Was war das alles?

@MeinWolfsblut

Nachtrag: was den Ex betrifft, so war ich ganz lange zu allem bereit und dachte, der ist es.
Aber nach seinem Abgang kann ich das nicht mehr aus ganzem Herzen sagen.

Das ist Trotz Deinerseits. Auch hier laufen wir Konform. Es ist auch mit meiner Liebe der Ausdruck vieler Missverständnisse. Weil er mein momentanes Unverständnis immer gleich ans Köpfchen geknallt bekommt. Ich kenne diesen Trotz... Die Verzweiflung und den Wunsch, wütend zu sein.

Aber sein wir doch mal ehrlich... Bereits am nächsten Tag, wenn der Trotzkopf verraucht ist, wird dir doch auch klar, dass er letztendlich nur sich selbst schützt, nicht wahr? Dann wird dir doch auch klar, dass er mit der Situation vollkommen überfordert ist?

Verzeih ihm sein unsagbar ignorantes Verhalten. Das erleichtert dich auch. Das tut er aus Hilflosigkeit. Nicht nur du leidest. Da bin ich mir ganz, ganz sicher.

Tja wir Menschen sind eben keine makellos funktionierenden Maschinen und machen Fehler. Ständig. Obwohl wir doch eigentlich alles richtig machen wollen?
 
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Wir sind diesbezüglich auch gerade sehr im Gespräch.
Ich habe für mich erkannt, dass ich nicht unbedingt glücklich sein muss. Zufrieden sein reicht. Wenn den Kindern ein stabiles Umfeld geboten werden kann.

Kinder spüren, wenn die Mutter nicht glücklich in der Beziehung ist, da ist immer eine Ferne in Dir, das tut ihnen nicht gut. Irgendwann wird ihnen bewusst, daß Du nur wegen ihnen noch beim Vater bist und dann haben sie Schuldgefühle, möglicherweise für den Rest ihres Lebens.
 
Glücklich? Ehrlich jetzt? Nee. In ihrer Situation ist Zufriedenheit in sich (durch die Liebe der Kinder) das höchste Gut. Aber richtig glücklich wird sie so niemals. Auch etwas, was sie in sich akzeptieren muss.

Du darfst es gerne resignieren nennen. Damit kann man leben.

Klingt, als wäre das Leben schon vorbei.
 
Glücklich? Ehrlich jetzt? Nee. In ihrer Situation ist Zufriedenheit in sich (durch die Liebe der Kinder) das höchste Gut. Aber richtig glücklich wird sie so niemals. Auch etwas, was sie in sich akzeptieren muss.

Du darfst es gerne resignieren nennen. Damit kann man leben.

Deine Tochter ruft es doch schon auf der Straße raus, sie ist noch jung genug, um es lustig zu finden, aber bald versteht sie, was es bedeutet und wie unglücklich Du bist. Du lebst ihr Unglück und Resignation vor, und sie wird das Gefühl haben, daß es ihre Schuld ist.
 
Die Ehe ist halt ein Konstrukt was selten Funktioniert.
Btw. es gibt sie ja meist nur getrennt.
Weil der Mann, die Frau und die Kinder morgens das Haus verlassen.
Dient der Wirtschaft, also den super reichen.
Es wird immer wer auf der Strecke bleiben.
 
Bei einem Mann bleiben, den man nicht mehr liebt und der sich auch nicht mehr für einen interessiert, das ist Verrat an sich selbst. Klar kann man zusammenbleiben, wie diese alten Ehepaare, die fast jeder kennt, die sich nie getrennt haben und dafür immer unglücklich waren. Die erwachsenen Kinder besuchen die Eltern aus Schuldgefühlen, die jede Liebe erstickt haben, und trauen sich selber nicht, frei zu sein, weil sie es nie gelernt haben, und wieder eine Generation unglücklicher Menschen in toten Beziehungen.
 
Klingt, als wäre das Leben schon vorbei.

Ein Teil vom Leben. Ja. Für mich gibt es die große Liebe nur einmal. In dieser Form. Ich kann sie aber nicht leben. Lebe nur für den winzigen Augenblick, in dem ich merke, ja es geht ihm auch noch so. Für mich gibt es kein danach. Mein Herz gehört ihm. Punkt. Das ist keine Entscheidung des Kopfes.

Doch das Leben ansich ist dadurch nicht vorbei, weil es keine Erfüllung gibt. Und das wird klar, wenn zwei kleine Ärmchen dich umarmen, dir klebrige Küsschen auf die Wange geben, du sehen kannst wie durch deine Liebe diese Herzenssternchen zu guten, lieben Menschen werden. Ich bin von Liebe umhüllt...

Nein, nein. Vorbei ist es bestimmt nicht.

Verzeiht, wenn ich wieder zuviel über mich erzähle. Es dient dazu, Jemandem zu helfen, bei dem ich kleine Ähnlichkeiten sehe. Nun ja, man denkt sich eben, vielleicht mit Worten helfen zu können? Trost zu spenden, in gewisser Form? Ich hoffe, das ist okay.

Vielleicht hilft es ja ein bisschen? Vorwürfe bringen sie jedenfalls nicht weiter, weil bei ihr ja alles schon passiert ist und sie nichts mehr rückgängig machen kann.
 
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Glücklich? Ehrlich jetzt? Nee. In ihrer Situation ist Zufriedenheit in sich (durch die Liebe der Kinder) das höchste Gut. Aber richtig glücklich wird sie so niemals. Auch etwas, was sie in sich akzeptieren muss.

Du darfst es gerne resignieren nennen. Damit kann man leben.

Jaja, schon klar, was du meinst! ;)

Es klang für mich nur so wie "Glücklichsein? Das habe ich nicht verdient nach meinem Ehebruch. Meine selbst auferlegte Strafe: das oberste Ziel, das ich mir setze, ist langweilige Zufriedenheit."
Man sollte immer nach dem Glück streben. Vielleicht kann sie mit ihrem Ehemann nochmal glücklich werden, vielleicht auch nicht. Wir wissen es nicht. Im Moment hat sie dem Ex noch nicht genug nachgetrauert - das färbt jetzt alles andere ein. Wenn das erstmal nachlässt ist, zeigt sich, was von der Beziehung noch übrig ist.
Sie möchte es versuchen, (auch) um der Kinder Willen - kann ich gut verstehen.

Vielleicht sollte man aber auch nicht ständig von einer Beziehung oder einem Mann erwarten, dass er einen glücklich macht. Das funktioniert nur die ersten paar Jahre. Diese Erwartung führt dann zur von mir schon öfter zitierten Serien-Monogamie. Wenn man das Glück in sich selbst findet, übergibt man diese Verantwortung auch nicht mehr an den Partner. Man ist einfach glücklich - und lebt mit einem Menschen zusammen, mit dem das Leben schön ist.
 
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