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sucht man bei einer familienaufstellung `die schuld`bei anderen?

Dieses Thema im Forum "Familienaufstellung" wurde erstellt von Kassiopeia, 14. September 2011.

  1. Kassiopeia

    Kassiopeia Mitglied

    Registriert seit:
    19. März 2011
    Beiträge:
    62
    Ort:
    Österreich
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    ....bin vor kurzem das erstemal bei einer therapeutin-psychologin gewesen und sie meinte eine familienaufstellung würde der schnellere weg sein um mein problem zu lösen bzw. um zu erkennen woher es kommt.
    ich habe mich vorher schon aus büchern-internet reingelesen und damit befasst und würde es schon auch als eine lösung sehen.

    jetzt hab ich mich mal umgehört und bekam zu hören dass man damit die schuld nur bei jemanden andern in der familie sucht und nicht bei sich selber bzw. will man sich nicht mit sich befassen und einen schuldigen finden?!

    ich weiss jetzt nicht wie man das sehen soll?
    wie seht ihr das??
     
  2. jake

    jake Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    16. Juli 2003
    Beiträge:
    5.379
    Ort:
    Graz
    Hallo Kassiopesia!

    Ist es für Dich wichtig, wie MAN das sehen SOLL?

    Ich seh das mit der Erfahrung aus ziemlich vielen Aufstellungen so, dass bei systematischen Aufstellungen (Familienaufstellungen sind eine Teilmenge davon) nicht nach Schuld gesucht wird, sondern nach Zusammenhängen und Beziehungen.

    Es geht um die Klärung von Beziehungen innerhalb eines Systems, um das Sichtbarmachen von so noch nicht gesehenen Beziehungen, und darum, wie durch ein "Umordnen", also im wesentlichen durch ein anderes Fokussieren von solchen Beziehungen, ihre Wirkungen verändert werden können.

    Es kann (!) dabei vorkommen, dass sich auch Dinge zeigen, die nach moralischen Kriterien als schuldhaft beschrieben werden könnten. Gerade dort geht es dann nicht um die Moral, sondern um das Einordnen solcher Dinge in ihre Rahmenbedingungen und darum, Ausgleichsmöglichkeiten für negative Bilanzen aufzuzeigen. Sprich: wenn (!) jemand einem anderen etwas schuldig geblieben ist (das kann auch einfach Respekt oder schlichtes Wahrnehmen sein), dann kann das in der Aufstellung auch über Generationen hinweg bearbeitet werden.

    Die "Arbeit" des neuen Fokussierens muss allerdings jede/r für sich selbst leisten, auch über die Aufstellung hinaus, wenn's von anhaltender Wirkung bleiben soll.

    Jake
     
  3. Katze1

    Katze1 Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    21. September 2005
    Beiträge:
    11.870
    Ort:
    Wien
    So kann man das keinesfalls sehen und so wird auch im Normalfall nicht gearbeitet.

    Es geht um unbewußte Verbindungen, die Familienmitglieder miteinander haben.
    Es geht keinesfalls um Schuld.
    Es geht immer um Liebe.

    Ich gebe dir ein Beispiel:
    Vater und Mutter haben sich getrennt.
    Der Vater ist Alkoholiker.
    Die Mutter "verbietet" dem Kind so zu werden wie der Vater (Alkoholiker).
    Der Vater ist aus der Familie ausgeschlossen.
    Er gehört aber dazu - unabhängig von jeder moralischen Wertung.
    Das Kind wird Alkoholiker um dem Vater (unbeußt!) loyal zu sein und seinen Platz zu vertreten.
    In einer Aufstellung wird das wertfrei(!) sichtbar gemacht.
    Durch ein Ritual (durch einen Stellvertreter für die Mutter) wird dieses Verbot aufgehoben und das Kind kann frei entscheiden, welchen Lebensweg es einschlagen möchte.

    Es gibt für den Vater eine Ursache für den Alkoholismus, der nicht bei Mutter oder Kind liegt.
    Die Mutter möchte das Kind beschützen, daher das Verbot.
    Das Kind liebt bedingungslos beide Elternteile und will beiden loyal sein.
    Siehst du hier eine Schuld?
     
  4. pluto

    pluto Aktives Mitglied

    Registriert seit:
    21. Dezember 2004
    Beiträge:
    5.652
    Ort:
    dort, wo es schön ist
    wenn du die Schuld suchst, dann wirst du nicht weiter kommen mit dieser Methode. Es geht um Lösen, um Annehmen.

    Da dir die Schuld ein wichtiges thema zu sein scheint, wäre es evtl. sinnvoll den Täter in dir zu entlassen.

    lg Pluto
     
  5. Kassiopeia

    Kassiopeia Mitglied

    Registriert seit:
    19. März 2011
    Beiträge:
    62
    Ort:
    Österreich
    mir ist es wichtig zu wissen wie andere darüber denken weil ich das argument man sucht einen schuldigen ja auch nicht so falsch gefunden habe und mich interessiert was jemand der sich auskennt oder erfahrung hat dazu sagt.
    ich habe zum thema aufstellung verschiedene meinungen, vielleicht auch weil ich eine familienaufstellung mit personen noch nie gemacht habe.

    lieber pluto, mir geht es auch nicht darum einen schuldigen zu finden sondern zu wissen warum es dieses problem gibt und was ICH tun kann um es zu lösen.das ich da an mir arbeiten muss ist mir klar.nur hat ein familienmitglied gemeint ich will nur einen schuldigen finden und das ist nicht lösung......nur weil ich den grund für probleme benenne gebe ich jemanden die schuld.was meiner meinung nach nicht so ist.
    jetzt bin ich halt total verwirrt.



