Sind Impfungen sicher?

@artor
Es wird nur Prävalenz angegeben, leider keine zusätzliche Inzidenz –in manchen Studien wird wieder eher Inzidenz angegeben, was die Vergleichbarkeit erschwert. Die CDC gibt leider immer eine gemischte Prävalenz an – ASD stellt eine Summe aus mind. 3 verschiedenen Symptomenkomplexen dar, davon ist einer, nämlich „pervasive developmental disorder“ (so was wie eine umfassende Entwicklungsstörung), eine Art „Sammelbecken“ für (kognitive) Entwicklungsstörungen. Eine genauere Aufschlüsselung habe ich in der Kürze leider nicht gefunden.

Das ist echt schade. Darüber hinaus hat sich in den letzten Jahren die DSM Codierung für die Autismus-Spektrum-Störungen gewandelt. Und das alles macht die Zahlen so schwer vergleichbar.


Ein interessanter Bericht hierzu:
http://www.awmf.org/uploads/tx_szle...pektrum-Stoerungen_ASS-Diagnostik_2016-05.pdf
Autismus-Spektrum-Störungen im Kindes-, Jugend- und Erwachsenenalter
„Zusammenfassend sind auf Grundlage der meisten Studien seit dem Jahr 2000 in unter- schiedlichen geographischen Regionen zu einem Median von ca. 62/10.000 für alle tief- greifenden Entwicklungsstörungen anzunehmen. Das bedeutete, dass derzeit mindestens eines von 160 Kindern von einer Autismus-Spektrum-Störung betroffen ist.
Darüber hin- aus berichten einige populationsbasierte, gut kontrollierte Untersuchungen, wie oben erwähnt, von etwa zwei- bis dreifach höheren Prävalenzraten (Baird et al. 2006; Kawamura et al. 2008; Kim et al. 2011), so dass aktuell insgesamt eine Prävalenz von 0.9-1.1% für Autismus- Spektrum-Störungenangenommen wird (Fombonne et al. 2011). „

Damit liegen z.B. die Prävalenzraten aus dieser Leitlinie mehr als die Hälfte unter der CDC (average 1 of 68). Auch die prozentuelle Gesamtprävalenz incl. der Untersuchungen mit wesentlich höheren Raten liegt mit 0,9-1,1% deutlich unter den amerikanischen 1,5% (average). Mich würde aufrichtig interessieren, woran das genau liegt.
 
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vielleicht ist es ja nicht die einzelne Impfung, sondern der verwendete Impfstoff, das Alter, in dem geimpft wird, die Häufigkeit von Impfungen, die Dosierung oder eine Kombination dieser Faktoren ... dafür spricht in meinen Augen einiges ...
Jetzt stellt sich mir die Frage:
Du glaubst keinen Studien. Du hast keinerlei konkrete Beispiele aus der Welt (etwa eine Korrelation von nationalen Impfplänen mit Autismusraten), aber aus irgendeinem Grund glaubst du daran, dass hier irgendeine Verbindung besteht.

Warum? Denkst du nicht, dass du einfach geschickter Werbung zum Opfer gefallen bist?
 
Jetzt stellt sich mir die Frage:
Du glaubst keinen Studien. Du hast keinerlei konkrete Beispiele aus der Welt (etwa eine Korrelation von nationalen Impfplänen mit Autismusraten), aber aus irgendeinem Grund glaubst du daran, dass hier irgendeine Verbindung besteht.

Warum? Denkst du nicht, dass du einfach geschickter Werbung zum Opfer gefallen bist?

die Antwort ist ein bisschen schwierig ... im Deutschen gibt es so recht kein Wort dafür ... im Englischen gibt es den Ausdruck 'to have a hunch' ... der passt ganz gut bei mir ...

aber vielleicht bis du ja so freundlich und beantwortest mir die Gegenfrage:

Wie lautet deine Erkärung für das massive Ansteigen der Zahl von an Autismus erkrankten Kindern - und/oder bestreitest du diesen Anstieg gar ?

Beste Oster-Grüße

:zauberer2 artor

ps ... vielleicht wäre es ja auch eine interessante Frage zu untersuchen warum die Autismus-Raten in Kuba bei ähnlichem Impfplan ca. 1oo mal kleiner sind als die in den USA ...

was machen die anders ?
 
