USA jagen Snowden

Also sollte das stimmen... und er das genau so gesagt und auch noch gemeint haben, dann gehört er definitiv abgesetzt! Ohne Wenn und Aber! Sofort! ;)

Obama: „Ich bin echt gut darin, Menschen zu töten“

Den würde ich sogar absetzten, wenn der nur einen Ameisenstaat regierte, nach so einem Spruch.

Allein, wie gesagt, so auf Anhieb kann ich mir das echt (noch) nicht vorstellen. So selten schlecht... aber auch so selten dämlich kann doch kein "weltregierender" Mensch sein. ;):)









eher nur..............so selten dämlich! ich kann es mir auch nicht vorstellen...

aber: "es ist alles wahr, was wahr sein könnte" (so steht es im kinderbuch: pünktchen und anton" vom kästner...können kinderbücher lügen???)



:ironie:




shimon





s
 
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Das Witzige am Abhörskandal ist die Tatsache, daß Snowden Washington aufgedeckt hat. Ich glaube kaum, daß jemand sich so aufgeregt hätte, wenn es hieße, Moskau und Peking wären die Hauptakteure. Was das Ganze wert ist, merke, für mich, wenn ich im Advent an der Passkontrolle vorbei muß. ;)
 
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:
leider wird snowden in D. kein asyl enrhalten...und wisst ihr warum nicht?
unser polizei und geheimdienst könne ihn nich schützen gegen die lebensbedrohung seitens der amerikaner...


Er wird zu 90% kein Asyl in Deutschland bekommen, weil das politisch nicht gewollt ist. Mittlerweile sieht das offenbar auch die SPD so, was vor der Wahl und vor den Koalitionsgesprächen noch anders schien. Aber jetzt schwenkt die dumme Bande natürlich um was auch nicht wirklich überraschend ist.

Was das Thema Schutz und Lebensgefahr betrifft: Russland kann ihn nicht besser schützen. Anders gesagt... wenn die Amis ihn umbringen wollen, dann können sie das überall. Ich glaube aber nicht, dass die USA ihn umbringen wird, da auch das auf mehrere Arten gefährlich wäre.
 
Sehr guter Text von Sarah Harrison (Wikileaks, hat Snowden die letzten Monaten geholfen), die heute in Berlin gelandet ist. Sie bringt es voll auf den Punkt:



"Als Journalistin habe ich die vergangenen vier Monate zusammen mit dem NSA-Whistleblower Edward Snowden verbracht und bin an diesem Wochenende in Berlin angekommen. Ich gehörte zu dem kleinen WikiLeaks-Team, das in Hongkong eine Reihe von Asylmöglichkeiten für Snowden vermittelte. Ich verhandelte auch über seine sichere Ausreise aus Hongkong, damit er sein Recht auf politisches Asyl ausüben konnte. Ich war mit ihm unterwegs nach Lateinamerika, als die USA seinen Reisepass für nichtig erklärten und er in Russland strandete.

Die nächsten 39 Tage verbrachte ich mit ihm im Transitbereich des Moskauer Scheremetjewo-Flughafens und half ihm, in 21 Ländern, darunter auch Deutschland, Asyl zu beantragen. Trotz des erheblichen Drucks der USA gelang es uns, ihm Asyl in Russland zu verschaffen. Ich blieb weiter an seiner Seite, bis sich unser Team sicher war, dass er sich dort eingerichtet hat und ihn keine Regierung der Welt stört.

Während Snowden nun erst einmal sicher und geschützt ist, bis sein russisches Visum in neun Monaten erneuert werden muss, gibt es noch viel Arbeit zu erledigen. Edward Snowden hat sich dem Kampf gegen staatliche Überwachung und für mehr Transparenz der Regierungen angeschlossen - es ist ein Kampf, den WikiLeaks - und viele andere - seit langem führen und den wir fortsetzen werden.

WikiLeaks kämpft an vielen Fronten: wir kämpfen gegen Mächtige, die keine Rechenschaft geben wollen, und gegen die Geheimniskrämerei der Regierungen. Wir veröffentlichen Analysen und Dokumente für alle Betroffenen und sorgen dafür, dass die Öffentlichkeit ihre Geschichte zurückerhält, denn sie gehört ihr. Dafür kämpfen wir in Rechtsstreitigkeiten an vielen Orten und sind in einem noch nie dagewesenen Prozess in den USA angeklagt. WikiLeaks setzt sich weiter dafür ein, dass Quellen geschützt werden. Wir haben die Schlacht um Snowdens unmittelbare Zukunft gewonnen, aber der Krieg geht weiter.

