WUT und Zorn vermeiden?

Ich guck mir den Beitrag nicht an. Ich habs nicht so mit spirituellen Führern.
Es ist mir unverständlich, warum ich mir eine gesunde Reaktion abgewöhnen sollte, die dabei hilft Grenzen zu ziehen und Übergriffe abzuwehren.

Warum sollte ich Wut und Zorn vermeiden? Für mich sind das zwei starke Gefühle, die aus einengenden Strukturen befreien können.
Sobald mich etwas wütend macht, weiß ich daß da eine Ampel auf gelb gesprungen ist. Die Wut und der Zorn geben mir die Kraft, aufzustehen und mit lauter Stimme das auszusprechen was auszusprechen ist.
Anstatt den Zorn runterzudrücken und auf die Angst zu hören, die mich ins Schweigen zwingt, was dann in Ärger umschlägt, der mich über kurz oder lang zerfrisst von innen heraus.
 
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Zuletzt bearbeitet:
hier mal von Dalai Lama was dazu:


Würde der Dalai Lama seine eigenen (Ghostwriter) Schriften auch selbst mal leben, gäbe es in Tibet schon einmal weniger Tote, weniger Folter, weniger Hunger... viel weniger von Vielem.
Der Herr in dem Video wirkt wie eine Parodie auf eine Parodie.
Soviel geredet und doch nichts gesagt.
Wenn Menschen etwas kapieren sollen, müssen sie Erfahren oder symbolisch nachvollziehen.
Ohne um den Brei zu faseln.

Nimmst Du solche Gurutum Kalendersprüche wirklich als segenspendend?

Wut und Zorn zu vermeiden, wäre gleich einer Selbstgeißelung.
Es soll Gruppen geben, die stehen auf sowas.
Emotionen sind nur Reaktionen auf (erfahrene vergleichende) Situationen, aufgrund äusserer Einflüsse. Das ist, zumindest genetisch dispositioniert, für uns als Menschen (über)lebenswichtig. Ob wir wollen oder nicht: Der Gencode "läuft" im Jäger & Sammler Modus.
Was warscheinlich am Sinnvollsten ist, wäre es, seine Emotionen jedweder Art zu verstehen, zu akzeptieren, und kontrolliert zuzulassen/ ins Leben zu integrieren.
Da kann niemand ein Allheiltip f+r jeden geben, eben weil jeder anders tickt.

Im Nächsten Leben werden ich Guruini, woll...
 
eben darum geht es doch nicht, beherrschen heißt nicht runterzudrücken
jedenfalls nicht so, dass man dann drunter leidet

es ist eher befreiend, wenn es einem gelingt ;)



na ja, wenn du nicht wütend sein mit Angst verbindest, dann versuchst du
mit Wut herauslassen sie zu bekämpfen??
Ich verstehe deine Argumentation nicht. Macht aber nüscht.

Keks?
 
Emotionen sind nur Reaktionen auf (erfahrene vergleichende) Situationen,
aufgrund äusserer Einflüsse.

jo, meint man

Nimmst Du solche Gurutum Kalendersprüche wirklich als segenspendend?

ich finde was dran :), gefällt es dir nicht?

Wenn Menschen etwas kapieren sollen, müssen sie Erfahren oder symbolisch nachvollziehen

Erfahren ist besser

Was warscheinlich am Sinnvollsten ist, wäre es, seine Emotionen jedweder Art zu verstehen, zu akzeptieren, und kontrolliert zuzulassen/ ins Leben zu integrieren.

darum geht es auch doch, nur etwas darüber hinaus, wie ich finde
 
weiß "man"

ich finde was dran :), gefällt es dir nicht?
Wirkliche Sinnsprüche die den Geist oder das Kreative animieren, selbst "quer" zu denken, gern.
Worte die sich lesen wie aus einem Werbevideo einer Waschmittelfirma sind mir suspekt.
Obwohl, witzig sind sie manchmal. Unfreiwillig.
Erfahren ist besser
Nicht jeder braucht/will die "Lernen durch Leid - Motivation durch Entsetzen - Befreiung durch Schmerz " US Marines Version.
Visuelle Menschen, oder Auditive, hätten ganz andere Dinge.
jeder Jeck versteht et anners
 
Visuelle Menschen, oder Auditive, hätten ganz andere Dinge

können sie doch haben

du kämpfst doch gerade gegen was, merkst du es?