Zuletzt bearbeitet:
die Antwort ist ein bisschen schwierig ... im Deutschen gibt es so recht kein Wort dafür ... im Englischen gibt es den Ausdruck 'to have a hunch' ... der passt ganz gut bei mir ...
Im deutschen sagt man "ein Bauchgefühl". Aber warum Autismus? Auch die Krebszahlen, Übergewicht, Osteoporose und viele andere gesundheitliche Probleme sind am steigen. Also warum gerade Autismus? Mein Gefühl sagt mir, dass der Grund dafür ist: Die Werbung, die von einer gewissen Fraktion seit Jahren für dieses Thema gemacht wird, bar jeder faktischen Basis.

aber vielleicht bis du ja so freundlich und beantwortest mir die Gegenfrage:

Wie lautet deine Erkärung für das massive Ansteigen der Zahl von an Autismus erkrankten Kindern - und/oder bestreitest du diesen Anstieg gar ?
Den Anstieg gibt es. Aber es gibt auch eine gute Erklärung, die einen Gutteil des Anstiegs erklären kann: Mitte der Neunziger wurden in sehr vielen Ländern die Kriterien für eine Diagnose für Autismus-Spektrum-Störungen ausgeweitet. Eine dänische Langzeitstudie hat gezeigt, dass ab 1995 die Autismus-Diagnosen überproportional stiegen. Das ist kein Zufall. Autismus ist nichts, was man mit einem bunten Teststreifen zweifelsfrei diagnostizieren kann - Kallisto hat oben dazu schon was geschrieben.

Woher Autismus kommt war aber immer schon ein Rätsel. In den 50ern und 60ern glaubte man, dass ein Mangel an Mutterliebe dafür verantwortlich sei. In den 70ern und 80ern glaubte man, dass zuviel Fernsehen dafür verantwortlich sei. Ende der 90er wurden eben Impfungen als Buh-Mann en vogue. Anfang der 2000er waren es Handystrahlen, am Ende wiederum Glyphosat. Demnächst sind wahrscheinlich Tablets und Smartphones schuld. Im Prinzip wird alles, was den Leuten nicht so ganz geheuer ist gern mal als Erklärung für Autismus hergenommen. Irgendeine fundierte medizinische Basis für irgendeine dieser Behauptungen gibt es hingegen nicht.
 
was sagt dir denn dein gesunder Menschenverstand bei einem Blick auf die Grafik in Beitrag #214 ?

Mein gesunder Menschenverstand sieht sich da nur bestätigt, daß Autismus nichts mit der MMR-Impfung zu tun haben kann, wenn die Zahl der Impfungen relativ konstant bleibt, eigentlich eher schon zurückgeht, die Fälle von Autismus aber zunehmen, dann ist es klar, das kann eindeutig nicht zusammenhängen. :rolleyes:
 
Beobachtungen, dass der 'Ausbruch' dieser Erkrankung häufig wenige Tage nach einer Impfung stattfindet, sind allerdings so alt wie die Krankheitsbezeichnung selbst ...

„Die erste Studie wurde an der Johns Hopkins Universität im Jahr 1943 von Leo
Kanner veröffentlicht. Der Kinder-Psychiater Leo Kanner untersuchte 11 Kinder
über mehrere Jahre, die eine neuartige Reihe von neurologischen Symptomen
zeigten. Diese waren in der medizinischen Literatur nie zuvor beschrieben worden,
wo Kinder zurückgezogen, nicht kommunikativ waren und ähnliche sonderbare
Verhaltensweisen zeigten. Diese Störung wurde bald als „Autismus“ bekannt.
In dem Papier vermerkte Dr. Kanner, dass der Beginn der Störung der
Verabreichung einer Pockenimpfung folgte.

zitiert nach: http://healthimpactnews.com/2013/cd...time-to-stop-ignoring-the-vaccine-connection/http://healthimpactnews.com/2013/cd...time-to-stop-ignoring-the-vaccine-connection/

Woher Autismus kommt war aber immer schon ein Rätsel

Wenn ich dich recht verstehe, ist für dich ein Rätsel woher dieser immense Anstieg kommt (abgesehen von (relativ geringfügigen) Einflüssen mit Blick auf die sich wandelnde Kriterien für die Diagnose einer Autismus-Erkrankung).

Für dich ist es eine unbewiesene Behauptung, dass da Impfungen bei der Verbreitung von Autismus eine Rolle spielen ... aber ausschließen, dass dem so ist, willst du offensichtlich auch nicht so recht - oder ?

