KingOfLions
Sehr aktives Mitglied
Das ist nicht normal, dass eine Frau wesentlich mehr Leistung zeigen muss, um als gleichwertig ggü. der Leistung eines Mannes anerkannt zu werden.
Ich habe gerade begründet, dass "man" - egal ob Mann oder Frau - Leistung zeigen muss, wenn man neu in eine Gruppe kommt. Aber da geht es nicht um "wesentlich mehr", sondern einfach um die Anerkennung in der Gruppe.
In meinem technischen und typischen Männerberuf kämpfe ich heute noch um Respekt, weil ich in Computerfragen oder technischen Bealngen nicht ernst genommen werde von Männern. Auch meinen männlichen Mitarbeitern gegenüber musste ich mich zu Beginn durchsetzen. Und das weit über das normale Maß hinaus.
Kann ich jetzt natürlich nicht nachvollziehen, nachdem ich deine Rahmenbedingungen nicht kenne. Aber es ist natürlich schon ein Unterschied - bei einem Mann wird von Haus aus angenommen, dass er seinen Beruf beherrscht. Eine Frau die neu in eine männliche Domäne kommt, wird natürlich erst einmal auf Herz und Nieren gestestet, und muss beweisen, dass sie auch in diesem Beruf "ihren Mann" stehen kann. Sicher ein Prolem, gerade in Berufen wo sich das Umfeld oft verändert. Aber im Endeffekt nichts, was nicht normal wäre. Oder würdest Du nicht unterstellen, dass ein Maturant mehr kann, als ein Hauptschüler, obwohl vielleicht der Hauptschüler vielleicht intelligenter ist? Vorgefasste Meinungen ... die gibt es überall. Und die kann man nicht mit Orders beheben, sondern nur mit dem praktischen Beweis. Was natürlich dann schwierig ist, wenn man selber qualitativ nur ein "me too" ist, und nicht in irgendeiner Form herausragend.
Aber keine Sorge, den erheblichen Mehraufwand und die erhebliche Kraftanstrengung leiste ich mir tatsächlich. Unfair bleibt es dennoch. Und ich weiß, es geht mir nicht nur alleine so. Dazu kommt, ab einer gewissen Stufe in der Führungshirarchie triffst Du auf eine gläserne Decke. Dan sitzen da plötzlich zu 90% Männer. Und das liegt nicht daran, dass sie ihren Job so viel besser machen.
Ja, es ist unfair. Aber keiner hat behauptet, dass das Leben fair sein muss, oder? Wie ich im Beruf angefangen habe, war man als Ingenieur Führungspersönlichkeit, heute wird jeder Dummwurm von der Uni bevorzugt, weil sich die Industrie das halt so einbildet. Auch nicht fair, nicht einmal sinnvoll, aber es ist trotzdem so. Auch ich musste das mit Leistung und Können kompensieren, und auch ich war sauer.
