Es gibt keine Opfer oder gar Täter
@Hatari
Das ist doch kein Spiel bei dem einer verliert oder gewinnt.
Manchmal ist auch gar nichts davon der Fall. Manchmal gewinnt oder verliert niemand etwas, weil das Leben weiter geht.
Und ich glaube, das versucht
@Löwenherz gerade. Um sich über Dinge klar zu werden, gehört es eben auch, darüber nachzudenken.
Sie ist ehrlich zu ihrem Mann. Ich auch. Von Anfang an. Und das ist einzig wichtig. Offenheit und Ehrlichkeit! Wie sich die Ehepartner mit der neuen Gefühlslage arrangieren können, müssen, hängt von den Gesprächen ab und von der Bereitschaft, trotzdem gute Eltern und damit Partner zu bleiben. Dafür gehört für mich, trotz allem für die Kinder eine gute Einheit und Stabilität zu bilden. Freunde zu bleiben, trotz veränderter Gefühlslage.
Innerhalb meiner Situation, habe ich das gut geschafft. Mit Ehrlichkeit und Reden. Das versuche ich ihr zu vermitteln. Denn sie ist genauso wenig ein Opfer, wie ihr Mann. Es gehören immer zwei dazu. Nie einer alleine. Und das tut sie ja auch gerade?
Nur meine ich, braucht sie etwas Zeit für sich. Um sich über alles klar zu werden. Das sie mit Kindern nicht einfach in den Urlaub abhauen kann ist klar. Aber sie sollte sich kleine Momente für den Rückzug nehmen.
Für mich ist es die Kirche und der abgeschiedene Platz, den ich gefunden habe. Da kann sie meditieren und nachdenken, zu sich kommen. Wenn sie auch so etwas findet.
Wie gesagt... Verwechsel das Opfertum nicht mit Traurigkeit oder der Suche nach virtueller Hilfe. Opfer sind wir Menschen erst, wenn es Täter gibt. Die gibt es aber nicht. Nur Menschen, die ihren Weg suchen und hoffentlich auch finden. Allein oder gemeinsam.
Ich wünsche ihr das jedenfalls, von Herzen.