Es gibt recht viele Untersuchungen, die bestätigen, dass in Bevölkerungsgruppen, die überhaupt nicht impfen, der Anteil der Erkrankungen an Autismus mindestens 10-fach niedriger ist, als bei Personen, bei denen der Impfplan durchgezogen wird.

z.B. bei den Amish-People in den USA ... da gibt es allerdings auch keine Handys und Tablets und auch kein Glyphosat - aber ... war da nicht eher Thiomersal in Verdacht ? - sei's drum - das Thema hatten wir ja schon ...


:zauberer2 artor
 
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Mein gesunder Menschenverstand sieht sich da nur bestätigt, daß Autismus nichts mit der MMR-Impfung zu tun haben kann, wenn die Zahl der Impfungen relativ konstant bleibt, eigentlich eher schon zurückgeht, die Fälle von Autismus aber zunehmen, dann ist es klar, das kann eindeutig nicht zusammenhängen. :rolleyes:

so klar und eindeutig ist das nun auch wieder nicht ... es gibt eine Studie aus Japan ... da wurden in bestimmten Jahren und Bezirken die MMR-Impfungen ausgesetzt ... die Zahl der Autismus-Erkrankungen wurde dann mit den Bezirken verglichen, in denen das nicht so war ...

und das Ergebnis der Studie: signifikant weniger Autismus-Erkrankungen in den Bezirken mit MMR-Impfung ...

Diese Studie legt auf jeden Fall nahe, dass es einen Zusammenhang zwischen Impfgeschehen und Erkrankungsrate mit Blick auf Autismus gibt ...

vermutlich wurde hier die Kombi-Impfung durch drei Einzel-Impfungen ersetzt, damit die Gesamtzahl der Impfungen erhöht, was in Summe noch schädlicher war als hätte man nur eine MMR-Impfung durchgeführt ...

... sagt mein gesunder Menschenverstand ...

:zauberer2 artor
 
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„Die erste Studie wurde an der Johns Hopkins Universität im Jahr 1943 von Leo
Kanner veröffentlicht. Der Kinder-Psychiater Leo Kanner untersuchte 11 Kinder
über mehrere Jahre, die eine neuartige Reihe von neurologischen Symptomen
zeigten. Diese waren in der medizinischen Literatur nie zuvor beschrieben worden,
wo Kinder zurückgezogen, nicht kommunikativ waren und ähnliche sonderbare
Verhaltensweisen zeigten. Diese Störung wurde bald als „Autismus“ bekannt.
In dem Papier vermerkte Dr. Kanner, dass der Beginn der Störung der
Verabreichung einer Pockenimpfung folgte.

Ich habe L. Kanners Veröffentlichung von 1943 gelesen und keinerlei Vermerk bezüglich Einsetzen der Störung nach verabreichter Pockenimpfung gefunden. Alle 11 dokumentierten Kinder wiesen bereits unmittelbar nach der Geburt Auffälligkeiten unterschiedlicher Qualität und Ausprägung auf. Kanners Ausführungen sind ziemlich detailliert.

http://neurodiversity.com/library_kanner_1943.pdf
Autistic Disturbances Of Affective Contact
Was er in der Diskussion als mögliche Gemeinsamkeit anmerkte war
"There is one another very interesting common denominator in the backgrounds of these children. They all come of highly intelligent families." (s. 248)
und im Comment
"One another fact stands out prominently. In the hole group, there are very few really warmhearted fathers and mothers."

Was sicher auch ein Stückweit dazu beigetragen hat, den Müttern und Vätern von betroffenen Kindern "die Schuld" zu zuschieben.
 
Ich habe L. Kanners Veröffentlichung von 1943 gelesen und keinerlei Vermerk bezüglich Einsetzen der Störung nach verabreichter Pockenimpfung gefunden. Alle 11 dokumentierten Kinder wiesen bereits unmittelbar nach der Geburt Auffälligkeiten unterschiedlicher Qualität und Ausprägung auf. Kanners Ausführungen sind ziemlich detailliert.

http://neurodiversity.com/library_kanner_1943.pdf
Autistic Disturbances Of Affective Contact
Was er in der Diskussion als mögliche Gemeinsamkeit anmerkte war
"There is one another very interesting common denominator in the backgrounds of these children. They all come of highly intelligent families." (s. 248)
und im Comment
"One another fact stands out prominently. In the hole group, there are very few really warmhearted fathers and mothers."

