Wahrnehmung und Stimmigkeit

Werbung:
Das ist ja auch sehr unterschiedlich, je nach Behauptung und spiritueller Grundausrichtung.

Sicher, aber mich würden konkrete Beispiele von solchen Grundannahmen interessieren... falls es möglich ist... bei einem Weltbild, das über die Logik hinaus geht, habe ich Zweifel, ob man es logisch erklären kann.
 
Sicher, aber mich würden konkrete Beispiele von solchen Grundannahmen interessieren... falls es möglich ist... bei einem Weltbild, das über die Logik hinaus geht, habe ich Zweifel, ob man es logisch erklären kann.

Ich denke mal, dass die meisten Menschen ihr (eigenes) Weltbild als logisch (und in sich stimmig) erachten - und sich deswegen nicht angesprochen fühlen, wenn man von Weltbildern, die über die Logik hinausgehen, spricht. ;)

Logik ist nämlich auch etwas sehr subjektives. Mein Abteilungsleiter z.B. hat eine ganz andere Logik als ich. :D
(und bevor Fragen kommen: die Zusammenarbeit funktioniert trotzdem)
 
.... bei einem Weltbild, das über die Logik hinaus geht, habe ich Zweifel, ob man es logisch erklären kann.

Ich weiss nicht, ob man von logik sprechen kann, bzw. mit ihr argumentieren kann. Für die anhänger mehrerer weltbilder sind eben alle 'logisch'. Logik bedeutet doch nur, dass man einen prozess von a bis z durchdacht hat und er für einen schlüssig ist, also logisch ist. Dabei kann es sich doch unter u.u. auch um eine erfahrung handeln, die in irgend einer form für einen schlüssig, wenn auch einem andern rational nicht erklärbar ist.
Was du meinst, ist die naturwissenschaftliche belegbarkeit, oder?

Die wiederum ist an ein naturwissenschaftliches weltbild gekoppelt.
 
nein, ich meinte das logische Denken an sich, mit welchem man beispielsweise auch panpsychistische, dualistische oder idealistische Weltbilder durchdenken kann.

Also zum Beispiel die Logik: "wenn A immer zu B führt und B immer zu C, dann führt A immer zu C". Oder die Logik: "wenn A niemals B ist und wenn C immer B ist, dann ist A niemals C".

Ich bin der Meinung, dass alle Weltbilder, die durch ein logisches Nachdenken kreiert wurden, nicht korrekt sein können, da die Kausallogik aufgrund des ungelösten Problems des Beginns der Kausalkette in sich selbst paradox ist. (Also muss ein Weltbild her, das über die Logik hinaus geht.)
 
nein, ich meinte das logische Denken an sich, mit welchem man beispielsweise auch panpsychistische, dualistische oder idealistische Weltbilder durchdenken kann.

Also zum Beispiel die Logik: "wenn A immer zu B führt und B immer zu C, dann führt A immer zu C". Oder die Logik: "wenn A niemals B ist und wenn C immer B ist, dann ist A niemals C".

Ich bin der Meinung, dass alle Weltbilder, die durch ein logisches Nachdenken kreiert wurden, nicht korrekt sein können, da die Kausallogik aufgrund des ungelösten Problems des Beginns der Kausalkette in sich selbst paradox ist. (Also muss ein Weltbild her, das über die Logik hinaus geht.)

Du meinst also nicht ein "unlogisches" Weltbild, sondern ein Weltbild, welches keine Axiome (Grundthesen) hat?
Ich kann mir nicht vorstellen, wie ein solches Weltbild aussehen könnte.
 
Ob es Grundthesen haben darf, wüsste ich nicht... aber Schlussfolgerungen aus diesen Grundthesen ("wenn eine Grundthese so und so ist, dann folgt daraus dies und jenes") sollten sich nicht auf die Logik beschränken... unlogische "Schlussfolgerungen" aus Grundthesen könnten die Grundthesen allerdings tatsächlich überflüssig machen.

Wie dies auszusehen hat, entzieht sich auch meiner Vorstellungskraft.
 
Ja, irgendwie lebt man schon in verschiedenen Welten.

