Wahrnehmung und Stimmigkeit

Da wir ein frei-wirtschaftliches System haben, ist es sowieso die Entscheidung der einzelnen Chefs bzw. der Leitung, nach welchen Kriterien die Bewerber ausgewählt werden. Irgendwer fällt da immer hinten runter (es sei denn, es gibt nur einen Bewerber, aber selbst dann kann man sich immer noch gegen ihn entscheiden).
Die Noten alleine machen noch keinen guten Mitarbeiter, es spielt auch - zu sehr großen Teilen - die Persönlichkeit eine Rolle, z.B. ob und wie sich ein Mitarbeiter für die Firma einsetzt, wie ein Mensch mit den anderen Kollegen zurechtkommt, wie teamfähig er ist, inwieweit er sich selbst motivieren kann (solange er nicht von Vorgesetzten ausgebremst wird ;) ) oder ob man ihm ständig in den A**** treten muss, damit er überhaupt mal etwas tut, ... ... ... usw. usf.
Zeugnisse sagen über diese Verhaltensweisen ziemlich wenig aus - und deswegen kann ich jeden Chef verstehen, der noch weitere Auswahlkriterien verwendet.

Nach Jahrhunderten Arbeitskampf und Gleichberechtigung damit Frauen, Ältere, Kranke und Behinderte die gleichen Chancen bei der Bewerbung haben wie alle anderen, führt der Eso Körpergeruch und Horoskop als weiteres Kriterium ein. Na,...Halleluja.
 
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Da wir ein frei-wirtschaftliches System haben, ist es sowieso die Entscheidung der einzelnen Chefs bzw. der Leitung, nach welchen Kriterien die Bewerber ausgewählt werden. Irgendwer fällt da immer hinten runter (es sei denn, es gibt nur einen Bewerber, aber selbst dann kann man sich immer noch gegen ihn entscheiden).
Die Noten alleine machen noch keinen guten Mitarbeiter, es spielt auch - zu sehr großen Teilen - die Persönlichkeit eine Rolle, z.B. ob und wie sich ein Mitarbeiter für die Firma einsetzt, wie ein Mensch mit den anderen Kollegen zurechtkommt, wie teamfähig er ist, inwieweit er sich selbst motivieren kann (solange er nicht von Vorgesetzten ausgebremst wird ;) ) oder ob man ihm ständig in den A**** treten muss, damit er überhaupt mal etwas tut, ... ... ... usw. usf.
Zeugnisse sagen über diese Verhaltensweisen ziemlich wenig aus - und deswegen kann ich jeden Chef verstehen, der noch weitere Auswahlkriterien verwendet.

Natürlich. Nur sollten diese Auswahlkriterien auch was taugen.

Ist ein Mensch, dessen Horoskop nahelegt, teamfähig zu sein, auch wirklich teamfähig? Und ist diese Prognose überzufällig oft stimmig? Oder ist die prognose nicht zuverlässiger, als wenn ich z.B. würfle und bei einer 3 sage: "Ok, der Mensch ist teamfähig"?
 
Falsch weil nicht beweisbar?
Oder falsch, weil es sie nicht gibt(dann sind sie aber nicht falsch, sondern inexistent)?

Behauptungen und Aussagen können falsch sein.

Auf etwas zu pochen - und sei es nur unbedingt ein wissenschaftlicher beweis - bedeutet doch auch nichts anderes, als fakten hervorzuheben, die ein urteil stützen. Ehrlich gesagt poche ich auf gar nichts, halte aber vieles für möglich.

Ich bin ein Mensch. Ich habe auch einen Bestätigungsbias. Zu behaupten, man sähe die Welt objektiv, oder ähnliches, deutet nur auf eklatante Selbstüberschätzung hin. Da mache ich mir keine Illusionen, dass ich glaube, da irgendwie weiter zu sein, als alle anderen Menschen.

Diese Einflüsse kann man allerdings durch gute wissenschaftliche Methodik reduzieren.

Beispiel: Durch selbsterfüllende (Vor-)Urteile, und Beispielsuche etc. kann man natürlich den eigenen Fokus so legen, dass Astrologie stimmig erscheint. Aber erst eine gut geführte Studie, wo man eben schaut, ob sich wirklich die behaupteten Korrelationen finden lassen, überprüft die Hypothese.

Wie schon weiter oben geschrieben, sehe ich sternzeichen/Astrologie vor allem in interaktion mit anderen. Das setzt 1. voraus, dass ich mich für die thematik interessiere und 2. mich mit meinem eigenen sternzeichen/Aszendenten auskenne. Wenn ich dann auf andere treffe und interagiere, kann ich subjektiv ev. aussagen zu den erscheinungsformen der sternzeichen machen, die ich in dieser interaktion feststelle. Nicht mehr und nicht weniger.

