Die Frage, ob sie glücklich sind, mag auf einer rein subjektiven Ebene durchaus stimmig und richtig sein. Ich finde sie auf einer persönlichen Ebene sehr relevant. Aber wenn es um Gesetze geht, dann ist "glücklich sein" keine Sache, auf welcher man Gesetze basieren kann, das ist nun mal viel zu subjektiv. Es kann ja sein, das diese Menschen dir alle versichern, sie seien glücklich. Und dann? Soll ich nun behaupten, sie würden lügen, oder soll ich ihnen unterstellen, sie wüssten es selbst nicht, und ihnen meine Vorstellung von Glück aufdrücken? Und was ist denn mit Menschen, die in einer Bank arbeiten? Sind die dort glücklicher? Oder Menschen, die arbeitslos sind? Sind es die? Wenn wir sie ernst nehmen in dem, was sie sagen, dann ist es eben auch nötig zu akzeptieren, dass sie selbst die Freiheit haben, etwas zu tun, was sie womöglich unglücklich macht, solange sie damit niemand anderem echten Schaden zufügen. Freiheit kann eine furchtbare Sache sein, weil es beinhaltet, dass ein Mensch sich selbst unglücklich machen darf.Aber guck sie dir doch mal an - hör ihnen beim Sprechen zu - schau auf ihre Augen!
Wirken die glücklich? Die wirken doch alle verhärmt und resigniert!
Ein paar Videos lassen sich bald mal drehen.......
Das Nicht-in-die-Kamera schauen kann durchaus auch erklärbar sein, dass sie sich eben doch für ihre Arbeit schämen. Ob die Scham nun Ausdruck der gesellschaftlichen Ächtung ist, die sie erfahren, oder ob sie sich vor sich selbst schämen, oder womöglich beides, das ist eben wieder eine andere Frage.