Soll Griechenland raus aus Euro...

Griechenland raus aus Eurozone?

  • Ja

    Stimmen: 72 66,1%
  • Nein

    Stimmen: 23 21,1%
  • Weiß nicht

    Stimmen: 14 12,8%

  • Umfrageteilnehmer
    109
Schuldenspirale
Neuer Plan: Griechenland-Rettung kostet nun 210 Milliarden Euro
Deutsche Mittelstands Nachrichten | 12.02.12, 00:50 | 2 Kommentare

Um Griechenland zu retten, werden nun statt der 130 Milliarden Euro insgesamt 210 Milliarden lockergemacht: 15 Milliarden soll die EU zahlen, 65 Milliarden sollen nun vom Rettungsschirm EFSF und der EZB kommen. Damit steigt die Verschuldung Griechenlands auf 136% vom BIP. Das kann nicht gutgehen.

Wenn die Abgeordneten des griechischen Parlaments am Sonntag ihrer vorläufigen Rettung zustimmen werden, werden sie dabei auf eine wirksame Entscheidungshilfe zurückgreifen können. Statt der ursprünglich mit der EU vereinbarten 130 Milliarden Euro wird EU insgesamt die 210 Milliarden an Krediten gewähren. Das geht aus der Vorlage hervor, die die griechische Regierung am Samstag veröffentlichte.

Die Summe setzt sich aus verschiedenen Komponenten zusammen, die sich im Vorfeld bereits abgezeichnet hatten. So wird der Rettungsschirm EFSF den Griechen einen Kredit von 35 Milliarden Euro gewähren. Der EFSF wird diesen Betrag über Bande spielen: Die Griechen kaufen die ausständigen Bonds von verschiedenen europäischen Zentralbanken zurück. Gehalten werden die neuen Bonds von der EZB. Weitere 15 Milliarden sollen zur Stopfung eines neuen Lochs von der EU kommen (hier).

Die Staatsverschuldung Griechenland steigt durch diese Aktionen auf 136% des Bruttoinlandsprodukts (BIP), oder insgesamt 320 Milliarden Euro, wenn man die 110 Milliarden des ersten Bailouts von 2010 dazuzählt. Weil es sich bei den Krediten um besicherte Darlehen handeln heißt das konkret: Wenn die Banken alle Assets der Griechen von der Akropolis bis zu den Staatsbetrieben als Sicherheiten abruft, den Griechen also buchstäblich nichts mehr von ihrem Land gehört, bleiben den europäischen und amerikanischen Steuerzahlern 36% der Gesamtschulden, für die sie im Falle einer Pleite haftbar gemacht werden können (hier).

Das kann nicht gutgehen. Denn eine der Bedingungen für die Beteiligung der privaten Gläubiger und weitere Bailouts war das Erreichen eines „nachhaltigen“ Defizits von 120%. Angesichts der sich rapide verschlechternden Einnahmesituation in griechischen Haushalt (hier) wird dieses abenteuerliche Ponzi-Schema eher früher als später in sich zusammenfallen.

Eine interessante Berechnung hat der Finanzblog Zerohedge angestellt: Hätte man den Griechen bereits im Jahr 2010 einen Schuldenschnitt gewährt, wäre die griechische Wirtschaft in den vergangenen zwei Jahren um 36% gewachsen. Stattdessen treibt das Land nun in den Bürgerkrieg (hier). Die Feindseligkeiten innerhalb Europas (hier) werden mit jeder neuen Finte vertieft, die sich die Euro-Retter einfallen lassen. Diese werden sich weiter vertiefen, weil man Schulden nicht mit immer mehr Schulden abbauen kann. Es ist bemerkenswert, dass diese Binsenweisheit trotz der täglich neuen Zeichen an der Wand den Verwaltern der europäischen Desasters einfach nicht in den Sinn kommen will.

