Könnte es daran liegen, das es eben doch "langweilig" wurde, mit stets immer nur ein und demselben Partner? Das ein gewisser Kick fehlt? Das Kribbeln im Bauch? - Ist dies dann aber gleich Liebe?
Jepp, und die neue Prägung ist jetzt: "ich gehe ins Bett mit wem ich will"... Was anderes ist das nicht. Wenn ich mir dies nun lange genug einrede oder eingeredet bekomme, werde ich sicher auch irgendwann daran glauben. Und diese Umprogrammierung ist doch schon in vollem Gange. Erst das Verbot, jetzt die vollkommene Freiheit. Ich glaube wahr/echt ist beides nicht.
Vielleicht. Interessant ist allerdings, das meist nur die Leute es akzeptieren können, die selbst wonanders ihren Spaß haben wollen. Gibt sicher wenig Menschen, die selbst treu sind und dem Partner jeglichen Freigang "erlauben". Es sei denn, Mann oder Frau hat kein Interesse am Sex und ist froh, wenn der eigene Partner sie/ihn damit verschont.
Im Prinzip sind das alles nur Tricks des Egos (oder des Triebes). Denn mal ganz ehrlich... Mir geht es so, wenn ich sagen würde: Ja, Freiheit für alle, dann liebe ich die anderen nicht. Dann bin ich einfach nur geil auf sie, möchte mal wieder was erleben. Das gebe ich ganz ehrlich zu. Je nachdem wie nahe ich dem Eisprung bin, treten solche Gedanken verschärft auf, und schwächen dann wieder ab. Und darum rede ich mir ganz sicher nicht ein, daß ich sie alle so unendlich liebe. Mit Liebe hat das gar nichts zu tun, es ist der Trieb (in meinem Fall). Und meintewegen, ja. Für mich aber bisher noch kein Grund, das Bett mit anderen zu teilen. Vielleicht ändert sich das ja auch, je länger ich mit jemanden zusammen bin oder je weniger ich meinen Trieb unter Kontrolle habe. Das kann durchaus vielleicht passieren. Andererseits gibt es genügend andere Dinge, die mich erfüllen und befriedigen, daß ich keinen Nerv dazu hätte, nach ständig anderen Partnern Ausschau zu halten und gewisse Risiken in Kauf zu nehmen für ein paar Sekunden "Glück".