Wenn Frauen die Norm sind ...

Ja, völlig normal.
Das ist nicht normal, dass eine Frau wesentlich mehr Leistung zeigen muss, um als gleichwertig ggü. der Leistung eines Mannes anerkannt zu werden.

In meinem technischen und typischen Männerberuf kämpfe ich heute noch um Respekt, weil ich in Computerfragen oder technischen Bealngen nicht ernst genommen werde von Männern. Auch meinen männlichen Mitarbeitern gegenüber musste ich mich zu Beginn durchsetzen. Und das weit über das normale Maß hinaus.

Aber keine Sorge, den erheblichen Mehraufwand und die erhebliche Kraftanstrengung leiste ich mir tatsächlich. Unfair bleibt es dennoch. Und ich weiß, es geht mir nicht nur alleine so. Dazu kommt, ab einer gewissen Stufe in der Führungshirarchie triffst Du auf eine gläserne Decke. Dan sitzen da plötzlich zu 90% Männer. Und das liegt nicht daran, dass sie ihren Job so viel besser machen.
 
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Gleichberechtigung bedeutet, dass Frauen gleich viel wie Männer im selben Beruf verdienen.
Das ist bis heute nicht so.
Sieh dir die akademische Landschaft - wieviele Professorinnen, wieviele Professoren.
Eine Freundin von mir pendelt von Berlin nach Göttingen, weil sie hier und dort eine Teilstelle hat. Im selben Fach, bei schlechterer Qualifikation sind zwei jüngere Männer bereits in Vollstellen. Nur ein Beispiel.
Sieh dir die Geschäftswelt an ... wieviele Männer, wieviele Frauen in gehobenen Positionen.

Und schön, dass es ne Bundeskanzlerin gibt, noch schöner wäre gleichberechtigte Entlohnung für alle Frauen.


Es gibt aber auch Männer, die beruflich benachteiligt sind. Es gibt auch Männer, die von schlechter qualifizierten Männern überholt werden.

Ich hab eine Jugendfreundin, die ist heute Präsidentin einer österreichischen Gesellschaft im medizinischen Bereich, eine andere ist die Präsdentin der Nationalbibliothek. Ich hab Freundinnen, die leiten einen Verlag, sind Chefs von Pressestellen.

Im öffentlichen Arbeitsmarkt darf keine Frau mehr finanziell benachteiligt sein. Ich hab vor ein paar Jahren in bei einem Fonds der Stadt Wien gearbeitet - ich hatte gleich viel Gehalt wie die Männer dort auch.
Im privaten Bereich ist das sehrwohl noch oft anders. Aber die Selbständigen werden auch ziemlich gerupft und im Stich gelassen. Die können sich oft überhaupt keine Angestellten mehr leisten ...

:o
Zippe
 
Das wiegt erstens nicht die 22% geringeren Lohn auch nur im ansatz auf, noch muss jede Frau Kinder bekommen wollen. Weniger Lohn bei gleicher Arbeit bleibt dennoch bestehen.

Eben nicht bei gleicher Arbeit. Denn die Frau fällt halt wegen Schwangerschaft und Kindererziehung ggf. aus, ihr fehlten letztendlich 0,5-2 Jahre Erfahrung in ihrem Beruf, sie fällt mit hoher Wahrscheinlichkeit über 10 Jahre mit Pfegeurlauben regelmäßig und unberechenbar aus. Das sind einfach Faktoren, die den Wert einer Arbeitskraft für ein Unternehmen senken. Und natürlich nimmt jeder Unternehmer dankend jeden Faktor an, der es ihm ermöglicht die Lohnkosten zu senken.
Aber ... daran ist nicht "der Mann" oder eine fehlende Gleichberechtigung schuld, sondern unsere Wirtschaft, die eben nach Effizienzprinzipen arbeitet und dazu dien Einzelne reich zu machen. Da ist nichts soziales in der Wirtschaft.

Schau ... eine Mitarbeiterin eines bekannten Notars ist gerade schwanger. Es ist nicht zu berechnen, wann sie ausfallen wird. Der Notar muss jetzt bereits (1/2 Jahr vor dem Geburtstermin) eine neue Arbeitskraft einstellen und einschulen, und wird trotzdem in einem 1/2 Jahr keine Arbeitskraft haben, die die gleiche Qualifikation wie die Schwangere hat.
Und DAS senkt den Wert einer Frau (gerade von jungen Frauen) für ein Unternehmen.

