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Wie seid ihr über euch hinausgewachsen?

Dieses Thema im Forum "Psyche & Persönlichkeit" wurde erstellt von WildSau, 10. April 2021.

  1. Frl.Zizipe

    Frl.Zizipe Sehr aktives Mitglied

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    Oh weiser Romulus, dann schlag halt was besseres vor ....
     
  2. WildSau

    WildSau Sehr aktives Mitglied

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    Es ist in diesem Fall nicht so, dass ich da etwas machen sollte, was ich schon -zig Mal gemacht hätte. Nein, es ist eine Premiere. Und für mich ist es eine große Sache, die mit ziemlich viel Bedeutung aufgeladen ist. Da hängt ganz viel Trotz und Protestverhalten dran, das sich noch an meine Eltern richtet. Ich habe eine ziemlich ungesunde, verstrickte Elternbeziehung, aus der ich mich nur mit allergrößter Anstrengung emanzipieren konnte. Meine seelische Gesundheit stand während dieses Prozesse mehrmals an der Kippe. Dennoch- ich habe es größtenteils geschafft. Diesen Abschluss zu machen wäre die Krönung.
    Dennoch: auch wenn ich selbst natürlich am meisten davon profitieren würde, wenn ich das Studium zu einem guten Ende brächte, so wäre es in gewisser Weise auch ein Erfolg für meine Eltern. Sie könnten sich dann auf die Schulter klopfen und selbstgefällig behaupten, sie hätten ihre Sache als Eltern doch ganz gut gemacht, weil aus mir doch noch was geworden ist. Dass dem aber nicht so ist WEIL sie mich zu dem gemacht habe, was ich bin, sondern TROTZDEM, und durch meine allergrößte Anstrengung die Hindernisse zu überwinden, die sie mir immer wieder in den Weg gelegt haben, das können sie natürlich nicht sehen. Und diesen Triumpf will ich ihnen nicht gönnen.
    DAS blockiert mich in Wahrheit. Und ich hab noch keine Lösung für diesen inneren Konflikt gefunden.
     
    Neutrino und cailin gefällt das.
  3. Frl.Zizipe

    Frl.Zizipe Sehr aktives Mitglied

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    Du könntest die Abschlussarbeit schreiben ... für dich, aber nicht abgeben. Oder erst dann abgeben, wenn du dafür bereit bist. Aber so hast du deine Krönung für dich und deine Eltern nicht den "Triumph".
    Wäre das eine Möglichkeit?
     
    Neutrino gefällt das.
  4. WildSau

    WildSau Sehr aktives Mitglied

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    :ROFLMAO:
    Nein, das geht gar nicht. Wenn ich mir die Arbeit schon antue, dann will den verflixten Titel auch. Aber die Idee ist lustig. :LOL:
     
  5. Frl.Zizipe

    Frl.Zizipe Sehr aktives Mitglied

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    Müssen deine Eltern überhaupt wissen, dass du die Abschlussarbeit machst? Mach sie, am besten mit dreifacher Auszeichnung und sag ihnen einfach nichts davon.
    Hast du dir schon mal überlegt wie absurd das eigentlich ist? Ich beschneide meine Freiheit und meine Möglichkeiten selbst, um meinen Eltern keine Freude zu machen .... :mad2:

    Wohnen deine Eltern in der gleichen Stadt wie du? Wenn ja, wie wär es mit umziehen? So wie es aussieht, ist die Nabelschnur ohnehin noch nicht durchtrennt und es wär Zeit für einen Befreiungsschlag. Möglichst weit weg, so weit, dass du deinen Lebensweg ohne diese - gegen dich selbst und deine Karriere - einschränkenden Überlegungen gehen kannst.

    Mach das bitte nicht - es wär echt schade ....
     
