Anevay
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Ja, und so wenig Antworten. Eigentlich nur diese eine hier:
Wäre es denn nicht nützlich, wenn man Gegenstände nur mit der Kraft des Geistes bewegen könnte, oder fühlen, ob ein Anderer einem freundlich gesonnen ist oder nicht?
Nö. Wir müssen unsere physischen Körper fit halten, ohne Bewegung ginge das nicht. Um zu überleben müssen wir aber keine schweren Lasten heben. Daher wäre diese Fähigkeit, wenn, eine Mutation. Ein Ausprobieren, etwas Neues.
Auch wenn der Mechanismus im Detail noch nicht verstanden ist, ist das doch nur ein weiteres Beispiel für einen ganz klassischen Sinn. Zum Einen verfügt jeder dieser Vögel darüber, nicht nur die, die aufgeschlossen, erleuchtet oder spirituell begabt sind, zum Anderen läuft alles im Rahmen der bekannten Naturgesetze ab. Ich rechne jedenfalls nicht damit, dass man in 20 Jahren zu der Erkenntniss gekommen sein wird, dass da übersinnliche Kräfte im Spiel sind.
Auch wir Menschen verfügen über diese Moleküle. "Übersinnlich" bezeichnet zudem ein Sammelbecken für Wahrnehmungen, für die noch keine organischen Sinne gefunden wurden. Die Wissenschatfler streiten sich auch nach wie vor darüber, ob Menschen Pheromone wahrnehmen können oder nicht. Da braucht es auch einen Beleg, ein Finden des konkreten Organs, weil das eben die Vorstellung der Wissenschaft ist: man braucht eben ein spezielles Wahrnehmungsorgan, sonst sei eine Wahrnehmung unmöglich. Solange das nicht gefunden wurde, "gibt es das nicht" und die Logik der Wissenschaft ist dann, dass eine Wahrnehmung dann über-sinnlich sein muss und da es Übersinnliches nicht gibt in deren Welt... schließt sich der Kreis.
Da frage ich nochmal zurück: warum erblindet niemand in einer Stresssituation? Um festzustellen, ob jemand ganz "normal" sehen kann, braucht es weder einen ausgefeilten Versuchsaufbau, noch irgendwelche besonderen äußeren Bedingungen. Warum soll das beim Aurasehen o.ä. nötig sein? Tut mir Leid, aber für mich klingen diese Erklärungsversuche, warum solche außergewöhnlichen Fähigkeiten bei Tests mit naturwissenschaftlichem Anspruch regelmäßig nicht nachweisbar sind, eben sehr nach einer Mischung aus Wunschdenken und Ausrede.
Gruß
McCoy
Wenn man weiter denkt, könnte es sich beim Aurasehen um eine an die Psyche gekoppelte Art von Synästhesie handeln. Sprich andere Sinneseindrücke, die vielleicht zum Großteil unbewusst bleiben, drücken sich dann in dieser Art und Weise aus, dass ein Mensch eine solche Aura wahrnimmt. Es würde auch erklären, wieso man das nicht durch Wände und nur bei lebenden Organismen kann, die wirklich physisch gesehen und wahrgenommen werden. Das wäre eine mögliche Erklärungsidee, mit der dann, wäre es wirklich wäre, sich die Esoterik und Wissenschaft treffen, denn beide beschreiben dann ein und dasselbe Phänomen. Am "Produkt" Aurasehen selbst täte das jedoch nichts verändern, auch wenn die Ursachen nicht mehr über-sinnlich, sondern sinnlich wären.
Und davon abgesehen kann man nur messen, ob ein Auge organisch funktionsfähig ist, aber nicht, was der Mensch wirklich sieht und wahrnimmt.
Das geht nur via Interviewtechnik. Denn ob ein Mensch eine Aura sieht oder nicht lässt sich nicht messen. Man ist darauf angewiesen, dass die Person korrekt antwortet.
Messen kannst Du daran aber rein nüscht. Außer eventuell nachschauen, ob zeitgleich gewisse Hirnareale aktiv werden, wenn eine Person meldet: "Jetzt sehe ich eine Aura beim Hugo da drüben.".
Das alles wird aber hier nicht vorgeschlagen, sondern es sollen fehlerfrei Aufgaben bewältigt werden. Da liegt aber meines Erachtens beireits der erste massive Denkfehler: man misst an einem ausgedachten Nutzen einer behaupteten Fähigkeit. Und wenn sie diesen Nutzen nicht zuverlässig produziert, gibt es die Wahrnehmung nicht. Und das ist imho der vollkommen falsche Ansatz.
LG
Any
