Uranus (der Prüfer der Zentrierung der Identität)

Hi Rita! :)

GreenTara schrieb:
Ohne Karma wäre kein einer von uns hier, sondern schon längst dem Rad des Lebens (geboren werden, leben und sterben) entstiegen. Du hast aus dieser Warte betrachtet also vollkommen recht.
Das ist schon klar, dass alles irgendwie karmisch ist, aber diese Sicht ist mir zu wenig. Manche Dinge will ich ganz genau wissen, da reicht mir dieses oberflächliche Drüberfahren nicht.

LG
Lilith
 
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Hai, Lilith.

Das ist schon klar, dass alles irgendwie karmisch ist, aber diese Sicht ist mir zu wenig. Manche Dinge will ich ganz genau wissen, da reicht mir dieses oberflächliche Drüberfahren nicht.

Nun frage ich mich, wer gerade oberflächlich ist? Wenn man Reinkarnation überhaupt als gegeben akzeptiert und damit den Begriff Karma, dann muss man dieses Leben gesamthaft als Abtragen von Karma akzeptieren, da gibt es dann keine Ausnahme. Entsprechend ist eben alles, was einem in diesem Leben (unter o.a. Prämisse) begegnet, eine Möglichkeit, Karma abzutragen. Entsprechend muss sich praktisch alles "irgendwie karmisch" anfühlen, wie Annie feststellt. Rita legt nur die "offizielle Sicht" ihrer Kongregation oben drauf, das sehe ich also durchaus als tiefgründig und sicher nicht oberflächlich.

Oberflächlich wäre es, zwar Karma und Reinkarnation als gegeben anzunehmen, andererseits Individualismus einzufordern. Da bist du mit dir selbst nicht im Reinen, will mich dünken...
 
Hallo Lilith :)

Das ist schon klar, dass alles irgendwie karmisch ist, aber diese Sicht ist mir zu wenig.

So so. ;) Du weißt aber schon, was das Wort bedeutet und was dahinter dieser "Theorie" steht?

Manche Dinge will ich ganz genau wissen, da reicht mir dieses oberflächliche Drüberfahren nicht.

Aha. Was wäre denn weniger oberflächlich?

Ganz offensichtlich gehst du davon aus, dass "karmisch" bedeutet, dass etwas besonders schmerzlich und schwierig ist. Das stimmt so nicht. In der buddhistischen Tradition ist nämlich nicht nur von "negativem Karma" die Rede, sondern auch von "positivem". Das heißt dann "Verdienst". Dieses positive Karma ist die Ursache für glückliche Umstände, Wohlergehen etc. und die Ansammlung von Verdienst ist in nicht wenigen Traditionen eine der Voraussetzungen, endgültige Befreiung zu erlangen. Praktisch bedeutet das zum Beispiel, zu meditieren, etwas zu opfern und das Gute, dass aus diesen Tätigkeiten entsteht, dem Wohl der fühlenden Wesen zu opfern. Wie du dir denken kannst, sind diese fühlenden Wesen nicht nur Menschen.

Eine andere Sichtweise wäre, dass aus jeder Handlung (das bedeutet das Wort Karma) etwas resultiert. Handlungen, deren Motiv Hass, Neid, Gier oder Anhaftung sind, haben dann weniger schöne Folgen als Handlungen, deren Motiv das Wohlergehen anderer ist. Auf gut deutsch ausgedrückt: Wenn du keinen reinen A**** hast, dann sind die Resultate deines Tuns vermutlich schräg bis schmerzlich, insbesondere auf der psychischen Ebene.

Karma ist das Resultat grundlegender Unwissenheit, die die Natur des Geistes verschleiert. Diese Schleier bestehen aus Konditionierungen, also Gewohnheiten, die sich so tief eingeprägt haben, dass es nicht so einfach ist, sie zu durchschauen und zu beseitigen. Bezogen auf das Beispiel Partnerschaft: Die Vorstellung, wie eine Partnerschaft zu sein hätte, entsteht ja meist nicht aus einem selbst heraus, sondern aus dem, was man erlebt hat, was man sich wünscht und was man um jeden Preis verhindern möchte - ohne dass man sich darüber wirklich im Klaren ist. Nun ist da ein Mensch, den man sehr mag, mit dem ist das aber nicht großartig anders, nur hat er von deinen abweichende Vorstellungen aufgrund seiner Prägungen. Und schon geht es los: Keiner von beiden kann der Vorstellung (der Konditionierung) "gerecht" werden, es ist aber auch keiner der beiden in der Lage, die Vorstellungen aufzugeben... und so nimmt seinen Lauf, was dann als "karmische Beziehung" durch die Eso-Foren und Bücher geistert. Schon an der Häufigkeit des Themas lässt sich erkennen, dass eine so genannte "karmische Beziehung" nix besonderes ist, sondern eher der "Normalzustand". Nur dass der esoterisch nicht Beleckte das nicht "karmische Beziehung" nennt.

