Aber wer soll denn all die Dinge kaufen, den die von dir durch den Abbau des Arbeitnehmerschutzes und Deregulierung entfesselte Wirtschaft produziert, wenn die Leute aufhören, überflüssigerweise zu konsumieren?
Nunja, meine Beispiele bezogen sich ja alle auf das System so, wie es momentan ist.
Die Idee ist folgende:
1. Erkenne, wieviel Einsparungspotential da ist. Also wenn dein Leben wirklich am seidenen Faden hängt, mit wie wenig Geld kommst du aus? (Bei mir sind das etwa 300 EUR, allerdings bislang ohne KV).
2. Entscheide, was dir wichtig ist und was dir nicht so wichtig ist - mach eine Liste von Prioritäten.
3. Evaluiere, wieviel überschüssiges Geld du hast und teile es entsprechend deinen Prioritäten auf.
Es spricht nichts dagegen, wenn man sagt "ich will allein eine große Wohnung in der Stadt UND ein Auto UND einen Flatscreen UND zweimal die Woche essen gehen" usw. Dann gibt man sein Geld dafür aus, völlig in Ordnung. Aber dann soll man sich nicht beschweren, das Leben sei ungerecht, wenn plötzlich ein finanzielles Hindernis auftaucht und man kein Geld beiseite gelegt hat, um damit umzugehen.
Für mich persönlich ist finanzielle Sicherheit einfach eine Top-Priorität. Ich kann auf eine große Wohnung verzichten und auf ein Auto und auf alles andere, mein Ziel ist, dass ich mit Mitte 30 oder spätestens Anfang 40 an einem Punkt angelangt bin, an dem ich sagen kann "
auch wenn ich ab heute keinen einzigen Tag mehr in meinem Leben arbeite, ist mein Überleben und das meiner Familie gesichert".
Wenn ich von überflüssigem Konsum rede, meine ich, dass viele Leute einfach
alles haben wollen, und dann noch was obendrauf. Und wenn das Geld dafür nicht reicht, ist die Wirtschaft ungerecht. Ich bin der Meinung, man soll sich
bewusst dafür entscheiden, was man konsumiert. Wenn da Designerklamotten oder ne große Wohnung dabei sind, ist das doch in Ordnung. Aber am Ende herzukommen und zu sagen "
das Geld reicht hinten und vorne nicht" ist einfach nur Verantwortung wegschieben.
Jetzt kommt aber der Knackpunkt: Wenn man die Deregulierung, so wie ich sie vorschlage, durchziehen würde, dann hätte der Einzelne auch mehr Bewegungsfreiheit. Wenn er meinem Modell folgt und viel für seine Altersvorsorge tut, hätte er dauernd zusätzliches Geld übrig, das er in die entfesselte Wirtschaft pumpen kann.