Was würdet ihr als Regierungschef(in) eures Landes angehen?

Nein. Denn sowohl Warren Buffet als auch du (vermute ich) haben Zugang zu Essen, ein Dach über dem Kopf, Zugang zu medizinischer Versorgung und Bildung. Damit bist du nicht mittellos. Denn der Unterschied zwischen 10 eur und 1000 EUR im Monat ist um ein vielfaches größer als der Unterschied zwischen 1000 eur und 100.000.000 EUR.

Außerdem machst du folgenden zweiten Fehler: Du vergleichst lediglich mit einem einzigen, sehr reichen Menschen. Das ist ein Äpfel-und-Birnen-Vergleich. Ich hab aber mit allen Menschen der Welt (arm und reich) verglichen. Das ist ein wichtiger Unterschied.

und du machst den fehler arbeiter mit arbeiter zu vergleichen die völlig unterschiedlich lebenssituationen haben..denk mal in ruhe darüber nach...
ist aber wirklich mein letzter kommentar...gute nacht..
 
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und du machst den fehler arbeiter mit arbeiter zu vergleichen die völlig unterschiedlich lebenssituationen haben..denk mal in ruhe darüber nach...
ist aber wirklich mein letzter kommentar...gute nacht..
Ich vergleiche sie gerade weil sie unterschiedliche Lebenssituationen haben. Das war der Sinn meines Beitrages. Die Situationen sind unterschiedlich, aber die essentiellen Rahmenbedingungen bleiben für jeden Menschen auf der Welt immer gleich. (Essen, Sicherheit, Zugang zu medizinischer Versorgung etc) Das bleibt oftmals auf der Strecke, weil wir Menschen in Industrieländern sehr häufig mit großem Reichtum beschäftigen als mit großer Armut. Das heißt wir vergleichen uns eher mit den ganz wenigen, die noch mehr haben als wir, ignorieren aber die Milliarden, die viel weniger haben als wir. Das ist ein großer Fehler der Reichen dieser Welt.
 
Also so geht das schon mal gar nicht, man kann Äpfel nicht mit Birnen vergleichen.

Du kannst doch nicht die exorbitant Reichen so mit in deine Kalkulation einfließen lassen, dass verzerrt doch alles.

Wenn ich mich mit Warren Buffet vergleiche, bin ich mittellos!

denke Tarbagan ging nicht auf arme oder reiche ein..bzw. auf wenig oder mehrverdiener...er vergleicht wenigverdiener mit wenigverdiener...
dennoch ist seine /ihre aufstellung in beitrag #119 völlig irrevelant und fast unglaubwürdig...aber jeder wie er kann und will...
man kann keine menschen verallgemeinern...die lebenssituationen spielen eine große rolle...
man kann ohne auto nicht auskommen wenn keine öffentlichen verkehrsmittel mehr fahren wenn man in die arbeit muss...
die ehe ist gescheitert und man muss alimente zahlen...man hat versucht einen kleinen betrieb auf zu bauen und ist gescheitert...schulden stehen an...und und und...es gibt so viele situationen die so einen schnell dahingeschriebenen beitrag wie von Tarbagen mehr als in frage stellen..aber was soll`s ...soviele andeutungen kann man gar nicht machen dass sie verstanden werden...jetzt geh ich aber wirklich in die haia..:)
 
denke Tarbagan ging nicht auf arme oder reiche ein..bzw. auf wenig oder mehrverdiener...er vergleicht wenigverdiener mit wenigverdiener...
dennoch ist seine /ihre aufstellung in beitrag #119 völlig irrevelant und fast unglaubwürdig...aber jeder wie er kann und will...
man kann keine menschen verallgemeinern...die lebenssituationen spielen eine große rolle...
man kann ohne auto nicht auskommen wenn keine öffentlichen verkehrsmittel mehr fahren wenn man in die arbeit muss...
die ehe ist gescheitert und man muss alimente zahlen...man hat versucht einen kleinen betrieb auf zu bauen und ist gescheitert...schulden stehen an...und und und...es gibt so viele situationen die so einen schnell dahingeschriebenen beitrag wie von Tarbagen mehr als in frage stellen..aber was soll`s ...soviele andeutungen kann man gar nicht machen dass sie verstanden werden...jetzt geh ich aber wirklich in die haia..:)
Inwiefern werden alle diese komplizierten Lebenssituationen besser, wenn man überflüssigerweise konsumiert? Alle diese Situationen lassen sich besser lösen, wenn man Geld auf der Seite hat. Genau das ist es doch, was ich die ganze Zeit schreibe: man soll sich Prioritäten setzen, wofür man Geld ausgeben will und worauf man verzichten kann. Ist man plötzlich mit Unterhaltszahlungen belastet, kann man etwa auf eine kleinere Wohnung umsteigen, um das etwas zu kompensieren. Wenn man natürlich, wie von mir vorher gesagt, schon die letzten Jahre investiert hat, hat man zu diesem Zeitpunkt genug Geld auf der Seite, dass man die Forderungen einfach von seinen bestehenden Assets abzwacken kann.