So viel zum Hintergrund meines "Drüberfahrens". ;)

Liebe Grüße
Rita
 
Hi, Miez.

Schrödingers Katze;1415412 schrieb:
- bis auf das mit dem 7. und 8. Haus. Das 8. steht definitiv für die vertragliche Untermauerung der in 7 eingegangenen Beziehungen (nebst vielerlei anderer Bedeutungen).

Auf welchem bösen Trip bis du denn? Nur weil Ouranos sich was aus den Fingern saugt, musst du das Horn nicht auch blasen :) VII. ist seit jeher das Haus für „Heirat und Teilhaber, in der Ehe oder im Geschäft, das Verhältnis, in welchem die betroffene Person zu anderen Leuten steht, ob in Freundschaft oder Feindschaft” (Alan Leo). Und VIII.: „Tod, Testamente, Legate, Vermögen durch Heirat oder Geschäftspartner” (ebenda).

Oder, zum Selberdenken: VII. ist die Opposition (=Ergänzung) zum I.
In I. kann man sagen "ich bin", daher VII.: "wir sind".
In II. kann man sagen: "ich habe", in VIII.: "wir haben".

Wo Ouranos sich vergaloppiert hat, ist die Sache mit kardinalem und fixem Haus: eine Beziehung einzugehen ist ein kardinaler Schritt, etwas draus zu machen, eine Sache des fixen Hauses. Das heißt, man kann sich durchaus in eine Beziehung stellen, aber es kommt halt materiell dabei nichts raus. Oder, sieht man sich die „Scheidungsopfer” an, kostet vielleicht sogar noch einiges. Die Parallele liegt unter dem Horizont: "ich bin" (in I.) jedenfalls, ob materiell dabei etwas rauskommt (II.) ist damit noch lange nicht gesagt.

Also: zurück auf Start, ziehe über „Gefängnis” und setze 2x aus :)
 
Hai, Lilith.

Oberflächlich wäre es, zwar Karma und Reinkarnation als gegeben anzunehmen, andererseits Individualismus einzufordern. Da bist du mit dir selbst nicht im Reinen, will mich dünken...
Ich schon. :)

Du schaust rückwärts, hi2u, wenn du an Karma denkst. Deshalb auch die automatische Verknüpfung mit Reinkarnation. Karma ist das, was man in vergangenen Leben angesammelt und in diesem Leben abzutragen hat. Jaja, das stimmt schon- so bleibt es aber nur ein Glaube. Wenn du vorwärts schaust, dann bekommt Karma ein anderes Gesicht, dann ist der Blick auf das Karma gerichtet, das du dir jetzt, in diesem Augenblick, erschaffst und zukünftig abzutragen hast. Wenn man so schaut, dann stellt sich nämlich die Frage, was man tun kann, um sich weiteres, vor allem schlechtes Karma zu ersparen.

Wie entsteht denn Karma? Karma ist das Gesetz von Ursache und Wirkung, es konfrontiert den Menschen mit den Ergebnissen seiner Handlungen. Man kriegt immer die Quittung gemäss der Absichten, die man hegt- das ist keine Glaubensfrage, sondern eine des Wissens. Man kann diesen Mechanismus nämlich selbst beobachten- wenn man denn ehrlich zu sich ist. Ist man das, konsequent und radikal, dann wird man zu der Erkenntnis kommen, dass man Gott ist. DER EINE ist absolut individuell- das sagt doch schon das Wort.

