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Ich brauche bitte hilfe. Es geht um meinen Bruder... Bin übrigens neu hier

Dieses Thema im Forum "Allgemeine Diskussionen" wurde erstellt von biene_maya26, 8. Dezember 2002.

  1. Mara

    Mara Guest

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    Hallo Biene,

    für mich hört sich das alles an, als wollte Dein Bruder mit Gewalt darauf aufmerksam machen, dass er so akzeptiert werden will, wie er ist.

    Ist Dein Elternhaus stark konventionell?

    Ich habe den Verdacht, wenn Ihr es schaffen könntet, auf ihn einzugehen, dass heißt, ihn einfach in Ruhe lassen und sagen: Okay, wir akzeptieren Deinen Weg..., dass Ihr dann damit dem Eisberg die Spitze nehmt und er aufhört mit diesem "Theater".

    Für mich fühlt sich das an, als fühle er sich absolut ungeliebt und seine Freundin hat ihm noch den Rest gegeben.
    Solange die Familie allerdings dagegen drückt, redet, lamentiert usw. solange wird er dort bleiben an dem Ort, an der er sich zurückgezogen hat.

    Denk noch mal drüber nach...

    Und loslassen heißt auch die Möglichkeit einschließen, dass er sich mit dem Weg, den er gewählt hat, dass Leben nimmt. Es ist seine Entscheidung, Biene, und daran kannst Du nichts ändern, nur er selbst. Du kannst vielleicht nur helfen, ihm die Entscheidung zum "Ja" etwas leichter zu machen. Vertrau ihm... und sag ihm das auch.

    mara

    PS.: Ich kann Deine Ohnmacht gut verstehen. Das Gefühl hilflos daneben zu stehen, wenn ein Mensch, den man sehr lieb hat, sich quält und (vermutlich) den falschen Weg eingeschlagen hat. Hoffentlich hast Du trotzdem (oder auch gerade deshalb) ein besinnliches Weihnachtsfest...
     
  2. Kvatar

    Kvatar Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    6. Mai 2002
    Beiträge:
    1.682
    Der Knabe verschenkt sein Geld weil er das Gefühl hat, es nicht verdient zu haben.
     
  3. Mara

    Mara Guest

    Hat er ja auch nicht !!!

    mara
     
  4. Mara

    Mara Guest

    Biene, sag ihm...

    Buddhisten nehmen meiner Erkenntnis nach keine Drogen. Das ist verpönt bei Buddhisten. In jedem Kloster würde er sofort rausfliegen und sollte er an zu kränkeln fangen, sag ihm, dass liegt am wenigen Trinken. 2 Gläser pro Tag sind zu wenig.

    Fasten und Drogen vertragen sich übrigens auch nicht. Kauf ihm doch ein gutes Fastenbuch. Mich würde seine Reaktion auf sowas mal sehr interessieren...

    Dreh den Spieß mal um - interessier Dich für das, was er da tut...

    :weihnacht mara
     
  5. Luna

    Luna Guest

    Die Diskussion hier bringt es fuer mich wieder mal auf den Punkt. Ich glaube nicht, dass ein Mensch auf Erden Erleuchtung finden kann, indem er sich einfach von allem, was hier geschieht abkoppelt. In dem Umfeld in dem man sich bewegt, sollen wir auch Verantwortung uebernehmen. Dieser 21jaehrige hat das anscheinend nie gelernt, drum ist es hoechste Zeit, dass er damit anfaengt. Keiner will ihn dazu in eine Fabrik stecken. Er soll sich durchaus etwas suchen, das ihm gefaellt, das heisst ja auch sich weiter selbst finden. Was heisst, "ausserhalb" der Gesellschaft. Ausserhalb der GEsellschaft kann er sich gar nicht bewegen, solange er sich darin aufhaelt. Wenn er als Einsiedler irgendwo in den Wald geht, kann er tun und lassen, was er will (dort muesste er sich allerdings Nahrung selber suchen). Aber wenn er in der Wohnung der Mutter,Schwester oder wessen auch immer lebt, muss er sich in diese Gesellschaft einordnen. Das heisst nicht, dass er gleicher Meinung ist, wie die Mitbewohner, das muss auch nicht heissen, dass er Geld verdient. Es koennte durchaus sein, dass er seinen Beitrag anders erbringt. Er koennte den Haushalt machen, er koennte zur Aufmunterung beitragen, irgendwas GEBEN halt. Bis jetzt hat dieser Mensch aber nur genommen. Ganz krass sogar. Hockt sich in ein fremdes Nest und will nicht mal den Schnabel aufmachen. Auch das sollen ihm die anderen noch abnehmen. Mir kommt dieser 21jaehrige vor wie ein Kind, das sehen will, wo die Grenzen der Erwachsenen sind. Als Teenager, wenn andere sich abloesen, hat er sich zugekifft. Da ist natuerlich alles pura vida, und nichts wird unternommen. Jetzt holt er anscheinend nach. Gebt ihm die Grenzen, die er sucht, kann ich nur sagen. Und zwar ganz deutlich, vielleicht im Moment sogar hart. Aber damit helft ihr ihm mehr, als mit ewigen Entgegenkommen, Entschuldigen. Setzt ihm klar Ultimaten. Und drueckt ihm ein Pflichtenheft in die Hand.
    Und am Schluss, aber nicht zuletzt, Biene, ihr muesst auch an Euch denken. Das ist auch die Herausforderung fuer Euch, jetzt zu erkennen, wo Ihr die Grenzen auch zu Eurem Schutz ziehen muesst. Wenn der Bruder Euch alle in den Ruin (materiell oder seelisch) getrieben hat, koennt Ihr ihm auch nicht mehr helfen.
     