Es ermutigt mich, was ich in den wenigen Tagen seit meiner Ankunft in Deutschland erlebt habe: Die Menschen versammeln sich und fordern ihre Regierung dazu auf, endlich das zu tun, was getan werden muss - die Enthüllungen über das NSA-Spähprogramm müssen untersucht und Edward Snowden muss Asyl angeboten werden. Die Vereinigten Staaten sollten nicht länger in der Lage sein, jede Person auf diesem Planeten auszuspähen und zugleich diejenigen zu verfolgen, die diese Wahrheit aussprechen.

Snowden befindet sich in Russland momentan in Sicherheit, aber es gibt Whistleblower und Informanten, auf die dies nicht zutrifft. Chelsea Manning wurde von der US-Regierung misshandelt und sitzt momentan eine 35-jährige Haftstrafe ab, weil sie die wahre Natur des Krieges offengelegt hat. Jeremy Hammond steht ein Jahrzehnt in einem New Yorker Gefängnis bevor, weil er Journalisten Dokumente weitergegeben hat, die die Rolle von Privatfirmen in den Spähprogrammen belegen. Ich hoffe, ich habe ein Gegenbeispiel geliefert: Mit der richtigen Hilfe können Whistleblower die Wahrheit sagen und zugleich ihre Freiheit behalten.

Journalisten, Verleger und Experten, die so mutig dafür arbeiten, dass die Wahrheit ans Licht kommt, werden hart attackiert. Glenn Greenwald, Laura Poitras und Jacob Applebaum befinden sich faktisch im Exil. Barrett Brown ist angeklagt, weil er über unethische Überwachungspraktiken berichtet hat. Mein Chefredakteur Julian Assange hat wegen der amerikanischen Drohungen Asyl bekommen, aber Großbritannien gestattet es ihm nicht, dieses Recht auszuüben. Dadurch wird das Gesetz gebrochen. Die britische Regierung hat außerdem David Miranda auf Grundlage des britischen Terrorgesetzes in Gewahrsam genommen, weil er mit Laura Poitras und Glenn Greenwald zusammen arbeitet.

Das britische Terrorgesetz definiert Terrorismus als Handlung oder die Androhung einer Handlung, die "darauf zielt", eine Regierung "im Sinne eines politischen oder ideologischen Anliegens zu beeinflussen". Darunter fallen Handlungen, die das Funktionieren eines "elektronischen Systems" (also das riesige Spähprogramm der NSA) stören oder Aktionen, welche nach Ansicht der Regierung ein "Risiko" für einen Teil der Öffentlichkeit darstellen.

Es klingt abstrus, Journalismus als Terrorismus zu bezeichnen, dessen Ziel es ist, über nationale Sicherheit zu berichten, für eine ehrliche Regierung zu sorgen oder die simpelsten Bürgerrechte durchzusetzen. Aber die britische Regierung hat sich entschieden, dieses Gesetz so zu interpretieren. Fast jeder Bericht, der über das umfangreiche Spähprogramm der NSA oder des britischen Geheimdiensts GCHQ veröffentlicht wurde, fällt in die Kategorie von "Terrorismus", wie ihn die britische Regierung interpretiert. Deshalb machen mir unsere Anwälte geraten, dass es für mich nicht sicher ist, in meine Heimat Großbritannien zurückzukehren.

Es ist die Aufgabe der Presse, sich der Macht entgegenzustellen. Und trotzdem werden wir verfolgt, wenn wir unsere Arbeit machen. Wir dürfen es nicht zulassen, dass uns diese aggressiven und illegalen Taktiken (durch willkürliche Interpretation von Gesetzen, übereifrige Anschuldigungen und unverhältnismäßige Gefängnisstrafen) zum Schweigen bringen. Ich erkläre mich mit denen solidarisch, die eingeschüchtert und verfolgt werden, weil sie der Öffentlichkeit die Wahrheit mitteilen wollen.

