Uranus (der Prüfer der Zentrierung der Identität)

Hi, Miez.


Da bin ich noch nicht sicher -- ich meine, das mit dem Rumgeflippe. Das mit dem Alter ist gewiss -- aber was implizierst du da?



Huch -- du meinst: Beziehung als Altersvorsorge? Das -- schauder -- möchte ich mir nicht vorstellen... Das Leben ist unsicher und endet in fast allen Fällen (außer bisher einem) mit dem Tod. Zu glauben, dass der Partner dich überlebt und ein perfekter Pfleger ist, halte ich für eine fatale Misskonzeption. Dann schon besser ein paar Kinder in die Welt setzen, die überleben dich mit höherer Wahrscheinlichkeit.

Alles andere ist sinnlose Spekulation, bestenfalls beengende Perspektive deines Saturn. Am besten, du beginnst bald in eine Pflegekasse einzuzahlen, das Anlachen eines Partners ersetzt das nicht :)

Darum geht's doch gar nicht. Lustig, was du mir und meinen Worten da oben unterstellst :-) Von Absicherung hab ich nicht geredet. Ich hab das Alleinsein gemeint. Und ich find nix schlimmer, als alleine vor sich hinzuschimmeln. Sowas kann schneller gehen als man denkt. Schade, wenn derjenige dann nicht erleuchtet ist (was sich jetzt an Simi richtet).
Es geht drum, soziale Kontakte zu pflegen, weil es kein schlimmeres Gefühl gibt, als sich völlig allein zu fühlen.
@Simi: du lebst das ja auch nicht. Also erzähl nix!
 
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Liebe Simi und alle anderen!!!

Naja, ich bin mit dem Rumgeflippe ja erst mit 28 angefangen, lach. Saturn-Geburtstag, ich musste endlich raus aus mir. Zwei Jahre mit Astrologie rumgespielt und dann, mit 30, die erste Sicht. Ab da ging's nicht mehr um eine Ego-Bestätigung, mehr um eine Selbstbeobachtung beim Flippen- bis ich 35 war, dann war das Mass voll. Ich stand alleine da. Jeder steht an der Stelle alleine da, Katze- da kommt keiner dran vorbei.

Allein? Du standest ganz sicher noch nie wirklich allein da. Da verwette ich alles drauf, was mir geblieben ist.

Nein. Nein. Nein.
Der Mensch ist kein soziales Wesen.
Wer erleuchtet ist oder dergleichen, ist nicht mehr abhängig von anderen.
Hahahaha! Never! Zeig mir bitte einen Erleuchteten, der völlig allein vor dich dahinvegetiert! Selbst Buddha war beim Sterben nicht allein. Den Akt des Sterbens durfte er aber schon selber vollziehen. Hier sind wir alle allein. Ja. Aber bis dahin wurde er schon genährt. Dafür hat man ja als Erleuchteter Jünger. Dann gibt es dann auch die kleinen Erleuchteten, die irgendwo auf den Straßen rumhocken und dankbar sind für jeden Krümel, den sie von den Nicht-Erleuchteten in den Klingelbeutel geworfen kriegen. Es lebe die Erleuchtung! Jajaja! Wenn Erleuchtung irgendwas ist, dann ein demütiges Geschehenlassen der "Dinge", welcher auch immer. Toll! Und? Aber solange jemand in 'ner Mietwohnung oder was auch immer haust, täglich sein Auskommen hat und andere Leute mit Weisheiten vollhagelt, kann ich beim besten Willen nur noch staunen, wie man so auf 'nen Erleuchtungstrip kommen kann.
Mir fällt immer wieder mal Siddharta ein. Der Mensch ist kein soziales Wesen. Punkt. Oder Fragezeichen? Was macht der Erleuchtete? Er setzt sich zu seinem Meister ins Boot. Und aus.
 
Hi, Miez.

Schrödingers Katze;1410999 schrieb:
Von Absicherung hab ich nicht geredet. Ich hab das Alleinsein gemeint. Und ich find nix schlimmer, als alleine vor sich hinzuschimmeln.

Also doch Absicherung -- halt nicht gleich Pflege, aber soziale Kontakte. Dafür gibt's Altersheime... Wenn du das mit alleine schimmeln nicht magst, ist dein XII. wohl nicht so recht ausgebaut -- mir war's bislang eher wurscht, denn ich hab' genug auf der Liste, um mich auch allein nicht zu langweilen. Nach einiger Zeit wird's zur Überwindung, überhaupt das Haus zu verlassen -- Sonne in XII. halt :) Aber wer holt dann die frische Milch?

