Herdentrieb
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Der IWF sagt die Wahrheit, aber zu spät
Von
Mark Schieritz 3. Juli 2015 um 00:27 Uhr
Manchmal sind ein paar Tage eine ganze Welt. Am Donnerstagabend hat der Internationale Währungsfonds seine Schuldentragfähigkeitsanalyse für Griechenland veröffentlicht – und auf einmal sehen die Vorschläge von Syriza gar nicht mehr so verrückt aus.
In Kürze: Der
Internationale Währungsfonds (IWF) geht davon aus, dass Griechenland rund 50 Milliarden Euro zusätzlich an Hilfe und einen Schuldenschnitt benötigt – und das wenige Tage nachdem Deutschland und andere Euroländer das Angebot über Verhandlungen über einen solchen Schuldenschnitt aus einer von der Eurogruppe bereits erarbeiteten Vorlage
herausgestrichen haben.
In den Worten des IWF:
To ensure that debt is sustainable with high probability, Greek policies will need to come back on track but also, at a minimum, the maturities of existing European loans will need to be extended significantly while new European financing to meet financing needs over the coming years will need to be provided on similar concessional terms.
Es war allen Beteiligten immer klar, dass es früher oder später einen solchen Schuldenschnitt geben würde, denn auch wenn die Schuldenlast jetzt wegen der niedrigen Zinsen
nicht besonders stark drückt, wird sie es irgendwann einmal tun.
Das wusste auch Wolfgang Schäuble.
Die eigentliche Frage war, wann darüber verhandelt werden und wann er greifen würde. Schäuble hat alles dafür getan, dass das Thema jetzt nicht auf die Agenda kommt – weil er die Schulden erst als Belohnung für Reformen erlassen wollte, und weil er Angst hat vor der Unionsfraktion, die beim Thema Schulden keinen Spaß versteht. Die Griechen dagegen wollten den Schuldenschnitt jetzt zumindest in Aussicht gestellt haben, weil sie eine solche Zusage als politischen Preis für die eigenen Wähler benötigen.
Wenn der IWF seine Analyse in der vergangenen Woche – als die Verhandlungen noch liefen – veröffentlicht hätte, dann hätten sich die Deutschen nicht mehr gegen einen Schuldenschnitt stellen können. Sie wollen schließlich den IWF an Bord halten. Vielleicht wäre dann der große Schlamassel verhindert worden.
Warum die Zahlen erst jetzt veröffentlicht werden, darüber lässt sich bisher nur spekulieren. Sollten die Europäer dafür gesorgt haben, weil sie unangenehme Debatten fürchteten, dann sind sie für die Eskalation der Situation in hohem Maße mitverantwortlich.
https://www.esoterikforum.at/threads/soll-griechenland-raus-aus-euro.158790/page-267
Af dieser Seite kann mann dieses Video hier anklicken.
http://www.t-online.de/nachrichten/...tner-in-griechenland-sorgt-fuer-aufsehen.html
Griechenland-Krise
Tsipras: "Nein zu Ultimaten und Erpressung"
Griechenlands Ministerpräsident rät den Bürgern am Sonntag beim Referendum mit "Nein" zu stimmen - und das mit drastischen Worten.
Video
In diesem Video werden auch kurz Worte von Junker übersetzt. Die Masken sind wirklich gefallen. Diese EU hat nur noch den einzigen Wert, um endgültig in die Tonne befördert zu werden. Wenn die GriechenInnen mit Nein gestimmt haben, haben sie entgegen Junkers falscher Aussage, eine sehr gute Position!
Dann hat Ministerpräsident Tsipras die Legimitation von seinem Volk, um weiter für eine menschliche, demokratische und eine ökonomisch sinnvolle Politik zu stehen und zu kämpfen*!
Während Junker und Merkels Troika diese Legitimation nicht haben.
Die eurpäische Bevölkerung insgsamt, ist nach wie vor von dem europäischen Gedanken getragen.
Der EU Administration dagegen, gehört die tiefdunkelrote Karte gezeigt und somit die Kündigung ihrer hingenommenen unmenschlichen Handlungen und Entscheidungen, zugunsten der schon kreisenden Geier über den europäischen Ländern.
Die juristische Aufarbeitung der kriminellen Machenschaften der Troika, war bisher ja nicht mal ein Thema! Und die glauben allen ernstes noch sich selbstbewusst den Daumen über ein Wählerauftrag eines ganzen Volkes den Daumen heben oder senken zu können.
Vor Ministerpräsident Tsipras und dem Finanzminister Varoufakis habe ich einen riesen, riesengroßen Respekt!
Und egal wie das Referendum auch ausgeht, haben wir diesen Beiden jetzt schon so viel zu verdanken. Allein das sie die ,,Gegenspieler" dazu gebracht haben, sich positionieren zu müssen(!) kann gar nicht hoch genug bewertet werden. So haben sie auch dem Letzten offensichtlich gemacht, das eine demokratische Politik im Sinne der Menschen schon längst aufgekündigt gewesen ist.