  6. Caitlinn

    Caitlinn Mitglied

    Registriert seit:
    23. Oktober 2002
    Beiträge:
    914
    Ort:
    Österreich
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    Hi Kvatar,
    zu Deinem Bericht für mich:

    GENAU, Du hast es auf den Punkt gebracht.....

    Scheint so, als würden wir gar nicht so weit auseinanderliegen, oder?????????;) ;)

    :winken5: Caitlinn
     
  7. biene_maya26

    biene_maya26 Mitglied

    Registriert seit:
    8. Dezember 2002
    Beiträge:
    117
    Ort:
    wien
    Ja, Du hast recht...
    Das war auch zum Teil meine Theroie. Er bestraft sich in dem, in dem er fastet (z.B nur lauwarmes Wasser trinken, nichts mehr reden etc.). Ich hab mir das so gedacht...
    Er hat die letzten Jahre "in sünde" gelebt. So kommt es zumindest ihm vor. Seine ganzen Drogen haben ihn ruiniert. Er hat seine Fehler ständig bei ihm gesucht. (Auch z.B.) als ihn seine Freundin verlassen hat. Er war am Boden zerstört, aber anstatt einzusehen, das BEIDE Fehler gemacht haben, hat er die Schuld nur bei sich gesucht. Um nur wenige Beispiele zu nennen. Jetzt denkt er, muß er dagegen was unternehmen. Muß zu sich selbst finden, sich bestrafen. Nur weiß ich nicht, wie er sich das vorstellt... Ich kann mich ja nur hinein fühlen in ihn, verstehen kann nur er selbst, was mit ihm passiert.
    Ich hab ihm nie gesagt, was er tun soll oder nicht, was gut für ihn ist und was nicht.
    Jeder muß seine eigenen Erfahrungen sammeln. Ich mag es auch nicht, wenn mir wer sagt, was ich zu tun hab. Deshalb bin ich auch mit 18 ausgezogen und steh seitdem auf meinen eigenen Beinen.
    Ich hab ihm immer zugehört, war für ihn da, bin es jetzt auch noch. Ich hab nur meinen Stantpunkt vertreten. Genauso wie ich ihn zugehört habe, war es umgekehrt. Er kam auch oft zu mir, wenn er Rat gebraucht hat. Ich fand das schön, dass wir so ein gutes Verhältnis hatten. Und jetzt ist es ja nicht anders. Nur im Moment seh ich ihn ja nicht und ehrlich gesagt fürchte ich mich schon, wenn ich ihn in ein paar Tagen wieder sehe... Ich weiß nicht, ich habe ein komisches Gefühl dabei. ISt das normal?
    Meine Eltern muß ich ehrlich sagen, sind SUPER. Sie waren wohl etwas überfordert mit uns beiden, das kann schon sein. Wir rebellierten gegen alles und leicht hatten sie es wirklich nicht. Sie ließen uns viele Freiräume, doch Grenzen waren klar vorgegeben. An die hieleten wir uns auch.
    Bei Martin hat es so mit 15,16 angefangen. Vorher war er eine totale Sportskanone. Lernte dann komische Leute kennen, begann zu der Zeit auch mit dem Kiffen. Meine Eltern bekamen das auch mit. Er verheimlichte das auch nicht (Hatte diesbezüglich auch ne Gerichtsverhandlung). Führten endlos lange Gespräche mit ihm, Jugendbetreuerin kam vorbei usw.. Freunde bekamen "Hausverbot". Nur das war Martin egal. Meine Eltern kamen einfach nicht ran an ihn. Niemand kam an ihn ran. Er war schlecht in der Schule, blieb sitzen. zog dann zeitgleich mit mir nach Wien. Zog bei seiner damaligen Freundin ein, die Hardcore Kifferin ist und alles nahm seinen weiteren Verlauf.
    Meine Mutter ist eine Frau, die es nicht leicht hatte. Wuchs (genauso wie mein Vater) bei den Großeltern auf. Opa (eigentlich Ur-Opa) mischte sich stark in die Beziehung und Erziehung ein. Er lebte auch bei uns. Bis vor ein paar Jahren. Er wurde dann ins Altersheim gebracht, starb dann bald mal drauf. Wir hatten es nicht leicht mit ihm, er war Alkoholiker. Will aber nicht näher darauf eingehen. Böse Erinnerungen, die da wach werden könnten. Will ich im Moment nicht. Sie ist Altenpflegerin, (Waage Asz. Skopr.). Ich hatte immer Differenzen mit ihr, sie ist kein einfacher Mensch.
    Martin hatte immer einen besonderen Draht zu ihr.Sehr stark seit 2 Jahren (seit er in wien ist) Er konnte stundenlang mit ihr reden, sie hörte ihm zu. Gab Ratschläge, war für ihn da. Unterstützte ihn. Belehrte ihn nicht, da sie sowiso wußte, er macht sein eigenes Ding.
    Papa: Naja, ich hab ihn unbeschreiblich lieb. Im Sommer hatte er einen Schlaganfall, seitdem hat er sein Leben ganz neu gestaltet. Er ist ein Mensch, der mit Gefühlen nicht umgehen kann. Kann mich nicht erinnern, wann er mich das letzte Mal in den Arm genommen hat. Hat seine Ängste wohl von der Kindheit mitgenommen und noch immer nicht verarbeitet. Er wird leicht nervös und aggressiv. (Hat uns aber nie geschlagen). Für ihn ist es auch total wichtig, was andere von ihm denken.
    Das er mich total liebt, das weiß ich. Er ruft mich jeden Tag an, macht sich noch immer Sorgen um mich... Ich finde das schön. Das ist halt siene Art von Zuneigung. Ich muß auch sagen, dass er sich seit dem Schlaganfall schon sehr geändert hat. Er versucht jetzt wenigsten ein wenig über seine Gefühle zu sprechen, auf Martin einzugehen. Mit ihm spazieren zu gehen, zu kochen usw.
    Sorry, ichkann mich nicht mehr konzentrieren. Hatte heut nen stressigen Arbeitstag und danach noch auf der UNI. Les mit den Text morgen noch mal durch, korrigier ihn vielleicht und schreib dann auch weiter...
    Fertig bin ich lang noch nit :D
     
