Soll Griechenland raus aus Euro...

Griechenland raus aus Eurozone?

  • Ja

    Stimmen: 72 66,1%
  • Nein

    Stimmen: 23 21,1%
  • Weiß nicht

    Stimmen: 14 12,8%

  • Umfrageteilnehmer
    109
Da würde mir extrem viel einfallen. Hitler, Stalin, Saddam, Mao... die haben da ne Menge gemacht was schlimmer war.


Du verwechselst da was... Was Du meinst ist Femen, diese feministische Gruppe. Was ich meine ist T.A.T.U., eine Popgruppe deren Image es war das sie lesbisch waren (oder so getan haben, was so klar nicht ist)... Mittlerweile wären die vielleicht nicht mehr möglich, wegen des Gesetzes das Homosexualität in den Medien keine positive Rolle mehr spielen darf.



Nein, aber die Entwicklung ist eben in eine andere Richtung als man es von einer wirklich freien und toleranten Gesellschaft erwarten würde.


Das sehe ich absolut nicht anders. Aber ich halte es für illusionär, zu glauben, andere würden da besser agieren.

Na wenn du hier schon die Liga von Massenmördern ansprichst, solltest du sehen, dass solche Perversitäten in jedem System entstehen können. Davon kann bei Putin nicht Rede sein. Alleine daran merkt man schon, dass deine Ängste aus den westlichen Hetzmedien stammen. Keine Angst, Putin ist kein Massenmörder und weder mit Hitler noch mit Stalin zu vergleichen.

Waren es nicht dir T.A.T.U in der Kirche? Mag sein, dass ich die verwechselt habe. Ist auf jeden Fall eine Skandalband aus PR- Gründen. Aber was soll denn damit sein? Was sollte Putin mit denen zu tun haben? Die sind doch sogar letztes Jahr bei den olypischen Spielen aufgetreten. Letztes Jahr haben sie sich mal wieder in den Haaren gehabt und die Band angeblich aufgelöst. Putin hat damit jedenfalls nichts zu tun.

Das Gesetz zur Homosexualität wird eben von westlichen Medien so ausgelegt, wie du es darstellst. Homosexualität ab 18 J. ist in Russland nicht verboten.
Auch wenn die Russen konservativer sind, sind sie nicht gleich Freunde von Mord und Totschlag. Ich als Frau lehne unsere sexualisierte Gesellschaft ebenfalls ab. Frauen sind doch nicht zur Fleischbeschauung auf der Wlet. Und überleg Mal, was da wieder der Motor für ist? Sex sells...

Also, lieber Condem, ich verspreche dir, dass Putin keine Vernichtungslager errichten wird. Da lege ich meine beiden Hände für ins Feuer und dass auch keine noch so provokant- freizügige Band in Russland veboten wird.
Am Besten lernst du selbst Russisch, fliegst selbst Mal nach Russland, machst dir ein eigenes Bild und dann sprechen wir uns noch Mal.

LG,

Stäbchen
 
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Na wenn du hier schon die Liga von Massenmördern ansprichst, solltest du sehen, dass solche Perversitäten in jedem System entstehen können. Davon kann bei Putin nicht Rede sein. Alleine daran merkt man schon, dass deine Ängste aus den westlichen Hetzmedien stammen. Keine Angst, Putin ist kein Massenmörder und weder mit Hitler noch mit Stalin zu vergleichen.
Ich sagte nicht, dass ich Putin mit solchen Typen auf eine Ebene stelle, sondern habe nur Deine Frage beantwortet was schlimmer als "legitimierte Geldgier auf Kosten des kleinen Bürgers sei". Zu Putin bzw. Russland sagte ich ja schon vorher, dass ich davon ausgehe dass Russland genau die gleichen Fehler hat wie wir hier auch und manche sind m.A.n. eher schlechter als besser.


Waren es nicht dir T.A.T.U in der Kirche? Mag sein, dass ich die verwechselt habe. Ist auf jeden Fall eine Skandalband aus PR- Gründen. Aber was soll denn damit sein? Was sollte Putin mit denen zu tun haben? Die sind doch sogar letztes Jahr bei den olypischen Spielen aufgetreten. Letztes Jahr haben sie sich mal wieder in den Haaren gehabt und die Band angeblich aufgelöst. Putin hat damit jedenfalls nichts zu tun.
Ich sagte doch lediglich, dass deren Image u.a. das eines lesbischen Paares war, früher als sie begannen und auch extrem erfolgreich waren. Mittlerweile gibt es ein Gesetz, dass Homosexualität in den Medien keine positive Rolle mehr spielen darf, oder nicht positiv erwähnt werden darf oder was auch immer. Und diese Girl-Band könnte heute vermutlich nicht mehr so agieren wie sie es 2003 (etwa in der Zeit kamen die auf) taten.