Wirkliche Sinnsprüche

ich muss sagen, mir gefiel die deutsche Übersetzung in dem zweiten Video nicht,
der Dalai Lama hört sich in der ihm vertrauten Umgebung und möglichst authentisch
übersetzt, leicht nachvollziehbar an

vielleicht nicht zwingend für jemand, der aus dem Westen kommt
 
Zuletzt bearbeitet:
Wut und Zorn gehören selbstverständlich zum Leben dazu. Und oftmals "muss" diesen Gefühlen auch Raum gegeben werden, damit sie einen nicht innerlich auffressen. Warum machen mich manche Dinge wütend, sogar zornig? Alltägliche Dinge, wie z. B. Unachtsamkeit meiner Mitmenschen....ich überquere mit meiner Tochter eine gut befahrende Straße meines Wohnortes, dort ist 30 erlaubt. Nur auf einer Seite ein schmaler Bürgersteig, auf der anderen Seite, die Straße in der wir Wohnen. Die gut befahrende Straße ist eng und kurvig, führt einen Berg hinauf/hinab mit einer scharfen, unübersichtlichen Kurve..die Menschen preschen hier mit 70 durch und wehe man springt nicht schnell genug von der Straße runter. Kein Abbremsen, sogar Hupen oder wildes Herumfuchteln mit den Armen, wenn sie nach der Kurve sehen, dass da Menschen auf der Straße stehen. Ich koche jedes Mal innerlich vor Wut....ich schreie bei sowas auch dem Auto etwas hinterher, warte schon darauf, dass mal jemand bremst und aussteigt, damit ich ihm meine Meinung sagen kann :-P Doch das passiert nicht. Das Einzige, das passiert, ist, dass ich mich aufrege und der Autofahrer sich wahrscheinlich gar nicht in meine Lage versetzen kann. Er fährt ja nur da durch, ich wohne dort und bekomme es täglich mit. Noch mehr ärgert mich, dass die Gemeinde da keinen Blitzer aufstellt. Weil, es ist noch nicht genug passiert..... Der eigentliche Grund ist, dass hier fast alle von der Landwirtschaft leben und die Traktoren ebenfalls durchpreschen wie die Irren. Und der Bauer hat hier Vorrecht. Also keine Blitzer, keine Kontrollen.

Wut und Zorn sind für mich stets Signale von Ohnmacht und Hilflosigkeit. Andere Menschen tun Dinge, die man selbst entweder nicht einschätzen, nicht verstehen, nicht nachvollziehen kann, undurchsichtig sind, willkürlich erscheinen, zu extrem sind, als dass man selbst sie nachempfinden könnte. Oder, zu schwach sind, so dass man den anderen gerne wachrütteln möchte.

Gehe ich mit Wut und Zorn an eine Sache heran, ausgenommen lebensbedrohliche Angelegenheiten, so überträgt sich dieses Empfinden nur auf das Gegenüber und alles wird noch verfahrener.

- warum macht es mich wütend?

Andere würden sich nicht über dies oder jenes, dafür über andere Dinge aufregen.

- warum macht es MICH wütend?

Wut und Zorn ist ein Signal meiner eigenen Ohnmacht und Hilflosigkeit.

- warum macht es mich WÜTEND?

Weil ich keinen anderen Ausweg in dem Moment sehe, als den Angriff. Kein rationales Denken, sondern impulsives Verhalten. Obwohl ich ein friedliebender Mensch bin, der sich in seiner Person nicht angegriffen fühlt.

- warum macht ES mich wütend?

Weil es in meinen Augen eine Selbstverständlichkeit ist, dass man anders reagiert. Nämlich, so wie ich mich verhalten würde. So wäre es korrekt - für mich.

Wut und Zorn ist somit für mich in den meisten Fällen nicht zielführend. Anstatt mich darüber aufzuregen, habe ich zwei bessere Möglichkeiten:

- etwas an der Situation ändern, wenn möglich (auch wenn es nur ein kleiner Beitrag in die richtige Richtung ist). Oder umziehen?
- meine Einstellung ändern, in dem ich die Ursache für meinen Wut und meinen Zorn finde. Die Ursache sind nicht die rücksichtslosen Menschen, sondern mein Denken darüber, dass ich diesen ohnmächtig und hilflos gegenüber stehe. Nichts ausrichten kann. Ausgeliefert bin. - eine Lösung muss her. Anstatt sich also mit der Wut und dem Zorn zu beschäftigen, wäre es besser, GLEICH im Hirn auf Lösungssuche zu gehen. Somit bin ich nicht mehr ohnmächtig und hilflos, sondern, habe einen Plan. Auch wenn dieser bedeutet, dass ich mich am Ohrläppchen reibe und laut Whooozaaaaa schreie....

Es gäbe noch eine dritte Möglichkeit für mich...diese würde jedoch wohl mit einem längeren Aufenthalt im Gefängnis einhergehen.... ;-) Ich versuche dies jedoch zu vermeiden....und ich möchte eigentlich auch niemanden Schaden zufügen.....das Dorf ist klein und die Bauern haben Mistgabeln....

....leider keinen Wein oder Bier. Diese weisen Worte sind bei einem Glas Wasser entstanden.....da fällt mir ein, es gäbe noch eine vierte Möglichkeit, aber starker Alkoholkonsum hat langfristig noch niemandem etwas Gutes gebracht....

Gute Nacht.
 
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