Wobei sich das Problem bei der beginnenden Überalterung der Bevölkerung fast von selbst beheben wird -- da sind zu viele, die auch nicht allein schimmeln wollen. Das war früher anders, als nur wenige den 80er erlebten. Trotzdem -- wie muss sich ein z.B. Juppi Heesters fühlen, der bei recht guter geistiger Gesundheit über 104 Jahre alt ist? Der hat niemanden mehr um sich, den er in seiner Jugend gekannt hat. Er ist rund 30 Jahre älter als der Durchschnittsmann -- da sind "soziale Kontakte" ohnehin sehr limitiert, von "gemeinsamen Erinnerungen" schon lange nicht mehr die Rede.

An solchen Extremen zeigt sich die Hoffnungslosigkeit deines Ansatzes: am Ende ist jeder allein, selbst unter vielen Menschen. Sozialisierung bedeutet ja Einbindung, aber genau die ist nicht (im vollen Umfang) gegeben, weil der Kontext unterschiedlich wird, wenn die Altersdifferenz steigt.

Ansonsten: Uranus pflegen und weiter "rumflippen", wie du es nennst...
 
Sach mal, hi2u, was projizierst du jetzt auf mich? Ich hab mich schon oft genug rausgepellt und war völlig allein. Und es ist nicht schön. Kannst du gerne leben, wenn du Bock drauf hast. Gut möglich, dass ich auch irgendwo allein ende. Muss ich damit rechnen. Aber wünschen muss ich mir das nicht. Ich muss mich da auch auf keine Diskussion einlassen, denn ich hab genug Bekannte, die noch ziemlich jung sind und ohne Hilfe aufgeschmissen. Wenn diese Hilfe was anderes ist, als eine kalt-neutrale in einem Heim, einer Klinik etc., dann ist das denen nur zu wünschen. Liegt vielleicht auch an meiner 12er-Sonne, dass mich deren Schicksal nicht kalt läßt. Was das alles angeht, hab ich meine Lektionen gelernt. Uranus in 7 darf gerne die Angst vor Abhängigkeiten leben. Ich seh darin für mich keinen Bedarf. :)
 
Soziale Kontakte zu haben bedeutet ja nicht gleich Abhängigkeit.
Das ist richtig, Lilith. :)

Lilith schrieb:
Du hältst dich ja auch gerne hier unter Menschen (auch wenn's virtuell ist) auf und tauschst dich aus.
Du suchst also genauso den sozialen Kontakt.:)
Ich halte mich nicht gerne unter Menschen auf. Ich tue es dennoch, aber nicht um mich auszutauschen, bestenfalls um etwas zu geben, wenn denn einer etwas nehmen will- in erster Linie aber wegen meiner weiteren Entwicklung. Ich teste mich hier, ich habe hier meine Wahrheit auf dem Prüfstand, soziale Kontakte suche ich nicht.

Es gibt gar keinen Kontakt, Lilith- er ist nur scheinbar. Jeder lebt in seiner Welt, in der, die er sich selbst erschafft durch seine Vorstellungen und Überzeugungen. Wenn du Kontakt zu jemandem willst, dann geht das nur, wenn du 1:1 seine Vorstellungen und Überzeugungen annimmst- dann betrittst du seine Welt. Ansonsten ist es nur eine Illusion von Kontakt. Ich sehe die Welten, die sich die einzelnen Leute hier so kreieren, aber warum sollte ich diese Welten betreten wollen? Ich kenne sie, sie liegen hinter mir, ich habe kein Interesse daran, sie zu betreten. Wer Kontakt zu mir will, der muss meine Welt betreten, die Welt des Einen Geistes- in der ist man allein, aber verbunden mit eben diesem Einen Geist, dem Geist Gottes.

:)
 
Jeder lebt in seiner Welt, in der, die er sich selbst erschafft durch seine Vorstellungen und Überzeugungen. Wenn du Kontakt zu jemandem willst, dann geht das nur, wenn du 1:1 seine Vorstellungen und Überzeugungen annimmst- dann betrittst du seine Welt. Ansonsten ist es nur eine Illusion von Kontakt. Ich sehe die Welten, die sich die einzelnen Leute hier so kreieren, aber warum sollte ich diese Welten betreten wollen? Ich kenne sie, sie liegen hinter mir, ich habe kein Interesse daran, sie zu betreten. Wer Kontakt zu mir will, der muss meine Welt betreten, die Welt des Einen Geistes- in der ist man allein, aber verbunden mit eben diesem Einen Geist, dem Geist Gottes.

