Wahrnehmung und Stimmigkeit

Werbung:
Sosein heisst, dass auch wirklich jeder SO sein kann, wie es ihm beliebt.
Ein Wissenschaftler hat seine Wissenschaft und ein Esoteriker seine Esoterik.
Erst alles zusammen macht die Wahrheit aus. Man kann die Wahrheit nicht scheibchenweise erhaschen.
Es darf also jeder seinem Glauben treu bleiben und gut ist. Wenn etwas nicht geglaubt wird, ist das auch in Ordnung. Das bedeutet, dass einem Menschen etwas nicht einleuchtet, was er darf, denn er muss nicht alles glauben. Er muss auch nicht etwas akzeptieren, nur um anderen damit zu gefallen. Es ist also alles im grünen Bereich.

:thumbup:
 
Du schreibst gerade etwas, das nicht stimmt. DU drehst es so herum, als würde ich hier von 100% Stimmigkeit schreiben, das tat ich hier im Thread aber nicht. Und wenn Du dich von sachinhaltlicher Kritik persönlich betroffen fühlst, tut es mir Leid. Dann ist es eben so, dass du dich zu sehr damit identifizierst, was Du für einzig richtig und wahr hälst. (...)

Der Vorwurf der Weltbildverteidigung ist nicht sachlich sondern persönlich. Und selbst, wenn der Vorwurf stimmen würdem hätte es mit der Sache nichts zu tun: Man kann auch ein wahres Weltbild krampfhaft verteidigen.

Das ist also NICHT sachinhaltlich.
 
Der Vorwurf der Weltbildverteidigung ist nicht sachlich sondern persönlich. Und selbst, wenn der Vorwurf stimmen würdem hätte es mit der Sache nichts zu tun: Man kann auch ein wahres Weltbild krampfhaft verteidigen.

Das ist also NICHT sachinhaltlich.

Du bist lustig (sorry, das kann man nun wirklich persönlich verstehen). Jeder Mensch hat ein persönliches Weltbild. Das ist doch kein Angriff, sondern das, was ich beobachte/erfahre, wenn ich mich mit anderen Menschen austausche.

Und Menschen, die glauben, das einzig-wahre-Weltbild zu haben und verteidigen zu müssen, würde ich normalerweise als Sektenanhänger bezeichnen. ;)

Nun stellt sich mir die Frage: Ist die Wissenschaft eine Sekte? :confused:
 
Und Menschen, die glauben, das einzig-wahre-Weltbild zu haben und verteidigen zu müssen, würde ich normalerweise als Sektenanhänger bezeichnen. ;)

Sehe ich auch so. Das ist so einfältig, als wolle da wer, dass überall nur Rosen wachsen und weg mit all den Tulpen, Orchideen, Lilien,......
Da würde man ja blind vor lauter Rosenanblick werden.
 
Der Vorwurf der Weltbildverteidigung ist nicht sachlich sondern persönlich. Und selbst, wenn der Vorwurf stimmen würdem hätte es mit der Sache nichts zu tun: Man kann auch ein wahres Weltbild krampfhaft verteidigen.

Das ist also NICHT sachinhaltlich.

Doch, da ist sachinhaltlich, denn es erklärt ganz wunderbar, wieso für dich nicht wahr sein darf, was für andere Menschen subjektiv und wahrgenommen wahr ist. Denn wenn Kritik sich alleine aus der krampfhaften Verteidigung eines subjektiven (!) Weltbildes nährt, ist es berechtigt, dies sachlich anzumerken.

Denn dann geht es darum Menschen zu missionieren = vom eigenen Weltbild zu überzeugen.

Ein seriöser Kritiker würde so nicht vorgehen, denn er bleibt ergebnisoffen.

Und jene Ergebnisoffenheit ist die Basis für konstruktive Kritik.

Wobei - kann man die Wahrnehmung eines Mitmenschen, dass sich auf rein geistige Prozesse bezieht, wirklich kritisieren? Ich hatte den Vergleich zur Synästhesie gebracht, wo man angewiesen darauf ist, was Menschen einem dann erzählen.