Quelle: http : // www .deutsche-mittelstands-nachrichten. de/2012/02/38056/

Das mal aus dem aktuellen Stand der Medien.
Das Deutschland selber in der Kreide steht und mittlerweile sämtliche Länder nach Geld schreien, das wird in den Medien keinen Meter erwähnt. Stattdessen redet man breitflächig von Konjunkturaufschwung. Da frag ich mich: Wie kann das sein, wenn wir seid Wochen Geld in etwas investieren was wir einfach patu nicht haben?
Das ist einfach unverantwortlich. Hoffendlich merken die Menschen bald was hier in Deutschland gerade passiert und werfen endlich mal ihre "Leck mich am Arsch-haltung" ab.... Denn es geht immerhin auch um uns...

Liebe Grüße
Ente
 
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Ich sag nur Sündenbockverfahren. Und wenn Griechenland raus ist, ist halt der nächste Sündenbock drann.
Es gibt in Wirklichkeit kein Problem Griechenland oder Euro, sondern ein Geld und Giersystem welches am Zins und Zinses-Zins krankt.

Aber wie im Großem so im Kleinen Bayern beklagt sich auch gegen den Länderfinanzausgeleich. Wen schmeißen wir den als erstes aus unserer BRD raus ? :ironie:

Ausschlüße egal wie herum zerstören Gemeinschaften tendenziell. Wer mal in einer Kommune gelebt hat, hat vielleicht ne Ahnung davon.

LG Siegmund
 
ist vielleicht auch dass ziel gemeinschaften zu zerstören ...
denn wenn sich ein volk als mächtige einheit wahrnehmen könnte
würds für die politik (die ja auch diktatoirisch agiert) schwer werden irgendwas gegen deren willen zu machen ... doch je zerstrittener das volk untereinander desto besser für diejenigen die zu ihren gunsten die fäden ziehen

es ist ja immer gut unter dem feind selbst unruhe zu stiften ... so wird er abgelenkt und schwächt sich selbst

grüße liebe
daway
 
ist vielleicht auch dass ziel gemeinschaften zu zerstören ...
denn wenn sich ein volk als mächtige einheit wahrnehmen könnte
würds für die politik (die ja auch diktatoirisch agiert) schwer werden irgendwas gegen deren willen zu machen ... doch je zerstrittener das volk untereinander desto besser für diejenigen die zu ihren gunsten die fäden ziehen

es ist ja immer gut unter dem feind selbst unruhe zu stiften ... so wird er abgelenkt und schwächt sich selbst

grüße liebe
daway

Was momentan stattfindet zerstört aber nicht die Gemeinschaft. Die Dynamik geht ins Gegenteil. Kann man an vielem sehen. Und das liegt sicherlich weniger daran, dass Menschen die Macht des Kollektivs klar durchschauen und nutzen. In Griechenland ist es pure Not die die Menschen auf die Straße treibt. In dem Moment, wo es um bedeutende Interessen vieler geht, kommt es zu Aufständen.

Griechenland ist im Grunde eine europäische Blaupause. Was jetzt dort läuft, wird sich mit großer Sicherheit auf andere Staaten ausweiten, weil auf Zeit gesehen alle in eine ähnliche Situation kommen werden. Ich glaube, dass Europa noch dieses Jahr viele Bürgerkriegsähnliche Zustände erleben wird. Aber ich glaube auch, dass das durch vermeintliche Zugeständnisse und viel Augenwischerei immer wieder abgeschwächt werden kann. Wäre das anders (ohne Augenwischerei), hätten wir auch in Deutschland und Österreich und Frankreich Demonstrationen wie nie zuvor.
 
Was momentan stattfindet zerstört aber nicht die Gemeinschaft. Die Dynamik geht ins Gegenteil. Kann man an vielem sehen. Und das liegt sicherlich weniger daran, dass Menschen die Macht des Kollektivs klar durchschauen und nutzen. In Griechenland ist es pure Not die die Menschen auf die Straße treibt. In dem Moment, wo es um bedeutende Interessen vieler geht, kommt es zu Aufständen.