Womit ich kurz den Bogen spannen möchte zu meinem Beitrag am Anfang dieses Threads: würde der Staat den einzelnen mehr finanzielle Bewegungsfreiheit geben, wäre es noch viel einfacher, alle diese Entscheidungen zu treffen, weil man sich mit weniger staatlichen Beschränkungen herumschlagen muss.
 
Inwiefern werden alle diese komplizierten Lebenssituationen besser, wenn man überflüssigerweise konsumiert?
Aber wer soll denn all die Dinge kaufen, den die von dir durch den Abbau des Arbeitnehmerschutzes und Deregulierung entfesselte Wirtschaft produziert, wenn die Leute aufhören, überflüssigerweise zu konsumieren?
 
interessante Diskussion. Wenn ich mal eine billige Wohnung brauche, kann ich hier leicht was finden anscheinend ;-)
Aber wer soll denn all die Dinge kaufen, den die von dir durch den Abbau des Arbeitnehmerschutzes und Deregulierung entfesselte Wirtschaft produziert, wenn die Leute aufhören, überflüssigerweise zu konsumieren?
es wird soviel Schrott produziert...........das Zeug sollte alles mit einer entsprechend hohen Ökosteuer belastet werden.
Voriges Jahr hbe ich einige Male billige Schuhe repariert (Sohle geklebt), weil sie sich im ersten Regen aufgelöst haben. Leider hats keine Rechnung mehr gegeben, und auch wenn sie nur 5 bzw. 10 Euro gekostet haben, waren sie das Geld nicht wert.
Ich hab eine Zeit gerne bei Tchibo Kleidung im Abverkauf gekauft aber als mir mal ein Sommerpullover beim Ausziehen fast in zwei Teile gerissen ist, hab ich das auch aufgegeben.
 
Aber wer soll denn all die Dinge kaufen, den die von dir durch den Abbau des Arbeitnehmerschutzes und Deregulierung entfesselte Wirtschaft produziert, wenn die Leute aufhören, überflüssigerweise zu konsumieren?
Nunja, meine Beispiele bezogen sich ja alle auf das System so, wie es momentan ist.
Die Idee ist folgende:
1. Erkenne, wieviel Einsparungspotential da ist. Also wenn dein Leben wirklich am seidenen Faden hängt, mit wie wenig Geld kommst du aus? (Bei mir sind das etwa 300 EUR, allerdings bislang ohne KV).
2. Entscheide, was dir wichtig ist und was dir nicht so wichtig ist - mach eine Liste von Prioritäten.
3. Evaluiere, wieviel überschüssiges Geld du hast und teile es entsprechend deinen Prioritäten auf.

Es spricht nichts dagegen, wenn man sagt "ich will allein eine große Wohnung in der Stadt UND ein Auto UND einen Flatscreen UND zweimal die Woche essen gehen" usw. Dann gibt man sein Geld dafür aus, völlig in Ordnung. Aber dann soll man sich nicht beschweren, das Leben sei ungerecht, wenn plötzlich ein finanzielles Hindernis auftaucht und man kein Geld beiseite gelegt hat, um damit umzugehen.

Für mich persönlich ist finanzielle Sicherheit einfach eine Top-Priorität. Ich kann auf eine große Wohnung verzichten und auf ein Auto und auf alles andere, mein Ziel ist, dass ich mit Mitte 30 oder spätestens Anfang 40 an einem Punkt angelangt bin, an dem ich sagen kann "auch wenn ich ab heute keinen einzigen Tag mehr in meinem Leben arbeite, ist mein Überleben und das meiner Familie gesichert".