Genau das gleiche hat mein Astro-Freund vor einem Jahr auch noch gesagt. Eins zu eins zu deinen Worten, liebe Simi. Dann hat er sich plötzlich verliebt. Und plumps...
 
Hallo Lilith und Simi, :)

das verstehe ich einfach nicht, es will mir nicht in den Schädel, warum Erleuchtung mit Unabhängigkeit gleichgesetzt werden soll. Gerade Oskar Adler, den Du ja so gerne hast, der betrachtet doch gerade das Gemeinschaftsgefühl als Geschenk der Evolution.
Hi Martina :)

Ja, das ist ja richtig: das Gemeinschaftsgefühl ist ein Geschenk der Evolution, das erst mit den Säugetieren aufkam und in Menschengestalt zur Blüte führte. Damit ist die äussere Entwicklung aber abgeschlossen, es beginnt ab da die Involution, die innere, spirituelle Entwicklung- und die läuft rückwärts. Vom Menschen über das Tier, zurück zur Pflanze bis zum Stein- alles im Bewusstsein natürlich. Dh das menschliche Bewusstsein erlebt sich zunächst als Mensch, das kennste. Aber kennst du auch den tierischen Anteil in dir? Der rein instinktiv handelt, der bei wirklicher oder vermeintlicher Bedrohung seine Klauen ausfährt und eben genau so handet wie ein Tier? Ich schon, diesen Teil meiner Selbst habe ich bereits gesichtet und unter Kontrolle, dh ich beherrsche ihn.
Jetzt ist der pflanzliche Teil meiner Selbst dran- von Beherrschung keine Spur, ich sag's dir, lach. Was macht ne Pflanze, Martina? Nix. Sie richtet sich nach der Sonne aus, instinktiv kann man da nicht sagen, mir fehlt das richtige Wort dafür.

Erleuchtung ist viel mehr als Unabhängigkeit, allerdings ist Unabhängigkeit in ihr enthalten. Ich weiss aber, dass das falsch verstanden wird, Beispiel Partnerschaft. Ich lebe in Partnerschaft mit voss, wobei wir uns über das Wort an sich kaputtlachen, aber irgendwie muss man es ja benennen, lach. Neulich hat er mit jemandem gesprochen und gesagt, ich sei mit meiner 7. Haus Besetzung schon immer beziehungunfähig gewesen und jetzt, da ich erleuchtet sei, sei ich es erst recht. Ein Insider-Witz, den derjenige natürlich nicht verstand und dementsprechend blöd geguckt hat. Wir beziehen uns nicht aufeinander, jeder bezieht sich auf sich. Würde sich einer von uns auf den anderen beziehen, entstünde sofort ein ganzes Universum, bestehend aus Vorstellungen- die alle entäuscht würden.

Kayamea schrieb:
Warum das denn trennen? Es gibt eine Einheit aller Menschen/Lebenwesen und was weiß ich wem und es gibt die innere Einheit mit sich selbst.
Das ist ja nicht getrennt, darum geht's ja gerade. Wer mit sich selbst Eins ist, der weiss/sieht/erlebt, dass die Welt und alle Dinge in ihr Inhalt seines Bewusstseins ist. Das Pferd wird nur gerne von hinten aufgezäumt, indem man versucht, mit allen Menschen da draussen eins zu werden- was auf diesem Weg vollkommen unmöglich ist.

Kayamea schrieb:
Das wurde Simi schon öfter gesagt, sie ging aber bisher nie darauf ein bzw. habe ich es nicht gesehen.
Ich habe die Antwort schon oft gegeben, allerdings wird sie offensichtlich nicht verstanden. :)

Kayamea schrieb:
Eben und warum tut sie das, wie jeder andere auch?
Du interpretierst in mein Tun dich hinein, Martina- deshalb siehst du mich tun, was jeder tut.

Kayamea schrieb:
Gerade Adler sieht im Wohl der Allgemeinheit die "absolute Wahrheit".
Ja sicher, das stimmt ja auch. Zwischen mir und der Allgemeinheit gibt es keinen Unterschied- sie sind eins. Deshalb gibt es ja auch keinen Kontakt, Kontakt setzt zwei voraus. Du fragst dich doch auch nicht, wie du Kontakt zu deinem linken Arm herstellen kannst.

