Schande und Schmach, in Elend und Verderben. Ihre Seele stöhnte und weinte bitterlich, aber das Herz blieb tapfer und stark. Da aber der Sohn nun zur Richtstatt geführt wurde und der Henker seine große Schuld sühnen wollte, schrie die Seele auf in bitterster Qual, und die todmüde Stimme wollte nach Erlösung rufen. "Sei still, o sei still!", sagte das blutende Herz, "laß mich den letzten bitteren Tropfen leeren!"
    Da öffnete sich die Türe, und König Tod trat herein. Er sagte ernst und feierlich: "O Mutterherz, ich neige mich vor deiner Kraft und Schönheit! Wahrlich, es gibt nichts zwischen Himmel und Erde, das dir gleichkäme! Steh auf! Dein Sohn ist dir wiedergegeben, dein Leiden hat alles Böse von ihm genommen."
    Nochmals neigte sich der König tief vor dem Mutterherzen und verschwand.
    "Mütterlein, wo bist du?", rief da die Stimme des Sohnes. Die Mutter eilte an das Lager und nahm den Sohn in die Arme. "Wo warst du, Mütterlein? Ich rief dich, aber du hörtest mich nicht." - "Ich war im tiefen Brunnen des Leides um dich, mein Sohn." - "Um mich? Ach, ich war in schweren Träumen und fand dich nicht. O, daß ich dich wieder habe, mein Mütterlein!" Und er schlang die Arme um sie und küßte sie. "Aber Mütterlein, was ist so fremd an dir, so anders als sonst?" - "Wieso, mein Kind?" - "Dein Haar ist schneebleich und war doch so golden zuvor?" - "Ach, mein Herz war im tiefen Brunnen des Leides um dich, mein Sohn, das hat mein Haar so bleich gemacht!"
    Da legte der Knabe sein Haupt an das Herz der Mutter und weinte bitterlich.
    Und seine Tränen drangen wie sanfter Sommerregen in das todwunde Mutterherz, und langsam blühten unter diesen Tränen alle Blumen seines Gartens wieder auf, die vom brennenden Leide verdorrt waren.

    Quelle: http://www.beepworld.de/members67/mel-gibson/
     
  10. Gisela.Hraby

    Gisela.Hraby Mitglied

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    ganz kurz ein paar Gedanken von mir zum ADVENT

    lustvoll an den Keksen knabbern

    freudig Kerzenschein betrachten

    riechen an den Duftöllampen

    Päckchen schnüren für Verwandte

    Streß vemeiden -jetzt beginnen!
     

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