Wenn ich von überflüssigem Konsum rede, meine ich, dass viele Leute einfach alles haben wollen, und dann noch was obendrauf. Und wenn das Geld dafür nicht reicht, ist die Wirtschaft ungerecht. Ich bin der Meinung, man soll sich bewusst dafür entscheiden, was man konsumiert. Wenn da Designerklamotten oder ne große Wohnung dabei sind, ist das doch in Ordnung. Aber am Ende herzukommen und zu sagen "das Geld reicht hinten und vorne nicht" ist einfach nur Verantwortung wegschieben.

Jetzt kommt aber der Knackpunkt: Wenn man die Deregulierung, so wie ich sie vorschlage, durchziehen würde, dann hätte der Einzelne auch mehr Bewegungsfreiheit. Wenn er meinem Modell folgt und viel für seine Altersvorsorge tut, hätte er dauernd zusätzliches Geld übrig, das er in die entfesselte Wirtschaft pumpen kann.
 
Ich würde einen Großteil des gesetzlichen Rentensystems sukzessive abschaffen, das Arbeitslosensystem extrem straffen, Arbeitslosengeld senken, Arbeitnehmerschutz abbauen, die Wirtschaft durch Abbau von Regulierungen fördern und den gesamten Überschuss in Bildungsförderung und Gesundheit packen. Außerdem würde ich versuchen große Anreize setzen, junge Menschen wieder mehr zu soliden Ausbildungsberufen zu bringen. Ich würde Umgang mit Geld und Finanzen als verbindliches Fach in der Schule einführen, mit mindestens 4 Wochenstunden, genauso wie Logik.

P.S.: Und ich würde dafür sorgen, dass das Einwanderungsgesetz tatsächlich so umgesetzt wird, wie es im Gesetz steht. Dort, wo juristische Löcher bestehen, würde ich die sto

Insgesamt wohl n Jahr. Darfst du aber, je nachdem, aufrechnen. In meiner Branche arbeitet man mindestens 70 und bis zu 90 Stunden die Woche, heißt länger als 5 Jahre macht das eh nur ein kleiner Teil. Überstunden gibts übrigens keine bezahlt. Fragt auch keiner nach.

Und ich glaube, das sozialste System wäre das, welches den Menschen die meisten Möglichkeiten gibt. Warum kann nicht jeder selbst entscheiden, wohin er sein Geld stecken möchte? Warum wird jeder gewaltsam gezwungen, in irgendwelche Töpfe einzuzahlen, die ihm vielleicht überhaupt nichts bringen? Ich bin sicher, es gibt genug Leute, die ein kommunales Rentensystem haben wollen. Warum können die nicht einfach selbst einen Rentenfonds aufmachen, in den sie einzahlen, und der Rest von uns wird ohne Rente glücklich?

Der Staat sollte nur die Dinge übernehmen, ohne die Leute tatsächlich sterben würden. Also Obdachlosenheime, Suppenküchen, Pflegegeld für Behinderte, Suchtprogramme, etc. Ich seh keinen Grund, warum man überdies hinaus nicht die Leute selbst entscheiden lassen sollte, was sie gern haben möchten und was nicht.

Ich schätze viele Deiner Beiträge enorm. Diese hier gehören aber mit zu dem Kurzsichtigsten und um nicht zu sagen Dümmsten, die ich bisher von Dir gelesen habe.
Unkritischer Utilitarismus meets Trickle down und ungehemmten, deregulativen Neoliberalismus.
Die Bedeutung von Solidargemeinschaft für sozialen Frieden und Chancenangleichung scheint Dir vollkommen entgangen zu sein (zumindest wenn ich Deine Beiträge lese). In welchem Elend Arbeiter ohne Rechte leben (China, Pakistan, ....) scheint ebenfalls noch nicht angekommen zu sein. Welche nachhaltigen Folgen die Etablierung von Arbeitnehmerrechten für die Gesundheit, die Lebensqualität, Chancenverbesserung und letztendlich die gesamte Volkswirtschaft hatte lässt sich übrigens in jedem handelsüblichen Almanach nach lesen.