Ich will das doch gar nicht überhöhen... habe das Thema nur als Beispiel einer Entwicklung genannt, die m.A.n. eher weg von Freiheit und Toleranz führt.

Das Gesetz zur Homosexualität wird eben von westlichen Medien so ausgelegt, wie du es darstellst. Homosexualität ab 18 J. ist in Russland nicht verboten.
Auch wenn die Russen konservativer sind, sind sie nicht gleich Freunde von Mord und Totschlag. Ich als Frau lehne unsere sexualisierte Gesellschaft ebenfalls ab. Und überleg Mal, was da wieder der Motor für ist? Sex sells...
Da kann man ja auch gut drüber diskutieren oder auch streiten. Ich will nicht mal behaupten, dass es bei uns ideal ist, denn gerade dieses gewollt-unverklemmte wirkt dann auch wieder irgendwie verklemmt. Grundlegend geht es mir um die Werte Freiheit und Toleranz. Und wenn es verboten wird, Homosexualität in den Medien positiv zu erwähnen, wir sprechen hier doch nicht mal von "Darstellungen"... dann ist das eine Richtung die für mein Werteverständnis eben eher falsch ist.



Also, lieber Condem, ich verspreche dir, dass Putin keine Vernichtungslager errichten wird. Da lege ich meine beiden Hände für ins Feuer und dass auch keine noch so provokant- freizügige Band in Russland veboten wird.
Am Besten lernst du selbst Russisch, fliegst selbst Mal nach Russland, machst dir ein eigenes Bild und dann sprechen wir uns noch Mal.
Das habe ich nicht sagen wollen... Vielleicht war meine Antwort auf Deine Frage missverständlich. Was ich sagte war unter dem Strich: Mir ist nicht besonders viel bekannt was in Russland wirklich besser ist. Du kannst es mir ja gerne sagen... bin immer bereit zu lernen.

Übrigens habe ich zwar nicht selbst Russland-Erfahrungen, aber ich habe einige russische Freunde. Vor allem der Vater einer Freundin hat bei der ersten Wahl Putins behauptet "Der Mann ist gefährlich!". Später hat er sich immer wieder bestätigt gefühlt. Er geht z.B. auch davon aus, dass ein vermeintlicher Terroranschlag vom dortigen Geheimdienst organisiert wurde... ein bisschen so wie ich denke, das 9/11 ein Inside-Job war und er macht Putin höchstpersönlich dafür verantwortlich, weil der ja kurz davor noch Geheimdienstmann war. Ich müsste jetzt suchen um welchen Anschlag es sich genau handelt... Aber ich weiß kenne diesen russischen Mann zumindest so gut als das ich relativ sicher bin das der nicht einfach etwas daherredet was totaler Blödsinn ist.
 
Ich sagte nicht, dass ich Putin mit solchen Typen auf eine Ebene stelle, sondern habe nur Deine Frage beantwortet was schlimmer als "legitimierte Geldgier auf Kosten des kleinen Bürgers sei". Zu Putin bzw. Russland sagte ich ja schon vorher, dass ich davon ausgehe dass Russland genau die gleichen Fehler hat wie wir hier auch und manche sind m.A.n. eher schlechter als besser.



Ich sagte doch lediglich, dass deren Image u.a. das eines lesbischen Paares war, früher als sie begannen und auch extrem erfolgreich waren. Mittlerweile gibt es ein Gesetz, dass Homosexualität in den Medien keine positive Rolle mehr spielen darf, oder nicht positiv erwähnt werden darf oder was auch immer. Und diese Girl-Band könnte heute vermutlich nicht mehr so agieren wie sie es 2003 (etwa in der Zeit kamen die auf) taten.

Ich will das doch gar nicht überhöhen... habe das Thema nur als Beispiel einer Entwicklung genannt, die m.A.n. eher weg von Freiheit und Toleranz führt.


Da kann man ja auch gut drüber diskutieren oder auch streiten. Ich will nicht mal behaupten, dass es bei uns ideal ist, denn gerade dieses gewollt-unverklemmte wirkt dann auch wieder irgendwie verklemmt. Grundlegend geht es mir um die Werte Freiheit und Toleranz. Und wenn es verboten wird, Homosexualität in den Medien positiv zu erwähnen, wir sprechen hier doch nicht mal von "Darstellungen"... dann ist das eine Richtung die für mein Werteverständnis eben eher falsch ist.




Das habe ich nicht sagen wollen... Vielleicht war meine Antwort auf Deine Frage missverständlich. Was ich sagte war unter dem Strich: Mir ist nicht besonders viel bekannt was in Russland wirklich besser ist. Du kannst es mir ja gerne sagen... bin immer bereit zu lernen.

