Quitscheentchen
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Schuldenspirale
Neuer Plan: Griechenland-Rettung kostet nun 210 Milliarden Euro
Deutsche Mittelstands Nachrichten | 12.02.12, 00:50 | 2 Kommentare
Um Griechenland zu retten, werden nun statt der 130 Milliarden Euro insgesamt 210 Milliarden lockergemacht: 15 Milliarden soll die EU zahlen, 65 Milliarden sollen nun vom Rettungsschirm EFSF und der EZB kommen. Damit steigt die Verschuldung Griechenlands auf 136% vom BIP. Das kann nicht gutgehen.
Wenn die Abgeordneten des griechischen Parlaments am Sonntag ihrer vorläufigen Rettung zustimmen werden, werden sie dabei auf eine wirksame Entscheidungshilfe zurückgreifen können. Statt der ursprünglich mit der EU vereinbarten 130 Milliarden Euro wird EU insgesamt die 210 Milliarden an Krediten gewähren. Das geht aus der Vorlage hervor, die die griechische Regierung am Samstag veröffentlichte.
Die Summe setzt sich aus verschiedenen Komponenten zusammen, die sich im Vorfeld bereits abgezeichnet hatten. So wird der Rettungsschirm EFSF den Griechen einen Kredit von 35 Milliarden Euro gewähren. Der EFSF wird diesen Betrag über Bande spielen: Die Griechen kaufen die ausständigen Bonds von verschiedenen europäischen Zentralbanken zurück. Gehalten werden die neuen Bonds von der EZB. Weitere 15 Milliarden sollen zur Stopfung eines neuen Lochs von der EU kommen (hier).
Die Staatsverschuldung Griechenland steigt durch diese Aktionen auf 136% des Bruttoinlandsprodukts (BIP), oder insgesamt 320 Milliarden Euro, wenn man die 110 Milliarden des ersten Bailouts von 2010 dazuzählt. Weil es sich bei den Krediten um besicherte Darlehen handeln heißt das konkret: Wenn die Banken alle Assets der Griechen von der Akropolis bis zu den Staatsbetrieben als Sicherheiten abruft, den Griechen also buchstäblich nichts mehr von ihrem Land gehört, bleiben den europäischen und amerikanischen Steuerzahlern 36% der Gesamtschulden, für die sie im Falle einer Pleite haftbar gemacht werden können (hier).
Das kann nicht gutgehen. Denn eine der Bedingungen für die Beteiligung der privaten Gläubiger und weitere Bailouts war das Erreichen eines nachhaltigen Defizits von 120%. Angesichts der sich rapide verschlechternden Einnahmesituation in griechischen Haushalt (hier) wird dieses abenteuerliche Ponzi-Schema eher früher als später in sich zusammenfallen.
Eine interessante Berechnung hat der Finanzblog Zerohedge angestellt: Hätte man den Griechen bereits im Jahr 2010 einen Schuldenschnitt gewährt, wäre die griechische Wirtschaft in den vergangenen zwei Jahren um 36% gewachsen. Stattdessen treibt das Land nun in den Bürgerkrieg (hier). Die Feindseligkeiten innerhalb Europas (hier) werden mit jeder neuen Finte vertieft, die sich die Euro-Retter einfallen lassen. Diese werden sich weiter vertiefen, weil man Schulden nicht mit immer mehr Schulden abbauen kann. Es ist bemerkenswert, dass diese Binsenweisheit trotz der täglich neuen Zeichen an der Wand den Verwaltern der europäischen Desasters einfach nicht in den Sinn kommen will.
Quelle: http : // www .deutsche-mittelstands-nachrichten. de/2012/02/38056/
Das mal aus dem aktuellen Stand der Medien.
Das Deutschland selber in der Kreide steht und mittlerweile sämtliche Länder nach Geld schreien, das wird in den Medien keinen Meter erwähnt. Stattdessen redet man breitflächig von Konjunkturaufschwung. Da frag ich mich: Wie kann das sein, wenn wir seid Wochen Geld in etwas investieren was wir einfach patu nicht haben?
Das ist einfach unverantwortlich. Hoffendlich merken die Menschen bald was hier in Deutschland gerade passiert und werfen endlich mal ihre "Leck mich am Arsch-haltung" ab.... Denn es geht immerhin auch um uns...
Liebe Grüße
Ente