Verfehlte Emanzipation der Frau?

...betreffs Blavatsky - tut mir leid, dass ich sie überhaupt erwähnt habe.
Da sie als Folge meiner Bemerkung nun aber wieder einmal in den Schmutz gezogen wurde, fühle ich mich bemüssigt (ihr gegenüber) das wieder gut zu machen, indem ich noch etwas hinzufüge.

Erstmal gebe ich gern zu, dass Wutausbrüche, weil einem irgendwas nicht passt
nicht mit weiblicher Emanzipation zu erklären sind. Hab aber nicht Wut gemeint sondern jenen "heiligen Zorn", der z.B. Moses überkam, als er vom Berge Sinai mit den Gesetzestafeln herunterkam und sein Volk um das goldene Kalb tanzen sah, oder Jesus, der die Marktschreier und Geldwechsler aus dem Tempel trieb. Bei den Tibetern gibt es die
zornigen Gottheiten und die friedlichen Gottheiten...

Blavatsky (Helena von Hahn war ihr Mädchenname) wurde die Sphinx des 19. Jahrhundertr genannt und das zu recht.
Die Sphinx ist ein geheimnisvolles, ja mystisches Wesen, das bis heute niemand entziffert hat.

Es gibt vier verschiedene Biographien von ihr. In der letzten werden miniziös alle Orte angegeben, die sie tatsächlich besucht hat, es waren derer sehr sehr viele: als sie mit 18 Jahren aus Russland floh, in Männerkleidung und ohne Pass, denn anders wäre es nicht gegangen, kam sie zunächst nach Ägypten und in die Türkei, dann folgten Paris und London, Wien und andere europäische Städte, schliesslich die Vereinigten Staaten, wo sie eine Zeitlang bei Indianerstämmen lebte, vorwiegend aber in Ney York. Sie folgte einem inneren Ruf nach Indien, bereiste diese Land von Süd nach Nord und machte angeblich einen Abstecher nach Tibet. Dies ist das einzige "angeblich". Alles andere stimmt nachweislich, auch in Italien hat sie gelebt und in Würzburg. Soweit ihre Reisen.

Weshalb sie so diffamiert wurde und von wem?
Als wahrhaft emanzipierte Frau ging sie gegen den gerade aufblühenden Darwinismus an, ebenfalls wandte sie sich gegen die Dogmen der katholischen Kirche. Da sie mit ihrem Buch "Isis entschleiert" grosses Aufsehen erregte und als Gründerin der Theosophischen Gesellschaft weltweit sehr viele Anhänger gefunden hatte, machte sie sich viele Gegner unter den christl. Missionaren in Indien, denen sie ein Dorn im Auge war. So kam es zu zahlreichen Intrigen und Lügengeschichten über sie.

Was sie hinterliess ist ein riesenhaftes Werk (etwa 3000 Seiten stark) , welches ohne seinesgleichen dasteht.
Grossen Einfluss übte sie auf W.B.Yeats, T.S.Eliot, William Butler, Edison, Hermann Hesse, Kandinsky,Gustav Mahler, Gauguin, Sibelius, Schopenhauer, Einstein aus. Rudolf Steiner begründete auf ihrer "Geheimlehre" die Anthroposophie.
Das noch heute gültige "Programm" ihrer Theosophie:

1. Bildung eines Nucleus einer universellen Bruderschaft ohne Unterschied von Rasse, Glaubensbekenntnis,
Geschlecht, Hautfarbe oder Kaste.
2. Förderung des vergleichenden Studiums der Weltreligionen, der Philosophie und der Naturwissenschaften.
3. Studium bisher unerforschter Naturgesetze sowie psychischer und spiritueller Kräfte des Menschen.

Wenn das keine Emanzipation ist, was dann?
 
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die schreckerregende Zornesausbrüche
Es geht bei "auf den Tisch hauen" nicht um Zornesausbrüche. Schau, da hast Du gleich gezeigt, welche Vorurteile zur Weiblichkeit Du selbst verbreitest.

Es geht um Durchsetzung und die läuft naturgemäß etwas "lauter", vor allem, wenn dir niemand richtig zuhören will. Es geht also vielmehr darum, keine hysterischen Gefühlsausbrüche zu zeigen, sondern gezielt als Mittel der Durchsetzung zu kommunizieren.
 
regentropf: "Nur weil eine Frau Willen hat, ist sie noch lange kein Mannweib..." das ist richtig.
Eine Frau, die einen Willen hat, ist kein "Mannweib" (ums mal so burschikos zu benennen), unter "Mannweib" verstehe ich eine Frau, die ihren eigenen Pol gegen den des Mannes eingetauscht hat und nun dort versucht nach Kräften ihren "Mann" zu stehen. Es war nicht abschätzend gemeint, - ich wollte mit diesem Beitrag lediglich auf diese Tatsache hinweisen.

Was ist schon männlich? Oder wieso gibt das Wort "Vollweib"? Ich mag solche Bezeichnung gar nicht...
Ab wann ist ein Mann ein richtiger Mann? Oder ab wann bin ich eine richtige Frau? Wie habe ich mich zu benehmen...?!

ich Versuch nicht weiblich zu sein, ich will eher ich selbst sein.
 
Aber: Woran erhitzt sich das Gemüt? Das ist der Punkt. Frau regt sich auf, weil sie jetzt, obwohl vor dem Gesetz gleichgestellt mit Mann, eben doch nicht ganz gleichgestellt ist. Z.B. eben weniger verdient bei gleicher Leistung. Da sollte sie sich aber nicht aufregen, sondern der Sache mal auf den Grund gehen. Mann lässt sich das Heft nicht aus der Hand nehmen, - in seinem Revier (Pol) bleibt er dominant und das ist ihm nicht zu verübeln. Das lässt er sich nicht gefallen. Er hat schliesslich die ganze "Maschinerie" in Gang gesetzt (während des Patriarchats). Jetzt kommt Frau und will mitmischen, will sozusagen in das gemachte Nest einsteigen.