Übrigens habe ich zwar nicht selbst Russland-Erfahrungen, aber ich habe einige russische Freunde. Vor allem der Vater einer Freundin hat bei der ersten Wahl Putins behauptet "Der Mann ist gefährlich!". Später hat er sich immer wieder bestätigt gefühlt. Er geht z.B. auch davon aus, dass ein vermeintlicher Terroranschlag vom dortigen Geheimdienst organisiert wurde... ein bisschen so wie ich denke, das 9/11 ein Inside-Job war und er macht Putin höchstpersönlich dafür verantwortlich, weil der ja kurz davor noch Geheimdienstmann war. Ich müsste jetzt suchen um welchen Anschlag es sich genau handelt... Aber ich weiß kenne diesen russischen Mann zumindest so gut als das ich relativ sicher bin das der nicht einfach etwas daherredet was totaler Blödsinn ist.

Na ja, meine Frage, was schlimmer als eine legitimierte Geldgier sei, habe ich auf Wirtschaftssysteme bezogen und hätte das vllt dazu schreiben sollen.

Was in Russland besser sei, habe ich hier im Thread schon geschrieben. Mag das jetzt nicht noch Mal raus suchen.
Aber wenn du Russen- Deutsche als Freunde hast, frag sie doch Mal, ob sie Verwandschaft in Russland haben und wie diese da leben. Ob und wie viel Steuern und Sozialabgaben sie zahlen, wie teuer Kommunaldieste sind, welches Gesundheitsystem dort herrscht, ob sie zusätzlich Bildungsangebote zum schulischen Unterricht brauchen und wer dies finanziert. Es ist schlichtweg einfacher für den Bürger, dort zu leben.
In Russland gibt es auch keine Obdachlosen oder nur vereinzelt welche. Hier darf der Grundversorger Strom abstellen, wenn man mehrere Monatraten nicht zahlen kann. Auch das gibt es in Russland nicht.
Bezeichnend finde ich, dass von alledem die hiesigen Medien nicht schreiben.

Weiß du, Condem, hier klafft die Schere zwischen arm und reich so krass weit auseinander. Das gab`s und wird es in Russland nie geben, weil es einfach eine sozialere Mentalität ist. Ich betreibe eine Schule. Kinder, die Nachhilfe benötigen, aber deren Eltern die Finanzierung nicht leisten können, können Nachhilfe über das Bildungspaket bekommen. Nur dürfen sie nicht besser als vier stehen. Sie sollen also gerade Mal so durchkommen, während Kinder wohlhabender Eltern sich von Nachhilfelehrern zu einses verhelfen lassen. Was glaubst du, wer von diesen Kindern später studiert und im Bundestag sitzt? Was glaubst du, welche Politik dieses Kind später betreiben wird? Die KPD lässt grüßen...

Die Denke "Freiheit" um jeden Preis, finde ich eben auch bedenklich bis undurchdacht. Jedes Land hat Gesetzte, die bestimmte Gruppen in ihrer Freiheit "beschneiden". Ein Drogendealer könnte ja auch behaupten, wir wären zu totalitär, weil wir Dogenhandel unterbinden. Verstehst du, was ich meine?

Russland ist sicher konservativer als die hiesige Gesellschaft. Lässt sich wirklich drüber streiten, welche Werte nun besser sind. Nur hat es überhaupt nichts mit dem Vergleich einer Diktatur zu tun.

Zu dem was du da über geplante Anschläge schreibst, kann ich nichts sagen. Ich weiß aber, dass es nicht im Interesse der Russischen Geheimdienste ist, die zivile Bevölkerung zu schädigen. Ich weiß ja nicht, was der Vater deiner russichen Freunde so macht und wie gut er Zusammenhänge richtig schlussfolgern kann, ich weiß aber, dass die meisten Deutsch- Russen hier nicht gerade einen Prof- Titel haben. Soll nicht heißen, dass nur Akademiker in der Lage wären, Zusammenhämge richtig zu erkennen (mein Partner ist auch kein Akademiker, aber ein sehr heller Kopf), nur solltest du die individuelle Geschichte dieser russ.- deutschen Familie bedenken und auch, dass die russ. Presse eben sehr wohl frei ist und viele Dinge, die nicht gerade für Putin sprechen ebefalls schreibt. Was man am Ende glaubt, bleibt einem selbst überlassen. So sollte es ja auch sein. Du bist als nicht russ. Sprechender dann eben auf Meinungen angewiesen, die bereits vorgefertigt sind. Darum meinte ich auch, dass du Russ. lernen oder zumindesten Mal nach Russland fliegen solltest, um dir ein eigenes Bild zu machen.