    Zuletzt bearbeitet: 12. April 2021
    Kiwi88 und Schöpfung gefällt das.
  6. WildSau

    WildSau Sehr aktives Mitglied

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    Das ist eine großartige Idee!!! :) Irgendwas in mir klingt da ganz stark an. Das könnte wirklich klappen...
    Ja, völlig gaga, ich weiß. Ich kann da aber leider nicht über meinen Schatten springen. Ich gönne ihnen meinen Erfolg einfach nicht. Dafür haben sie sich an mir zu sehr schuldig gemacht. Wenn auch nur von einem der beiden je ein Wort der Entschuldigung gekommen wäre, sähe das vielleicht anders aus. Aber sie sind diesbezüglich völlig uneinsichtig. Das macht es mir unmöglich, zu verzeihen.
    Nein, es liegen mehrere hundert Kilometer zwischen uns. Anders hätte ich das nicht ausgehalten. Trotzdem hat es viele, viele Jahre gedauert, bis sie ihre Macht über mich verloren haben und ich mich innerlich lösen konnte. So richtig spüren tu ich das erst seit Anfang diesen Jahres, dass ich langsam frei werde. Ein sehr perfides Programm, das mir da eingepflanzt wurde. Seit ich den Kontakt zur Herkunftsfamilie aber noch mal massiv reduziert habe, geht es mir deutlich besser.

    Da hast du Recht!

    Danke dir!!! :)
     
  7. Frl.Zizipe

    Frl.Zizipe Sehr aktives Mitglied

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    Wien

    Das freut mich sehr!

    Wenn du deinen Titel sozusagen "heimlich" machst, hast du nicht nur für dich was geschafft, sondern auch noch sowas wie einen kleinen Triumph in der Tasche. Vielleicht kannst du den nochmal gut brauchen.
    Allerdings vielleicht kannst du ja mal deinen Eltern verzeihen - irgendwann.

    Ich hab jahrelang hart mit meinem Mutterproblem gekämpft, genau wie du, auch noch auf weite Entfernung. Irgendwann hat es sich dann gelegt, ganz von allein. Wir sind heute noch nicht wirklich sehr vertraut und eng, aber der Groll ist zumindest einer gewissen Gelassenheit gewichen. Ich muss ihr und mir nichts mehr beweisen.

    Ich wünsch dir viel Glück und gutes Gelingen

    (y)
     
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  8. PsiSnake

    PsiSnake Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    5. August 2007
    Beiträge:
    20.784
    Ort:
    Saarland
    Hallo @WildSau

    Würde nicht sagen, dass ich sehr viel geschafft habe, aber ein paar Sachen sind mir sicher gelungen.
    Abitur, Teleempathie/Magie, Programmieren einer Evolutionssimulations-Mod, Fitness, zeitweise hatte ich auch Freunde, Internetdiskussionen (gilt das? :D) usw.

    Was mir aber weder dauerhaft, noch jemals vollständig gelungen ist, war/ist mich in die Gesellschaft zu integrieren, was sowohl Studium/Job als auch Freundschaften und reale (also nicht Telepathie oder Internet ist gemeint) Beziehung betrifft.

    Vermutlich bin ich autistisch, und Familie (zitiert nach meiner Mutter "nicht für die Welt erziehen", und war auch die Ursache dafür, dass ich nicht in Therapie gehen konnte, weil die Krankenversicherung nicht bezahlt wurde) und 9 Jahre teilweise extremes Mobbing in der Schule halfen auch nicht...

    Aber natürlich bin ich letztlich enttäuscht darüber. Ja, geht mir da also genauso, und wenn ich es "esoterisch" probiere ist es so gut als würde ich mich selber kitzeln. Den Glauben habe ich wohl schon vor mehr als 10 Jahren, vielleicht endgültig, verloren. Danach war ich zu keinem Zeitpunkt mehr mehr als oberflächlich dabei, und wenn es einem so schwer fällt sowieso, und die Entfremdung zunimmt (wie soll ich noch auf "normal" tun, wenn nichts an meinem Leben mehr normal ist, und die Routine dabei einen auch verlässt), reicht das einfach nicht mehr.

    Insofern kann ich dabei nicht helfen, da ich zumindest was das betrifft gescheitert bin. Ich bin mit meinem Problem auch nicht besser als ein Drogenabhängiger der darin versinkt. Unterschied ist nur, dass man in der heutigen Zeit aufgrund von pathologischer Selbstisolation nicht so leicht zu Tode kommt wie es bei Drogen durch Überdosis der Fall ist.

