Wahrnehmung und Stimmigkeit

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Wie merken denn die Quanten, dass du sie gerade beobachtest?
Merkst du denn, wenn sie dich beobachten?
Anders könnten sie ja nicht wissen, ob überhaupt ein Beobachter da ist.

Ich glaube, dass zwischen allem, was präsent ist, eine Verbindung aufgebaut wird. Dabei ist es nicht relevant, ob das eine Pflanze, ein Tier oder ein Mensch ist.
 
Und das ist hier das ultimative Must-Have-Video zur Quantenphysik.

Hier wird anschaulich erklärt, wie die Quanten ihre *Natur* komplett ändern, indem sie beobachtet werden. Auch die Viele-Welten-Theorie wird erläutert.

Hochgradig empfehlenswert. :thumbup:

 
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Sagst du so. Ich glaube eher, daß die Quanten ziemlich sauer sind, weil so viele sinnlose Experimente mit ihnen gemacht werden (aus ihrer Sicht sinnlos). Ständig müssen sie sich durch irgendwelche Spalten zwängen, manchmal auch durch Doppel-Spalten und verlieren dabei Energie.

Ist das letztlich nicht Quantenquälerei? :confused:

Lange Wanderungen in schlechten Schuhen sind Quantenquälerei :D

Unter Physik-Studenten wird manchmal die Quantenmechanik-Vorlesung auch Orthopädie genannt...
 
Weltbilder können auch falsch sein.

Falsch weil nicht beweisbar?
Oder falsch, weil es sie nicht gibt(dann sind sie aber nicht falsch, sondern inexistent)?


Wir Menschen neigen dazu Fakten hervorzuheben, die unsere (Vor-)Urteile stützen, und Fakten zu ignorieren, die sie kippen können (Bestätigungs-Bias - selektive Wahrnehmung). Das ist einer der Fake-Effekte, wegen derer ich immer so auf gute wissenschaftlicher Methodik poche.

Auf etwas zu pochen - und sei es nur unbedingt ein wissenschaftlicher beweis - bedeutet doch auch nichts anderes, als fakten hervorzuheben, die ein urteil stützen. Ehrlich gesagt poche ich auf gar nichts, halte aber vieles für möglich.

Klar, jemand, der an Astrologie glaubt, wird da seine Aufmerksamkeit entsprechend wichten und seine Wahrnehmungen dahingehend bewerten. Er wird dann lauter Übereinstimmungen finden, bzw. die Fakten so hinbiegen und interpretieren. Das macht die behauptete Korrelation - und es werden indirekt und direkt Korrelationen behauptet - aber nicht wahrer. Wenn sie da wäre - wie wahrgenommen - wäre es gut feststellbar.

Wie schon weiter oben geschrieben, sehe ich sternzeichen/Astrologie vor allem in interaktion mit anderen. Das setzt 1. voraus, dass ich mich für die thematik interessiere und 2. mich mit meinem eigenen sternzeichen/Aszendenten auskenne. Wenn ich dann auf andere treffe und interagiere, kann ich subjektiv ev. aussagen zu den erscheinungsformen der sternzeichen machen, die ich in dieser interaktion feststelle. Nicht mehr und nicht weniger.

Hier hast Du schon implizit die Behauptung drin, dass Widder und Steinböcke vermehrt Alpha-Tiere sind. Ist das so?

Ich schrieb, dass ich nicht mit jedem Alpha tier könne - und hier geht es eben noch nicht um sternzeichen. Erst durch nachforschen, stiess ich auf die konstellation widder/steinböcke in führungspositionen. Das ist meine erfahrung und ich erhebe keinen anspruch auf allgemeingültigkeit.

Wenn ja, wäre auch für diese Korrelation kein Problem, sie wissenschaftlich sauber zu belegen.

Ich brauche nichts zu belegen, weil ich gar nichts behaupte.
 