Wenn ein Mensch dir erzählt, die Zahl 7 ist für ihn immer grün und das A immer rot, ohne dass es wissenschaftliche Belege für Synästhesie gäbe (die zudem tatsächlich dürftig zu nennen sind, es sind mehr Indizien, denn was ein Mensch konkret sieht ist nicht messbar), würdest du da auch aus Prinzip kämpfen und krampfhaft festhalten, dass derjenige einem Fakeeffekt aufsitzt undan falsche Sachen glaubt?

Wenn Du für dich meinst, ein bestimmtes Weltbild wäre wahr, ist es DEINE Sicht und KEINE objektive Wahrheit.

Aber nur, weil etwas dein Weltbild ist, machte es nicht automatisch dien Weltbild wahrer als das anderer Menschen.

Und wenn Menschen meinen, Astrologie bringt ihnen persönlich einen Nutzen, dass sie fähig sind gewisse Dinge damit zu sehen, wenn Menschen eine Aurasichtigkeit schildern, dann dürfen die das so tun. Ebenso, wenn jemand nach einer Reikisitzung Schmerzlinderung erlebt. Oder anderes. All das darf gleichberechtigt neben deinem Weltbild stehen.

Aus dem Weltbild "Wissenschaft" muss all dies unwahr sein, das geht gar nicht anders und das habe ich auch schon oft genug angemerkt. Wissenschaft beschäftigt sich nur mit Messbaren und unter Anwendung des menschgemachten Konsens, was wie gemessen zu werden hat, damit etwas als wahr gilt. Dieses "wahr" bezieht sich dennoch imemr auf den eigenen Bereich, sprich hier dem Messbaren, dem Materiellen. Und das verändert sich ständig.

Geistiges ist nicht messbar noch materiell. Aus Sicht eines Wissenschaftsweltbildvereidigers muss auch alles Unfug sein, was Geistiges ist oder gar Spiritualität. Das geht gar nicht anders, es wäre ein unlösbares Paradoxum, würde ein Wissenschaftler es auch nur wagen seine Denkmuster und Glaubensgrundsätze (die Gebote, wie in der Bibel) verlassen.

Was also bleibt in diese Hamsterraddiskussionen ist deine Sicht:

"Es gibt für mich nichts Geistiges"

Punkt.

Damit erübrigt sich nun mal jede weitere Diskussion, da alle Themen und auch einige der Beispiele, die Du anführst, genau in dieser Frage enden.

Solange dies aber deine Sicht ist und Du sie "verteidigst", indem Du "Kritik" übst, die sich nur auf diesen einen Umstand deines Glaubens begründet, ist es keine Kritik, sondern deine Meinung.

Ehrlich wäre es zu sagen: "Ich glaube das nicht."

Oder auch: "Wissenschaftlich konnte nicht bewiesen werden, dass es ... gibt."

:)

Lg
Any
 
Und selbst, wenn man Rosen mag, wird man sie dann irgendwann über, wenn es nur noch Rosen gäbe.

Eben. Das ist dann wie, als würdest du jeden Tag Bohnensuppe essen und es gibt nichts zum Nachtisch. Schreckliche Vorstellung.
So ein reich gedeckter Tisch (Vielfalt) ist dabei eine Freude fürs Auge, Magen und fürs Herz.
 
Zuletzt bearbeitet:
Werbung:
Doch, da ist sachinhaltlich, denn es erklärt ganz wunderbar, wieso für dich nicht wahr sein darf, was für andere Menschen subjektiv und wahrgenommen wahr ist. Denn wenn Kritik sich alleine aus der krampfhaften Verteidigung eines subjektiven (!) Weltbildes nährt, ist es berechtigt, dies sachlich anzumerken.

Ach, und die gegenkritik ist natürlich völlig unabhängig vom Weltbild. Wenn ein Astrologe oder Astrologie-Fan sich hier äußert, macht er das natürlich nicht, weil er nur sein Weltbild verteidigen will, sondern, weil er absolut im Rech tist :ironie:

Es ist ein umkehrbarer Vorwurf.
 
Zurück
Oben