    Wobei die Depression dadurch zeitweise auch heftig genug war.
    Letztlich wäre es auch weniger pathetisch gewesen, wenn ich Schluss gemacht hätte. Dass man quasi die Konsequenzen für sein Scheitern zieht, wenn es klar wird, dass man es nicht mehr hinbekommt, was ja auch, wenn man die letzten 10 Jahre generell anschaut, keine verfrühte oder falsche Überzeugung war, sondern durchaus korrekt. Dass man nicht klischeehaft zum nutzlosen Basement-Bewohner vor dem PC mutiert...

    Aber kam/komme halbwegs, zumindest bis jetzt, mit selbst für meine Verhältnisse absurd autistischer Lebensweise zurecht, und wollte es auch nicht Leuten antun, denen ich wichtig war/bin. Nur noch meine Internet-Persona ist einigermaßen normal. Die letzten Wochen war ich aber wieder ziemlich depressiv, weshalb ich nun wohl auch hier in Resonanz mit dem Thema war, und darauf geantwortet habe.

    Einzige was ich in der Hinsicht also halbwegs geschafft hatte, war die Situation zu akzeptieren, und die Depression dadurch unter Kontrolle zu bringen (wobei Fitness-Training auch half). Würden vielleicht auch viele nicht gut finden, weil es einen auch apathisch macht. Keine Ahnung, ob das ewig funktionieren kann. Vermutlich bleibe ich aber zumindest so lange hier, wie ich gesund bleibe (also keine chronische schwere Krankheit, oder eine akute schwere Krankheit, bei der ich keine Lust mehr hätte, mich da zu quälen um die zu überleben, obwohl damit nicht viel zu gewinnen ist).

    Ja, ist wohl schwierig über sich hinauszuwachsen, wenn es etwas ist, was nicht so richtig in der eigenen Natur ist, in meinem Fall wohl seit ich Erinnerungen habe und Versagen und Entfremdung demotivieren.

    Leute würden vielleicht sagen/denken, dass man nichts zu verlieren hat, wenn man es wieder probiert. Aber die Entfremdung und Einsamkeit fühle ich viel extremer, wenn ich die Welt, bzw. meine eigene Perspektive auf sie konfrontieren muss. Und das war ja auch der Grund für die Kapitulation (wobei ich da nicht unbedingt meinte, dass es dauerhaft sein sollte). Es ist eben schmerzhafter, wenn man den eigenen Dämonen wirklich ins Gesicht schauen muss.
    Und ich konnte es nicht mehr tun, und zumindest was das betrifft war es dann also vermutlich game over.
     
  9. Mima123

    Mima123 Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    11. Mai 2020
    Beiträge:
    308
    Hihi, das war auch mein Gedanke!
    Ich war auch erst in einer Situation, in der ich wegen meinen Eltern am Handeln blockiert war. Mir war erst nicht bewusst das es die Eltern sind. Es hat mich nur immer etwas zurück gehalten obwohl ich es unbedingt wollte, und ich kenne ihre Einstellung dazu.
    Bis ich mir irgendwann einen Moment vorgestellt habe "was würde ich tun wenn meine Eltern nicht mehr leben würden". Dann war die Antwort sonnenklar. Und ich habe entschieden zu handeln ohne es meinen Eltern zu sagen :)
     
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  10. WildSau

    WildSau Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    6. März 2009
    Beiträge:
    1.303
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    Hi PsiSnake, :)
    und danke für deinen Beitrag!
    Ich bin mir nicht ganz sicher, ob ich deinen Beitrag so ganz verstanden habe. Vor mir tut sich gerade die Vorstellung auf von jemandem, der sich zu Hause einbunkert und sich vor der Welt versteckt, weil er mit ihr nicht klarkommt. Ist das richtig so?
    Sorry, ich weiß, Ratschläge sind oft nicht wirklich hilfreich, aber ich mag doch einen dalassen. Vielleicht wäre es hilfreich, wenn du versuchen würdest, das Leben mehr zu genießen. Dinge zu tun, die sie gut für dich anfühlen. Damit dieser Teil von dir, der sich nach Leben sehnt, ein wenig genährt wird.
    Ist nur so mein Gefühl zu deiner Situation...
     
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