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Wenn ich einen Raum beleuchtet sehe, schaue ich, wo die Quelle des Lichts ist...die QUELLE.
Ist es eine Glühbirne, die den Raum beleuchtet?
Oder die Sonne, oder eine Kerze?
Glühbirne, Sonne und Kerze sind dabei selber interpretierte Erscheinungen.
Wenn ein Universum mit einem Higgs-Feld auftaucht, wo ist da die Quelle des Lichts?
Wenn also das Higgs-Feld sowas wie ein Holodeck ist, dann ist natürlicher Weise das Bewusstsein darin das Element, das die Programmierung, also die Manipulation, durch Beobachtung und ständige Erwartung auslöst.

Es ist deswegen kein Wunder, warum Quanten über große Entfernungen hinweg aufeinander reagieren bzw. auf den Beobachter, denn Raum und Zeit sind im Wesen auch nicht das, als was sie im Bewusstseinsfeld, das als Gehirn wahrgenommen wird, erscheinen. Stimmigkeit in den Wahrnehmungen muss daher nicht unbedingt mit Wahrheit gleich gesetzt werden, da selbst diese Stimmigkeit eine Interpretation des Bewusstseinsfelds namens Gehirn ist.
Eine wahrgenommene und interpretierte Realität muss nicht unbedingt eine allgemeingültige Wahrheit des Seins bedeuten. Erst recht nicht, wenn sie von enem Ich wahrgenommen wird, das kaum sich selbst und das Beboachtete versteht und sich daher ständig neue Theorien beiseite legt, um überhaupt zu begreifen, was es ist und worin es sich befindet.
Und was ist, wenn all diese Wahrnehmungen nur Illusionen sind, die beim Verlassen des Holodecks ausgeblendet werden, so wie auch das, was man für sich selbst hielt?
 
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Hallo Joey,

Die Sache mit den Zusatzannahmen entspring Ockhams Rasiermesser
Grundsätzlich stimme ich dir zu, was die Sparsamkeit von Variablen und Vorannahmen anbelangt. Eine Religion, die genau bestimmt, wieviele Engel es gibt und welche Namen sie tragen, ist für mich a priori nicht besonders plausibel, da sie zu viele Details aufweist und man sich auch andere Versionen mit einem ähnlichen Detailsreichtum ausdenken könnte. Es sind für mich zuviele Variablen definiert, die in anderen (idealistischen) Weltmodellen nicht definiert sein müssen. Wenn beispielsweise die Variable über die Anzahl Engel nicht definiert ist, umfasst sie viele Möglichkeiten von Ausprägungen (z. B. "keine, wenige, viele oder extrem viele Engel"). Dass eine Ausprägung davon zutrifft, ist (nach unserer Logik) gewiss. Es besteht hingegen eine geringere Wahrscheinlichkeit, dass eine ganz bestimmte Ausprägung der Engelsvariable (z. B. fünf Engel oder null Engel) zutrifft, da diese bestimmte Ausprägung ja nur eine Teilmenge der gesamten Möglichkeiten der Ausprägungen der Engelsvariable ist. Es fragt sich an dieser Stelle noch, ob man ein "Nichts" oder ein "Alles", das alles Erdenkbare umfasst, wahrscheinlicher findet. Je nachdem kann man die Wahrscheinlichkeit der Ausprägung "keine Engel" relativ zur Wahrscheinlichkeit der Ausprägung "extrem viele Engel" anders einschätzen.

Dies macht aber keine Aussage darüber, ob eine physikalische Theorie mit 26 Dimensionen oder eine mit 293'129 Dimensionen wahrscheinlicher ist, wenn beide einen Sachverhalt genau gleich gut erklären. Eigentlich hat die Theorie mit 293'129 Dimensionen gar nicht mehr Zusatzannahmen als die Theorie mit 26 Dimensionen (wenn man es genau formulieren will), sondern die Annahme über die Anzahl Dimensionen hat lediglich eine andere Ausprägung (293'129 statt 26). Das Ockhams Rasiermesser ist auf diesen Fall gar nicht anwendbar. Die Wahrscheinlichkeit der Korrektheit der Theorie mit 293'129 Dimensionen ist auch keine Teilwahrscheinlichkeit der Korrektheit der Theorie mit 26 Dimensionen.