Aber auch hier gibt es Entscheidungen. Es ist die eigene Entscheidung jeder Frau, auf ein Kind zu verzichten um diesem Problem ihrer eigenen beruflichen Abwertung zu entgehen.
Und es ist an der Gesellschaft (dem Gestzgeber) zu entscheiden, wie sehr sie ihre Integrität erhalten will und das Kinder kriegen fördern will (im Moment bürgern wir dazu lieber Ausländer ein).
 
Ja auf dem Papier da haben sie die Rechte aber in der Realität? Na da mangelt es noch an Vielem. Sei es privat oder beruflich. Umsetzungen gestalten sich halt schwierig wenn oft sogar der Unterschied zwischen "Gleichwertigkeit und Gleichberechtigt" nicht verstanden wird.
Es soll ja sogar heutzutage noch Männer geben die einer Frau weniger "Wert" zugestehen als sie selbst glauben zu haben.
LG

Na ja, es scheint auch Frauen zu geben, die Männer weniger Wert zugestehen als sie selbst glauben zu haben :cool:. Das ist so, wenn man beginnt zu kämpfen. Was wir halt den "Emanzen" der 60er und 70er zu verdanken haben. Und aus dem damals berechtigten Kampf für die Grundrechte der Frau ist heute ein ideologischer Kampf ohne wirkliche Grundlagen geworden, weil die Forderungen bereits seit dem Beginn des 20. Jhdts. erfüllt werden, auch wenn natürlich noch einiges zu tun ist.
 
Vagina und Penis.

Der Rest ist gesellschaftlich gemacht.

Natürlich ist der Rest gesellschaftlich gemacht ... über jahrtausende hinweg als Gleichgewicht zwischen Mann und Frau. Auf Grund ihrer beider spezifischer Eigenarten.
Auch "gesellschaftlich" ist ja nicht etwas, das irgendwer irgendwann einmal festgelegt hat. Viel Anteil daran hat natürlich gerade in Europa die katholische Kirche, über die so mache ziemlich sinnlose Dogmen entstanden sind.
 
Das ist nicht normal, dass eine Frau wesentlich mehr Leistung zeigen muss, um als gleichwertig ggü. der Leistung eines Mannes anerkannt zu werden.

In meinem technischen und typischen Männerberuf kämpfe ich heute noch um Respekt, weil ich in Computerfragen oder technischen Bealngen nicht ernst genommen werde von Männern. Auch meinen männlichen Mitarbeitern gegenüber musste ich mich zu Beginn durchsetzen. Und das weit über das normale Maß hinaus.

Aber keine Sorge, den erheblichen Mehraufwand und die erhebliche Kraftanstrengung leiste ich mir tatsächlich. Unfair bleibt es dennoch. Und ich weiß, es geht mir nicht nur alleine so. Dazu kommt, ab einer gewissen Stufe in der Führungshirarchie triffst Du auf eine gläserne Decke. Dan sitzen da plötzlich zu 90% Männer. Und das liegt nicht daran, dass sie ihren Job so viel besser machen.


Ich weiß nicht wie lang du diesen Job schon machst.

Aber ich werd stutzig, wenn eine Frau in einem Männerberuf meint, sie müsse tagtäglich beweisen, dass sie z.B. technisch auch was am Kasten hat.
Wenn ich mal ein paar Jahre in einem Job bin und ich noch immer nicht bewiesen hab, dass ich technisch on top bin, dann stimmt doch was nicht.

Wir hatten - da in dem Fonds der Stadt Wien, wo ich mal gearbeitet hat, in der IT Abteilung zwei Mädls, die haben in den ersten Wochen gezeigt, dass sie es drauf haben und gut wars. Eine davon meine ich, ist heute sogar dort Abteilungsleiterin.


:o
Zippe
 
Aber ich werd stutzig, wenn eine Frau in einem Männerberuf meint, sie müsse tagtäglich beweisen, dass sie z.B. technisch auch was am Kasten hat.
Wenn ich mal ein paar Jahre in einem Job bin und ich noch immer nicht bewiesen hab, dass ich technisch on top bin, dann stimmt doch was nicht


Da muß ich Dir ausnahmsweise zustimmen...


Sage
 
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