Soll Griechenland raus aus Euro...

Griechenland raus aus Eurozone?

  • Ja

    Stimmen: 72 66,1%
  • Nein

    Stimmen: 23 21,1%
  • Weiß nicht

    Stimmen: 14 12,8%

  • Umfrageteilnehmer
    109
Tatsächlich? Sorry, das glaube ich nur bedingt. Ich halte es für unzulässig, die Höhe Löhne, Renten etc. der einzelnen EU-Staaten gegeneinander auszuspielen. Es kommt auch immer auf die jeweilige Kaufkraft an.
Im Beitrag #3116 ist dazu ein Faktencheck von n-tv.de

Das hat mit Ausspielen gar nichts zu tun, sondern mit einer einfachen Rechenaufgabe. Z.B. liegt der estnische Mindeslohn 10 % unter dem des griechischen Mindeslohnes. Trotzdem mußten sich deren Bürger 2x an dem Hilfsprogramm für die Griechen beteiligen. Ist das gerecht? Wie soll man das den Bürgern des Baltikums erklären, die selber harte Einschnitte und Reformen in den Jahren 2009 - 2011 verknusen mussten, um ihre Staaten wieder auf Kurs zu bringen? Und das ganz ohne Hilfsmaßnahmen, lediglich durch Sparmaßen, die ihnen sehr weh taten.

Würdest du es als gerecht empfinden, wenn ein Vater dem einen verschuldeten Sohn unter die Arme greift, aber dem anderen sagt, sie zu, wie du aus der Sache wieder rauskommst? Also, ich nicht.

Lg
Urajup
 
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Ehrlich gesagt, mir ist das ziemlich egal. ;) Sollen sie (und damit meine ich nicht nur Merkel, sondern auch alle anderen EU-Leute endlich mal aufhören, die Menschen zu belügen! Völlig egal wäre der Grexit, die Eurozone ist stark, da bestünde keinerlei Gefahr etc.pp.

Und wenn man den Bericht der "Welt" liest, sieht man das Bild, das die Troika zeichnet, mit einer Gefahr für den gesamten Euroraum - weil die Banken in GR in einem desaströsen Zustand sind und stabilisiert werden müssen. Darum werden aus 53 Mrd. auch ganz flott eben mal so 82 Mrd. Ist ja ein Pappenstiel... :rolleyes:

Mir gehts dabei nicht darum, ob sie jetzt schlaflose Nächte hat, sondern wie sie sich strategisch aus dieser Klemme befreit. Und ich weiß jetzt wie, zumindest ist das hier die Linie Deutschlands, und es ist tatsächlich strategisch ziemlich genial, natürlich nur in Anbetracht einer sehr unmöglichen Situation:


Die Eurofinanzminister sehen die Athener Reformvorschläge äußerst skeptisch. Laut einem Zeitungsbericht bringt Wolfgang Schäuble einen vorläufigen Austritt Griechenlands aus der Eurozone ins Spiel.

(...)

Schäubles Finanzministerium fasst nun laut "FAS" zwei Wege ins Auge:


  • Der erste Weg könnte so aussehen: Griechenland verbessert seine Vorschläge rasch und umfassend, mit voller Unterstützung des Parlaments. Unter anderem schlägt das deutsche Ministerium vor, dass Griechenland Vermögenswerte in Höhe von 50 Milliarden Euro an einen Treuhandfonds überträgt, der sie verkauft und damit Schulden abträgt.
  • Weg Nummer zwei: Mit Athen wird über eine "Auszeit" verhandelt. Griechenland verlässt die Eurozone für mindestens fünf Jahre und restrukturiert seine Schulden. Das Land bleibt aber EU-Mitglied und erhält weiter "wachstumsstärkende, humanitäre und technische Unterstützung".
http://www.spiegel.de/wirtschaft/so...e-schlaegt-grexit-auf-zeit-vor-a-1043241.html


Der Punkt dabei ist: Sollte es so kommen, dann wird man gleichzeitig sagen können, dass die Kredite ja noch nicht verloren sind (was aber sicher später kommen wird... es geht immer um das "jetzt...noch...nicht") und dass man den Griechen eben nicht gibt was sie "wollen". Denn kurzgesagt ist das ein riesen Problem, weil ja der "Konsens" ist, Griechenland würde alle über den Tisch ziehen etc.


Der zweite Vorschlag wiederum ist so hart, dass die Griechen den nicht wirklich annehmen können. Falls Deutschland da also keinen Schritt zurück gehen sollte, wird es vermutlich der "Grexit auf Zeit"... und ich würde sofort viel darauf wetten, dass es kein zurück geben wird.


