Aber wie gesagt, das ist mein fester Glaube.
Vielleicht ist dieser Glaube auch nur meine idealisierte Vorstellung vom heiligen All, aber das ist für mich genau so wichtig, weil ich in einem gierigen, unersättlichen, mörderischen All nicht leben will und auch nicht wirklich leben kann. Auch in einem vor Angst zitternden All ist es nicht gemütlich. Was weiß ich schon über das All, wie es wirklich ist, außer das, was ich in der Welt und in mir selbst sehe und erlebe, wenn es durch einzelne Menschen in Erscheinung tritt? Da sehe ich in der Welt viele Möglichkeiten. Ich erlebe das All gut, heilig, liebevoll und kreativ und ich erlebe es unersättlich, gierig, neidisch und voll zerstörerischer Wut. Und ich selbst steh jeden Tag an der Weggabelung und muss mich zwischen dieser und der anderen Option entscheiden. Der Gesundheit wegen sage ich also trotz allem:
Ich glaube, es gibt keinen grundsätzlichen Unfrieden im All, auch wenn ich im Hinterkopf habe, dass es ein gewaltiges Chaos sein könnte, das sich nach Ordnung sehnt und die entsteht nur im Licht des Bewusstseins. Daher gebiert sich das All vielleicht selbst einen Gott.
Ach, was weiß ich über das Alles... mir is das alles wurscht. Ich kann eh nix machen, außer zu sagen: Das All ist gut, friedlich und liebevoll.

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