In diesen Zeiten der Geheimhaltung und des Machtmissbrauchs gibt es nur eine Lösung: Transparenz. Wenn unsere Regierungen so kompromittiert sind, dass sie uns nicht die Wahrheit sagen wollen, dann müssen wir nach vorne treten und die Transparenz zu ergreifen. Wenn die Leute die eindeutigen Belege in Form von Originaldokumenten sehen, dann können sie zurückschlagen/ sich wehren. Wenn unsere Regierungen uns diese Informationen nicht geben wollen, dann müssen wir sie uns selbst nehmen.

Wenn Whistleblower nach vorne treten, dann müssen wir für sie kämpfen, damit andere ermutigt werden, es ihnen gleich zu tun. Wenn sie geknebelt werden, dann müssen wir ihre Stimme sein. Wenn sie gejagt werden, dann müssen wir ihr Schutzschild sein. Wenn sie eingesperrt werden, dann müssen wir sie befreien. Es ist kein Verbrechen, uns die Wahrheit zu sagen. Es sind unsere Daten, unsere Informationen, unsere Geschichte. Wir müssen kämpfen, damit es wieder uns gehört.

Mut ist ansteckend.

Sarah Harrison, 6. November 2013. Berlin

Quelle




Hintergrundinfo:

WikiLeaks-Aktivistin: Snowden-Begleiterin Harrison will in Deutschland bleiben

Sarah Harrison hat Julian Assange in seinem britischen Hausarrest begleitet, die letzten Monate verbrachte sie mit NSA-Whistleblower Edward Snowden in Moskau. Nun ist die Britin in Deutschland - und wird vorerst bleiben. Von einer Rückkehr in ihre Heimat raten ihre Anwälte ab.
http://www.spiegel.de/netzwelt/netz...n-sarah-harrison-in-deutschland-a-932228.html
 
Danke Condemn. Ich fühle mich in Sachen Transparenz einmal wieder bestätigt.
Das Thema ging mir zuletzt vor allem durch den Kopf in Bezug auf Preiskampf und die Abwärtsspirale, die immer mehr Arbeitsplätze kostet und zur systematischen Ausbeutung führt. Transparenz ist überhaupt das Thema in unserer Zeit.
 
Danke Condemn. Ich fühle mich in Sachen Transparenz einmal wieder bestätigt.
Das Thema ging mir zuletzt vor allem durch den Kopf in Bezug auf Preiskampf und die Abwärtsspirale, die immer mehr Arbeitsplätze kostet und zur systematischen Ausbeutung führt. Transparenz ist überhaupt das Thema in unserer Zeit.

Ja, sehe ich auch so.

Intransparenz vs. Transparenz
Zentralisierung vs. Dezentralisierung

Beide Themen gehören natürlich eng zusammen. Je mehr Transparenz hergestellt wird, desto schwerer wird es für zentrale Machtsysteme, da die nur im Dunkeln und durch Täuschung existieren können.
 
Fast witzig, wenns nicht Realität wäre:

London: Mülltonnen überwachen Passanten
Die britische Hauptstadt ist schon länger für ihre ausschweifenden Überwachungsmaßnahmen bekannt. Nun zieht die Wirtschaft in Sachen Überwachung hinterher. Das Startup "Renew" stellt Mülltonnen vor, die Smartphones anzapfen und passende Werbung darstellen.

Realisiert wird das durch die angeschalteten WiFi-Netze der vorbeilaufenden Passanten, das sich die Mülltonnen merken und entsprechend Profile für die Nutzer anlegen, ähnlich wie Cookies bei einem Webbrowser. So kann das System personalisierte Vorschläge zum Einkauf machen.

Bisher sind erst zwölf der 100 Mülleimer mit dieser Technik ausgestattet, diese sammeln an Rekordtagen aber schon Daten von über hunderttausend unterschiedlichen Personen. Sich vom System austragen soll bislang nur über eine Webseite möglich sein.

http://www.shortnews.de/id/1044091/london-muelltonnen-ueberwachen-passanten
 
Besser wärs noch, wenn die Mülltonnen die Passanten gleich ansprechen:

Hey du, Susi Brown! Wir wissen, daß du schon lange auf der Suche nach preisgünstigen Handtaschen aus Krokodilsleder bist. Gleich hier um die Ecke, im "Store En Vogue", wirst du fündig. Sei keine Idiotin, greif zu!

:D

Kommt aber sicher noch.
 
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