Wahrnehmung und Stimmigkeit

Werbung:
Ich dachte, Bauchentscheidungen bei der Bewerberauswahl wären auch nicht gut, weil das ja nicht solide und wissenschaftlich fundiert ist.

Es wäre immerhin ehrlich und würde nicht einem Werkzeug der Charakteranalyse mehr Wert und wissenschaftlichkeit beimessen, als es verdient.

Schau Dir Anevays pdf an. Darin wird lang und breit beschrieben, wie wissenaschaftlich abgesichert die Astrologie angeblich wäre etc., und dass sie - nach Meinung des Autoren - viel zu wenig Beachtung im Personalmanagement hätte.
Wenn das wahr wäre, würde z.B. die Gesellschaft für Anomalistik sich darüber auslassen und monatlich neue positive Studien zur Astrologie veröffentlichen. Wenn es wahr wäre, würde dadurch auch durchaus wirklich ein valides Auswahlkritrium geliefert werden.

Ich frage, wenn ich geschäftliche Entscheidungen treffe, grundsätzlich nicht nur meinen Verstand, sondern auch meinen Bauch (wobei der Bauch das letzte Wort hat, der Verstand berät nur) - und bisher lag ich damit immer richtig.

Es soll ja auch Leute geben, die in der Wirtschaft "den richtigen Riecher" haben. Diese werden idR auch ziemlich erfolgreich. Auch, wenn es keinen wissenschaftlichen Beweis für diesen Sinn "den richtigen Riecher" oder "das Bauchgefühl" gibt.

Es gibt allerdings diverse statistische Überlegungen, dass es solche Glückspilze alleine aus Zufall geben muss.

Die große Anzahl der Börsenspekulanden macht es sicher, dass ein paar dabei sind, die über weite Strecken sehr gut raten.

Die große Anzahl an Lottospielern macht es sicher, dass alle paar Wochen jemand den Hauptgewinn absahnt.
 
Naja, es gibt sicher auch den subjektiven Eindruck, der eine große Rolle spielt.

Allerdings ist es ja gerade deshalb sinnvoll, wenn man versucht objektive Kriterien hereinzubringen. Diese müssen nicht ausschließlich mit Noten und Abschlüssen zu tun haben, sondern könnten auch mit vorherigen Beschäftigungen (auch ehrenamtlich zum Beispiel) usw. in Zusammenhang stehen.

Nur ist Astrologie so ein pseudoobjektives Kriterium, dass bisher keinerlei wisssenschaftliche Akzeptanz hat. Es ist höchst wahrscheinlich, dass es nicht besser ist als Würfeln und dass das Ergebnis nichts darüber aussagt ob ein Bewerber geeignet ist oder nicht. Zudem ist es auch noch so, dass der Bewerber keinerlei Einfluss darauf hat.

Die Eignung vom Geburtsdatum abhängig zu machen ist genauso diskriminierend wie wenn ich sage, dass ich keine Schwarzen für den Job haben will, oder keine Frauen usw.

Mag nun sein, dass faktisch nicht zu verhindern ist, dass manche Chefs keine Schwarzen, Frauen oder Wassermänner :D (Beispiel) einstellen werden, aber trotzdem ist es richtig, wenn man prinzipiell solche Kriterien ausschließt.

und wenn Beides wahr ist ?
Astrologische Aspekte sind genauso subjektiv wie alles andere ?

Astrologie sehe ich als eine Art von Kategorisierung - ähnlich wie z B den DISG Test ( EInteilung in dominant, stetig, initiativ, gewissenhaft ) -
für den Vertrieb sind manche ´ Charaktere ´ besser ge-eignet als andere
hier gibt es - abhängig von den Fragen bzw den Antworten darauf ´ Typenüberschneidungen ´ ...

Selbst eine Maschine könnte kaum objektiv sein, da die Programmierung irgendwo einen menschlichen Ausgangspunkt hätte - mutmaße ich

ist das Schmerzliche vielleicht, daß man sich als Bewerber in gewisserweise ohnmächtig fühlt und gerne insofern einen Einfluß darauf,
hätte die eigenen Chancen zu verbessern, indem man sich den Auswahlkriterien entsprechend darstellt ?

ich bitte um Verzeihung, immer wieder sehe ich, daß ich mehr Fragen habe als Antworten - wenn es um ´ Dinge ´ außerhalb meiner selbst geht

ich sollte mich glücklich schätzen, all die bereichernden Anregungen von Euch zu lesen und ansonsten einfach das Maul halten.
 