:)
 
Huhu hi2u,

das Thema hatten wir schon einmal und da waren wir auch schon uneins. Ich bleib jedoch dabei, dass das 8. Haus für's Verfestigen der Angelegenheiten des 7. Hauses steht.
Ich hab zumindest geheiratet und mich auch wieder scheiden lassen :weihna1, als Pluto in 8 bei mir stand. Naja, war ja auch 'ne Heirat aus finanziellen Gründen *hust*, die mir schlussendlich alles Materielle genommen hat.
Mein Trip hin oder her (der bekommt mir zumindest besser als viele andere vorher), so falsch ist meine Sicht der Dinge trotzdem nicht. Vielleicht differenzier ich nur anders als du. Für mich ist das 7. Haus das Haus der Freunde und Feinde (ist ja eh ein und das gleiche). Mein Lieblingsstichwort ist dazu immer "Geliebter Feind" und ich seh gleichzeitig Klaus Kinski rumtoben :weihna1
Verträge mit den Partnern werden da nicht unterschrieben. Das ist das Haus des Handschlags. Das 8. das Haus der Unterschrift. Wo denken wir da bitte so unterschiedlich?
Ist ja richtig, was du schreibst und mir zum Denken aufgibst. Aber mein Erleben war eben ein anderes bisher. Oder eben genau nicht.
Oder, zum Selberdenken: VII. ist die Opposition (=Ergänzung) zum I.
In I. kann man sagen "ich bin", daher VII.: "wir sind".
In II. kann man sagen: "ich habe", in VIII.: "wir haben".
Was bitte haben meine Worte anderes ausgesagt?
Erstmal sind wir = 7.
Dann haben wir - durch Verfestigung (Veträge und dergleichen) = 8.
Gelöst kann alles werden. Die Sachen des 7. Hauses leichter als die des 8ten.
Ja, ich setz lieber aus. Das ist gescheiter.

:zauberer1
 
Hi, Gabi.

Du sagst Mond in 7 hat es leicht Ja zu sagen. Das stimmt so weit, aber wenn der Mond im Oppos. zu Uranus und im Quadrat zur Venus steht, ist es nicht mehr so leicht. Da kämpfen dann mehrere Empfindungen miteinander. Der Mond sagt ja, Uranus sagt: spinnst du, dich zu binden, Venus sagt: lass ihn laufen, der ist viel zu kompliziert...

Ich meine, du deutest die Aspekte zu "eigenständig", doch zuerst steht Mond in VII. (und einem Zeichen, durch das er rezipiert). Dass nun Uranus eine Opposition darstellt, sagt nichts neues über das Thema des VII., sondern über den Mond (!). Da werden also Gefühle spontaner, willkürlicher, oberflächlicher. Und die 90 Ve sagt gar nichts in deinem Sinn, sondern stellt eine ziemlich wahllose Ausbreitung von Sympathien dar.

Wo ich rein sprachlich korrigieren möchte: Mond hat es nicht "leicht", "Ja" zu sagen -- Mond muss geradezu "Ja" sagen, denn der ist auf emotionale und häusliche Geborgenheit aus. Sobald diese beiden Aspekte (hier: scheinbar, weil 180 Ur) erfüllt sind, wird die Beziehung schon abgenickt. Mit 90 Ve tut frau sich da nicht schwer, jeden "gut genug" zu finden. Somit würde ich in diesem Fall den unverdächtigen Mond eher als Angstplaneten qualifizieren, als die "harten" Gesellen, die wenigstens noch eine gewisse Distanz zulassen -- nötigenfalls auch um den Preis einer Ent-Täuschung, was ja auch nix Schlechtes ist, eine Erfahrung reicher zu werden :)

Unterm Strich sind das zusammen eine Art "kleinster gemeinsamer Nenner"-Aspekte. Ur mag da noch Anmerkungen gehabt haben (ein Autor meint, dass dieser Aspekt dazu geeignet ist, Familienangehörige ob des ständigen Wechselbads der Gefühle in den Wahnsinn zu treiben :) ), aber 90 Ve bügelt ohnehin alles glatt (zumindest aus deiner Sicht, und eine andere kriegst niemand...).
 