Griechenland ist im Grunde eine europäische Blaupause. Was jetzt dort läuft, wird sich mit großer Sicherheit auf andere Staaten ausweiten, weil auf Zeit gesehen alle in eine ähnliche Situation kommen werden. Ich glaube, dass Europa noch dieses Jahr viele Bürgerkriegsähnliche Zustände erleben wird. Aber ich glaube auch, dass das durch vermeintliche Zugeständnisse und viel Augenwischerei immer wieder abgeschwächt werden kann. Wäre das anders (ohne Augenwischerei), hätten wir auch in Deutschland und Österreich und Frankreich Demonstrationen wie nie zuvor.

stimme dir im grossen und ganzen zu. bin aber der meinung, dass die eu eine grosse chance vertan hat, die finanzmärkt zu zähmen.
solange dies nicht der fall ist, wird eine nation nach der anderen pleite gehen und den euro verlassen, vielleicht sogar die eu.

es ist falsch, zu glauben, dass wir im euro-raum geschützt sind. solange die wirtschaft auf pump wächst, dominieren die finanzmärkte.
im moment versuchen die regierungen fieberhaft, alles unter kontrolle zu bekommen, aber genau darin liegt die sprengkraft.

es gibt im moment keine regierung, die sich traut, das problem beim namen zu nennen, denn die würde sofort abdanken müssen.
merkozy ist nicht anderes als der versuch, zeit zu gewinnen. aber der ultimative schnitt steht uns noch bevor

lg winnetou:D
 
stimme dir im grossen und ganzen zu. bin aber der meinung, dass die eu eine grosse chance vertan hat, die finanzmärkt zu zähmen.
solange dies nicht der fall ist, wird eine nation nach der anderen pleite gehen und den euro verlassen, vielleicht sogar die eu.

es ist falsch, zu glauben, dass wir im euro-raum geschützt sind. solange die wirtschaft auf pump wächst, dominieren die finanzmärkte.
im moment versuchen die regierungen fieberhaft, alles unter kontrolle zu bekommen, aber genau darin liegt die sprengkraft.

es gibt im moment keine regierung, die sich traut, das problem beim namen zu nennen, denn die würde sofort abdanken müssen.
merkozy ist nicht anderes als der versuch, zeit zu gewinnen. aber der ultimative schnitt steht uns noch bevor

lg winnetou:D

Jep.... unterschreibe ich. Allerdings glaube ich, das Finanzsystem ist gar nicht in den Griff zu bekommen. Es gibt auf physischer Ebene m.A.n. keine Lösung. Maximal wäre sie ebenfalls zeitlicher Natur... verschieben, verzögern.

Es gäbe nur eine wirkliche Lösung, wenn Menschen sich von Grundauf verändern würden. Und das sehe ich nur als ein potentiell erreichbares Ideal auf sehr lange Sicht. Nix das ich noch erleben werde.
 
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Jep.... unterschreibe ich. Allerdings glaube ich, das Finanzsystem ist gar nicht in den Griff zu bekommen. Es gibt auf physischer Ebene m.A.n. keine Lösung. Maximal wäre sie ebenfalls zeitlicher Natur... verschieben, verzögern.

Es gäbe nur eine wirkliche Lösung, wenn Menschen sich von Grundauf verändern würden. Und das sehe ich nur als ein potentiell erreichbares Ideal auf sehr lange Sicht. Nix das ich noch erleben werde.

Was das Euro-Problem angeht, so sehe ich nur eine Lösung: Alle Länder raus aus dem Euro und wieder ihre eigene Währung, dann ist wieder jedes Land selbst für seine finanzielle Lage verantwortlich. Die Südländer könnten es ihrer Mentalität gemäß wieder etwas ruhiger angehen lassen, die Nordländer könnten wieder selbst entscheiden, was sie mit ihrem Mehrwert anstellen.
Aber diese Lösung ist in der EU nicht vorgesehen und deswegen wird der Gaul (namens EU) geritten, bis er tot zusammenbricht, statt ihm einfach nur anderes Futter zu gönnen.
 
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