Ich versteh echt Dein Problem nicht. Entweder Du bist in der bedingungslosen Liebe oder nicht. Das verliert sich doch nicht wieder! Wieso funktioniert sie nicht, wenn Du sie lebst?
Weil es nicht geht. Der Ansatz, hier bedingungslose Liebe leben zu wollen, beruht, so man will, auf einem "Übersetzungsfehler". Unserem eigenen. Weil wir als Kanal nicht klar genug sind. Unser selbst nicht genügend bewusst.
Es ist ein Spiegel unseres eigenen inneren Defizits, den wir nach Außen projizieren. Was genau deshalb noch mehr Schaden versursacht, und nichts besser macht. Im Gegenteil. Das Ungleichgewicht sogar noch verstärkt. Und somit letzlich noch mehr Dunkelheit erschafft.
Es geht hier nicht. Muss es auch nicht. Dafür erhalten wir sie nicht. Nur versteht das anscheinend niemand oder will es nicht verstehen.

Was glaubst Du, warum wir in der Existenz sind? Damit wir uns bedingungslos bis aufs Messer bekämpfen anstatt bedingungslos lieben als Kinder oder Versionen oder geistige Früchte Gottes?
Nicht um bedingungslos zu lieben. Was hier nicht geht. Sondern um uns unserer selbst bewusst zu werden. Was wir sind, wer wir sind, warum wir hier sind. Und dieses anscheinend göttliche Liebegeschwafel hält uns genau davon ab. Von unseren eigentlichen, ganz individuellen, persönlichen Lebensaufgaben. Unserer Selbst-Verwirklichung. Ein egalisierter Einheitsbrei kann nicht göttlich sein. Widerspräche den ganzen Rest der Schöpfung.
Wieso ist sie denn nicht menschenmöglich, wenn Du doch selber zu Anfang schreibst, dass Du bedingungslose Liebe schon gelebt hast?
Ich habe es versucht, weil ich damals noch daran glaubte, dass es möglich wäre. Sogar, dass es meine Aufgabe wäre. Klappte eben nur nicht. Tut es nie.
Kannst Du Dein Bewusstsein weitergeben?
Was hätten Bewusstsein und bedingungslose Liebe miteinander zu tun?
Sind meines Erachtens eher konträr. Bedingungslose Liebe schläfert das Bewusstsein ein, macht es unbrauchbar.
Bis heute bin ich sie nicht mehr losgeworden, weil sie mir im Bewusstsein geblieben ist.
Entweder Du bist Dir wirklich und aller Welt gut - oder nicht.
So einfach ist's meiner Ansicht nach nicht. Die Erfahrung von ihr ist ja schön, toll. Keine Frage. Als Erfahrung. Nicht als Dauerzustand. Aber dennoch ist es ein Startpunkt, kein Endziel. Schöpfung will keine Erstarrung. Das Problem dabei ist, dahinter kann's wirklich ziemlich finster werden. Denn dort begegnet man sich selbst, und anderem. Also bleiben viele wohl lieber im sicheren Gebiet stehen. Was schade ist. Denn noch viel weiter dahinter wird's dann wieder so ganz anders. Und dort spielt bedingungslose Liebe ohnehin keine Rolle mehr.
Jede Liebe, auch bedingungslose basiert auf einem Defizit. Nicht auf Ganzheit, nicht auf Vollständigkeit, nicht auf Vollkommenheit.
Weshalb bedingungslose Liebe eben auch eigentlich nicht göttlich sein kann.
Das Göttliche kann nicht unvollkommen sein.
Entweder Du bist Dir wirklich und aller Welt gut - oder nicht.
Wenn du aller Welt gut bist, akzeptierst du damit jedes Unrecht. Wäre das ok? Wenn du es nicht bist, kriegst du zuerst Probleme mit dir selbst, dann mit anderen. Beides alleine führt also zu keinem befriedigenden Ergebnis.
Bedingungslose Liebe ist Menschenrecht.
Warum sollte sie das sein?
Mir fehlt jetzt gerade der Bezug. Es geht doch nicht um leibhaftige Aufnahme des menschlichen Organismus, sondern um geistige Aufnahme des Bewusstseins - also imaginäre Integration.
Es geht wohl weniger um imaginäre Intergration. Wenn es nur das wäre, sowas klappt einfach.
Auch beträfe das nicht nur Bewusstsein. Was außer dem eigenen Organismus sollte das alles denn dann aufnehmen? Was hätte jemand denn noch zur Verfügung?