Du hast eine Gesundheitsversorgung, Du bist zur Schule gegangen, Du hast studiert. Selbst wenn Du Studiengebühr bezahlen musstest, entspricht das nicht annähernd den tatsächlichen Kosten. Möglicherweise haben Deine Eltern Kinderbeihilfe für Dich bekommen, oder ein betagter Angehöriger wird in einem Seniorenheim versorgt, ohne dass das die Familie in den Ruin stürzt....
Wieviel denkst Du, dass eine Arbeiterin /ein Arbeiter NUR durch Arbeit und sparsamem (?) Umgang mit Mitteln ersparen kann? Im Einzelhandel (D) liegt das Bruttoeinkommen, je nach Geschlecht, Region und Erfahrung, bei Vollzeit durchschnittlich zwischen € 1500,- und knapp 3000,- (alte Bundesländer, männlich, mind. 10 Jahre Berufserfahrung).

Wie gut und sicher private Rentenvorsorge funktioniert konnte man bei der Krise 2008 in den USA ja hautnah erleben. Bankrotte Mutual-Fonds und Bürger, die um ihre gesamten, für die Rente angelegten Mittel gekommen sind...
Das ist das Problem bei der endlosen Privatisierung von Gesundheit und Rente - die Gewinne werden abgeschöpft und privatisiert, die Kosten und Verluste bleiben der Allgemeinheit.


Dass Du Deine eigene Leistung, Deinen eigenen Beitrag möglicherweise überschätzt und auch offensichtlich so in die Zukunft projizierst ist menschlich, aber halt nicht besonders reflektiert.
 
Ich schätze viele Deiner Beiträge enorm. Diese hier gehören aber mit zu dem Kurzsichtigsten und um nicht zu sagen Dümmsten, die ich bisher von Dir gelesen habe.
Unkritischer Utilitarismus meets Trickle down und ungehemmten, deregulativen Neoliberalismus.
Die Bedeutung von Solidargemeinschaft für sozialen Frieden und Chancenangleichung scheint Dir vollkommen entgangen zu sein (zumindest wenn ich Deine Beiträge lese). In welchem Elend Arbeiter ohne Rechte leben (China, Pakistan, ....) scheint ebenfalls noch nicht angekommen zu sein. Welche nachhaltigen Folgen die Etablierung von Arbeitnehmerrechten für die Gesundheit, die Lebensqualität, Chancenverbesserung und letztendlich die gesamte Volkswirtschaft hatte lässt sich übrigens in jedem handelsüblichen Almanach nach lesen.

Du hast eine Gesundheitsversorgung, Du bist zur Schule gegangen, Du hast studiert. Selbst wenn Du Studiengebühr bezahlen musstest, entspricht das nicht annähernd den tatsächlichen Kosten. Möglicherweise haben Deine Eltern Kinderbeihilfe für Dich bekommen, oder ein betagter Angehöriger wird in einem Seniorenheim versorgt, ohne dass das die Familie in den Ruin stürzt....
Wieviel denkst Du, dass eine Arbeiterin /ein Arbeiter NUR durch Arbeit und sparsamem (?) Umgang mit Mitteln ersparen kann? Im Einzelhandel (D) liegt das Bruttoeinkommen, je nach Geschlecht, Region und Erfahrung, bei Vollzeit durchschnittlich zwischen € 1500,- und knapp 3000,- (alte Bundesländer, männlich, mind. 10 Jahre Berufserfahrung).

Wie gut und sicher private Rentenvorsorge funktioniert konnte man bei der Krise 2008 in den USA ja hautnah erleben. Bankrotte Mutual-Fonds und Bürger, die um ihre gesamten, für die Rente angelegten Mittel gekommen sind...
Das ist das Problem bei der endlosen Privatisierung von Gesundheit und Rente - die Gewinne werden abgeschöpft und privatisiert, die Kosten und Verluste bleiben der Allgemeinheit.


Dass Du Deine eigene Leistung, Deinen eigenen Beitrag möglicherweise überschätzt und auch offensichtlich so in die Zukunft projizierst ist menschlich, aber halt nicht besonders reflektiert.
Warum gehst du davon aus, dass ich unterschätze, in welchem Elend Arbeiter ohne Rechte leben? Einige meiner Beiträge oben beziehen sich ausdrücklich und anschaulich auf diese Umstände.