LG
 
Na ja, meine Frage, was schlimmer als eine legitimierte Geldgier sei, habe ich auf Wirtschaftssysteme bezogen und hätte das vllt dazu schreiben sollen.

Was in Russland besser sei, habe ich hier im Thread schon geschrieben. Mag das jetzt nicht noch Mal raus suchen.
Aber wenn du Russen- Deutsche als Freunde hast, frag sie doch Mal, ob sie Verwandschaft in Russland haben und wie diese da leben. Ob und wie viel Steuern und Sozialabgaben sie zahlen, wie teuer Kommunaldieste sind, welches Gesundheitsystem dort herrscht, ob sie zusätzlich Bildungsangebote zum schulischen Unterricht brauchen und wer dies finanziert. Es ist schlichtweg einfacher für den Bürger, dort zu leben.
In Russland gibt es auch keine Obdachlosen oder nur vereinzelt welche. Hier darf der Grundversorger Strom abstellen, wenn man mehrere Monatraten nicht zahlen kann. Auch das gibt es in Russland nicht.
Bezeichnend finde ich, dass von alledem die hiesigen Medien nicht schreiben.

Weiß du, Condem, hier klafft die Schere zwischen arm und reich so krass weit auseinander. Das gab`s und wird es in Russland nie geben, weil es einfach eine sozialere Mentalität ist. Ich betreibe eine Schule. Kinder, die Nachhilfe benötigen, aber deren Eltern die Finanzierung nicht leisten können, können Nachhilfe über das Bildungspaket bekommen. Nur dürfen sie nicht besser als vier stehen. Sie sollen also gerade Mal so durchkommen, während Kinder wohlhabender Eltern sich von Nachhilfelehrern zu einses verhelfen lassen. Was glaubst du, wer von diesen Kindern später studiert und im Bundestag sitzt? Was glaubst du, welche Politik dieses Kind später betreiben wird? Die KPD lässt grüßen...

Die Denke "Freiheit" um jeden Preis, finde ich eben auch bedenklich bis undurchdacht. Jedes Land hat Gesetzte, die bestimmte Gruppen in ihrer Freiheit "beschneiden". Ein Drogendealer könnte ja auch behaupten, wir wären zu totalitär, weil wir Dogenhandel unterbinden. Verstehst du, was ich meine?

Russland ist sicher konservativer als die hiesige Gesellschaft. Lässt sich wirklich drüber streiten, welche Werte nun besser sind. Nur hat es überhaupt nichts mit dem Vergleich einer Diktatur zu tun.

Zu dem was du da über geplante Anschläge schreibst, kann ich nichts sagen. Ich weiß aber, dass es nicht im Interesse der Russischen Geheimdienste ist, die zivile Bevölkerung zu schädigen. Ich weiß ja nicht, was der Vater deiner russichen Freunde so macht und wie gut er Zusammenhänge richtig schlussfolgern kann, ich weiß aber, dass die meisten Deutsch- Russen hier nicht gerade einen Prof- Titel haben. Soll nicht heißen, dass nur Akademiker in der Lage wären, Zusammenhämge richtig zu erkennen (mein Partner ist auch kein Akademiker, aber ein sehr heller Kopf), nur solltest du die individuelle Geschichte dieser russ.- deutschen Familie bedenken und auch, dass die russ. Presse eben sehr wohl frei ist und viele Dinge, die nicht gerade für Putin sprechen ebefalls schreibt. Was man am Ende glaubt, bleibt einem selbst überlassen. So sollte es ja auch sein. Du bist als nicht russ. Sprechender dann eben auf Meinungen angewiesen, die bereits vorgefertigt sind. Darum meinte ich auch, dass du Russ. lernen oder zumindesten Mal nach Russland fliegen solltest, um dir ein eigenes Bild zu machen.

LG


Soweit ich weiß ist gerade das Sozialsystem in Russland keineswegs besser als hier. Bin nicht sicher ob meine Informationen stimmen, aber Arbeitslosengeld soll z.B. nur um die 40 Euro oder so etwas betragen. Vermute, dass es mit Sozialhilfe nicht viel besser aussieht? Weißt Du da mehr?

Und die Lücke zwischen arm und reich klafft doch in Russland auch... Nach dem Fall der Sowjetunion gab es doch einen beispiellosen Ausverkauf... damals sicherten sich die Oligarchen ihre Vermögen und ihre Macht und ich denke es darf bezweifelt werden, dass die irgendwas von sich aus verteilen.

