Wahrnehmung und Stimmigkeit

Jain.

Ja, weil wir nicht anders können. Wir sind Menschen, und kein Mensch denkt rein rational.

Ohne Belege, Beweise oder Indizien stellt sich doch die Frage: "Warum sollte ich gerade DIES (und nicht vielleicht das exakte Gegenteil) glauben?" Fehlt eine entsprechende Indizienlage, existiert nach meinem Befinden kein Kriterium zur Beantwortung dieser Frage. Eine Aussage/Behauptung/Annahme kann dann eben wahr sein oder auch nicht - oder das genaue Gegenteil ist wahr.

Problematisch wird es, wenn daraus Handlungen entspringen, die mitunter schädlich sind. Wenn z.B. die Anwendung einer "alternative Heilmethode" bewirkt, dass man sich mit der wirksamen Therapie zuviel Zeit lässt.

So sehe ich das auch. Wenn wir ohne jegliche Evidenz einfach glauben würden, dass spezielle Substanzen schon Krebs kurierten, könnten wir diese einfach einsetzen. Das kann in der Tat fatale Folgen haben.
 
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Problematisch wird es, wenn daraus Handlungen entspringen, die mitunter schädlich sind. Wenn z.B. die Anwendung einer "alternative Heilmethode" bewirkt, dass man sich mit der wirksamen Therapie zuviel Zeit lässt. Oder eben, wenn man Menschen anhand ihres Horoskops beurteilt, obwohl keine Evidenz dafür spricht, dass diese Analyse irgendetwas mit der Realität zu tun hat.

Das lässt sich problemlos umdrehen:
Wenn z.B. die Anwendung einer "schulmedizinische Heilmethode" bewirkt, dass man sich mit der wirksamen Therapie zuviel Zeit lässt.

Auch die evidenzbasierte Medizin bringt dem Individuum keine Garantie und kann sich mitunter sehr schädlich auswirken.

Meine eine Nachbarin wurde wegen eines Ekzems von ihrem Hautarzt schulmedizinisch behandelt - es stellte sich fast zu spät heraus, es war ein Krebsgeschwür.

Das war durchaus problematisch, die Frau hätte sterben können, wenn der Arzt noch weiter auf seine Behandlungsmethode bestanden und sie ihm weiter geglaubt und seinen Empfehlungen gefolgt wäre.

...ad absurdum. ;)

Lg
Any
 
Aber will das überhaupt jemand? :confused:

Einige sicher - vor allem z.B. Astrologen und Astrologie-Fans, die diese Kunst als "Wissenschaft" darstellen wollen.

Nur mal als Beispiel: Wenn ich in meinen Löhlein reingucke, dann finde ich es stimmig, was ich dort wahrnehme. Wahrnehmung und Stimmigkeit sind also optimal gegeben. Dann brauche ich nicht noch jemanden, der seinen Kommentar dazu abgibt und nickt.

Die Frage ist dann - sofern man es zur Wissenschaft erheben will: Wieviel hat diese Wahrnehmung mit der Realität zu tun? Sind da wirklich Korrelationen zwischen astrologischen Merkmalen und Charakter, oder kommt die "gefühlte Stimmigkeit" durch andere Dinge zustande?
 
Natürlich.

Die Sache sind allerdings die Schlussfolgerungen, die aus diesen Wahrnehmungen gezogen werden. Die Realität ist nicht individuel, sondern wir leben alle in der selben Welt.
Das sehe ich nicht so.
Ich denke, daß sich jeder seine eigene Realität erschafft - durch sein Denken, Tun & Handeln.
Wir haben unser Leben selbst "in der Hand".
D.h. Schlussfolgerungen aus Wahrnehmungen können auch falsch sein.
Ja natürlich, sie KÖNNEN.....
Wenn ein Alkohliker weiße Mäuse sieht, sind sie höchst wahrscheinlich nicht real.
Ob Wissenschaftler an der Richtigkeit Deiner Schlussfolgerungen zweifeln, ikann Dir aber weiter egel sein, wenn Dich die deutlich geäußerten Zweifel nicht stören.
Nein, die Zweifel stören mich nicht, auch nicht, wenn sie deutlich geäußert sind:D
Mittlerweile amüsieren sie mich eher.
 
Wie denn? Ohne gute wissenschaftliche Belege gibt es keinen Anlass, esoterische Behauptungen irgendwie ins wissenschaftliche Weltbild zu integrieren.

Macht das was- im Sinne von ist das schlimm?
Mir ist ein wissenschaftliches Weltbild egal. Was habe ich denn davon? Die Brötchen kosten dann noch genauso viel und Wissenschaftler glücklich machen stand heute gar nicht auf meinem "To do Liste".
 
Das lässt sich problemlos umdrehen:
Wenn z.B. die Anwendung einer "schulmedizinische Heilmethode" bewirkt, dass man sich mit der wirksamen Therapie zuviel Zeit lässt.

Auch die evidenzbasierte Medizin bringt dem Individuum keine Garantie und kann sich mitunter sehr schädlich auswirken.

Meine eine Nachbarin wurde wegen eines Ekzems von ihrem Hautarzt schulmedizinisch behandelt - es stellte sich fast zu spät heraus, es war ein Krebsgeschwür.

Das war durchaus problematisch, die Frau hätte sterben können, wenn der Arzt noch weiter auf seine Behandlungsmethode bestanden und sie ihm weiter geglaubt und seinen Empfehlungen gefolgt wäre.

...ad absurdum. ;)

Es ist nicht die "schulmedizinische Heilmethode", die hier Zeit gekostet hätte, sondern ein Fehler (Fehldiagnose) des Arztes.
 
Macht das was- im Sinne von ist das schlimm?
Mir ist ein wissenschaftliches Weltbild egal. Was habe ich denn davon? Die Brötchen kosten dann noch genauso viel und Wissenschaftler glücklich machen stand heute gar nicht auf meinem "To do Liste".

Es erklärt, warum herzlich wenig Wissenschaftler unbelegte esoterische Behauptungen ins wissenschaftliche Weltbild aufnehmen.
 
Einige sicher - vor allem z.B. Astrologen und Astrologie-Fans, die diese Kunst als "Wissenschaft" darstellen wollen.



Die Frage ist dann - sofern man es zur Wissenschaft erheben will: Wieviel hat diese Wahrnehmung mit der Realität zu tun? Sind da wirklich Korrelationen zwischen astrologischen Merkmalen und Charakter, oder kommt die "gefühlte Stimmigkeit" durch andere Dinge zustande?

Wenn ich ein Stimmigkeits- und Evidenzgefühl habe, brauche ich doch gar nicht Ursachenforschung, ob diese guten Gefühle "durch andere Dinge zustande" kommen könnten. Es ist der persönliche Realitätscheck, der hier entscheidet. Jeder konstruiert sich ohnehin seine eigene Wirklichkeit, die er als stimmig wahrnimmt.
 
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Ohne Belege, Beweise oder Indizien stellt sich doch die Frage: "Warum sollte ich gerade DIES (und nicht vielleicht das exakte Gegenteil) glauben?" Fehlt eine entsprechende Indizienlage, existiert nach meinem Befinden kein Kriterium zur Beantwortung dieser Frage. Eine Aussage/Behauptung/Annahme kann dann eben wahr sein oder auch nicht - oder das genaue Gegenteil ist wahr.

Naja, was heißt Indizienlage? Wenn Leute Engel sehen, ist das für die natürlcih ein starker Indiz für die Existenz von Engeln. Ob das mit der Realität zu tun hat, steht auf einem anderen Blatt.
 
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