Was sicher auch ein Stückweit dazu beigetragen hat, den Müttern und Vätern von betroffenen Kindern "die Schuld" zu zuschieben.


das ist was mir zu dieser Frage noch unter die Finger gekommen ist:

Bei dem im Zitat erwähnten Papier handelt es sich wohl um die Schrift „Autistic
Disturbances of Effective Contact“ (Dr. Leo Kanner), die man im Internet abrufen
kann. Ich konnte allerdings keine andere Quelle finden, bei der es ebenfalls
heißt, Dr. Kanner habe im Jahr 1943 tatsächlich betreff dieser ersten Studie zu
Autismus angemerkt, dass der Beginn der autistischen Symptome nach einer
Pockenimpfung auftrat.

Aber im Jahr 1976 wurde in einer medizinischen Fachzeitschrift
ein Artikel mit der Überschrift „Autistisches Syndrom (Kanner) und
Pockenimpfungen“ veröffentlicht.6 Dort ist in der kurzen Zusammenfassung zu
lesen:

„3-4 Wochen nach einer ansonsten unkomplizierten ersten Impfung gegen
Pocken bei einem damals 15 Monate alten Jungen, zuletzt gesehen im Alter von
5 ½ Jahren, entwickelte sich schrittweise ein komplettes Kanner-Syndrom. Die
Frage, ob Impfung und frühkindlicher Autismus zusammenhängen könnten, wird
diskutiert. Eine ursächliche Beziehung wird als extrem unwahrscheinlich angesehen.
Aber die Impfung wird als auslösendes Moment für den Beginn des Autismus
angesehen.“


Die Veröffentlichung, aus der dieses Zitat stammt (Autismus und Impfen von Wolfram Klingele) , verlinke ich hier:

https://www.dropbox.com/pri/get/Aut...AB1-f1EoIhJPyBuXz5HDqOE8RtVhZrzGW-b4QrJ-VaY2g

übrigens ... durchaus empfehlenswert und auch recht gründlich recherchiert ...

:zauberer2 artor
 
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das ist was mir zu dieser Frage noch unter die Finger gekommen ist:

Bei dem im Zitat erwähnten Papier handelt es sich wohl um die Schrift „Autistic
Disturbances of Effective Contact“ (Dr. Leo Kanner), die man im Internet abrufen
kann. Ich konnte allerdings keine andere Quelle finden, bei der es ebenfalls
heißt, Dr. Kanner habe im Jahr 1943 tatsächlich betreff dieser ersten Studie zu
Autismus angemerkt, dass der Beginn der autistischen Symptome nach einer
Pockenimpfung auftrat.

Aber im Jahr 1976 wurde in einer medizinischen Fachzeitschrift
ein Artikel mit der Überschrift „Autistisches Syndrom (Kanner) und
Pockenimpfungen“ veröffentlicht.6 Dort ist in der kurzen Zusammenfassung zu
lesen:

„3-4 Wochen nach einer ansonsten unkomplizierten ersten Impfung gegen
Pocken bei einem damals 15 Monate alten Jungen, zuletzt gesehen im Alter von
5 ½ Jahren, entwickelte sich schrittweise ein komplettes Kanner-Syndrom. Die
Frage, ob Impfung und frühkindlicher Autismus zusammenhängen könnten, wird
diskutiert. Eine ursächliche Beziehung wird als extrem unwahrscheinlich angesehen.
Aber die Impfung wird als auslösendes Moment für den Beginn des Autismus
angesehen.“


Die Veröffentlichung, aus der dieses Zitat stammt (Autismus und Impfen von Wolfram Klingele) , verlinke ich hier:

https://www.dropbox.com/pri/get/Aut...AB1-f1EoIhJPyBuXz5HDqOE8RtVhZrzGW-b4QrJ-VaY2g

übrigens ... durchaus empfehlenswert und auch recht gründlich recherchiert ...

:zauberer2 artor

Ich kann leider auf Deinen Link nicht zugreifen :unsure:

Wie gesagt, im Originalpaper von L. Kanner steht gar nichts über einen Krankheitsbeginn und (Pocken-)Impfung oder gar einem zeitlichen Zusammenhang, geschweige denn überhaupt einem Zusammenhang mit Impfungen.
Ich habe das Originalpaper im obigen Post verlinkt, kannst ja mal reinschauen.
 
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