Auch Obdachlos sind zumindest laut Strassenkinder-Report nicht so super selten:
http://www.strassenkinderreport.de/index.php?goto=472&user_name=

Hier gibts noch was über Obdachlosigkeit: http://de.rbth.com/gesellschaft/201..._ein_leben_auf_russischen_strassen_26315.html


Auf der Strassenkinder-Seite wird auch etwas über Wohlstand/Armut und Vermögensverteilung gesagt:

Zwischen 2000 und 2010 ging die Anzahl der Armen von 42,3 Millionen auf 18,5 Millionen, der Anteil der Armen an der Bevölkerung von 29 auf 13 Prozent zurück. Die Weltbank prognostiziert einen weiteren Rückgang auf 10 Prozent bis zum Jahr 2012.

Gegenüber dieser positiven Einschätzung ist jedoch unübersehbar, dass das Armutsproblem in Russland tiefer geht. Einkommen und Vermögen sind extrem ungleich verteilt. Das Einkommensniveau ist äußerst niedrig. 2010 betrug das Durchschnittseinkommen in Russland 500 Euro im Monat. Das reichste Zehntel der Bevölkerung ist 16,5mal reicher als das ärmste Zehntel. Dabei sind die Reichen in den vergangenen Jahren immer reicher geworden, während das Elend der Armen sich gleichzeitig vertieft hat. In den letzten zwei Jahrzehnten hat sich der Anteil der ärmsten 20 Prozent der Bevölkerung am Gesamteinkommen etwa halbiert.

Ungefähr die Hälfte der Menschen befindet sich in einer momentanen oder chronischen Armutslage. Häufig entsteht aus der situativen Armut eine chronische. Die materielle Lage der Bevölkerung der untersten Einkommensschichten ist permanent durch Verschlechterung bedroht. Eine plötzliche Erkrankung, der Tod eines Familienmitglieds, Ehescheidung oder Arbeitsplatzverlust können zu verheerenden Folgen führen und langfristige oder unrevidierbare Armut erzeugen.

Die meisten Armen leben auf dem Land. Aber auch in den Großstädten verarmen große Menschengruppen. In den Megastädten stellen sie inzwischen ein Zehntel der Einwohner. Diese Entwicklung kam erst nach dem Ende der Sowjetunion in Gang.

(...)


http://www.strassenkinderreport.de/index.php?goto=469&user_name=



Ich glaube wirklich, dass Du die Dinge ein bisschen zu rosarot siehst wenn es um Russland geht.

Das mit den Terroranschlägen habe ich gefunden... waren mehrere, nicht nur einer wie ich in Erinnerung hatte:

Die Sprengstoffanschläge auf Wohnhäuser in Russland waren eine Serie von Bombenanschlägen im Jahr 1999 in Russland, bei denen über 300 Menschen ums Leben kamen. Die Terroranschläge waren der Anlass für Russland, den Zweiten Tschetschenienkrieg zu beginnen, in den Worten Putins "zur Bekämpfung von 2000 Terroristen".[1] Gemäß offizieller russischer Ermittlungsergebnisse waren die Täter tschetschenischeSeparatisten. Dies wurde inner- und außerhalb Russlands angezweifelt, da Indizien auf eine Verstrickung des russischen Geheimdiensts FSB deuteten. Der Versuch einer unabhängigen parlamentarischen Untersuchung wurde von der russischen Regierung blockiert und verlief ergebnislos.

(...)

Die russische Duma hat zwei Anträge auf eine parlamentarische Untersuchungskommission zur Untersuchung des Zwischenfalls in Rjasan abgewiesen. [9] [10]

Eine unabhängige Untersuchungskommission (vier Dumaabgeordnete), unter Vorsitz des Dumaabgeordneten Sergei Kowaljow, zur Untersuchung der Explosionen erwies sich als ineffektiv, weil die Regierung es ablehnte, auf entsprechende Anfragen Auskünfte zu erteilen. [11] [12]

Zwei führende Mitglieder dieses Untersuchungsausschusses (Sergei Juschenkow und Juri Schekotschikin), beide Dumaabgeordnete, starben seitdem – augenscheinlich bei Mordanschlägen (April 2003 und Juli 2003). Sie hatten die These vertreten, dass der FSB in die Anschläge verwickelt war. [13] [14]

Juri Schekotschikin wurde mit radioaktivem Thallium getötet. Beim späteren Mordattentat auf Alexander Litwinenko spekulierte man deshalb anfangs auf die gleiche Tötungsmethode. Juri Schekotschikin war Journalist bei der Nowaja Gaseta, wo er auch ein Interview mit Anna Politkowskaja führte. Sie wurde ebenfalls ermordet.

Der Anwalt der unabhängigen Untersuchungskommission, Michail Iwanowitsch Trepaschkin (russisch: Михаил Иванович Трепашкин), wurde im Oktober 2003 wegen illegalen Waffenbesitzes verhaftet und war bis November 2007 in der Strafkolonie Nischni Tagil zur Verbüßung einer 4-jährigen Haftstrafe inhaftiert.

