Ein weiteres Anliegen der (menschlichen) Emanzipation ist doch sicherlich die Gesunderhaltung unseres ambiente.
Obwohl von" Gesunderhaltung" ja wohl gar nicht mehr ausgegangen werden kann, da auch hier das Ungleichgewicht sich eingeschlichen hat, wie im Verhältnis Mann und Frau. Ein kränkelndes, wenn nicht krankes, teilweise totkrankes
ambiente auf unserem Planeten. Ich weiss, es gibt auch noch wunderschöne und gesunde Orte auf diesem Erdenrund, doch WIE lange noch, wenn es so weitergeht?
Ich war schon seit 1980 nicht mehr in Deutschland oder sonst in Europa, deshalb wundere sich niemand über eine gewisse Naivität bei mir, die nicht mit Unbewusstheit verwechselt werden sollte. Ich habe in diesem Thread schon einiges dazugelernt, vor allem, wie anders die Perspektive aus der Sicht der sogenannten "ersten Welt" - des europäischen Raumes doch ist, verglichen mit der hiesigen, der "dritten Welt" (wobei ich mich frage, wo sich denn die "zweite Welt" befindet?)
Was mir aufgefallen ist: hier wird bei kritischen Themen, z. B. der allgemeinen Verschmutzung unserer grosszügigen Gastgeberin Erde, der gierigen Ausbeutung ihrer Schätze, der Zerstörung ihrer Schönheit usw. empört reagiert, und die Dinge werden beim Namen genannt. Diese Lockerheit ist möglich, weil wir uns nicht schuldig fühlen, - die "erste Welt"wird hier (zu recht) verantwortlich gemacht für all die Plagen, die eine nach der anderen aufgetaucht sind und weitergehen. So die klimatischen Veränderungen, das Fischesterben, das Verschwinden der Gletscher und des ewigen Schnees der Andenkordillere, die neuerlichen Insektenplagen, jetzt diese Zippa Mücke...die Waldgesellschaften, die
die Landschaft mit ihren Monokulturen zerstören, das Bienensterben, die Flüsse voller Staudämme, die Müllhalden...
"Die Conquista geht weiter", sagen die Leute hier, nur die 10 % Chicago Boys leben mit ihren Familien ersteweltmässig. Sie importieren, exportieren, machen Geschäfte, bestimmen den Markt, bald soll sogar der Kleinbauer Monsanto Samen kaufen, darf keinen eigenen mehr ziehen. Die Kartoffeln, der Mais, Soya und was noch alles sind geklont, das Obst und Gemüse gespritzt, die Hühner in Hühnergefängnissen, desgleichen die Rinder...
Das alles erbost die Menschen hier, doch sie nehmen es hin, denn es bleibt ihnen nichts anderes übrig.
In der sogenannten ersten Welt ist man nach meiner Beobachtung vorsichtiger mit einer Kritik, die sich auf den vermeintlichen Fortschritt bezieht. Der Optimismus, dass man alles im Griff hat ist noch gross, wie mir scheint.
Was einmal angekurbelt wurde muss weitergehen, sonst bricht das ganze System zusammen, womit das Wirtschaftssystem gemeint ist. Schlimmer aber wäre es doch, wenn das ganze Ökosystem zusammenbräche (und es ist ja schon dabei, man denke an den Treibhauseffekt...
Wo seht ihr da Emanzipation? Gäa hin und Gaia her - was nutzt es ihr, wenn sie verehrt wird und doch keine Hilfe erfährt? Ganz im Gegenteil, ihre Verehrerinnen haben Teil an dem gefährlichen Umgang mit den Elementen.