@Anevay - natürlich kann eine Frau auch auf den Tisch hauen, da muss ich an H.P. Blavatsky denken, die schreckerregende Zornesausbrüche haben konnte, wenn die Dummheit der Mitmenschen ihre Beherrschung sprengte, (ich lese gerade ihre Biographie). Ihr Zorn entsprang echter Emanzipation und nicht einem Feminismus, der um gleiche Gehälter rangelt.
(Auch Jesus (falls er existierte und sich so gab,m wie es beschrieben wird...) hatte seinen Zornausbruch, als er den
Händlern im Tempel die Tische umwarf. Zorn ist nicht geschlechtsabhängig...
Aber: Woran erhitzt sich das Gemüt? Das ist der Punkt. Frau regt sich auf, weil sie jetzt, obwohl vor dem Gesetz gleichgestellt mit Mann, eben doch nicht ganz gleichgestellt ist. Z.B. eben weniger verdient bei gleicher Leistung. Da sollte sie sich aber nicht aufregen, sondern der Sache mal auf den Grund gehen. Mann lässt sich das Heft nicht aus der Hand nehmen, - in seinem Revier (Pol) bleibt er dominant und das ist ihm nicht zu verübeln. Das lässt er sich nicht gefallen. Er hat schliesslich die ganze "Maschinerie" in Gang gesetzt (während des Patriarchats). Jetzt kommt Frau und will mitmischen, will sozusagen in das gemachte Nest einsteigen. Und das ist ihr ja fast gelungen.
Vielleicht ist es ja eine Strategie des scheinbar geschwächten Patriarchats die Frau in einzelnen Punkten noch knapp zu halten, damit sie sich daran festbeisst und nicht auf die Idee kommt, noch ganz andere Forderungen zu stellen.
Nämlich sich nicht irreführen lässt durch Zugeständnisse des Patriarchats, des seit Menschengedenken herrschenden Systems der Männerherrschaft, sondern dieses System selbst in Frage stellt. Änderungen innerhalb dieses System
bringen es nicht... das System selber könnte ja vielleicht durch ein anderes, vollkommen neues ersetzt werden, damit das Elend auf diesem Planeten vielleicht doch noch behoben werden kann.
Frauen, die ihren eigenen Pol nicht verlassen haben, weil sie sich nicht haben blenden lassen durch ein System des Fressens und Gefressenswerden, ein Habgiersystem sondergleichen, erbarmungslos bis zum geht nicht mehr, diese Frauen sind in der westlichen Welt kaum noch zu finden, wie Wandervogel auch feststellen konnte.
Frauen könnten ja auch auf den Tisch hauen, wenn es um den Hunger in der Welt geht, wenn es um Kriege geht - anstatt mit Männern gemeinsam in den Krieg zu ziehen, oder sich die Wampe vollzuschlagen. Die feministische Frau hat sich am Pol des Mannes breitgemacht, - was kann das anderes ergeben als ein Mannweib? Das ist einem
Mann aber zuwider, er braucht keine weibliche Konkurrenz, sondern eine weibliche Ergänzung, die ihm beibringt, dass sie gerne in einer friedlichen Welt leben möchte, einer Welt in der niemand verhungern muss, niemand gefoltert wird etc.