Verfehlte Emanzipation der Frau?

Ach ich finde es auch nicht prickelnd, dass mein Arbeitskollege 30% mehr Lohn bekommt, obwohl er weniger kann und weniger arbeitet.
Auch nicht, dass die Chef Sekräterin für 20 Stunden dasselbe verdient wie ich.

Der Eine hat Beziehungen, der ander steht dem Chef besser zu Gesicht, wieder ein anderer verhandelt einfach besser mit dem Personalchef.

Es wird nie gerecht sein.






Und was ist mit den Männern die schlecht gezahlt werden?

Da käme keiner auf die Idee, das gesetzlich geregelt haben zu wollen. :ROFLMAO:



Schau, wenn dir dein lohn zuwenig ist, dann geh zu deinem Chef und verlang mehr!!
Dann zeigt es sich.

Wenn er dich nicht verlieren will, dann gibt er dir mehr.

Und wenn du leicht ersetzbar bist, dann gibt er dir eben niocht mehr.

So einfach ist das.
Egal ob du ein Mann bist oder eine Frau.
Du bekommst, was du deinem Chef wert bist.

Du sprichst da einen wichtigen Punkt an, nämlich den der 'Verhandlungssache'. Ich geh jetzt mal davon aus, dass Gehälter durch Kollektivverträge definiert sind und diese auch eingehalten werden (zumindest bei uns in Ö) - wovon wir hier reden sind Überzahlungen des KV. und ja, das ist tatsächlich Verhandlungssache.

Die Wirtschaft is ein game und da muss man halt mitspielen - auch pokern. Ich erinner mich an eine Verhandlungsrunde mit einem Vorgesetzten, der meinte - Deine Gehaltsforderung is aber schon exorbitant :D Ich lächelte ihn an und sagte: Stimmt, dafür bekommst aber auch mehr Leistung. Ich war ein workoholic zu der Zeit und ein entsprechendes Gehalt war mir wichtig und dafür hab ich auch gekämpft - und es bekommen.

Kämpfen ist aber nicht jeder Frau/Mann's Sache. Auch sind sie oft noch in Abhängigkeitspositionen (zB als AEZ) und nehmen das was sie bekommen - auch das hab ich am eigenen Leib durchgespielt, nach meiner Auszeit durch Kindererziehung.

Ja, was will ich jetzt aussagen? Einerseits muß es eine gesetzliche Regelung geben und andererseits dürfen wir fleißig weiter kämpfen um Recht zu bekommen. Und das JedeR für sich und nicht gegeneinander.
 
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:
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Nein, bei Emanzipation geht es um gleiche Rechte, ich habe sehr konkret nachgefragt, woraufhin Du ausweichend geantwortet hast.

Und klar beheben Gesetze so schnell keine Ungerechtigkeiten, sie verhelfen aber den Benachteiligten zu mehr Durchsetzungsfähigkeit ihrer Rechte. Einen Menschen aufgrund seiner Geschlechtszugehörigkeit schlechter zu bezahlen ist ein Unding, das jedoch nach wie vor passiert. Wir sind mitten drinnen im Prozess.

Und das finde ich richtig so.
 
Einen Menschen aufgrund seiner Geschlechtszugehörigkeit schlechter zu bezahlen ist ein Unding, das jedoch nach wie vor passiert. Wir sind mitten drinnen im Prozess.

Und das finde ich richtig so.

Da bin ich ganz bei dir. Das soll nicht sein.


Aber in Wahrheit liegt es in den meisten Fällen nicht direkt am Geschlecht.
Sondern daran, dass bei weiblichen Angestellten statistisch gewissen Nachteile gesehen werden.

Niemand zahlt ein Frau weniger als einem Mann, wenn die Frau keinerlei Nachteile hätte in der Position.
Manager denken nicht so, sie denken nicht Geschlechter spezifisch.
Da zählen nur harte Fakten.
 
Du sprichst da einen wichtigen Punkt an, nämlich den der 'Verhandlungssache'. Ich geh jetzt mal davon aus, dass Gehälter durch Kollektivverträge definiert sind und diese auch eingehalten werden (zumindest bei uns in Ö) - wovon wir hier reden sind Überzahlungen des KV. und ja, das ist tatsächlich Verhandlungssache.
Ja genau, davon rede ich.
Die Kollektivverträge sind wohl geschlechtsunabhängig.

Insofern geht es immer um das "mehr" über dem Kollektiv.
Und das ist immer Verhandlungssache.
 
Sondern daran, dass bei weiblichen Angestellten statistisch gewissen Nachteile gesehen werden.
Darin genau liegt die Diskriminierung.
Statistische Fakten sind nun mal keine Diskriminierung.
Diskriminierung wäre es, wenn der Kollektivgehalt bei Frauen kleiner wäre. Ist es aber in diesem Fall nicht.

Wobei ich bin auch für gleiche Bezahlung bei gleicher Leistung.
Es muss aber auch für Männer gelten. :)
 
Und was ist mit den Männern die schlecht gezahlt werden?

Da käme keiner auf die Idee, das gesetzlich geregelt haben zu wollen. :ROFLMAO:

Doch, sicher. Ein Gesetz für die gleiche Zahlung, für die gleiche Arbeit von Mann und Frau, würde den Mann gleichzeitig mit einschließen.

Schau, wenn dir dein Lohn zu wenig ist, dann geh zu deinem Chef und verlang mehr!!
Dann zeigt es sich.


Ich entscheide seit Jahren über meinen Arbeitslohn in Eigenregie. Genauso wie über meinen (Dienst-)Wagen.

Da wir aber nicht immer selbstständig waren, habe ich selbstverständlich viele Ungerechtigkeiten in meinem damaligen Anstellungs-Job mit ansehen müssen. Und das muss wirklich nicht sein. Warum soll nur das jeweilige Verhandlungsgeschick über die Höhe des Gehaltes maßgebend sein? Sollte das nicht die geleistete Arbeit sein, die dann entsprechend honoriert wird? Und zwar für Männer und Frauen gleichermaßen?

Lg
Urajup
 
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Richtig! :LOL:

Aber dann ist es offtopic.
Denn es hat nichts zu tun mit Emanzpation.
Nur mit geschlechterunabhängige Gerechtigkeit.

Ob diese Gerechtigkeit dann der Emanzipation zu verdanken ist oder einfach nur einer geschlechterunanhängigen Gerechtigkeit, ist doch gehupft wie gesprungen. Wer auch immer der Auslöser ist: es ist jedenfalls ein besserer Weg, als der vorherige.:)

Lg
 
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