Eben. Nun aber die Frage, warum man von diesen Grundannahmen abweichen will?
Diese Frage hatte ich dir ausführlich beantwortet, war da etwas unklar?

Wie gesagt geht es übrigens nicht darum, das materialistische Weltbild zu verlassen und durch ein anderes zu ersetzen, sondern darum, verschiedene Weltbilder gleichermassen in die Überlegungen miteinzubeziehen. Wenn du fragst, ob es möglich ist, deinen Schlussfolgerungen in deinen Gedankenexperimenten zu widersprechen, dann fragst du ja eigentlich danach, ob es Grundannahmen gibt, unter denen die Schlussfolgerungen in deinen Gedankenexperimenten nicht mehr logisch zulässig sind, also ob bestimmte Bedingungen erfüllt sein müssen, damit deine Gedankenexperimente gültig sind. Oder beabsichtigtest du eine andere Art von Diskussion?

Du sagtest, dass kein Weltbild den Beginn der Kausalkette erklären könne. Da bin ich mir nicht sicher. Diejenigen Weltmodelle, die durch logisches Nachdenken formuliert wurden, können den Beginn der Kausalkette in der Tat sicherlich nie erklären und sind deshalb wohl falsch. Aber es könnten Weltbilder existieren, die über die Logik hinaus gehen, ich kann mir lediglich noch nichts genaues darunter vorstellen. Vielleicht gibt es aber Menschen, die das können.

Ich verstehe, was Du meinst. Der Punkt ist aber der, dass alleine durch die Formulierung der behauptung sich schon auf ein Weltmodell bezogen wird. Da werden schon Behauptungen über Naturgesetze, Zusammenhänge etc. aufgestellt.
Auf welche Behauptung nimmst du Bezug? Auf die Behauptung, geweihtes von nicht geweihtem Wasser unterscheiden zu können, bin ich bereits eingegangen...
 
Ich bin Esoteriker, glaube an die Vielfalt und bin felsenfest davon überzeugt, dass es sie gibt. >>
Wenn einer sagt, er glaubt daran, dass er Aura sehen kann, dann ist das für ihn so.
Wenn du sagst, du glaubst an Gott, dann ist das für dich so.
Wenn Joey sagt, er glaubt an Beweise, dann ist das für ihn so.
e.t.c., p.p.


Eben, für den der daran glaubt!

Muß deshalb aber noch lange nicht richtig sein, es ist und bleibt ein persönlicher Glaube.

An Beweise glauben....:confused:

Für mich ist der Beweis ein Nachweis der eine Behauptung, einen angenommenen Sachverhalt bestätigt.
 
Es ist ein Unterschied, ob ich konkret einen Menschen, der mir etwas konkret für Geld anbietet oder verspricht, nach Belegen zu fragen oder Privatuser in einem Forum zu Belegen "DER" Esoterik, "DER" Astrologie usw.

1.) Hier im Forum schreiben auch komerzielle Anbieter. Sie können meine Beiträge lesen und auch drauf reagieren.

2.) Hier im Forum bewerben Leute Anbieter und Angebote. Ein kritischer Mensch, der das tut - und hier sagen ja alle, wie kritisch sie doch wären, und, dass sie nicht alles glauben - müsste doch die Beleglage kennen.

3.) Die Privatuser, die hier eine Behauptung aufstellen und vertreten, sind doch auch alles kritische Menschen und glauben nicht alles... dann sollte der Beleg ihrer Behauptungen kein Problem sein.

4.) Die Transferleistung von "die Astrologie" zu "eine astrologische Behauptung" sollte nicht allzu schwer sein. Allen astrologischen Schulen gemeinsam ist die Behauptung irgendetwas über den betreffenden Menschen aus den Planetenpositionen (Sternzeichen, Häuser etc... ) ablesen zu können. Diese allgemeine Behauptung ist es, wenn ich von "die Astrologie" schrteibe. Wenn das auch nur ein Astrologe belegbar könnte, wäre das ein gutes Indiz für "die Astrologie".
 
Diese Frage hatte ich dir ausführlich beantwortet, war da etwas unklar?