Kayamea schrieb:
Die innere Einheit mit sich selbst erfährt man doch nur in der absoluten Akzeptanz der Tatsache, dass alles was ist wiederum innerhalb der Einheit von allem was ist, passiert.
:confused:

Kayamea schrieb:
Der Weg ist also nicht die Lösung aus der Gemeinschaft, sondern deren Akzeptanz und die Erkenntnis, dass in der Akzeptanz die Lösung liegen kann. Nämlich die Lösung von der Vorstellung, als Einzelwesen überleben zu können.
Was denn für eine "Lösung aus der Gemeinschaft"? Es gibt gar keine Gemeinschaft, aus der man sich lösen könnte oder müsste- sie existiert nur in der Vorstellung. DAS muss man akzeptieren, dass es nur eine Vorstellung im Bewusstsein ist. Eine Einbildung. Genauso ist es nur eine Vorstellung, ein Einzelwesen zu sein. In Wirklichkeit gibt es nur einen Körper: Gott. Und dieser eine Körper ist die ganze Welt.

Kayamea schrieb:
Das schließt aber wiederum nicht aus, dass jeder Einzelne sich innerhalb der Einheit individuell entwickeln kann und sein persönliches Überleben so gestalten kann, wie er es für richtig hält und wie es ihm gut tut und wie es möglich ist.....
Es gibt keinen Einzelnen, es gibt nur Gott, Martina. Gott nimmt unendlich viele Formen an, es ist aber immer ein und derselbe Gott. Die Formen sind vergänglich, nicht aber das, woraus sie in ihrer Grundsubstanz bestehen. Die Frage ist nur, womit das Bewusstsein sich identifiziert: mit der Form oder der Grundsubstanz? Wenn sich das Bewusstsein mit der Form identifiziert, dann kämpft es mit anderen Formen um sein Überleben, identifiziert es sich mit Gott, dem wahren Sein, dann gibt es nichts zu kämpfen- gegen wen denn und warum?

kayamea schrieb:
Uranus ist der Rebell, der sich aber auch nur "innerhalb" der Einheit seiner Leidenschaft hingeben kann. Denn ohne Resonanz gibt es noch nicht mal Freiheit.
Wahre Freiheit ist Freiheit von allem, Martina- auch von Resonanz.

:)
 
Schrödingers Katze;1410999 schrieb:
Darum geht's doch gar nicht. Lustig, was du mir und meinen Worten da oben unterstellst :-) Von Absicherung hab ich nicht geredet. Ich hab das Alleinsein gemeint. Und ich find nix schlimmer, als alleine vor sich hinzuschimmeln. Sowas kann schneller gehen als man denkt. Schade, wenn derjenige dann nicht erleuchtet ist (was sich jetzt an Simi richtet).
Es geht drum, soziale Kontakte zu pflegen, weil es kein schlimmeres Gefühl gibt, als sich völlig allein zu fühlen.
@Simi: du lebst das ja auch nicht. Also erzähl nix!
Was lebe ich nicht, Katze? Das Alleinsein? Du meinst, ich lebe nicht das, was du dir unter Alleinsein vorstellst- das stimmt. Du stellst dir unter Alleinsein alleine vor sich hinzuschimmeln vor, das hat nichts mit dem Alleinsein zu tun, von dem ich spreche. Allerdings führt das eine zum anderen- ich bin nämlich mal verschimmelt, allerdings freiwillig. Ich habe aus Einsicht heraus die scheinbaren Kontakte aufgegeben- einen nach dem anderen. Bis zum Schluss keiner mehr übrig war- die Station auf dem Weg heisst Tod/XIII. Du wehrst dich noch, indem du zB die Synastrie mit deinem guten Freund überprüfst, das kannste machen, bis du schwarz wirst- willst du fortschreiten auf dem Weg, dann wird dir nichts anderes übrig bleiben, als alleine dazustehen.

:)
 
Hallihallo,

Was denn für eine "Lösung aus der Gemeinschaft"? Es gibt gar keine Gemeinschaft, aus der man sich lösen könnte oder müsste- sie existiert nur in der Vorstellung.
Manchmal betrachte ich Menschen, auch mich selbst, aber bei anderen Menschen auf der Straße ist es besonders einfach, wo mir eine Blase auffällt. Ich betrachte diese künstliche Blase als die Welt, wie sie in der Vorstellung und Willen für denjenigen existiert. Die Relikte der Sozialisation und Eigendünkel (zB die eigene Vorstellung, bei anderen einen guten Eindruck zu machen), halten diese Blase aufrecht. In ihr finden dauernd Monologe statt, zB Sorgen, was man nicht noch alles tun muss, oder wo man jetzt am liebsten wäre, oder wie einem die Leute doch angucken, ja wie sieht der denn aus. Egal was. Es sind Tatsachen der Vorstellung, nicht der Welt.