Ein weiteres Mitglied der Untersuchungskommission, Otto Latsis, wurde im November 2003 brutal zusammengeschlagen.[15]

(....)


https://de.wikipedia.org/wiki/Spren...#Versuche_von_nichtstaatlichen_Untersuchungen

Da gab es also auch einige Tote unter den Kritikern die aufklären wollten. Man kann es wohl nicht so schnell beweisen, aber besonders vertrauenserweckend sieht das tatsächlich für mich nicht aus. Vor allem wenn eine Regierung unabhängige Untersuchungen verweigert werde ich persönlich immer hellhörig.
 
Soweit ich weiß ist gerade das Sozialsystem in Russland keineswegs besser als hier. Bin nicht sicher ob meine Informationen stimmen, aber Arbeitslosengeld soll z.B. nur um die 40 Euro oder so etwas betragen. Vermute, dass es mit Sozialhilfe nicht viel besser aussieht? Weißt Du da mehr?

Und die Lücke zwischen arm und reich klafft doch in Russland auch... Nach dem Fall der Sowjetunion gab es doch einen beispiellosen Ausverkauf... damals sicherten sich die Oligarchen ihre Vermögen und ihre Macht und ich denke es darf bezweifelt werden, dass die irgendwas von sich aus verteilen.

Auch Obdachlos sind zumindest laut Strassenkinder-Report nicht so super selten:
http://www.strassenkinderreport.de/index.php?goto=472&user_name=

Hier gibts noch was über Obdachlosigkeit: http://de.rbth.com/gesellschaft/201..._ein_leben_auf_russischen_strassen_26315.html


Auf der Strassenkinder-Seite wird auch etwas über Wohlstand/Armut und Vermögensverteilung gesagt:

Zwischen 2000 und 2010 ging die Anzahl der Armen von 42,3 Millionen auf 18,5 Millionen, der Anteil der Armen an der Bevölkerung von 29 auf 13 Prozent zurück. Die Weltbank prognostiziert einen weiteren Rückgang auf 10 Prozent bis zum Jahr 2012.

Gegenüber dieser positiven Einschätzung ist jedoch unübersehbar, dass das Armutsproblem in Russland tiefer geht. Einkommen und Vermögen sind extrem ungleich verteilt. Das Einkommensniveau ist äußerst niedrig. 2010 betrug das Durchschnittseinkommen in Russland 500 Euro im Monat. Das reichste Zehntel der Bevölkerung ist 16,5mal reicher als das ärmste Zehntel. Dabei sind die Reichen in den vergangenen Jahren immer reicher geworden, während das Elend der Armen sich gleichzeitig vertieft hat. In den letzten zwei Jahrzehnten hat sich der Anteil der ärmsten 20 Prozent der Bevölkerung am Gesamteinkommen etwa halbiert.

Ungefähr die Hälfte der Menschen befindet sich in einer momentanen oder chronischen Armutslage. Häufig entsteht aus der situativen Armut eine chronische. Die materielle Lage der Bevölkerung der untersten Einkommensschichten ist permanent durch Verschlechterung bedroht. Eine plötzliche Erkrankung, der Tod eines Familienmitglieds, Ehescheidung oder Arbeitsplatzverlust können zu verheerenden Folgen führen und langfristige oder unrevidierbare Armut erzeugen.

Die meisten Armen leben auf dem Land. Aber auch in den Großstädten verarmen große Menschengruppen. In den Megastädten stellen sie inzwischen ein Zehntel der Einwohner. Diese Entwicklung kam erst nach dem Ende der Sowjetunion in Gang.

(...)


http://www.strassenkinderreport.de/index.php?goto=469&user_name=



Ich glaube wirklich, dass Du die Dinge ein bisschen zu rosarot siehst wenn es um Russland geht.

Das mit den Terroranschlägen habe ich gefunden... waren mehrere, nicht nur einer wie ich in Erinnerung hatte:

Die Sprengstoffanschläge auf Wohnhäuser in Russland waren eine Serie von Bombenanschlägen im Jahr 1999 in Russland, bei denen über 300 Menschen ums Leben kamen. Die Terroranschläge waren der Anlass für Russland, den Zweiten Tschetschenienkrieg zu beginnen, in den Worten Putins "zur Bekämpfung von 2000 Terroristen".[1] Gemäß offizieller russischer Ermittlungsergebnisse waren die Täter tschetschenischeSeparatisten. Dies wurde inner- und außerhalb Russlands angezweifelt, da Indizien auf eine Verstrickung des russischen Geheimdiensts FSB deuteten. Der Versuch einer unabhängigen parlamentarischen Untersuchung wurde von der russischen Regierung blockiert und verlief ergebnislos.

