Wahrnehmung und Stimmigkeit

Man könnte Wissenschaft und Esoterik vereinen, wenn man will, nur daran scheitert das Ganze. Am Interesse Esoterik in die Wissenschaft miteinzubeziehen.

Wie denn? Ohne gute wissenschaftliche Belege gibt es keinen Anlass, esoterische Behauptungen irgendwie ins wissenschaftliche Weltbild zu integrieren.
 
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Man könnte Wissenschaft und Esoterik vereinen, wenn man will, nur daran scheitert das Ganze. Am Interesse Esoterik in die Wissenschaft miteinzubeziehen.

Ah, das Interesse ist insofern da, dass sobald die Wissenschaft positive Belege findet, dies "geklaut" und sich einverleibt wird. Und dies darf dann nicht mehr in der Esoterik verwendet werden, weil es ja plötzlich Wissenschaft ist. :lachen:

Sehr gut zu sehen im Bereich Psychologie, was versuchen sich Psychologen nicht alles sich abzugrenzen, weil sie sooo lange studieren mussten, was natürlich unglaublich viel über die Qualität des einzelnen Therapeuten oder Psychologen aussagt. Das verzweifelte Bemühen, für sich Seriosität zu verschaffen. *ironie*

Zeitgleich findet man hier wiederum Psychotherapeuten, die sich an esoterischen Methoden interessiert zeigen und sie sogar in ihre Praxis mit einbeziehen. Und mit esoterischen Methoden meine ich den Bereich der Meditation, Hypnose (auch Rückführungen werden von normalen Psychotherapeuten und Psychologen angeboten übrigens), einige Therapieformen finden sich in Teilen in uralten esoterischen Schriften wieder (also nix Neues, nur neue Begrifflichkeiten), das recht neue NLP, es wird mit alltäglichen Ritualen gearbeitet mit den Patienten und so weiter und so fort.

Es ist also nicht so, dass diese Überschneidungen nicht existieren. Und ich finde es gut, wenn da ein Psychologe ist, der sich mit esoterischen Methoden versucht, denn der steht auf zwei Beinen und nicht nur auf einem Bein - fachlich betrachtet. So kenne ich "normal" ausgebildete Psychologen, die in ihrer Praxis auch Schamanismus einfließen lassen, Hypnosekurse geben oder auch Traumreisen oder Reikisitzungen anbieten usw. Und das ist ganz legal und in Ordnung, lediglich aus Abrechnungsgründen muss man evetuell Sitzungen selbst zahlen, weil es sich dann nicht um Kassenleistungen handelt. :)

Die Bemühungen, einer Sache einen wissenschaftlichen Anstrich zu geben, kann ich gut nachvollziehen. Wir leben derzeit in einer Gesellschaft, die sehr stark von dem materialistischen Weltbild geprägt ist. Viele Menschen glauben der Wissenschaft auch heute noch blind, sie ist teilweise der Ersatz für Religion geworden. So sehe ich das.

LG
Any
 
Es geht darum, wie die Wahrnehmungen auf Stimmigkeit überprüft werden können, und aus welchen Anlässen, die Behaupter von ihren bisherigen ausufernden Schlussfolgerungen vielleicht absehen sollten. Das geht eben über Belege.
Mich bringt es schon ein wenig zum lächeln, daß ein Mensch (Individuum), der ja individuell & in seiner Erscheinungsform einzigartig ist, & dem nach auch individuelle Erfahrungen macht, & individuell wahrnimmt, sich einem wissenschaftlichen Test unterziehen soll, damit er wissenschaftlich ernst genommen werden kann.

Wer will schon wissenschaftlich ernst genommen werden?
Ich nicht.
Mir ist es wichtig, daß ich mich ernst nehme.
Denn schließlich lebe ich MEIN Leben, & nicht das der Anderen, oder das der Wissenschaft.

Oftmals treffe ich auf Menschen, die ähnlich denken, handeln, fühlen & wahrnehmen wie ich, & DAS bereichert dann mein Leben.:)
 
Mich bringt es schon ein wenig zum lächeln, daß ein Mensch (Individuum), der ja individuell & in seiner Erscheinungsform einzigartig ist, & dem nach auch individuelle Erfahrungen macht, & individuell wahrnimmt, sich einem wissenschaftlichen Test unterziehen soll, damit er wissenschaftlich ernst genommen werden kann.

Wer will schon wissenschaftlich ernst genommen werden?
Ich nicht.
Mir ist es wichtig, daß ich mich ernst nehme.
Denn schließlich lebe ich MEIN Leben, & nicht das der Anderen, oder das der Wissenschaft.

Oftmals treffe ich auf Menschen, die ähnlich denken, handeln, fühlen & wahrnehmen wie ich, & DAS bereichert dann mein Leben.:)

Das schreibst Du immer wieder.

Und ich antworte darauf auch immer das gleiche: Schön, wenn Dir egal ist, ob Deine behauptungen von Wissenschaftlern ernst genommen werden, dürfen diese ruhig auch ihre Zweifel deutlich äußern, oder?

Und Du wirst das jetzt wieder bejahen.
 
Das schreibst Du immer wieder.

Und ich antworte darauf auch immer das gleiche: Schön, wenn Dir egal ist, ob Deine behauptungen von Wissenschaftlern ernst genommen werden, dürfen diese ruhig auch ihre Zweifel deutlich äußern, oder?