Man könnte sagen, dass eine Theorie mit mehr Variablen bedeutet, dass es für die Ausprägungen oder postulierten Zusammenhänge dieser Variablen mehr Kombinationsmöglichkeiten gibt und dass eine bestimmte Kombination von Ausprägungen oder Zusammenhängen verschiedener Variablen unwahrscheinlicher ist, je mehr Kombinationen es gibt. Könnte sein. Manchmal bedeutet ein Weglassen einer Variable aber nicht, dass sie undefiniert wäre. Das Weglassen steht stattdessen manchmal dafür, dass der Variable eine Rolle zugewiesen wurde, die für die Theorie unbedeutend ist. Man kann der Relativitätstheorie beispielsweise ohne weiteres hinzufügen: "plus null mal die Stimmung der Person, die mit der Relativitätstheorie gerade etwas ausrechnet". Die Rolle der Stimmung ist in der Relativitätstheorie also nicht undefiniert, sondern ganz klar auf null gesetzt. Deshalb hat die Relativitätstheorie doch eigentlich genauso viele Variablen wie eine "modifizierte" Version einer Relativitätstheorie, in der zusätzlich beispielsweise steht: "plus drei mal die Stimmung der Person, welche die Formel gerade anwendet".
Siehst du das anders?

Ich bin nicht der Meinung, dass ein Weltbild mit der Annahme, Materie verursache Geist, grundsätzlich eine andere Anzahl von Zusatzannahmen träfe als ein Weltbild mit der Annahme, Geist verursache Materie. Ein Weltbild unter der Annahme, es gäbe einen Zufall, beruht ebenfalls nicht zwangsläufig auf einer anderen Anzahl von Zusatzannahmen als ein Weltbild mit der Annahme, es gäbe keinen Zufall.

Damit der Materialismus funktioniert, müsste geklärt werden, warum das Gehirn in einem Bewusstsein resultiert anstatt in einer bewusstlosen Rechenmaschine. Um dies plausibel zu erklären, müsste man jede Menge an weiteren Zusatzannahmen treffen... auch in anderen Weltbildern braucht es solche weiteren Zusatzannahmen. Wenn man davon ausgeht, wir leben einen gemeinsam geträumten Traum, dann müsste man eine Zusatzannahme über den Mechanismus treffen, durch den die Synchronisation des Bewusstseins der verschiedenen Subjekte zustande kommt... und beim Dualismus muss man weitere Zusatzannahmen darüber treffen, welcher Mechanismus die Synchronisation zwischen Geist und Materie bewerkstelligt. Keiner dieser Denkansätze zeichnet sich durch eine besonders niedrige Anzahl von Zusatzannahmen aus. Somit finde ich alle ähnlich plausibel. (Und all diese Weltbilder widersprechen sich selbst, da sie den Beginn der Kausalkette nicht erklären können. Daher finde ich keines davon wirklich plausibel).

Die Sache mit der Plausibilität einer Weltsicht wird noch etwas komplizierter, wenn auch noch das eigene Erleben berücksichtigt wird. Nehmen wir das Beispiel der Engel. A priori ist die Wahrscheinlichkeit sehr gering, dass es eine bestimmte Anzahl von Engel gibt und diese auch noch ganz bestimmte Namen trägen.

Nun erlebt jemand eine Vision, die ihm gefühlsmässig so wie ein Erleuchtungserlebnis vorkommt. Während dieser Vision erfährt er, dass es fünf Engel gibt und wie ihre Namen lauten.