(...)

Die russische Duma hat zwei Anträge auf eine parlamentarische Untersuchungskommission zur Untersuchung des Zwischenfalls in Rjasan abgewiesen. [9] [10]

Eine unabhängige Untersuchungskommission (vier Dumaabgeordnete), unter Vorsitz des Dumaabgeordneten Sergei Kowaljow, zur Untersuchung der Explosionen erwies sich als ineffektiv, weil die Regierung es ablehnte, auf entsprechende Anfragen Auskünfte zu erteilen. [11] [12]

Zwei führende Mitglieder dieses Untersuchungsausschusses (Sergei Juschenkow und Juri Schekotschikin), beide Dumaabgeordnete, starben seitdem – augenscheinlich bei Mordanschlägen (April 2003 und Juli 2003). Sie hatten die These vertreten, dass der FSB in die Anschläge verwickelt war. [13] [14]

Juri Schekotschikin wurde mit radioaktivem Thallium getötet. Beim späteren Mordattentat auf Alexander Litwinenko spekulierte man deshalb anfangs auf die gleiche Tötungsmethode. Juri Schekotschikin war Journalist bei der Nowaja Gaseta, wo er auch ein Interview mit Anna Politkowskaja führte. Sie wurde ebenfalls ermordet.

Der Anwalt der unabhängigen Untersuchungskommission, Michail Iwanowitsch Trepaschkin (russisch: Михаил Иванович Трепашкин), wurde im Oktober 2003 wegen illegalen Waffenbesitzes verhaftet und war bis November 2007 in der Strafkolonie Nischni Tagil zur Verbüßung einer 4-jährigen Haftstrafe inhaftiert.

Ein weiteres Mitglied der Untersuchungskommission, Otto Latsis, wurde im November 2003 brutal zusammengeschlagen.[15]

(....)


https://de.wikipedia.org/wiki/Spren...#Versuche_von_nichtstaatlichen_Untersuchungen

Da gab es also auch einige Tote unter den Kritikern die aufklären wollten. Man kann es wohl nicht so schnell beweisen, aber besonders vertrauenserweckend sieht das tatsächlich für mich nicht aus. Vor allem wenn eine Regierung unabhängige Untersuchungen verweigert werde ich persönlich immer hellhörig.

Ich habe mir das jetzt nicht genau angeschaut, (werde ich morgen noch tun), denke aber, dass du in diesen Medien keine Wahrheit findest.

Ganz kurz:
Nach dem Zerfall (1992) ging es den Russen richtig schlecht. 2007 war ich das letzte Mal da und da ging es schon deutlich besser. Heute geht es den Menschen relativ gut, also besser als 2007. Was man als "arm" definiert, ist eben auch Definitionssache. Meine Verwandschaft lebt z.B. zum Teil auf dem Land, verdient umgerechnet rund 800 Euro im Monat, hat aber keine Miete zu zahlen und die Lebenserhaltungskosten sind duch den Eigenanbau von Gemüse, Obst und dem Halten von Kleinvieh (Hühner und Gänse) sehr gering. Unterm Strich haben sie also monatlich mehr als ich...

Alles was nicht ins eingene Weltbild passt, ist rosarot gefärbt?

Ich schreibe dir morgen noch Mal zu Arbeitslosengeld und Co. Das System ist einfach ganz anders aufgebaut, als du es dir vorstellst. Da es hier im Thread echt den Rahmen sprengt, schreibe ich dir eine PN, ok?

LG und gute Nacht.
 
Ich habe mir das jetzt nicht genau angeschaut, (werde ich morgen noch tun), denke aber, dass du in diesen Medien keine Wahrheit findest.

Ganz kurz:
Nach dem Zerfall (1992) ging es den Russen richtig schlecht. 2007 war ich das letzte Mal da und da ging es schon deutlich besser. Heute geht es den Menschen relativ gut, also besser als 2007. Was man als "arm" definiert, ist eben auch Definitionssache. Meine Verwandschaft lebt z.B. zum Teil auf dem Land, verdient umgerechnet rund 800 Euro im Monat, hat aber keine Miete zu zahlen und die Lebenserhaltungskosten sind duch den Eigenanbau von Gemüse, Obst und dem Halten von Kleinvieh (Hühner und Gänse) sehr gering. Unterm Strich haben sie also monatlich mehr als ich...

Alles was nicht ins eingene Weltbild passt, ist rosarot gefärbt?

Ich schreibe dir morgen noch Mal zu Arbeitslosengeld und Co. Das System ist einfach ganz anders aufgebaut, als du es dir vorstellst. Da es hier im Thread echt den Rahmen sprengt, schreibe ich dir eine PN, ok?