Wenn „Frau“ für die gleiche Leistung nicht das gleiche Geld wie Männer erhält, ist das eine Diskriminierung, die gesetzlich unterbunden werden muss. Was Männer davon halten, weil „sie sich nicht das Heft aus der Hand nehmen lassen wollen“, ist dabei völlig unwichtig. Es gilt, eine Ungerechtigkeit zu unterbinden. M.E. hätte ein entsprechendes Gesetz schon lange auf den Weg gebracht werden müssen. Bisher wurde immer auf die Freiwilligkeit der Firmenbosse gesetzt, aber gel? Die freuen sich doch immer, wenn sie auf Kosten ihrer Arbeitnehmer sparen können. Von allein wird sich dahingehend nichts ändern.

Die feministische Frau hat sich am Pol des Mannes breitgemacht, - was kann das anderes ergeben als ein Mannweib? Das ist einem
Mann aber zuwider, er braucht keine weibliche Konkurrenz, sondern eine weibliche Ergänzung, die ihm beibringt, dass sie gerne in einer friedlichen Welt leben möchte, einer Welt in der niemand verhungern muss, niemand gefoltert wird etc.


Du schreibst wie ein Mann und was er an einer Frau schätzt oder braucht oder ihn "abturnt" (Mannweib). Bist du ein Mann?:cool:

Eine wirklich emanzipierte Frau wird es scheixx egal sein, was ein Mann denkt oder braucht oder nett findet. Die lebt ihr Leben, ohne nach rechts oder links zu schauen und braucht keinen Stempel „für den männlichen Umgang zu gebrauchen“.

Was Frauen wirklich brauchen ist, dass mal endlich aufgehört wird, an sie unaufhörliche Forderungen zu stellen: ist sie sexy und macht sie Eindruck auf Männer, ist sie eine Schlampe. Macht sie nicht viel von sich her, ist sie ungepflegt oder ein „graues Mäuschen“. Hat sie einen großen Intellekt und nutzt diesen in Schule, Studium und Beruf, ist sie eine „Karrierefrau“ (für viele immer noch ein Schimpfwort). Zum Schluß soll sie auch noch für den Weltfrieden verantwortlich sein???o_O

Ich glaube, die Frau ist zu einer riesengroßen Projektionsfläche von Paranoia aller unbewussten Menschen dieser Welt geworden. Ich habe eine gute Idee: Lasst die Frauen doch einfach so leben, wie sie wollen.(y)

Lg
Urajup
 
Zuletzt bearbeitet:
Was Frauen wirklich brauchen ist, dass mal endlich aufgehört wird, an sie unaufhörliche Forderungen zu stellen: ist sie sexy und macht sie Eindruck auf Männer, ist sie eine Schlampe. Macht sie nicht viel von sich her, ist sie ungepflegt oder ein „graues Mäuschen“. Hat sie einen großen Intellekt und nutzt diesen in Schule, Studium und Beruf, ist sie eine „Karrierefrau“ (für viele immer noch ein Schimpfwort).
Genau das ist der Punkt.
Ich überlege ob diese Forderungen nicht von uns Frauen an uns Frauen gestellt werden.
Deswegen auch meine vorherige Vermutung, ob wir nicht selbst unser größter Feind sind.
zB dieser ganze Schönheitswahn ... ist das eine Forderung die von Männern kommt?:)
 
Genau das ist der Punkt.
Ich überlege ob diese Forderungen nicht von uns Frauen an uns Frauen gestellt werden.
Deswegen auch meine vorherige Vermutung, ob wir nicht selbst unser größter Feind sind.
zB dieser ganze Schönheitswahn ... ist das eine Forderung die von Männern kommt?:)

Mit was werden Männer sich denn lieber umgeben? Mit einer langbeinigen vollbusigen Blondine oder mit einer kleinen, pummeligen Dame?:sneaky:

Lg
 
Mit was werden Männer sich denn lieber umgeben? Mit einer langbeinigen vollbusigen Blondine oder mit einer kleinen, pummeligen Dame?:sneaky:

Lg
:ROFLMAO:
Vielleicht sind das aber nur unsere eigenen Vorurteile?
Da müssten wir wohl eine Umfrage hier im Forum starten. :)
Alle Männer mit denen ich bis jetzt darüber geredet habe (natürlich ist das eine beschränkte Anzahl:rolleyes:) war es tatsächlich nicht wichtig.
Oft kamen Antworten wie zB "Hauptsache was zum Greifen", ein paar wenige sagten, was man ev. noch kritisieren könnte: "Egal ob schlank oder dick, mir gefallen gute Proportionen."
Ich habe es bis heute nicht bestätigt gefunden, dass Männer langbeinige vollbusige Blondinen wollen.
Aber wie schon erwähnt, ist nur meine beschränkte Erfahrung :)
 
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Ein Teil von ihnen bestimmt. Der andere Teil nicht. Mein Mann z.B. mag überhaupt keine "lieben" Frauen und angepasste schon gar nicht. Aber das gute ist ja: für jeden ist etwas auf dem Beziehungs-Markt dabei. :)

Lg
Urajup

ich glaube kaum das ein mann keine netten frauen mag...keine frau muss sich anpassen um lieb bzw. nett zu sein...
kann mir auch kaum vorstellen das es frauen da anders ergeht...welche frau würde einen mann wollen der das ganze gegenteil ist....hat nicht mal was mit macho zu tun...die sind auch oft lieb und nett...:)
 
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