Wahrnehmung und Stimmigkeit

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Zur realität habe ich weit vorne dieses post von Sys gefunden, das ich gut finde:

Ja, der text von Sys gefällt mir auch gut. Er zeigt auf, wie schwierig es ist, Wahrheit, Realität etc. zu definieren. Ist eine Aussage wahr, nur, wenn mehrere Menschen davon überzeugt sind?

In diese Kerbe schlägt auch die durchaus interessante Metadiskussion über die verschiedenen Weltmodelle - Idealismus, Materialismus etc. Klar, man kann jede Behauptung "wahr halten" - entgegen jeder Evidenz - wenn man nur das Weltmodel geschickt wählt. Notfalls sagt man dann einfach: "Das ist Deine Wahrheit. Meine Wahrneit sieh aber ganz anders aus."

Ich gehe allerdings sehr stark davon aus, dass wir alle in der selben Welt leben (das nahezulegen habe ich auch mit ein paar Gedanklenexperimenten im Anfangspost zu beschreiben versucht - siehe Junge und Mädchen in der Disco). Und Aussage über diese eine Welt können nunmal "einfach falsch" sein.

Ohne Korrelation zwischen Horoskopmerkmalen und Charakter ist Astrologie als Auswahlgrundlage wertlos (Graphologie und diverse Eignungstests übrigens auch).

Anhaltspunkte, so wie andere testverfahren auch?

Taugen die Anhaltpunkte was?
 
:confused:

Seit wann sind Auswahlverfahren objektiv?

Sie müssen immer subjektiv sein, schon aufgrund der unterschiedlichen Vorgaben der Arbeitgeberinteressen.

Richtig. Mit soplchen Gutachten erhofft man sich allerdings objektive Kriterien einzubringen. Teilweise gelingt das auch... aber viele dieser Kriterien sind Bklödsinn.

Nö. Denn selbst wenn ich 0% Entscheidungsmacht, wäre meine Wahrnehmung stimmig. :D

Dann hätten Deine Wahrnehmungen herzlich wenig Macht über das leben anderer Menschen.

Und? Wo zwischen ganz und gar nicht und absolut liegt denn nun Dein Mitspracherecht bei der bewerberauswahl?
 
Krebs und Widder haben meiner Beobachtung nach, also in Bezug auf Personen mit diesem Sternzeichen, durchaus die Durchsetzungswilligkeit gemein, sie agieren nur verschieden, um ihre Ziele zu erreichen. Ich habe z.B. derzeit viel mit drei Kebsen zu tun, die sich bei mir ganz toll durchsetzen können, indem sie mich bezirzen. Die Widder in meinem direkten Umfeld sitzen ihren Willen einfach aus.

Krebse können Dich bezirzen? Ich glaub, ich komm mal bei Dir vorbei... :winken2:
 
...
Diskriminierung aufgrund von pseudowissenschaftlichen Behauptungen .../QUOTE]

ist das das gleiche wie ´ subjektiv ´ ?

ist es nicht letztendlich der ´ Eindruck ´, den ein Mensch macht - entweder durch das Bewerbungsschreiben, ein Telefonat oder ein Gespräch ?

wenn bei einer Auswahl Astrologie ein höherer Stellenwert beigemessen wird als z B Schulnoten -
dürfen wir von einem privaten Anbieter erwarten, welche ´ objektiven ´ Kriterien bei einer Auswahl anzulegen sind ?

oder habe ich da was falsch verstanden ?

Naja, es gibt sicher auch den subjektiven Eindruck, der eine große Rolle spielt.

Allerdings ist es ja gerade deshalb sinnvoll, wenn man versucht objektive Kriterien hereinzubringen. Diese müssen nicht ausschließlich mit Noten und Abschlüssen zu tun haben, sondern könnten auch mit vorherigen Beschäftigungen (auch ehrenamtlich zum Beispiel) usw. in Zusammenhang stehen.

