!!! Warnung vor Psychologie!!!

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Vielleicht ist das das Hauptproblem: so, wie es Dir schwerfällt, meine Einstellung nachzuvollziehen fällt es mir schwer, Deine Einstellung nachzuvollziehen (?). Das kann in heftigsten Streiterein enden, das kann aber auch einfach mal stehengelassen werden.
Ich finde es jedenfalls spannend, die unterschiedlichen Denkweisen der Menschen anzuschauen.

Nein, mir fällt es nicht schwer. Also ich hab zumindest nicht den Eindruck. Jeder lebt und ist eben so, wie er lebt und ist. Und ich finde es gut, wenn du das spannend findest, die unterschiedlichen Denkweisen der Menschen anzuschauen, wenn dich das interessiert.

Von meiner Seite aus ist da alles ok, was das angeht.
 
Wie jetzt (nicht daß ich da was falsch verstehe ... ): wer also z.B. meditiert, dabei aber weiß, daß er sich in dieser Form selbst "instruiert" und seine eigene Wirklichkeit erschafft ist "erleuchtet"?
Zustimm (wenn es denn so ist und wenn wir jetzt die Konstrukte gleich interpretiert haben).
Ich meine den Unterschied zwischen Wissen und Erleben.

Beispiel: Ein Psychologiestudent lernt seinen Stoff, er kommt dabei zu Erkenntnissen, die ihn selbst betreffen. Läßt er zu, dass diese Erkenntnisse sein Leben verändern? Oder beschränkt sich das Erleben der Erkenntnis auf den kurzen Aha-Moment?

Jemand, der weiß, dass er seine Wirklichkeit erschafft, meditiert der überhaupt noch? Wozu? Warum erschafft er sich denn eine solche Wirklichkeit, in der er meditieren ... muss? will? kann?

Ireland schrieb:
Meine (persönlich) "höchste" Stufe (also das, was ich am spannendsten finde) ist, die Meditation, die Diät, die Religion und alles, was es da noch gibt, wegzulassen und es DIREKT zu tun :).
Ja, klar!
Die Frage ist nur was. WAS direkt tun?
Und- was hält dich ab?


Ich sage: Der Mensch gestaltet nicht die Materie- die Materie gestaltet ihn.
 
Pahh ... :tomate: :D
guckste den Link unter meinem letzten Post ...

:kiss4:

Öyyyyyy
smilie_girl_093.gif
:D
 
Ich meine den Unterschied zwischen Wissen und Erleben.

Beispiel: Ein Psychologiestudent lernt seinen Stoff, er kommt dabei zu Erkenntnissen, die ihn selbst betreffen. Läßt er zu, dass diese Erkenntnisse sein Leben verändern? Oder beschränkt sich das Erleben der Erkenntnis auf den kurzen Aha-Moment?

Jemand, der weiß, dass er seine Wirklichkeit erschafft, meditiert der überhaupt noch? Wozu? Warum erschafft er sich denn eine solche Wirklichkeit, in der er meditieren ... muss? will? kann?


Ja, klar!
Die Frage ist nur was. WAS direkt tun?
Und- was hält dich ab?


Ich sage: Der Mensch gestaltet nicht die Materie- die Materie gestaltet ihn.

Ich bin mir sicher, daß jedes neu erworbene Wissen das Leben (und sei es nur ein winziges bißchen) verändert.
Durch das neu gewonnene Wissen nimmt man wiederum Dinge anders wahr und so entsteht ein Kreislauf ... .

Und jeder Psychologiestudent kommt irgendwann an den allzu bekannten Punkt: weia, was habe ich mir doch einen vorgemacht.
Da aber Psychologiestudenten in der Regel noch recht jung sind (das hat Vor- und Nachteile) haben sie meistens noch nicht so starre und "spezielle" Ansichten entwickeln können.

Der Weg "ohne Umwege" ist der Weg direkt zum Gehirn.

Dazu:

Nicht allein das Gehirn bestimme über unser Bewusstsein, sondern umgekehrt würden auch »Bewusstsein und Geist, die von physikalischen Prozessen im Gehirn auf eine spezifische Weise hervorgebracht werden, ihrerseits dieses Gehirn bestimmen«. Anders ausgedrückt: »Das Gehirn wird vom Geist bestimmt, den es selbst hervorbringt.«

http://www.zeit.de/zeit-wissen/2012/02/Mensch-Individuum-Selbstbewusstsein/seite-4

Man kann also seinem Gehirn ganz direkt mitteilen, wobei es einem helfen soll, was es tun soll (ein Placeboeffekt ohne Palcebo, eine "Zauberei" ohne Anwendung von Magie, ein Erkenntnisgefühl ohne Meditation usw. usw. usw.)
Und das besondere, Mensch braucht noch nicht einmal glauben, daß es funzt, es funzt trotzdem.

Dazu gibt es etliche Belege.
Mein spezielles Interesse ist, ob es irgendwo Grenzen gibt oder ob alles möglich ist ... .
Daß unendlich viel möglich ist weiß nicht nur die Psychologie; auch die Wirtschaft und die Medzin hat da vieles herausgefunden, was vor wenigen Jahren noch als "unglaublich" galt ... .

Meine These: wenn doch schon beweisbar ist, daß viele Grenzen aufgeweicht wurden/ verschwunden sind (die man noch bis vor kurzer Zeit als gegeben hinnahm), dann muß doch alles möglich sein und Grenzen existieren nur (noch) in unserem Kopf (Erziehungsmuster, begrenzende Glaubenskonzepte, die Historie ... ).
 
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Ich sach doch nix anderes MENNO! (kriegste auch drei Tomaten, ätsch: :tomate::tomate::tomate:)

Was Du gepostet hast ist ein Beispiel für den radikalen Konstruktivismus und den habe ich hier schon öfters breitgetreten (weils mein Lieblingsthema ist ... freu :)).

Schau noch mal genauer hin, auf was WildThing da eigentlich abzielte.

Dein Post, auf den er reagierte:

Eine letztendliche "Wahrheit" (also, den "alleinigen, allumfassenden" "Grund") gibt es nicht.

Das ist laut dem radikalen Konstruktivismus auch korrekt. Zumindest bezogen auf die Wahrheit, die sich aus der objektiven Betrachtung der Realität ergeben könnte, da laut radikalem Konstruktivismus die Realität immer eine subjektive Konstruktion des jeweiligen Menschen ist.
Er operiert gar nicht erst mit einem Wahrheitsbegriff (wäre ja auch absurd), sondern verwendet stattdessen den Begriff Viabilität. Damit keine Missverständnisse aufkommen, der Begriff ist kein Synonym für Wahrheit, sondern hinter diesem Begriff verbirgt sich ein eigenes Konzept. Müsste dir ja als radikale Konstruktivistin eigentlich geläufig sein.

WildThings Argumentation zielt jetzt aber auf den Wahrheitsbegriff von Jaspers ab:

WildThing schrieb:
"Die Wahrheit wird in hohen Augenblicken der Einmütigkeit für einen kurzen Zeitraum definiert.
Danach ist sie nicht mehr Wahr."

Das ist vom Standpunkt des radikalen Konstruktivismus aus nicht mehr haltbar.
Auch wenn Jaspers einräumt, dass Wahrheit 'danach', also nach diesem 'hohen Augenblick der Einmütigkeit' nicht mehr wahr ist, kann es laut radikalen Konstruktivismus erst gar nicht zu diesem 'hohen Augenblick der Einmütigkeit' kommen.
 
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