LG und gute Nacht.

Du könntest vielleicht auch einen Thread über Russland aufmachen... ist ja ein interessantes Thema. Aber, mach es ruhig wie es Dir am liebsten ist.

Und nein, nicht "alles was nicht ins eigene Weltbild passt ist rosarot gefärbt". Aber wenn Du behauptest, es gäbe so gut wie keine Obdachlosigkeit in Russland oder das der Unterschied zwischen arm und reich nicht so extrem sei und man dann ganz andere Zahlen findet.. dann bin ich nicht sicher, inwiefern Du da richtig liegst. Und sofort anzunehmen dass alle Medien nur Quatsch über Russland erzählen... da bin ich auch ziemlich skeptisch.

Vor allem diese Terroranschläge interessieren mich... das werde ich mal zu recherchieren versuchen. Kommt mir ein bisschen vor wie 9/11, wenn auch kleiner.
 
bei uns im Nachbarort leben sehr viele russische Mitbürger.
Einige sind noch nicht solang da, aber wenn wir mit ihnen sprechen, dann sagen sie immer , mit unseren Sozialsystem leben sie besser als in Russland.

warum kommen soviele von Ihnen hierher wenn es in Russland genauso gut sein soll?

um die Brücke zu Griechenland zu schlagen....
unser Nachbar = Grieche, natürlich große Familie
Freitag ist einer hinzugekommen, wurde wohl gekündigt weil er "ja" beim Referendum stimmen will.
Fristlos.
Ist jedenfalls die Info.
 
Ein, wie ich finde, sehr lesenwerter (langer) Artikel, der erklärt, was sich zwischen EU und der Syriza tatsächlich abspielt.

Aufgrund der Länge nur ein kleiner Ausschnitt:

Was ist jetzt noch links?
In dieser Woche erleben wir einen Kampf um die demokratische Leitkultur. Es geht nicht um die Griechen. Es geht um uns alle! von Slavoj Žižek

..........

Der Kampf, der sich vor unseren Augen abspielt, ist der Kampf um die europäische ökonomische und politische Leitkultur. Die EU-Mächte stehen für den technokratischen Status quo, der Europa seit Jahrzehnten lähmt. In seinen Beiträgen zum Begriff der Kultur bemerkte der große Konservative T. S. Eliot, dass es Momente gebe, in denen man nur die Wahl zwischen Ketzerei und Unglauben habe. Dann bestehe die einzige Möglichkeit, eine Religion am Leben zu erhalten, in einer sektiererischen Abspaltung von ihrem abgestorbenen Hauptkörper. Dies ist heute unsere Lage in Europa. Nur eine neue "Ketzerei" (wie sie Syriza gegenwärtig darstellt) kann retten, was am europäischen Erbe der Rettung wert ist: die Demokratie, das Vertrauen in die Menschen, die egalitäre Solidarität ... Das Europa, das gewinnen wird, wenn es gelingt, Syriza auszubremsen, ist ein "Europa der asiatischen Werte" – was natürlich nichts mit Asien zu tun hat, dafür aber alles mit der eindeutigen und unmittelbaren Tendenz des zeitgenössischen Kapitalismus, die Demokratie auszuhebeln.

Ist das linke Europa jetzt also gescheitert? Nein, Europa ist gescheitert. In Westeuropa neigen wir dazu, auf Griechenland zu blicken, als seien wir unbeteiligte Beobachter, die voller Anteilnahme und Mitleid die Misere einer verarmten Nation verfolgen. Ein solcher bequemer Standpunkt beruht aber auf einer verhängnisvollen Illusion – denn was sich in diesen Wochen in Griechenland abspielt, betrifft uns alle, es ist die Zukunft Europas, die auf dem Spiel steht. Wenn wir in diesen Tagen die Nachrichten über Griechenland verfolgen, sollten wir immer die alte Redensart im Hinterkopf behalten: De te fabula narrator, die Geschichte handelt von dir.

Aus den Reaktionen des europäischen Establishments auf das angekündigte griechische Referendum schält sich langsam ein Ideal heraus, das die Überschrift eines Kommentars von Gideon Rachman in der Financial Times auf den Punkt bringt: "Europas schwächstes Glied sind seine Wähler". In dieser idealen Welt entledigt sich Europa seines "schwächsten Glieds", und die Experten bekommen die Macht, die notwendigen ökonomischen Maßnahmen direkt durchzusetzen – sofern noch Wahlen stattfinden, besteht ihre einzige Funktion darin, den Konsens der Experten zu bestätigen.

..........

http://www.zeit.de/2015/27/griechische-schulden-griechenland-europaeische-union
 
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