Die meisten Menschen können sich an frühkindliche Erlebnisse nicht erinnern. Aber nicht, weil sie nicht stattgefunden haben, sondern weil noch keine komplexen Denkprozesse aktiv wahren.
Ohne Denken existiert einfach keine Wahrnehmung, sondern ein Funktionieren der Sinne.
Nein, sie können sich nur deshalb nicht erinnern, weil sie sich auf das sprachliche Denken fokussieren.
Ich erinnere mich an das, was ich im Mutterleib fühlte.
Das kam, als ich mich mehr und mehr auf meine Gefühle und Empfindungen fokussierte.
Meine Mutter erinnerte sich an Szenen, als sie grad mal 9 Monate alt war.
Die Erinnerung wurde ihr von Leuten bestätigt, die ebenfalls dabei waren.
Man kann sich auch an das erinnern, was man gesehen hat - in Bildern.
Ja - wenn ich das, was ich mir wahrnehmungsmäßig und durch Vergleichen erschlossen habe, in Worte fassen möchte, dann denke ich in gesprochenen Worten.
Aber vorher denke ich oft in Bildern, bzw "3D-Filmen" und Assoziationen.
Sie erforschen das, wovon sie einen Begriff zu haben glauben.
Wenn dem so wäre, könnte man niemals etwas Neues entdecken, für das man dann neue Begriffe kreieren müsste.
Sobald es gedacht wurde, ist es auch schon wieder weg. Leben ist kein Konzept, weder das Konzept eines bewussten Wahrnehmens, noch das Konzept der nicht-Existenz einer bewussten Wahrnehmung.
Leben ist Leben und Konzepte sind Konzepte.
Mensch macht sich Konzepte, um bestimmte Erfahrungen und Abläufe im Leben besser zu verstehen.