  8. Kvatar

    Kvatar Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    6. Mai 2002
    Beiträge:
    1.682
    @Maya: Ich denke, ich habe da eine Idee.

    Wenn Martin gerne liesst und hohe Anforderungen an sich stellt ist das eine Chance, ihn auf dem Weg - quasi durch die "Hintertür" - zu fassen zu bekommen.



    Entgegen meiner Gewohnheiten möchte ich gerne eine Buchempfehlung aussprechen; damit bekommst Du ihn auf jeden Fall ans Nachdenken - VERSPORCHEN !! ;)

    Ich schicke Dir Buchtitel etc per PN; du findest es in Deinem Postfach. Ich würde Dir auch mein Buch ausleihen; dazu müsstest Du mir Deine Anschrift geben.


    Grüße,
    KTG
     
  9. biene_maya26

    biene_maya26 Mitglied

    Registriert seit:
    8. Dezember 2002
    Beiträge:
    117
    Ort:
    wien
    will noch kurz auf dein mail eingehn
    Meine Eltern haben es in den letzten Wochen so gehandhabt...
    Haben ihn "in ruhe" gelassen. Das heißt, wenn er dazu bereit war, ist er zu ihnen gekommen, hat sich dazu gesetzt usw. Meine Mutter (arbeitet in einem Altersheim,nur Nachtschicht) hat sich sehr bemüht. War mit ihm, wenn er das wollte, mediteren (sie meditiert selbst auch), sind spazieren gegangen oder war einfach nur in seienr Nähe. Mein Vater hat Probleme, mit Gefühlen umzugehn. Hat statt dessen für Martin gekocht (er isst jetzt wieder), oder sie haben sich zusammen einen Film angesehen. Vernachlässigt oder ungeliebt fühlt er sich vom Rest der Welt. Meine Eltern geben ihm alle Liebe, die er braucht und das weiß er!!
    Nur das ging über mehrere Wochen so. Wenn sie ihn gefragt haben, wann er denn wieder zum reden anfängt, hat er immer auf einen Zettel geschrieben "nächste Woche". Jetzt wissen sie bald auch nicht mehr weiter. Sind seelisch am Ende. Klar, ist ja auch eine riesige Belastung.
    Und auf das Weihnachtsfest dieses Jahr bin ich auch schon gespannt...


    noch nen schönen abend :winken5:
     
  10. Mara

    Mara Guest

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    Hi Kvatar,

    das war meine Idee...
    Wenn er sich schon bestraft, dann doch sinnvoll - :weihnacht

    Du bist der Buddhismus-Spezialist hier, hilf Biene...

    Mara
     
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