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Verschiedenes zum Grübeln

Dieses Thema im Forum "Religion & Spiritualität" wurde erstellt von reinwiel, 2. November 2008.

  1. reinwiel

    reinwiel Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    1. September 2008
    Beiträge:
    2.606
    Ort:
    In Pörtschach am Wörthersee
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    Hallo!
    Bewegt dich die Frage Gott, dann hast du gewöhnlich mehrere Möglichkeiten:

    1. Möglichkeit:
    Wenn du Atheist bist, dann ist jede Antwort über Gott eine Floskel, irgendein standarisiertes Gerede, mehr nicht. Als Atheist hast du immer eine gültige Antwort für dich schon vorbereitet, nämlich: Es gibt keinen Gott. Alles was zur Vorstellung Gott gehört, ist reiner Unsinn. Unter diesen Umständen wird dich nie etwas befriedigen, ist jede Antwort für dich nur insofern interessant, als du dich darüber negativ äußern kannst.

    2. Möglichkeit:
    Du fühlst dich schwer einer ganz bestimmten Religion, etwa kath. Kirche od. Islam verbunden, willst aber nur innerhalb dieser Theologie etwas klarer sehen: Dann werden dir festgelegte Aussagen, Dogmen und zugeschnittene theologische Fachbücher zu mehr Klarheit verhelfen. Aber Fragen zu Gott werden nur im Rahmen eben dieser Religion behandelt.

    3. Möglichkeit:
    Du bist ein Suchender. Du bist zwar zunächst nicht besonders gläubig, aber einer mit kritischer Überlegung, der ehrlich etwas über Gott wissen und erfahren will. Und zwar nicht mit den Floskeln oder festgeschriebenen Aussagen aus dem Koran, aus der Bhagavadgita, aus der Bibel. Ist es so, dann musst du den Mut entwickeln, dich zur eigenen Einzelauffassung vorwagen zu wollen.
    Du weißt: Es gibt keine letztgültige Antwort und keine ultimative Erkenntnis von Gott. Du musst lernen, aus vielen Angaben, Meinungen und Darstellungen langsam zu einem für dich befriedigenden Ergebnis zu kommen. Es wird für dich verbindlich und gültig sein, dir Stärke bringen.

    Es ist aber doch so, dass dir dabei gute Unterlagen bzw. Bücher eine große Hilfe sein werden. Mir ist es in dieser dritten Möglichkeit jedenfalls so ergangen. Ich bin so schon über 45 Jahre unterwegs.

    Meine persönliche Gotteserkenntnis lautet nun: Der absolut seiende Gott übersteigt jede Vorstellung, ist ein transzendentes Energiefeld voll Licht und vollkommenem Bewusstsein in alle Unendlichkeit und Ewigkeit hinaus. Diese Transzendenz durchdringt alles.
    Dieses Energiefeld hat eine Mitte, einen menschlichen Kern. Dieser liegt jetzt im auferstandenen Jesus Christus. Der sitzt nicht zur Rechten Gottes, der ist Gottesmitte.
    Ich weiß, das zu empfinden und zu denken braucht Mut.
    Liebe Grüße - reinwiel
     
  2. Teigabid

    Teigabid Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    3. November 2006
    Beiträge:
    6.060
    Ort:
    burgenland.at
    Hallo reinwiel!

    Schön Dich zu lesen und Deine Ansichten kennen zu lernen.

    Selbstverständlich sollten wir uns von einem personifizierten Gottesbild aus unseren Kindertagen nach etwa 50 Lenzen schön langsam erholt haben. Das sagt aber nicht, wir „müssen“ aufgrund dieser Vorgabe an einem Geist oder neuerdings an einer Energie festhalten, wenn wir daran gehen, Gott zu verstehen.

    Ich für mich schiebe da immer gerne eine Differenzierung mit ein, und unterscheide zwischen dem Unbekannten, in einem Gott im engeren Sinn und einem Gott im weiteren Sinn. Dann kann ich mich getrost an den „engeren“ festhalten, so lange ich möchte, und muss nicht im „weiteren“ nach diesem Halt suchen, der alles begründet was ist und dafür die Voraussetzungen schafft. Damit ergibt sich wie von selbst, die von Dir geforderte zentrale Lage, und das außerhalb und daneben Liegen. Wie das etwa in einem evolutionären Plan enthalten ist, der dabei gar keine Probleme mehr bereitet.

    Zugegeben, es ist ein Hilfskonstrukt, mit dem man aber sehr gut zu recht kommt.

