Quelle #1 für Selbsttäuschung. Und das kannst Du nicht bestreiten, nur weil es an Deinem Selbstbild zu kratzen droht.
Da kratzt mich nichts, keine Sorge. Ich bin ein sehr fehlerfreundlich gestimmter Mensch.
Dich scheint es jedoch mächtig zu kratzen. Warum eigentlich?
Ich habe doch gar kein Problem, dass für dich nur wahr ist, was wissenschaftliche Studien in ihren dann von Menschen erbrachten Interpretationen für wahr halten. Das ist für dich eben so.
Aber für mich nicht. Für mich sind Studien halt Studien. Nicht mehr und nicht weniger. Ihre Aussagekraft ist naturgemäß sehr begrenzt und nur wenig tauglich für mein Leben und meine Lebensentscheidungen. OK, wenn ich nun eine OP durchführen ließe, fände ich die Wahrscheinlichkeit, dass ich es gut überstehe, ganz interessant. Mehr aber nicht, weil ich aus Erfahrung weiß, wie wenig Aussagekraft das für
meine konkrete OP hätte.
Und wie schon erwähnt, ob ein Bewerber denn je erfahren würde, ob ein Astrologe oder Hellseher oder sonst ein esoterischer Dienstleister an dem Auswahlverfahren beteiligt sein würde, ist äußerst gering. Es kann sogar sein, dass die Leute, die das hier furchtbar finden, ihre Jobs oder Jobs in ihrem Leben nur bekamen, weil da so etwas im Hintergrund mit einfloss.
Wer würde denn seinen Job kündigen, wenn er davon nach Einstellung Kenntnis erhielte? Einer von Hundert? Da müsste ein Mensch ja schon regelrecht einen Groll auf Esoterik schieben, derartig fundamentalistisch eingestellt zu sein, dann einen Job flöten gehen zu lassen...
Oder anders: nur weil in einer Studie 99% auf eine Betäubung gut ansprechen, ich aber auf bestimmte Beruhigungsmittel paradox reagiere, macht es meine Erfahrung plötzlich unwahr, weil es so eine Studie gibt? Müsste ich dann ruhig und träge werden, weil es die Studie aber verdammichnochmal so ausweist? Da kannst Du mir aber glauben, dass mir diese Studie aber sowas von herzlich egal sein wird. Ich lass mir doch nicht von Studien, also von fremden Menschen, meine Wahrnehmung diktieren.
Lg
Any