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Die "Schuld" in Familienaufstellungen

Dieses Thema im Forum "Familienaufstellung" wurde erstellt von Harry55, 20. November 2004.

  1. jake

    jake Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    16. Juli 2003
    Beiträge:
    5.379
    Ort:
    Graz
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    liebe gaby!

    danke für deine erhellende schilderung... die mit viel leben auffüllt, was ich so trocken theoretisch zu sagen versucht habe.

    alles liebe, jake
     
  2. Christoph

    Christoph Neues Mitglied

    Registriert seit:
    15. Januar 2004
    Beiträge:
    1.488
    Ort:
    Kiel, Schleswig-Holstein (D)
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    Liebe Leute,

    ich hab noch etwas recherchiert und Folgendes von Bert Hellinger zum Thema Schuld gefunden:

    Nach diesem Kapitel über die Schuld als Beziehungsphänomen fügt Hellinger Gedanken über die "Folgen der Schuld" (S. 101ff.) an, wie sie beobachtbar sind:

    • Schuld hat weit tragende Folgen für beide Beteiligten; den der schuldig am anderen wurde, wie auch den Geschädigten.
    • Die Folgen machen dort noch nicht Halt sondern wirken sich oft über Generationen aus und treffen völlig Unschuldige in beiden Systemen.
    • Schuld ist auch schöpferisch i.S. des Bewirkens von etwas, das fortwährend "Böses muss gebären", bis ein neuer schöpferishcer Akt es aufhält und wandelt. Dieser schöpferische Akt steht im diesnte ovn etwas, das der Schuld übergeordnet ist und setzt Kräfte freis, die nur durch diese Schuld entstehen können.
    • Schuld verbindet Opfer und Täter miteinander unauflöslich. Sie kommen nicht voneinander los, vor allem wenn es sich um schwere Schuld handelt, die den Tod des Opfers zur Folge hat.
    • Opfer (oder deren Nachkommen) werden mitunter böse und machen Vorwürfe, was die Bindung verstärkt.
    • Der Schuldige wird dann seine Schuld nicht wahrhaben wollen und sie rechtfertigen. Dazu vermeidet er, dem Opfer in die Augen zu schauen. Statt dessen verschließt er sein Herz vor dem Leid des Opfers. Auch dies verstärkt die Bindung und Trennung zugleich.
    • Wenn Täter und Opfer ihre Bindung nicht anerkennen, springen Nachkommen (v.a. Kinder und Enkel) für sie in die Bresche. Täterkinder werden Opfer und Opferkinder werden Täter. Auch gibt es Täterkinder, die zu Tätern werden, weil sie die Opfer rächen wollen und sich wie die Opfer fühlen. So wird die Trennung zwischen Opfer und Täter von ihnen aufrecht erhalten und auf anderen Kriegsschauplätzen öffentlich ausgelebt und fortgesetzt.
    • Die Unschuldig hinein Gezogenen können helfen, dass die Täter und Opfer zueinander finden, indem z.B. die Nachfahren der Schuldigen mit Liebe und Reue auf die Opfer schauen, sich neben sie legen und demütig warten, bis die Opfer ihm einen Platz neben sich einräumen. damit ist auch dem eigentlich Schuldigen ein Platz eingeräumt. Der wird von seinem Nachfahren nur vertreten. So kann der eigentlich Schuldige über seinen Nachfahren auf sein Opfer schauen und sich gemeinsam mit ihm dem Schmerz des Vorgefallenen aussetzen. Danach können sie sich dem gemeinsamen Schicksal in das sie eingebunden sind fügen. Dabei bleibt der Täter ein Täter und das Opfer ein Opfer.
    • Dieser Vollzug muss tatsächlich auf der Seelenbebene und nicht nur in der Vorstellung stattfinden. Dabei werden auch die Nachkommen von der Bewegung erfasst.
    • Das Ergebnis: alle Beteiligten können geläutert und ohne Ansprüche auf das Geschehene schauen
    Bert Hellinger fragt weiter in diesem Zusammenhang, ob die Schuld nahc diesem Proztess vieleicht die Beteiligten einander näherbringen kann, als sie einander je ohne die Schuld kommen könnten; und wenn dem so wäre, würde Schuld nicht am Ende im Dienst des Menschen und seiner Vollendung stehen?

    Liebe Grüße
    Christoph
     
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