Nochmal Hi to hi2u,:)

Cut! Und weg von den Gedanken, weil ich mal wieder was durcheinanderwürfel, was nicht durcheinander geraten sollte. Nämliche Geburtskonstellationen und Transite.
Klaro, leg ich's mit netten Planeten in 7 drauf an, gute Beziehungen zu pflegen und die auch einzugehen (oder auch nicht, doch ich muss hier ja nicht zitieren, was sonstwo schon geschrieben steht). Aber ich denke dennoch, dass sich auch hier eine "Verfestigung" mit einem Transit durchs 8. Haus oder einem Aspekt dahin, vollziehen wird. War zumindest so bei dem, was ich beobachten konnte. Aber was weiß denn ich?
Meine Prognosen passen meistens haarscharf. So falsch kann ich also gar nicht liegen. Ich kann das aber leider nicht so schön beschreiben wie du. Ich seh halt was los ist und dann fügt es sich irgendwie zusammen...Hausfrauenastrologie eben! :schnl:
 
Hai, Miez.

Schrödingers Katze;1416677 schrieb:
Ich hab zumindest geheiratet und mich auch wieder scheiden lassen :weihna1, als Pluto in 8 bei mir stand. Naja, war ja auch 'ne Heirat aus finanziellen Gründen *hust*, die mir schlussendlich alles Materielle genommen hat.
Manches simplifizierst du ziemlich gnadenlos -- Pluto braucht je nach Umständen zwischen 11 und 30 Jahren, um durch ein Haus zu gehen. Was bitte ist unter diesen Umständen dein Argument wert? Exakt: nix.

Aber was hat sich in VII. abgespielt, als ihr euch kennengelernt habt? Geheiratet habt? Geschieden wurdet? Was du sagst, habe ich schon gesagt: materiell ist für dich dabei nichts rausgekommen, Pluto in VIII., der Wandel des gemeinsamen Besitzes.

Also vielleicht mal VII. im fraglichen Zeitraum durchschauen -- irgendwann habe ich doch sogar eine Halbsummen-Aufstellung für die Scheidung gemacht? Aber vergiss endlich den langsamsten Planeten im Haus als Indikator für irgendwas "persönliches" -- das ist HFA at its best.

Vielleicht differenzier ich nur anders als du.
Das ist anzunehmen -- aber Astrologie ist kein demokratisches Gut, wo die Mehrheit "gewinnt".

Verträge mit den Partnern werden da nicht unterschrieben. Das ist das Haus des Handschlags. Das 8. das Haus der Unterschrift. Wo denken wir da bitte so unterschiedlich?
Ganz klar bei deiner Vertragsdenke: Verträge werden "in guten Zeiten" geschlossen, um im voraus in Übereinstimmung zu regeln, wie im Extremfall zu verfahren ist. Der Vertrag ist also nicht das Ergebnis von irgendwas, sondern die Einleitung und damit kardinal.

Aber mein Erleben war eben ein anderes bisher.
Nö, sicher nicht -- bloß deine Erklärung für dein Erleben spielt sich auf einer willkürlichen Ebene ab. Tritt einfach mal drei Schritt zurück und schau dir das an, was ich dir ohne weiteres "weissage": du wirst vor allem in VII. fündig, wenn du dir deine Ehe vornimmst.

Was bitte haben meine Worte anderes ausgesagt?
Einfach zurück im Thread und nochmal lesen :)
Erstmal sind wir = 7.
Dann haben wir - durch Verfestigung (Veträge und dergleichen) = 8.
Eben nicht. "Wir sind" erst, wenn ein Vertrag besteht. Und sogar das ABGB weiß, dass ein Vertrag durch formlose Willensübereinkunft zustande kommt -- es ist also keinesfalls Papier erforderlich, um einen Vertrag zu schließen.
 
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Hi, Miez.

Schrödingers Katze;1416681 schrieb:
Meine Prognosen passen meistens haarscharf.

Das würde mich an deiner Stelle schon sehr beunruhigen... Denn es ist eine der Kardinalsünden der Pseudowissenschaft, Fehler nicht zu analysieren, sondern "schön zu reden". Auf dieser Basis kann man jede seiner Prognosen korrekt biegen, aber das bleibt nur ein sehr eingeschränktes Erfolgserlebnis.

Ich hingegen lege Wert darauf, dass ich mich bei vielen meiner Prognosen ziemlich weit vertan habe -- und hoffe, ich habe etwas draus gelernt. Andernfalls wüsste ich jetzt schon, wann ich keine Milch mehr bestellen muss, was neben der dadurch eintretenden Sicherheit durchaus auch für etwas Unruhe sorgen könnte...
 
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