Filomena
Sehr aktives Mitglied
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Meine Eltern ließen einen Steilhang von etwa 3/4 ha - etwas entfernt von unserem Bauernhof von ca. 10 weibliche Schafe ( ganz gewöhnliche weiße Hausschafe) und einen Bock der Rasse Texelaar beweiden - die zeigten auch eher ein Wildschafverhalten - das Leittier war weiblich, die Tiere waren auch recht stur - rissen trotz E- Zaun schon mal aus, hörten auf ihre Namen - ein paar waren recht angriffslustig und warfen schon mal etwaige Besucher um - erkannten schon von weitem den Traktor von meinem Vater usw.......einfach entzückende Tiere!Wildschafe bewegen sich eher in kleineren Gruppen. (pauschal)
In der schon lange von Menschen gemachten (industriellen) Vermassung der Schafe scheint ausser dem Trieb in der Herde Schutz zu suchen, nicht mehr viel an Instinkten übrig geblieben zu sein, was vom Mensch durchaus gewünscht ist, da bleiben sie zusammen und lassen sich gut treiben.
Übrigens: bei dem Schäfer hier sehe ich ausschliesslich weibliche Tiere herumstaksen. Die paar Böcke braucht’s nur zur Zucht.
Die Schafe wurden (teilweise) absichtlich leit- und abwehrunfähig hingezüchtet, dem Mensch total ausgeliefert, abhängig gemacht.
Gegen die Natur der Tiere.
Der Mensch an sich - ist sehr - verwundbar.
Jedes Stück Schutz plus problemloser Nahrungsbeschaffung war dem Überleben der Menschen dienlich.
Die Errungenschaften der Zivilisation - warmes Wasser aus dem Hahn, gute Medizin, praktische Technik, ja.
Im Kriegsfall und Zerbombung dieser (beispielhaften) Errungenschaften ist zu sehen, wie schnell der Mensch ohne diese Dinge augenblicklich wieder zum puren Überleben gezwungen ist.
Bei unserem eigenen Grundstück ( 1/3 ha ) umzäunt, hatten wir dann 4 Weibchen - 2 weiße + 1 schwarzes Hausschaf und ein Kamerunschaf. Die hatten auch echt Charakter - und waren keineswegs dumm!