Und das Wissen, was welcher astrologischen Konstellation zugeschrieben wird, prägt Dein Bild des gegenüber und es entstehen weitere Vorurteile.

Ich schrieb, dass ich nicht mit jedem Alpha tier könne - und hier geht es eben noch nicht um sternzeichen. Erst durch nachforschen, stiess ich auf die konstellation widder/steinböcke in führungspositionen. Das ist meine erfahrung und ich erhebe keinen anspruch auf allgemeingültigkeit.

Ich brauche nichts zu belegen, weil ich gar nichts behaupte.

Ok, verstehe.
 
(...) Das Weglassen steht stattdessen manchmal dafür, dass der Variable eine Rolle zugewiesen wurde, die für die Theorie unbedeutend ist. Man kann der Relativitätstheorie beispielsweise ohne weiteres hinzufügen: "plus null mal die Stimmung der Person, die mit der Relativitätstheorie gerade etwas ausrechnet". Die Rolle der Stimmung ist in der Relativitätstheorie also nicht undefiniert, sondern ganz klar auf null gesetzt. Deshalb hat die Relativitätstheorie doch eigentlich genauso viele Variablen wie eine "modifizierte" Version einer Relativitätstheorie, in der zusätzlich beispielsweise steht: "plus drei mal die Stimmung der Person, welche die Formel gerade anwendet".
Siehst du das anders?

Naja, durch den Faktor 0 verschwindet halt der Einfluss dieser Variable aus der Theorie. Mit dem Faktor 3 wäre der Einfluss der Stimmung des Formelbetrachters drin... allerdings wäre dieser Einfluss dann auch wieder wissenschaftlich überprüfbar. D.h. diese beiden Theorien beschreiben einen Umstand nicht gleich gut.

Ich bin nicht der Meinung, dass ein Weltbild mit der Annahme, Materie verursache Geist, grundsätzlich eine andere Anzahl von Zusatzannahmen träfe als ein Weltbild mit der Annahme, Geist verursache Materie. Ein Weltbild unter der Annahme, es gäbe einen Zufall, beruht ebenfalls nicht zwangsläufig auf einer anderen Anzahl von Zusatzannahmen als ein Weltbild mit der Annahme, es gäbe keinen Zufall.

Richtig.

Damit der Materialismus funktioniert, müsste geklärt werden, warum das Gehirn in einem Bewusstsein resultiert anstatt in einer bewusstlosen Rechenmaschine. Um dies plausibel zu erklären, müsste man jede Menge an weiteren Zusatzannahmen treffen...

Müsste man? Erst einmal müsste man wissen, was Bewusstsein überhaupt genau ist, und ob eine enorm komplexe Rechenmaschiene das hinkriegen kann oder nicht. In der Philosophie gibt es ja das Qualia-Problem, sowie das gedankenexperiment des chinesischen Zimmers, die sich mit dieser Fragestellung ein wenig auseinandersetzen. Ich - als Materialist/Naturalist - habe darauf keine guten Antworten parat. Aber andere Weltmodelle meiner Ansicht nach auch nicht. Da wird das Problem dann verlagert anstelle von beantwortet.

(...) Wenn man neben der materialistischen Weltsicht allerdings auch andere Weltsichten, inbesondere auch idealistische Ansätze, mitberücksichtigt, erhöht ein solches Erleuchtungserlebnis die a posteriori Wahrscheinlichkeit, dass es tatsächlich fünf Engel gibt und sie auch so heissen, wie in der Vision mitbekommen. Alternative Erklärungen über das Zustandekommen der Vision sind aber auch hier immer noch sehr gut möglich.
Hast du hier etwas einzuwenden?

Zumindest beim ersten Durchlesen sieht es für mich folgerichtig aus. Ja.

Die Frage ist aber, wieso man viele andere Weltmodelle mit betrachten soll. Welchen Sinn hat es?
 
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da den unterschiedlichsten Chefs unterschiedliche Gerüche und Horoskope liegen, sehe ich darin weniger Problem als wenn alle Chefs alle Mitglieder einer bestimmten Gruppierung diskriminieren.

Wie wäre wohl ein Arbeitsverhältnis, wenn ein Chef seine Mitarbeiter nicht riechen kann? Ich prognostiziere: es wird kein gutes sein - und die Leistung demensprechend schlecht.
Da aber jeder Chef eine andere Nase mit anderen Vorlieben hat, wird auch ein Mensch, dessen Geruch dem einen nicht gefällt, einen anderen Chef finden können, der mit ihm besser umgehen kann.
 
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