Edit: Wobei ich zugeben muss, dass das m.A.n. der bisher langfristig vernünftigste Vorschlag ist weil ich nicht glaube, dass Griechenland im Euro je wieder auf eigenen Beinen stehen wird. Ich würde es richtig finden wenn sie austreten, dabei aber auf keinen Fall alleine gelassen werden sondern Hilfe bekommen. Und weil das dann auch was bringen würde.. wirklich Griechenland insgesamt zugute kommen würde, wäre ich dann auch dafür das da nicht zu geizig vorgegangen wird. Man stelle sich vor, das wäre vor 5 Jahren gemacht worden und sie hätten etwa die Hälfte dessen bekommen was sie bekommen haben... aber eben wirklich für das Land und nicht die Gläubiger... dann wären die heute hundertmal weiter.
 
Urajup schrieb:
Das hat mit Ausspielen gar nichts zu tun, sondern mit einer einfachen Rechenaufgabe.

Dann rechnen aber all die Menschen, die so fest und steif behaupten, den Menschen in GR ginge es um so viel besser als in osteuropäischen Ländern, falsch.

Siehe hier:
Urajup schrieb:
Bei all der Fokkosierung wird vergessen, dass es z.B. den europäischen Ländern wie Litauen, Estland oder Lettland viel schlechter geht, als den Griechen.

Mindestlohn ist nicht gleich Mindestlohn. Und dass es den Griechen um so viel besser ginge als anderswo, ist schlicht nicht wahr.

Urajup schrieb:
Wie soll man das den Bürgern des Baltikums erklären, die selber harte Einschnitte und Reformen in den Jahren 2009 - 2011 verknusen mussten, um ihre Staaten wieder auf Kurs zu bringen? Und das ganz ohne Hilfsmaßnahmen, lediglich durch Sparmaßen, die ihnen sehr weh taten.

Was ist daran so schwer zu begreifen, dass kein Land der EU in den letzten Jahren so viel gespart hat, wie Griechenland? Dass Griechenland das einzige Land der EU ist, das in den letzten Jahren Schulden bezahlt hat?

Und nochmal... kein Land der EU-"Patienten" hat derart harte Sparauflagen bekommen wie Griechenland.
 
Zuletzt bearbeitet:
Dann rechnen aber all die Menschen, die so fest und steif behaupten, den Menschen in GR ginge es um so viel besser als in osteuropäischen Ländern, falsch.

Siehe hier:


Ich steh nicht auf Ausweichmanöver.


Wieso, lebst du da? Oder woher weißt du das bzw. kennst du auch die Situation der Baltenstaaten? Wenn man Vergleiche ziehen will, muss man schon alle Fakten kennen.

Lg
 
Dass GR z.B. mit Flüchtlingen, die ja versorgt werden müssen, völlig allein gelassen wird von der EU, geht völlig unter in dieser Gier, nur ja nix hergeben zu müssen
Das ist jetzt mal wieder total uninformiert. Griechenland zahlt keinen mickrigen Cent für die Flüchtlinge, die unter den unwürdigsten Zuständen dort anlanden und im Dreck leben und hunger schieben, bis sie sich auf eine Fähre Richtung Italien schmuggeln können. Kein Flüchtling will in Griechenland bleiben.
Wenn nicht die EU laufend Hilfsgelder für die Flüchtlingsversorung schicken würde, hätten wir eine Flüchtlingskatastrophe größten Ausmaßes.
Wie schlimm die Zustände inzwischen sind, jetzt wo kein Geld mehr fließt, wurde grad im TV gezeigt.
Das scheint bei dir allerdings völlig untergegangen zu sein, in deinem Eifer die griechische Chaospolitik zu verteidigen.
 
Condemn schrieb:
Weg Nummer zwei: Mit Athen wird über eine "Auszeit" verhandelt. Griechenland verlässt die Eurozone für mindestens fünf Jahre und restrukturiert seine Schulden. Das Land bleibt aber EU-Mitglied und erhält weiter "wachstumsstärkende, humanitäre und technische Unterstützung".

Ehrlich gesagt, ich halte von diesem Grexit auf Zeit nichts. Und die "wachstumsstärkende, humanitäre und technische Unterstützung" halte ich für eine Farce. Dazu hätten sie schon längst Zeit gehabt.

Mir geht es mit Schäuble & Co. genauso wie den Eurokraten mit Griechenland. Vertrauen verspielt, ausser Drangaslierungen kam nichts.
 
Gabi0405 schrieb:
Das ist jetzt mal wieder total uninformiert.

Ach ich vergaß... die einzige, die den vollen Durchblick hat, bist ja du. Es tut mir sehr leid, dass ich dich nicht gefragt habe, welche Berichte ich im Fernsehen anschauen darf. :guru:

Meine Güte, kannst du nicht normal diskutieren? Deutsche Besserwisserei auf niedrigstem Niveau.

Und ja sorry, ich habe was gesehen. Und weiter? Kümmer dich um deinen eigenen Kram und lass mich in Ruhe.
 
Urajup schrieb:
Wieso, lebst du da? Oder woher weißt du das bzw. kennst du auch die Situation der Baltenstaaten? Wenn man Vergleiche ziehen will, muss man schon alle Fakten kennen.

Wenn du es nicht einmal der Mühe wert findest, Beiträge zu lesen, dann erübrigt sich jegliche Diskussion.
 
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