Sie haben in den letzten Monaten beinahe unmenschliches geleistet, angesichts dieser ,,falsch spielenden Partner" und der verbrecherischen Troika.
...... ....... ....... ....... ......
Für Sie Herr Schäuble! Jede Menge ,,Einzelstimmen" die auch unteranderem an Sie gerichtet sind!
www.nachdenkseiten.de/?p=24910 Ökonomenaufruf
6. Februar 2015 um 11:39 Uhr
Ökonomenaufruf für Griechenland
Verantwortlich:
Jens Berger
Folgt man den deutschen Medien, könnte man glatt glauben, dass die Politik der Troika von fast allen namhaften europäischen Wirtschaftswissenschaftlern geteilt wird. Doch dies ist ein Trugschluss und entspricht nicht der Realität. Um zu zeigen, dass Ökonomie auch kritisch sein kann, haben zahlreiche namhafte international Ökonomen einen
Aufruf verfasst, der sehr lesenswert ist.
Sabine Tober hat diesen Aufruf für die NachDenkSeiten ins Deutsche übersetzt.
Wir, die UnterzeichnerInnen, appellieren an die Regierungen Europas, an die Europäische Kommission, die Europäische Znentralbank und den IWF, die Entscheidung des griechischen Volkes, einen neuen Kurs einzuschlagen, zu respektieren und guten Glaubens in Verhandlungen mit der neuen Regierung Griechenlands zur Lösung des griechischen Schuldenproblems einzutreten.
Die griechische Regierung besteht zu Recht auf neuen Konzepten, denn die bisherigen sind gescheitert. Sie haben nicht zu wirtschaftlichem Aufschwung und finanzieller Stabilität geführt. Sie haben die griechische Gesellschaft stark belastet und ihre Institutionen geschwächt. Diese Vorgehensweise ist untauglich und hat zu keinem Fortschritt geführt, den es zu bewahren gilt. Wir bitten Griechenlands europäische Partner dringend, diese Tatsache zu akzeptieren.
denn ohne sie wäre diese neue Regierung niemals gewählt worden.
Griechenland braucht sofortige humanitäre Unterstützung, einen höheren Mindestlohn, neue Arbeitsplätze, Investitionen und Maßnahmen zur Wiederherstellung und Verbesserung von grundlegenden Dienstleistungen wie Bildung und Gesundheitspflege. ..]
[..Wir bitten die Spitzenpolitiker Europas, die griechischen Entscheidungsprozesse, die das Resultat einer hart erkämpften und entschieden demokratischen Auswahl sind, zu respektieren, und den Weg einer realistischen Wertung und eines sinnvollen Verhandelns einzuschlagen.
Erstunterzeichner:
Elmar Altvater (FU, Germany)
Philippe Askenazy (CNRS, France),
Clair Brown (University of California, Berkley, US)
Dorothee Bohle (Central European University, Hungary)
Giovanni Dosi, (Pisa Institute of Economics, Italy)
Cédric Durand (Université Paris 13, France)
Gerald Epstein (UMASS, USA)
Trevor Evans (Berlin School of Economics and Law, Germany)
James Galbraith (University of Texas at Austin, US)
Gaël Giraud (CNRS, France)
Stephany Griffith-Jones (Columbia University, US)
Laura Horn (Roskilde University, Denmark)
Robert Jessop (University of Lancaster, UK)
Steve Keen (Kingston University, UK)
Marc Lavoie (Ottawa University, Canada)
Tony Lawson (Cambridge, UK)
Dimitris Milonakis (University of Crete, Greece)
Andreas Nölke (Goethe University Frankfurt/Main, Germany)
Dominique Meda (Paris Dauphine, France),
El Mouhoub Mouhoud (Paris Dauphine, France)
André Orléan (EHESS, France),
Henk Overbeek (VU University Amsterdam, Netherlands)
Mario Pianta (University of Urbino, Italy)
Alfonso Palacio Vera (Computense University of Madrid, Spain)
Anwar Shaikh (New School for Social Research, US)
Jacques Sapir (EHESS, France)
Robert Wade (LSE, UK)
Die komplette Liste der Unterzeichner finden Sie
hier.
Wenn Sie, Herr Schäuble und Ihre Kollegin A. Merkel noch einen Funken Anstand haben, dann haben Sie nach all dem unaussprechlichen Geschehen, das unteranderm auf Ihr und Frau Merkels Geheiß bisher geschehen ist, mit sofortiger Wirkung von Ihren Ämtern zurückzutreten!
Denn in dem Europa für Menschen, hat solche eine menschenverachtende Politik kein Platz! Und zur Erinnerung, der Souverän ist/sind das/die Volk/Völker