Wie gesagt geht es übrigens nicht darum, das materialistische Weltbild zu verlassen und durch ein anderes zu ersetzen, sondern darum, verschiedene Weltbilder gleichermassen in die Überlegungen miteinzubeziehen. Wenn du fragst, ob es möglich ist, deinen Schlussfolgerungen in deinen Gedankenexperimenten zu widersprechen, dann fragst du ja eigentlich danach, ob es Grundannahmen gibt, unter denen die Schlussfolgerungen in deinen Gedankenexperimenten nicht mehr logisch zulässig sind, also ob bestimmte Bedingungen erfüllt sein müssen, damit deine Gedankenexperimente gültig sind. Oder beabsichtigtest du eine andere Art von Diskussion?

Wie weit unterscheiden sich denn die Grundannahmen? Welche grundannahmen haben denn die leute, die esoterische behauptungen aufstellen? In Diskussionen kommt dann manchmal: "Das ist Deine Wahrheit, meine Wahrheit sieht anders aus." Was soll diese Aussage bedeuten? In ein und der selben Welt können sich widersprechende Aussagen nicht gleichzeitig wahr sein. Glauben diese Leute, man lebt in verschiedenen Welten?

Du sagtest, dass kein Weltbild den Beginn der Kausalkette erklären könne. Da bin ich mir nicht sicher. Diejenigen Weltmodelle, die durch logisches Nachdenken formuliert wurden, können den Beginn der Kausalkette in der Tat sicherlich nie erklären und sind deshalb wohl falsch. Aber es könnten Weltbilder existieren, die über die Logik hinaus gehen, ich kann mir lediglich noch nichts genaues darunter vorstellen. Vielleicht gibt es aber Menschen, die das können.

Diese Menschen können ihr Weltmodel gerne darstellen. Da wäre ich auch gespannt.

Auf welche Behauptung nimmst du Bezug? Auf die Behauptung, geweihtes von nicht geweihtem Wasser unterscheiden zu können, bin ich bereits eingegangen...

Z.B. auf die Behauptung, anhand der Planetenpositionen Rückschlüsse auf Charakter, Zukunft oder ähnlichem von Menschen ziehen zu können.
 
@Joey:
Z.B. auf die Behauptung, anhand der Planetenpositionen Rückschlüsse auf Charakter, Zukunft oder ähnlichem von Menschen ziehen zu können.

Das ist wohl analog zur Behauptung, geweihtes von ungeweihtem Wasser unterscheiden zu können...

In Diskussionen kommt dann manchmal: "Das ist Deine Wahrheit, meine Wahrheit sieht anders aus." Was soll diese Aussage bedeuten?
Da weiss ich auch nicht mehr als du. Ich habe es allerdings nicht bei einer solchen Aussage belassen, sondern immerhin eine alternative Weltsicht ausformuliert.
 
Wie weit unterscheiden sich denn die Grundannahmen? Welche grundannahmen haben denn die leute, die esoterische behauptungen aufstellen? In Diskussionen kommt dann manchmal: "Das ist Deine Wahrheit, meine Wahrheit sieht anders aus." Was soll diese Aussage bedeuten? In ein und der selben Welt können sich widersprechende Aussagen nicht gleichzeitig wahr sein. Glauben diese Leute, man lebt in verschiedenen Welten?
Ja, irgendwie lebt man schon in verschiedenen Welten.

Nehmen wir z.B. zwei Menschen. Der eine glaubt, dass die ganze Welt ihm Böses will und alle anderen Menschen schlecht sind. Dieser Mensch wird sich - seinem Umfeld gegenüber - wahrscheinlich relativ wehrhaft präsentieren und die Erfahrung machen, dass alle Menschen schlecht sind. In seiner Wahrheit ist die Welt schlecht.
Der andere Mensch sieht in jedem Menschen nur Schönes und Gutes. Er geht lächelnd und freudestrahlend auf andere Menschen zu und erlebt, dass die Menschen zurücklächeln. In seiner Wahrheit gibt es nur "das Schöne und Gute".
Und irgendwie haben beide Recht. Natürlich: "objektiv" gesehen gibt es beides. Aber da dem einen nur das Schlechte und dem anderen nur das Gute begegnet, leben beide in unterschiedlichen Welten.





Diese Menschen können ihr Weltmodel gerne darstellen. Da wäre ich auch gespannt.



Z.B. auf die Behauptung, anhand der Planetenpositionen Rückschlüsse auf Charakter, Zukunft oder ähnlichem von Menschen ziehen zu können.[/QUOTE]
 
Werbung:
Zurück
Oben