Ich weiß nicht genau, welche makroökonomischen Folgen der Etablierung von Arbeitnehmerrechten regelmäßig folgen sollen und in welchen Almanachen ich das nachlesen kann, erschließt sich mir auch nicht wirklich. Ich kenne allerdings sehr viele Studien, die darlegen, dass etwa Gewerkschaften viele negative Auswirkungen sowohl mikro- als auch makroökonomischer Natur haben und sich etwa sichtbar in den Arbeitslosenraten niederschlagen können (dazu gibt es sehr schöne Studien in denen verschiedene Staaten Amerikas verglichen werden). Sie können schützen und privilegieren vornehmlich diejenigen, die schon eine Arbeit haben, auf Kosten der Schwächsten in der Gesellschaft, für die eine höhere Barriere zum Einstieg ins Arbeitsleben geschaffen wird. Das ganze wird dann insb. in einem Anstieg der Jugendarbeitslosigkeit sichtbar. Dazu gibt es sehr extensive Studien aus der Kohle- und Autoindustrie.

P.S.: Du verwendest oben den Begriff Neoliberalismus. Ich habe heute erst einen Beitrag zu dem Begriff gelesen, indem es hieß, dass die meisten Menschen, die den Begriff verwenden nicht wirklich wissen, was er bedeutet, sondern ihn lediglich als politisches Schimpfwort verwenden. Weißt du, was Neoliberalismus bedeutet und wie er sich von anderen liberalen Strömungen unterscheidet?

P.P.S.: Ich habe (unter anderem) an einer privaten Uni in England studiert. Ich denke nicht, dass ich dort auf Kosten anderer gelebt habe. Ich hätte nichts dagegen gehabt, auch in Deutschland an eine private Uni zu gehen, aber die Butze als einzige wirkliche Möglichkeit hierzu war mir deutlich zu verschult, und wenn ich mal hier arbeite muss ich das ja ohnehin alles nachzahlen, egal ob ich will oder nicht und egal ob ich daran partizipiert habe oder nicht.
 
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P.S.: Du verwendest oben den Begriff Neoliberalismus. Ich habe heute erst einen Beitrag zu dem Begriff gelesen, indem es hieß, dass die meisten Menschen, die den Begriff verwenden nicht wirklich wissen, was er bedeutet, sondern ihn lediglich als politisches Schimpfwort verwenden. Weißt du, was Neoliberalismus bedeutet und wie er sich von anderen liberalen Strömungen unterscheidet?

Neoliberalismus als Schimpfwort? Ich lerne hier ständig Neues!

Ich verstehe unter Neoliberalismus eher die von Noam Chomsky skizzierte Sicht auf ein Wirtschaftssystem, die er (m.A.n. zu Recht) als unmenschlich demaskiert - http://www.zeit.de/2000/43/200043_p-chomsky.xml - und von der es praktisch 30 Jahre Feldforschung z.B. in UK, mit allen negativen Auswirkungen auf die Bevölkerung gibt.
Er beschreibt klar und strukturiert, wie sich u.a. in den USA und anderen Industrienationen Politiker um möglichst freie, liberale Märkte für "ihre" Konzerne und Investoren bemühen, ohne im geringsten auf demokratische, ethische od. volkswirtschaftliche Bedürfnisse der "Partnerländer" (mit allen verheerenden Auswirkungen) oder der eigenen Bevölkerung Rücksicht zu nehmen. Da werden auch schon mal die reaktionärsten politischen Systeme unterstützt, solange der Gewinn groß genug ist.
Er zeigt auch unter anderem die Illusion auf, dass internationale Konzerne tatsächlich "aus eigener Kraft" wirken und sich stabil erhalten könnten, dabei werden sie politisch geschützt und im Notfall (von der an den Gewinnen nicht beteiligten steuerpflichtigen Bevölkerung) finanziell unterstützt (und dazu gibt es nun wirklich genug schauderbare Beispiele).

Versteh mich nicht falsch, ich halte freien Handel für eine wichtige Grundlage unserer Wohlstandes, aber eben nicht in dieser einseitigen und verlogenen Weise.
 
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