Und Du wirst das jetzt wieder bejahen.

Genau - ich werde das jetzt wieder bejahen.:)

Aber was sagst Du dazu?
Sind wir nicht individuell, & nehmen daher auch individuell wahr?
 
Genau - ich werde das jetzt wieder bejahen.:)

Aber was sagst Du dazu?
Sind wir nicht individuell, & nehmen daher auch individuell wahr?

Natürlich.

Die Sache sind allerdings die Schlussfolgerungen, die aus diesen Wahrnehmungen gezogen werden. Die Realität ist nicht individuel, sondern wir leben alle in der selben Welt. D.h. Schlussfolgerungen aus Wahrnehmungen können auch falsch sein. Ob Wissenschaftler an der Richtigkeit Deiner Schlussfolgerungen zweifeln, ikann Dir aber weiter egel sein, wenn Dich die deutlich geäußerten Zweifel nicht stören.
 
Natürlich.

Die Sache sind allerdings die Schlussfolgerungen, die aus diesen Wahrnehmungen gezogen werden. Die Realität ist nicht individuel, sondern wir leben alle in der selben Welt. D.h. Schlussfolgerungen aus Wahrnehmungen können auch falsch sein. Ob Wissenschaftler an der Richtigkeit Deiner Schlussfolgerungen zweifeln, ikann Dir aber weiter egel sein, wenn Dich die deutlich geäußerten Zweifel nicht stören.

Das ist so nicht ganz korrekt.

Auf die materielle Welt bezogen auch nicht. Wenn ich 20kg heben soll, wird es mir schwerer fallen, als z.B. einem Bodybuilder, der täglich trainiert.

Nur naturwissenschaftlich bleiben die 20 kg eben 20 kg an Gewicht. Als normierte Maßeinheit. Damit Menschen nicht jeweils von anderen Gewichten sprechen, wenn der eine meint, er hat was sehr Schweres zu tragen und der andere wundert sich, weil es für ihn ganz leicht ist.

Trotzdem kann ich sagen, das fühlt sich für mich wie 30kg an und der Bodybuilder wird sagen, das fühlt sich eher wie 10kg an.

Alle Aussagen sind korrekt.

Wir haben also das Weltbild der Frau, die nicht trainiert und für die 20kg ein ganz ordentliches Gewicht darstellen. Faktisch übrigens. Nachgemessen bleiben aber die 20kg 20 kg. Wenn ich jetzt also anhand von Messdaten ganz überaus naturwissenschaftlich an die Sache herangehe und die Behauptung prüfen will, ob 20kg schwer sind, dazu 20 Bodybuilder als Probanden hinzunimmst, wirst Du am Ende die Ergebnisse so interpretieren können, dass die Behauptung der Frau falsch ist.

So ist das halt mit der Wahrnehmung, sie lässt sich nicht normieren, dafür aber selbst im wissenschaftlichen Kontext vollkommen verfälschen. Mit garantiert 100% lupenreiner wissenschaftlicher Methodik.

Und deshalb sind Naturwissenschaft und wissenschaftliche Methodik nur ein Teil und entsprechend nur begrenzt geeignet, die Welt zu beschreiben.

LG
Any
 
Und mnochmal: Die Behaupter sind in der Beleglast, wenn sie wollen, dass ihre Bejhauptungen wissenschaftlich ernst genommen werden.

Aber will das überhaupt jemand? :confused:

Nur mal als Beispiel: Wenn ich in meinen Löhlein reingucke, dann finde ich es stimmig, was ich dort wahrnehme. Wahrnehmung und Stimmigkeit sind also optimal gegeben. Dann brauche ich nicht noch jemanden, der seinen Kommentar dazu abgibt und nickt.

Ich habe dann auch keine Beleglast. Es sei denn, du meinst mit *Beleglast*, daß man sich zur gemütlichen Löhlein-Lektüre ein paar Stullen schmiert, die natürlich ordentlich belegt sein müssen. :)
 
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Ich möchte Dir einmal eine Frage stellen. Hältst Du es für rational, also für vernünftig, ohne gute Gründe, Evidenzen oder Indizien an etwas zu glauben, etwas für wahr zu halten (gleichgültig, ob es nun Supernaturalistisches oder Naturalistisches ist)?

Jain.

Ja, weil wir nicht anders können. Wir sind Menschen, und kein Mensch denkt rein rational.

Problematisch wird es, wenn daraus Handlungen entspringen, die mitunter schädlich sind. Wenn z.B. die Anwendung einer "alternative Heilmethode" bewirkt, dass man sich mit der wirksamen Therapie zuviel Zeit lässt. Oder eben, wenn man Menschen anhand ihres Horoskops beurteilt, obwohl keine Evidenz dafür spricht, dass diese Analyse irgendetwas mit der Realität zu tun hat.

Ein krasses Beispiel wäre z.B.: "Gott will, dass Ungläubige getötet werden." Diese Behauptung kann man mit den gleichen Argumenten "wahr" halten, mit denen so einige esoterische Behauptungen verteidigt werden. Der Unterschied ist natürlich, dass esoterische Behauptungen in ihren Auswirkungen meist harmlos sind.
 
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