Nur ist Astrologie so ein pseudoobjektives Kriterium, dass bisher keinerlei wisssenschaftliche Akzeptanz hat. Es ist höchst wahrscheinlich, dass es nicht besser ist als Würfeln und dass das Ergebnis nichts darüber aussagt ob ein Bewerber geeignet ist oder nicht. Zudem ist es auch noch so, dass der Bewerber keinerlei Einfluss darauf hat.

Die Eignung vom Geburtsdatum abhängig zu machen ist genauso diskriminierend wie wenn ich sage, dass ich keine Schwarzen für den Job haben will, oder keine Frauen usw.

Mag nun sein, dass faktisch nicht zu verhindern ist, dass manche Chefs keine Schwarzen, Frauen oder Wassermänner :D (Beispiel) einstellen werden, aber trotzdem ist es richtig, wenn man prinzipiell solche Kriterien ausschließt.
 
Und wenn es nur die Nase ist, die dem Entscheider auf dem Bewerbungsfoto nicht passt. ;)

Dann soll man so ehrlich sein und sagen, dass man rein subjektiv aus dem Bauch heraus entscheidet und nicht mühsam untaugliche Auswahlkriterien rationalisieren (wie es z.B. in Anevays angepriesenem pdf geschieht, wo Astrologie plötzlich als valides und wissenschaftlich belegtes Werkzeug dargestellt wird).
 
Taugen die Anhaltpunkte was?

Hier beisst sich die katze wieder in den schwanz: Sie taugen etwas, wenn sie im entsprechenden weltbild einen platz haben, weil sich die wahrnehmung dann auch auf diesen bereich ausdehnt.
Ich habe bsp.weise in der zusammenarbeit mit andern nicht feststellen können, dass ich mit dem einen oder andern sternzeichen besser zusammenarbeiten kann. Bemerkt habe ich allerdings, dass ich nicht mit dummen alpha-tierchen kann, mit klugen, empathischen aber durchaus und es mir dort auch nichts ausmacht, mich 'unterzuordnen'. So hatte/habe ich zumindest in führungspositionen oft mit widdern oder steinböcken zu tun, was wunderbar funktioniert, wenn sie klug sind und es nicht tut, wenn sie es nicht sind, weil sich in mir dann handlungsbedarf regt. Hier kommt also die interaktion mit mir ins spiel, weshalb die anhaltspunkte m.e. dann taugen, wenn eine irgendwie geartete 'beziehung' besteht und austausch stattfindet.
So gibt es nun sicher menschen, die genau die gegenteiligen erfahrungen machen würden.

Man könnte die astrologie noch mit den 4 elementen kombinieren/ergänzen und hier zuordnungen machen, die das ganze weiter stützen. Es gäbe dann allenfalls weitere anhaltspunkte für das gelingen oder misslingen einer interaktion zwischen mindestens zwei menschen und ist sonst m.e. wenig aussagekräftig.

Eine interessante diskussion und du bist ein angenehmer gesprächspartner.:)
Schaue später wieder rein.
 
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Dann soll man so ehrlich sein und sagen, dass man rein subjektiv aus dem Bauch heraus entscheidet und nicht mühsam untaugliche Auswahlkriterien rationalisieren (wie es z.B. in Anevays angepriesenem pdf geschieht, wo Astrologie plötzlich als valides und wissenschaftlich belegtes Werkzeug dargestellt wird).

Ich dachte, Bauchentscheidungen bei der Bewerberauswahl wären auch nicht gut, weil das ja nicht solide und wissenschaftlich fundiert ist.

Ich frage, wenn ich geschäftliche Entscheidungen treffe, grundsätzlich nicht nur meinen Verstand, sondern auch meinen Bauch (wobei der Bauch das letzte Wort hat, der Verstand berät nur) - und bisher lag ich damit immer richtig.

Es soll ja auch Leute geben, die in der Wirtschaft "den richtigen Riecher" haben. Diese werden idR auch ziemlich erfolgreich. Auch, wenn es keinen wissenschaftlichen Beweis für diesen Sinn "den richtigen Riecher" oder "das Bauchgefühl" gibt.
 
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