    Etwas anders verhält es sich mit nicht solchen philosophischen Maßnahmen, sondern mit jenen Hilfsmöglichkeiten aus unserer menschlichen Umgebung, wie etwa dem Sprechen, dem Schreiben, dem Rechnen oder dem Musizieren. Darauf aufbauend, etwa unter Mitwirkung der Technik, wo auch immer wieder die Kraft des unterbrechenden Wortes fasziniert, oder all die Möglichkeiten die wir uns auf dem esoterischen Feld angeeignet haben, in der Meditation, Konzentration und Kommunikation.
    Hier kann es sehr leicht geschehen, dass diesem Mittel zum Zweck die Bedeutung zukommt, die dem eigentlichen Objekt der Erforschung zusteht. Der Weg wird im reinsten Sinn des Wortes zum Ziel gemacht. Als wäre es ein „Geist“ zum anfassen, oder eine „Energie“ die man spüren kann.

    In diesem Sinne distanziere ich mich daher entschieden gegen den in unseren Kulturkreis gepflegten Brauch, der einem Nazaräner die Bezeichnung Gottes in Form eines Dinges als „Geist“ in den Mund legt. Für mich ist das nur eine Fortführung der Darstellung Gottes als Person, in einer entwickelten Form. In diesem Fall dürfte die Abgrenzung mit „Abba“ und der Hinlenkung zu den Ahnen recht gut gelungen sein, um der Wahrheit auf die Spur zu kommen.

    Wie das einst transportiert wurde, und welche Mittel ausschlaggebend gewesen sind, damit etwa das Christentum das geworden ist, was es wurde, lässt sich sehr schön in den Texten des Thomas lesen. Zwei Beispiele dazu sollen angeführt sein:

    (29) Jesus sprach:
    Wenn das Fleisch zur Existenz gelangt ist wegen des Geistes, so ist das ein Wunder.
    Aber wenn der Geist (zur Existenz gelangt ist) wegen des Leibes, so ist das ein Wunder der Wunder.
    Aber ich, ich wundere mich darüber, wie dieser große Reichtum in dieser Armut gewohnt hat.

    77) Jesus sprach:
    Ich bin das Licht, das über allen ist. Ich bin das All;
    das All ist aus mir hervorgegangen, und das All ist zu mir gelangt.
    Spaltet das Holz, ich bin da.
    Hebt einen Stein auf, und ihr werdet mich dort finden.


    Das ist nicht die Instrumentalisierung einer Person oder Sache,
    sondern das Instrument wird zur Sache selbst.

    Wirklich nicht weint entfernt, gleich links, neben dem Götzenbild!


    und ein :romeo:
     
  3. mary67

    mary67 Mitglied

    Registriert seit:
    10. Mai 2008
    Beiträge:
    138
    Ort:
    Andalusien, Spanien
    Hallo,

    fuer mich ist Gott die Natur, das Universum. Auch unsere menschliche Natur beinhaltet Gott oder Goettlichkeit.
    Alles haengt mit Energie zusammen, die wir empfangen und auch senden.
    Ob es nun die Energie aus dem Universum, aus der Natur oder die der anderen Menschen, spielt eigentlich keine Rolle.

    Unsere Innenwelt spielt doch eine sehr grosse Rolle. So bestimmen unsere Gedanken eine wichtige Rolle. Wie wir denken, so ist unser Leben. Welche Gedanken wir an Gott senden (Universum, Natur - egal welchen Namen wir gott geben), beeinflusst unser Leben und so auch das derjenigen unseres direkten Umfeldes.

    So befinde ich mich auf dem Weg, noch positiver zu denken und positiver zu reden und handeln.

    Die Natur gibt mir taeglich die Kraft, weiter zumachen. Sie inspiriert mich.

    Fuer mich muss es zum Beispiel keine Kirche geben. Das ist aus Menschenhand geschaffen worden, um Macht zu erhalten. Die Kirche beeinflusst meiner Meinung nach nicht grade positiv seine Anhaenger, ist doch viel zu viel von Schuld und Strafe die Rede.
    Gott straft jedoch niemanden.

    Mary
     
  4. cultbuster

    cultbuster Neues Mitglied

    Registriert seit:
    11. Februar 2008
    Beiträge:
    5.503
    Ort:
    Villingen
    Zu jeder Erkenntnis gehört die entsprechende
    Erkenntnismethode.
    Die Methode grübeln kann ich nicht empfehlen und
    schließe sie erstmal aus.
     