    danke katze,das ist jetzt ein gutes beispiel um meine frage zu erklären:

    ich kann jetzt sagen der grund dass der junge auch alkoholiker wurde ist der vater!?
    zu sagen der vater ist `schuld`wäre ja falsch.

    bei diesem beispiel liegt jetzt bei mir das problem zwischen das ist der grund weshalb was war-ist und derjenige hat schuld.

    ich sage jetzt das ist der grund und es wird verstanden als ob ich dem die schuld gebe.

    klingt jetzt verwirrend :) ich hoffe jemand versteht mich :D
     
  6. ChrisTina

    ChrisTina Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    30. Juli 2003
    Beiträge:
    4.988
    Ort:
    Im Himmelreich des Ortes, wo die Götter Schach spi
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    Hi Kassiopeia,

    ich sah mich auch schon öfter mit dieser Thematik konfrontiert - meine ureigenste Lösung ist - eigentlich ist es egal, was andere darin sehen, für mich zählt eigentlich nur, dass mir Familienaufstellungen immer wieder dabei geholfen haben, meine persönlichen Themen zu lösen.

    Es ist immer und überall nur eine Art, ein Thema zu "beleuchten".

    Die Person, die mir damals nachhaltig "vorgeworfen" hatte, dass ich nur die Schuld bei jemand anderen suche lebt noch immer in Verhältnissen, wie ich sie nicht haben möchte - ich hingegen habe mich weiter ent.wickelt - und es geht mir zwischenzeitlich enorm viel besser wie noch vor 3 Jahren.

    Von daher stellt sich mir immer die Fragen:

    Wie wichtig ist mir die Meinung der Person, welche mir vorwirft, die Schuld wo anders zu suchen?
    Wie authentisch lebt diese Person das, dass sie von derartigem (die Schuld bei anderen suchen) gefeit wäre?
    Ist es jetzt vielleicht nicht nur das Weltbild und die Einstellung derjenigen Person, welche mir etwas "vorwirft", was ich anders sehe?

    Wennst weißt, in welche Richtung ich (dich) weiter leiten möchte ;-)

    Schon klar, wenns wer aus der Familie ist, kann - und soll - man sich nicht unbedingt abwenden und die Person ignorieren - aber ist halt immer eine Frage, ob man mit dieser Person dann unbedingt über genau dieses Thema diskutieren möchte.

    Ich hatte damals meinen Eltern mein erstes Buch geschenkt - keine Ahnung, ob sies je gelesen hatten - aber ich hab sie auch nie drauf angesprochen, weil mir bewusst war, dass sie es möglicherweise nicht verstehen könnten und wollten, womit ich mich beschäftige :)
     
  7. Coreff

    Coreff Aktives Mitglied

    Registriert seit:
    1. September 2011
    Beiträge:
    964
    Ort:
    in Frankreich
    Ich habe das mit der Schuldsuche auch gehoert, immer wieder, und zwar von einer bestimmten Person, in ungewoehnlicher Heftigkeit. Ich habe also keine Familienaufstellung gemacht, ich bin ja "ein braves Kind".

    Irgendwann aber kam es von ganz allein, ohne dass ich es bewusst wollte. Beim Malen. Ploetzlich kam mir diese Person in den Sinn, dann so nach und nach die ganze Familie, und am Schluss kam ein fuer mich sehr bedeutsames Bild heraus. Ich weiss jetzt auch, warum sich dieser Mensch so vehement gewehrt hat und gewettert hat gegen Familienaufstellungen. Dieser Mensch fuehlt sich selber schuldig, hat es aber tief in sich vergraben. Und dieses Schuldgefuehl hatte ich stellvertretend uebernommen.

    Ich hoffe, meine Geschichte hilft dir weiter. Hoere auf dein Herz, auf deinen "Bauch", dann wirst du die Familienaufstellung genau dann machen, wenn du dafuer bereit bist, auf den Grund zu schauen, ohne Schuldzuweisungen.
     
  8. Katze1

    Katze1 Sehr aktives Mitglied

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    11.870
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    Wien
    Wenn man die Ursache wirklich konsequent bis zum Ursprung zurückverfolgt, dann landet man irgendwann beim Urknall :zauberer1
    Es reicht idR, wenn man soweit zurück geht, bis es einem selbst besser geht.:)
     
  9. jake

    jake Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    16. Juli 2003
    Beiträge:
    5.379
    Ort:
    Graz
    Und der ist ein Modell der Physiker... Leopold Wittgenstein sagte: "Der Glaube an den Kausalusammenhang ist DER Aberglaube..." - und wie ich das verstehe, meinte er damit nicht nur, dass jede Ursache ihrerseits wieder eine Ursache hat, sondern dass das, was sich ereignet, sich in einem Feld komplexer Zusammenhänge und Beziehungen ereignet und dass es eher willkürlich ist, wenn man EINE Ursache verantwortlich macht für das Geschehen. Je nach Fokussierung und Interessenslage können aber ganz unterschiedliche Kausalketten und Wirkzusammenhänge konstruiert werden, und keine ist "richtiger" als die andere (außer es ist offenkundiger Schwachsinn). Und wenn das so ist, dann kann ich mir das nehmen, womit es mir am besten geht ... wenn ich mir das gestatte.

    Jake
     
  10. Sepia

    Sepia Guest

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    Es geht nicht um Schuld, sondern um Verstrickung, jeder tut im Leben was er sich vorgenommen hat um zu lernen, das ist nicht Schuld, sondern Hilfe, wir bewerten es nur jetzt anders weil wir uns nicht mehr erinnern was wir lernen wollten und manchmal will man lieber fühlen statt lernen.
     
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