Nehmen wir z.B. zwei Menschen. Der eine glaubt, dass die ganze Welt ihm Böses will und alle anderen Menschen schlecht sind. Dieser Mensch wird sich - seinem Umfeld gegenüber - wahrscheinlich relativ wehrhaft präsentieren und die Erfahrung machen, dass alle Menschen schlecht sind. In seiner Wahrheit ist die Welt schlecht.
Der andere Mensch sieht in jedem Menschen nur Schönes und Gutes. Er geht lächelnd und freudestrahlend auf andere Menschen zu und erlebt, dass die Menschen zurücklächeln. In seiner Wahrheit gibt es nur "das Schöne und Gute".
Und irgendwie haben beide Recht. Natürlich: "objektiv" gesehen gibt es beides. Aber da dem einen nur das Schlechte und dem anderen nur das Gute begegnet, leben beide in unterschiedlichen Welten.

Haben beide Recht? Sie werden beide Bestätigungen für ihr jeweiliges Weltbild finden und - sofern es möglich ist - Widerlegungen ignorieren (Betätigungsbias). Aber ich würde dazu eher sagen: beide haben Unrecht.
 
Haben beide Recht? Sie werden beide Bestätigungen für ihr jeweiliges Weltbild finden und - sofern es möglich ist - Widerlegungen ignorieren (Betätigungsbias). Aber ich würde dazu eher sagen: beide haben Unrecht.

Es ging ja auch darum, ob sie in unterschiedlichen Welten leben. Da der eine in einer "guten Welt" lebt und der andere in einer "schlechten", sind diese Welten extrem unterschiedlich.

Oder anderes Beispiel: ein Mensch lebt in der Stadt, ein anderer Mensch lebt auf dem Land. Der Mensch auf dem Land wird andere Dinge in seinem Fokus haben als der Mensch in der Stadt. Sie leben in völlig unterschiedlichen Welten.

Auch wir heute leben in einer komplett anderen Welt als die Menschen vor fünfhundert Jahren. Nicht nur politisch und gesellschaftlich, auch technisch hat sich sehr viel verändert. Wenn Du Deinen Vorfahren von vor 500 Jahren treffen würdest (ich weiß, das ist sehr unwahrscheinlich) und ihm was von Computern, Internet, Mondlandungen, Fernsehern und Radios erzählen würdest, würde er komplett gar nichts verstehen. Vielleicht noch das Wort Mond - und dann würde er Dir vielleicht etwas über Mondstände, Ernte- und Sähzeiten, Wetterbedingungen, Bodenbeschaffenheit, Viehhaltung etc. erzählen, von denen Du wiederum (wahrscheinlich) nicht viel Ahnung haben wirst.
 
Werbung:
Ich weiss nicht, ob man von logik sprechen kann, bzw. mit ihr argumentieren kann. Für die anhänger mehrerer weltbilder sind eben alle 'logisch'. Logik bedeutet doch nur, dass man einen prozess von a bis z durchdacht hat und er für einen schlüssig ist, also logisch ist. Dabei kann es sich doch unter u.u. auch um eine erfahrung handeln, die in irgend einer form für einen schlüssig, wenn auch einem andern rational nicht erklärbar ist.
Was du meinst, ist die naturwissenschaftliche belegbarkeit, oder?

Die wiederum ist an ein naturwissenschaftliches weltbild gekoppelt.

Logik ist ja eigentlich die Lehre in der Philosophie, die sich mit der folgerichtigen Argumentation beschäftigt, bzw. mit dem Wahrheitswert von Aussagen und deren Verknüpfung.

So ist es z.B. logisch, dass zwei Aussagen, die sich gegenseitig widersprechen nicht beide wahr sein können.

Mir fällt kein Weltmodel ein, welches diese Regeln arg verletzen könnte.

Was Du beschreibst ist eher Plausibilität. Das ist erst einmal eine rein subjektive Angelegenheit: Ich finde eine Behauptung plausibel. Es gibt allerdings auch einige objektive Kriterien:
  • Sind ausufernd Zusatzannahmen nötig, um die Behauptung wahr zu halten?
  • Wird derzeitig gültigen Erkenntnissen widersprochen?
Unplausibel heißt nicht automatisch falsch, aber um eine unplausible Behauptung zu belegen muss man z.B. auch noch erklären können, was bei den bisherigen Erkenntnissen so falsch gelaufen ist.
 
Zurück
Oben