  5. Teigabid

    Teigabid Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    3. November 2006
    Beiträge:
    6.060
    Ort:
    burgenland.at
    hallo cultbuster,

    du halb-kaputter,
    ich habe da ein paar naturgesetze zur hand,
    die kann ich dir hilly-billig abgeben.

    welchen weg der erkenntnismethode zur erkenntnis möchtest du da wählen,
    ohne zu grübeln?


    und ein :weihna1
     
  6. margret46

    margret46 Neues Mitglied

    Registriert seit:
    2. November 2008
    Beiträge:
    14
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    Bin noch neu hier, möchte aber wenn ich darf Dir meine Gedanken über das Thema mitteilen.War bis 2001 evangelisch,bin dann zum katholischen Glauben übergetretten.Aber auch hier fühle ich mich nicht an richtiger Stelle.Mein Gedanke ist,ob Islam,kath.oder evg. Es wird uns nur von den Höhrenstellen vorgeschrieben was richtig und falsch nach Ihrer Meinung ist.Ich vergleiche es mit der Politik die wissen auch was wir zudenken und zufühlen haben
    Sie wollen alles was man nicht sieht,fühlt oder erklären kann exestiert nicht.
    Der einfache Mensch hat nicht zudenken,sich nur anzupassen.
    Ich merke wie schwer ich es habe meine Meinung zuvertretten.
    Btr.Wiedergeburt, ein Leben davor und danach.:D
     
  7. SpiderWoman

    SpiderWoman Guest

    Und JETZT fehlt es :confused: Das geistige Leben :confused: ;)
     
  8. FIST

    FIST Neues Mitglied

    Registriert seit:
    16. Februar 2004
    Beiträge:
    25.988
    hm... wenn die Methodik die Erkenntniss determinert, währe es dann nicht sinnvoll, eine :D oder :lachen: Methodik zu benützen um entsprechende Erkenntniss zu erlangen, also z.b. :stickout2

    :confused:
     
  9. Nehemoth

    Nehemoth Guest

    Nur zum Ausgleich für diese deine Frechheit aus dem "Freigeistforum"-Thread verwende ich sie nun gegen dich. Auge um Auge, Faust um Faust.

    lg Nehemoth
     
  10. reinwiel

    reinwiel Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    1. September 2008
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    2.606
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    Hallo meine Diskutanten und -onkels!

    Mich veranlasst nicht nur die Aussage "Auge um Auge" an sich zum Grübeln, sondern vor der Wille, das anzuwenden. Draußen in der Welt und hier im Kleinen, um jemandem etwas heimzuzahlen. Ist es nicht besser Beiträge, die sagen wir einmal aus meiner Sicht Aggressivität enthalten, einfach zu ignorieren, gar nicht zu lesen? Besonders wenn du weißt, wer von den Forumsteilnehmern gerne aggressive Worte und Wortwendungen verwendet.
    Das macht es leichter möglich, interessant beim Thema zu bleiben oder sachlich die eigene Meinung zu etwas einzubringen.

    Also wenn z.B cultbuster hervorhebt, dass in erster Linie die Methode wichtig sein muss, um einwandfreie Erkenntnisse zu gewinnen, dann ist das in vielen Bereichen auch so, völlig korrekt, vor allem in wissenschaftlichen Bereichen.

    Aber in den Bereiche der Philosophie, des Glaubens, der Spiritualiät, der spekulativen Überlegung - da muss die Methode frei sein. Es kann kein Weg ausgeschlossen werden, schon deswegen nicht, weil es hier fast immer zu unterschiedlichen, oft höchst persönlichen Erkenntnissen kommt. Beispiel: Gott.

    Die Methode des Grübelns und des Nachdenkens ist fast immer der erste und wichtigste Schritt. Und nicht nur das. Sie lässt sich in weiterer Folge immer wieder anwenden, entweder an der grundlegenden, ursprünglichen Frage, oder wenn etwas anderes im Raum steht. Siehe oben: Aug um Aug.

    Nun ist es ja so, dass Erkenntnisse des Geistigen nicht nur von verschiedenen Quellen abhängen, sondern auch von den Vorlieben eines Menschen. Er lässt das eine zu, das andere nicht, er filtert, er sucht. Zuletzt kommt jeder Einzelne zu "seinem" Ergebnis, bei dem er verharrt oder das er weiter ausbaut. Und dieses Ergebnis kann mit Bezug auf Gott eine gewaltige Breite zwischen vager Annahme seiner Existenz und lebhaften mystischen Visonen oder spiritueller Überflutung mit Gotteslicht aufweisen.

    Und jeder möchte seine innere Wahrnehmung, also von der vagen Sicht über viele Schattierungen hinauf bis zur Gotteserfahrung, mit anderen teilen. Das ist auch bei mir so. Ich erlebe Gott am Leben. Nicht zuletzt bin ich ja deswegen hier im Forum. Ist das etwas zum Grübeln? Liebe Grüße - reinwiel
     

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