Alles Illusion, und Gemeinschaft ist ebenso eine Illusion, weil sie nur durch diese künstliche Blase an Vorstellungen aufrecht erhalten wird. Es sind Konzepte, die darum kreisen, sich zB bloß nicht lächerlich zu machen , oder was für ein toller Hecht man ist, oder wie sehr man sich von anderen unterscheidet. Oder man wil nicht einsam sein. Manchmal kommt man zu einigen Ansichten, die vielleicht etwas harmonischer sind, in Wahrheit sind sie nur ausgeglichener, aber immer noch Vorstellungen!

Was ist das für eine Gemeinschaft?
Die wahre Gemeinschaft entdecke ich, wenn ich die Menschen nicht mehr aufgrund ihrer Schwächen sehe, und vor allem, wenn ich die Blase als notgedrungenes Beihängsel betrachte, zu dem sie gekommen sind, weil sie Menschen sind, Lebewesen, in dem Moment aber bin ich nicht mehr auf deren Seite. "Ich bin auf der Ebene, wo das Sein anfängt und die Illusion aufhört." Aber dahin zu kommen, erfordert nun mal Erleuchtung. Und dass Erleuchtung so herrlich arrogant klingt, liegt wiederum an diesen künstlichen Vorstellungsbilder. Erleuchtung bedeutet für mich nicht , andere zu verstehen, indem ich mir Gedanken mache, sondern zu sehen, was überhaupt alles, auch mit mir, vor sich geht. In einem Augenblick. Zu sehen, was die psychischen Funktionen für Ursachen bringen. Es ist wie der Lichtblick, dass man einen Blick ins Karussel erhaschen kann.
Man müsste - selbst ohne Erleuchtung - andauernd durch die Straßen ziehen und schreien um dieses Wunder zu bezeichnen: KARUSSEL, KARUSSEL, KARUSSEL! Weil sich alles im Kreise dreht, ohne dass einem dabei schwindlig wird. Man wiederholt sich andauernd. Also muss man sich aus seinen Vorstellungen befreien.

LG
Stefan
 
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Was lebe ich nicht, Katze? Das Alleinsein? Du meinst, ich lebe nicht das, was du dir unter Alleinsein vorstellst- das stimmt. Du stellst dir unter Alleinsein alleine vor sich hinzuschimmeln vor, das hat nichts mit dem Alleinsein zu tun, von dem ich spreche. Allerdings führt das eine zum anderen- ich bin nämlich mal verschimmelt, allerdings freiwillig. Ich habe aus Einsicht heraus die scheinbaren Kontakte aufgegeben- einen nach dem anderen. Bis zum Schluss keiner mehr übrig war- die Station auf dem Weg heisst Tod/XIII. Du wehrst dich noch, indem du zB die Synastrie mit deinem guten Freund überprüfst, das kannste machen, bis du schwarz wirst- willst du fortschreiten auf dem Weg, dann wird dir nichts anderes übrig bleiben, als alleine dazustehen.

:)

Mit dem Allein-Sein, das ich kenne, hat das auch nix zu tun. Mir kann da keiner was vormachen. Wahrlich nicht. Synastrien guck ich mir gerne an, um was über mich zu erfahren. Das war von Beginn an meine Intention. Ansonsten haben wir da wohl was gemeinsam. Aber bei mir war da nicht Absicht dahinter, sondern einfach das Bedürfniss - ohne großartig drüber nachzudenken. Und da das die Leute bei mir eh in gewisser Weise gewöhnt sind (weil ich einfach so bin), hat es auch niemanden gewundert, dass ich für niemanden mehr greifbar war. Ich hab schon meinen Ruf als Einsiedler weg. Aber was soll's. Mal schauen, welche Tendenz irgendwann siegt. Im Moment schaut es zumindest so aus, dass die Einsiedelei wenigstens verlagert wird :-) Deswegen muss ich noch lange nix gegen eine ausgesuchte Gemeinschaft haben. Alleene bleib ich ja stehen.

Wogegen wehre ich mich? Gegen das Alleinsein? Ich? Nee. Wirklich nicht. Mich muss man zum Nicht-Allein-Sein zwingen.

Ach je, ich glaub, solange man hier nur im virtuellen Raum rumfliegt, hat man eh ein völlig falsches Bild. Ich bin wesentlich komplexer, als du dir das vorstellen kannst. An mir haben sich schon viele die Zähne ausgebissen. Ich schreib hier zwar ab und zu mal wirres Zeug, aber was da wirklich abgeht, das steht hier nicht. Forum ist für mich Small-Talk und heute auch ein bisschen zusätzlich Mars-Merkur :-)

:)
 
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