Unter mancher materialistischen Weltsicht ist dadurch die a posteriori Wahrscheinlichkeit, dass es tatsächlich fünf Engel mit diesen Namen gibt, nicht höher als die a priori Wahrscheinlichkeit, dass es fünf Engel mit diesen Namen gibt. Die Existenz von Engeln ist schon durch die Grundannahmen des Weltmodells ausgeschlossen, sodass ein solches Erweckungserlebnis lediglich auf andere Weise erklärt werden kann, wie beispielsweise durch Schlafmangel.

Wenn man neben der materialistischen Weltsicht allerdings auch andere Weltsichten, inbesondere auch idealistische Ansätze, mitberücksichtigt, erhöht ein solches Erleuchtungserlebnis die a posteriori Wahrscheinlichkeit, dass es tatsächlich fünf Engel gibt und sie auch so heissen, wie in der Vision mitbekommen. Alternative Erklärungen über das Zustandekommen der Vision sind aber auch hier immer noch sehr gut möglich.
Hast du hier etwas einzuwenden?
 
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In dem verlinkten Video war die Rede davon, daß ein Informationsaustausch zwischen verschränkten Quanten mit *Überlichtgeschwindigkeit* passieren müßte, andernfalls wäre die "spukhafte Fernwirkung", von der Einstein sprach, nicht möglich.

Das muß nicht so sein. Angenommen, das Higgs-Feld wäre allgegenwärtig (manche Astrophysiker spekulieren, es sei bereits vor dem Urknall vorhanden gewesen), dann würden alle Teilchen des Universums an ihm teilhaben und wären dementsprechend immer schon zeitgleich *informiert*. Der Informationsprozeß müßte gar keine Zeit beanspruchen, er wäre immer schon gegeben qua Partizipation am Higgs-Feld.

In der Tat ist dieses Higgs-Feld so ziemlich die mysteriöseste Konstruktion, die sich Physiker haben einfallen lassen: auf der einen Seite muß es postuliert werden, sonst bräche die gesamte bislang bekannte Elementarteilchen-Physik zusammen. Das Higgs-Feld *informiert* diesem Modell zufolge die einzelnen Teilchen erst, es weist ihnen erst ihre Masse zu. Quantenverschränkung könnte man in diesem Modell interpretieren als ein Triggerverhältnis: Quant a ändert seinen Zustand zeitgleich mit Quant b, weil beide am Higgs-Feld partipzipieren, das, da allgegenwärtig, keine Zeit zur Informationsübermittlung kennt.

Zum Vergleich mit dem Holodeck: In einer religiösen Perspektive könnte man durchaus sagen, das alles, was ist, also unser Universum so eine Art Holodeck Gottes wäre. Der italienische Physiker Ugo Amaldi, der am Europäischen Laboratorium für Teilchenphysik (Cern) arbeitet, drückt es so aus:

Wenn Gott einen Schalter für das Higgs-Feld hätte und er würde diesen eines Abends vor dem Zu-Bett-Gehen umlegen, dann wäre im selben Moment alles und jedes im Universum verschwunden. Weil alle Partikel, aus denen wir selbst gemacht sind, aus denen Sterne und Planeten bestehen, augenblicklich masselos wären und mit Lichtgeschwindigkeit auseinanderfliegen würden.
 
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Dann hätten Deine Wahrnehmungen herzlich wenig Macht über das leben anderer Menschen.

Und? Wo zwischen ganz und gar nicht und absolut liegt denn nun Dein Mitspracherecht bei der bewerberauswahl?

Alles: zwischen 0 und 100%. :D

Und Macht ist ein Konstrukt, welches darauf beruht, anerkannt zu werden. so oder so ähnlich formulierte es Goethe seinerzeit. Und er hat imho damit auch vollkommen Recht.

Und genau darum wird sich Spiritualität der Wissenschaft auch immer entziehen. Wissenschaft hat hier keine Macht. Und das ist sehr gut und richtig so finde ich. :)

LG
Any
 
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